Funfact: Grade positiv getestet. Und dass vor meinen ersten 2 Wochen Urlaub im Job.
Gilt das eigentlich auch für andere Altersgruppen?
Meine Eltern haben z.B. durch Corona ihre Sportgruppen verloren, da sich nach Corona einfach keiner mher aufgerafft hat das zu organisieren.
Als die Corona-Quarantäne kam, änderte sich an meinem Alltag nichts, hatte vorher niemanden und war dementsprechend auch nirgendwo eingeladen bzw. war immer alleine in meiner Wohnung. Dadurch wurde mir meine Einsamkeit umso bewusster, da für mich nach Corona wieder nichts anders war.
Da stehen dann auch direkt interessante Dinge drin, wie z.B. das zwischen sozialer und emotionaler Einsamkeit unterschieden wird, wie diese tatsächlich definiert und erhoben wurden.
>*Die wissenschaftliche Längsschnittstudie FReDA („Family Research and Demographic Analysis“) befasst sich mit dem Thema Beziehungen und Familienleben in Deutschland. Dazu werden bundesweit zweimal im Jahr rund 30.000 repräsentativ ausgewählte Menschen zwischen 18 und 53 Jahren sowie ihre Partnerinnen und Partner befragt (Bujard et al. 2023, Schneider et al. 2021).
>Anmerkung: In FReDA wird jährlich entweder mit je drei Aussagen die emotionale und soziale Einsamkeit (GGS) oder mit einer einzelnen Aussage die Einsamkeit erfasst (Messung Einsamkeit s. Literatur).
>Messung Einsamkeit: FReDA GGS emotionale Einsamkeit („Ich fühle eine allgemeine Leere.”, „Ich vermisse es, Menschen um mich zu haben.”, „Ich fühle mich oft zurückgewiesen.”), FReDA GGS soziale Einsamkeit („Es gibt viele Menschen, auf die ich mich absolut verlassen kann.”, „Es gibt genug Menschen, auf die ich mich bei Problemen stützen kann.”, „Es gibt genug Menschen, denen ich mich nahe fühle.”), FReDA/pairfam („Ich fühle mich allein.”), SOEP-UCLA („Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Ihnen die Gesellschaft anderer fehlt?”, „Wie oft haben Sie das Gefühl, außen vor zu sein?”, „Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Sie sozial isoliert sind?”)
Find ich eigentlich ganz interessant, nur ist der Artikel selbst halt sehr oberflächlich.
Was ich interessant finde ist das Einkommen wohl ein großer Faktor ist. Was mich jetzt interessieren würde ist, wie viele öffentliche Plätze oder Gruppen existieren in denen man soziales engagement zeigen kann, die nicht direkt an Ausgaben gekoppelt sind.
Also nehmen wir mal an ich bin zwischen 18-29 Jahre alt, in einem Single-Haushalt, zufriedenstellend gesund und mit mittlerer Bildung. Davon haben ja wohl, wenn ich die Grafik auf Seite 3 richtig interpretiere ungefähr 40 – 45% der Aussage “Ich fühle mich allein” mit “mindestens ‘teils/teils’ bis ‘Ja, trifft voll und ganz zu'” zugestimmt.
Welche Option hat diese Person jetzt in der durchschnittlichen Stadt und ändert sich dieses Bild wenn die Ausgaben bei nahezu 0 bleiben müssen?
Einsamer sucht Einsame zum Einsamen.
Mein Senf dazu: Mit den zwei Jahren Corona haben viele den Anschluss verloren und sind jetzt sehr nervös, auf Leute zuzugehen. Das wird verstärkt durch Sozial Media Druck, der oft suggeriert, man müsse irgendwie besonders toll oder perfekt sein, um es wert zu sein, soziale Kontakte zu haben. Dazu kommt der finanzielle Druck: In einem 8m2 Zimmer hat man wenig Platz Leute zu sich einzuladen, und Bar-Geld wird auch immer knapper, um sich mal auf ein Bier zu treffen. Ehrenamt ist schon cool, aber oft auch Boomer-Dominiert, kann ich mir vorstellen dass das auch einige abschreckt.
kann ich bestätigen
🙋
Für extrovertierte muss Coroner ein echtes Drama gewesen sein
War vorher auch schon einsam, aber durch Corona hat sich meine negative Sichtweise auf die Gesellschaft und meine soziale Angst leider noch weiter verstärkt.
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Funfact: Grade positiv getestet. Und dass vor meinen ersten 2 Wochen Urlaub im Job.
Gilt das eigentlich auch für andere Altersgruppen?
