Mein erstes Auto, ein Golf I mit 60 PS wog noch etwa 875 kg leer, wenn ich mich recht erinnere.
Natürlich, damals gabs keine Airbags, elektrische Fensterheber, Seitenaufprallschutz usw.
Trotzdem sind die Leergewichte schon wahnsinnig angestiegen und machen viel vom Effizienzgewinn der letzten Jahrzehnte zunichte.
Braucht man wirklich einen Koloss von drei Tonnen um sehr häufig nur eine Person zu befördern?
Bei Elekro- und manchen Hybridfahrzeugen wird wenigstens ein Teil der Energie, die beim Beschleunigen oder Bergauffahren durch das viele Gewicht benötigt wird, durch Rekuperation wieder nutzbar. Aber das funktioniert auch nicht zu 100%, sondern mit etlichen Verlusten.
Habe mir aus beruflicher Notwendigkeit letztes Jahr einen effizienten Kleinwagen geholt. 5 Jahre alt, 80.000 km, alles in Ordnung. Nach einem Jahr Vielfahren: 6 Jahre alt, 120.000km. Und der Wert des Wagens ist trotzdem um ein paar Tausender gestiegen. Scheinbar immer stärkeres Mismatch zwischen Nachfrage und Angebot.
Da will man schon Autos umweltfreundlicher machen und dann werden die umweltfreundlichsten Verbrenner offenbar aus dem Markt gedrängt.
Die Leute halten sich bestimmt auch an die 2,8t Beschränkung beim erlauben Gehwegparken.
Das ist nicht verwunderlich. Immer mehr Anforderung an Abgastechnik, immer mehr Anforderung an passive Sicherheit, immer mehr Anforderung an die Elektrik. All das kostet Gewicht
Edit: Ich meine damit eher das untere Ende der Skala. Kleinwagen brauchen auch immer mehr Knautschzone, Abgasreichnigungstechnik und seit diesem Jahr auch sowas wie Verkehrszeichenerkennung. Was alleine das wiegt (Kamera, Kabel, Computer, etc. kann ja mal jeder überlegen. Von den ganzem Metall für die Knautschzone ganz zu schweigen
Alle meckern über steigende spritpreise aber anscheinend ist die Nachfrage nach Kleinwagen so gering, dass die Modelle entweder eingestellt werden oder inzwischen so groß sind, dass man sie kaum noch Kleinwagen nennen kann…
Bei E-Autos machen die Akkus oft 20-25% des Leergewichts aus. Eine kWh schlägt mit 7 kg zu Buche. Als Beispiel wiegt der 50 kWh ~~Stunden~~ Akku eines Opel Corsa-E 345 kg und der 102 kWh Akku eines BMW i7 um die 700 kg. Der Opel wiegt 1530 kg und der BMW 2715 kg leer.
Generell ja, aber so schlimm ist es nicht. Die Autos die dort gelistet sind, fährt ja hierzulande kaum jemand. Du hast auf der einen Seite die Luxus SUV aus DE und Pickups aus USA, dazu die Elektrofahrzeuge auf Grund der Batterie. Am anderen Ende stehen die Japaner mit ihren kleinen Autos für ihre engen Straßen.
Dazwischen findet sich der EU Schnitt ein mit 1t bis 1,5t – die ganzen normalen Klein- und Mittelklasse Autos.
Die ganzen SUV wiegen nicht mehr als ihr tieferes Pendant. das ist die selbe Basis nur höher gesetzt. Der Mokka wiegt ca. so viel wie der Corsa (1,2t), der T-Roc wiegt ca. so viel wie der Golf (1,3t) usw.
Laut Wikipedia wiegt das Basismodell des MX-5 auch noch haarscharf unter einer Tonne mit 996 Kilo. Kam mir schon komisch vor, dass er keiner von den zweien aus der Überschrift war.
Nächster Rant: es gibt so gut wie keine reinen Geländewagen mehr mit Ausnahme des Jimny und ein paar Jeeps, die nicht gleich ne halbe Niere kosten und keinen Diesel haben.
Da ich einen Geländewagen benötige, fiel die Wahl auf einen 2006er Grand Vitara.
Früher konnte man Kleinwagen tragen. 3 Leute an jeder Seite.
Das schönste ist ja, dass für jeden verkauften schweren Neuwagen wir als Gesellschaft dazu zahlen! Der Verkehr wird gefährlicher und es braucht mehr Geld, um die stärkere mechanische Belastung der Straßen zu reparieren 😍
die kraftfahrzeugsteuern müssen für schwerere autos teurer werden. Die beschädigen strassen exponentiell mehr.
Bevor jetzt jemand mit den elektroautos kommt: auch die kann man leicht und klein machen. Es geht. Aber es braucht natürlich auch ne CO2-steuer
Mein erstes Auto war ein Suzuki Wagon R. Das ausgediente Auto meiner Mutter (etwa 15 Jahre alt) der grüne Brotkasten wog weniger als ne halbe Tonne trotzdem 65 PS. Klar ne fahrende Einkaufstasche aber trotzdem jedes “Startduell” gewonnen, weil die dicken SUVs und Limousinen nicht so schnell anziehen konnten (damals vor E Autos). Mein Kumpel konnte den sogar am Heck anheben und hat mir damit mehr als einmal in sehr enge Parklücken geholfen haha.
Ist das dieser technologische Fortschritt?
Meine Frau wurde beim aussteigen/einkauf ausladen beinahe von einer Seniorin in einem übergroßen SUV umgefahren.
Die Dame konnte kaum übers lenkrad sehen.. meine Frau hat auch nicht plötzlich die tür aufgerissen und es so provoziert, sie stand schon eine minute mit weit geöffneter tür da und hat tüten ausgepackt.
Ich kam gerade wieder zum auto zum glück, hab der Dame wild mit den händen signalisiert und gerufen das sie anhalten soll. Nach einigen sekunden senilem input-lag hat sie das tatsächlich gemacht… empört gehupt und sich scheiss eng an der offenen tür durchgedrückt (auf der anderen seite wären locker noch 3m frei gewesen aber.. who cares)
SUV sind soooo hirnverbrannt ineffizent.
Rentner mit SUVs sind soooooo gefährlich. Ihr liebt eure Enkel? SCHÖN! Fahrt bus, dann tötet Ihr weniger Kinder!!!!111
Ausserdem haben wir straßen, hier kann jeder auch mit einem Mr. Bean Auto jeden Winkel erreichen. WOZU ein SUV?!?
Gewicht ist nicht alles! Keinen fossilen Sprit zu nutzen ist viel, viel wichtiger. Hohes Gewicht ist auch darum so verschrieen, weil bei Verbrennern damit Verbrauch und Emissionen übermäßig stark ansteigen. Nicht so mit Elektroantrieb.
Und: Das Gewicht pro Sitzplatz ist bei der Bahn noch deutlich krasser. Zitat: „Trotz seiner hohen Sitzplatzkapazität mit 830 bzw. 918 Plätzen ist der ICE 4 vergleichsweise leicht. Gegenüber einem ICE 1 mit zwölf Mittelwagen und zwei Triebköpfen ist der zwölfteilige ICE 4 mit 670 Tonnen Leergewicht um rund 120 Tonnen leichter.“
Wir liegen da also bei 0.7 Tonnen pro Platz… Der 5-Sitzer Tesla Model Y wiegt 2 Tonnen.
Der Energieverbrauch pro Platz liegt bei der Bahn bei ca. 50 Wh/km pro Kopf – nicht viel besser also ein gutes E-Auto mit 2-4 Personen. (total ca. 180 Wh/km)
In Japan geht’s anders. Da sind kei Cars sehr beliebt. Ist ja auch selten dämlich mit einem SUV im urbanen Raum
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Mein erstes Auto, ein Golf I mit 60 PS wog noch etwa 875 kg leer, wenn ich mich recht erinnere.
Natürlich, damals gabs keine Airbags, elektrische Fensterheber, Seitenaufprallschutz usw.
Trotzdem sind die Leergewichte schon wahnsinnig angestiegen und machen viel vom Effizienzgewinn der letzten Jahrzehnte zunichte.
Braucht man wirklich einen Koloss von drei Tonnen um sehr häufig nur eine Person zu befördern?