Meine Eltern haben z.B. durch Corona ihre Sportgruppen verloren, da sich nach Corona einfach keiner mher aufgerafft hat das zu organisieren.
Als die Corona-Quarantäne kam, änderte sich an meinem Alltag nichts, hatte vorher niemanden und war dementsprechend auch nirgendwo eingeladen bzw. war immer alleine in meiner Wohnung. Dadurch wurde mir meine Einsamkeit umso bewusster, da für mich nach Corona wieder nichts anders war.
Der Artikel stört mich. Entweder ich habe es nicht finden können, oder der Artikel verlinkt nicht darauf, hier ist die Quelle: [https://www.bib.bund.de/Publikation/2024/Einsamkeit-im-juengeren-und-mittleren-Erwachsenenalter-angestiegen.html?nn=1219558](https://www.bib.bund.de/Publikation/2024/Einsamkeit-im-juengeren-und-mittleren-Erwachsenenalter-angestiegen.html?nn=1219558)
Da stehen dann auch direkt interessante Dinge drin, wie z.B. das zwischen sozialer und emotionaler Einsamkeit unterschieden wird, wie diese tatsächlich definiert und erhoben wurden.
>*Die wissenschaftliche Längsschnittstudie FReDA („Family Research and Demographic Analysis“) befasst sich mit dem Thema Beziehungen und Familienleben in Deutschland. Dazu werden bundesweit zweimal im Jahr rund 30.000 repräsentativ ausgewählte Menschen zwischen 18 und 53 Jahren sowie ihre Partnerinnen und Partner befragt (Bujard et al. 2023, Schneider et al. 2021).
>Anmerkung: In FReDA wird jährlich entweder mit je drei Aussagen die emotionale und soziale Einsamkeit (GGS) oder mit einer einzelnen Aussage die Einsamkeit erfasst (Messung Einsamkeit s. Literatur).
>Messung Einsamkeit: FReDA GGS emotionale Einsamkeit („Ich fühle eine allgemeine Leere.”, „Ich vermisse es, Menschen um mich zu haben.”, „Ich fühle mich oft zurückgewiesen.”), FReDA GGS soziale Einsamkeit („Es gibt viele Menschen, auf die ich mich absolut verlassen kann.”, „Es gibt genug Menschen, auf die ich mich bei Problemen stützen kann.”, „Es gibt genug Menschen, denen ich mich nahe fühle.”), FReDA/pairfam („Ich fühle mich allein.”), SOEP-UCLA („Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Ihnen die Gesellschaft anderer fehlt?”, „Wie oft haben Sie das Gefühl, außen vor zu sein?”, „Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Sie sozial isoliert sind?”)
Find ich eigentlich ganz interessant, nur ist der Artikel selbst halt sehr oberflächlich.
Was ich interessant finde ist das Einkommen wohl ein großer Faktor ist. Was mich jetzt interessieren würde ist, wie viele öffentliche Plätze oder Gruppen existieren in denen man soziales engagement zeigen kann, die nicht direkt an Ausgaben gekoppelt sind.
Also nehmen wir mal an ich bin zwischen 18-29 Jahre alt, in einem Single-Haushalt, zufriedenstellend gesund und mit mittlerer Bildung. Davon haben ja wohl, wenn ich die Grafik auf Seite 3 richtig interpretiere ungefähr 40 – 45% der Aussage “Ich fühle mich allein” mit “mindestens ‘teils/teils’ bis ‘Ja, trifft voll und ganz zu'” zugestimmt.
Welche Option hat diese Person jetzt in der durchschnittlichen Stadt und ändert sich dieses Bild wenn die Ausgaben bei nahezu 0 bleiben müssen?
Einsamer sucht Einsame zum Einsamen.
Mein Senf dazu: Mit den zwei Jahren Corona haben viele den Anschluss verloren und sind jetzt sehr nervös, auf Leute zuzugehen. Das wird verstärkt durch Sozial Media Druck, der oft suggeriert, man müsse irgendwie besonders toll oder perfekt sein, um es wert zu sein, soziale Kontakte zu haben. Dazu kommt der finanzielle Druck: In einem 8m2 Zimmer hat man wenig Platz Leute zu sich einzuladen, und Bar-Geld wird auch immer knapper, um sich mal auf ein Bier zu treffen. Ehrenamt ist schon cool, aber oft auch Boomer-Dominiert, kann ich mir vorstellen dass das auch einige abschreckt.
kann ich bestätigen
🙋
Für extrovertierte muss Coroner ein echtes Drama gewesen sein
War vorher auch schon einsam, aber durch Corona hat sich meine negative Sichtweise auf die Gesellschaft und meine soziale Angst leider noch weiter verstärkt.