Bei Elekro- und manchen Hybridfahrzeugen wird wenigstens ein Teil der Energie, die beim Beschleunigen oder Bergauffahren durch das viele Gewicht benötigt wird, durch Rekuperation wieder nutzbar. Aber das funktioniert auch nicht zu 100%, sondern mit etlichen Verlusten.
Habe mir aus beruflicher Notwendigkeit letztes Jahr einen effizienten Kleinwagen geholt. 5 Jahre alt, 80.000 km, alles in Ordnung. Nach einem Jahr Vielfahren: 6 Jahre alt, 120.000km. Und der Wert des Wagens ist trotzdem um ein paar Tausender gestiegen. Scheinbar immer stärkeres Mismatch zwischen Nachfrage und Angebot.
Da will man schon Autos umweltfreundlicher machen und dann werden die umweltfreundlichsten Verbrenner offenbar aus dem Markt gedrängt.
Die Leute halten sich bestimmt auch an die 2,8t Beschränkung beim erlauben Gehwegparken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte-Potenz-Gesetz Und wir alle dürfen für die Egobefriedigung der Schwachmaten ordentlich blechen.
Das ist nicht verwunderlich. Immer mehr Anforderung an Abgastechnik, immer mehr Anforderung an passive Sicherheit, immer mehr Anforderung an die Elektrik. All das kostet Gewicht
Edit: Ich meine damit eher das untere Ende der Skala. Kleinwagen brauchen auch immer mehr Knautschzone, Abgasreichnigungstechnik und seit diesem Jahr auch sowas wie Verkehrszeichenerkennung. Was alleine das wiegt (Kamera, Kabel, Computer, etc. kann ja mal jeder überlegen. Von den ganzem Metall für die Knautschzone ganz zu schweigen
Alle meckern über steigende spritpreise aber anscheinend ist die Nachfrage nach Kleinwagen so gering, dass die Modelle entweder eingestellt werden oder inzwischen so groß sind, dass man sie kaum noch Kleinwagen nennen kann…
Bei E-Autos machen die Akkus oft 20-25% des Leergewichts aus. Eine kWh schlägt mit 7 kg zu Buche. Als Beispiel wiegt der 50 kWh ~~Stunden~~ Akku eines Opel Corsa-E 345 kg und der 102 kWh Akku eines BMW i7 um die 700 kg. Der Opel wiegt 1530 kg und der BMW 2715 kg leer.
Generell ja, aber so schlimm ist es nicht. Die Autos die dort gelistet sind, fährt ja hierzulande kaum jemand. Du hast auf der einen Seite die Luxus SUV aus DE und Pickups aus USA, dazu die Elektrofahrzeuge auf Grund der Batterie. Am anderen Ende stehen die Japaner mit ihren kleinen Autos für ihre engen Straßen.
Dazwischen findet sich der EU Schnitt ein mit 1t bis 1,5t – die ganzen normalen Klein- und Mittelklasse Autos.
Die ganzen SUV wiegen nicht mehr als ihr tieferes Pendant. das ist die selbe Basis nur höher gesetzt. Der Mokka wiegt ca. so viel wie der Corsa (1,2t), der T-Roc wiegt ca. so viel wie der Golf (1,3t) usw.
Laut Wikipedia wiegt das Basismodell des MX-5 auch noch haarscharf unter einer Tonne mit 996 Kilo. Kam mir schon komisch vor, dass er keiner von den zweien aus der Überschrift war.
Nächster Rant: es gibt so gut wie keine reinen Geländewagen mehr mit Ausnahme des Jimny und ein paar Jeeps, die nicht gleich ne halbe Niere kosten und keinen Diesel haben.
Da ich einen Geländewagen benötige, fiel die Wahl auf einen 2006er Grand Vitara.
Früher konnte man Kleinwagen tragen. 3 Leute an jeder Seite.
Das schönste ist ja, dass für jeden verkauften schweren Neuwagen wir als Gesellschaft dazu zahlen! Der Verkehr wird gefährlicher und es braucht mehr Geld, um die stärkere mechanische Belastung der Straßen zu reparieren 😍
die kraftfahrzeugsteuern müssen für schwerere autos teurer werden. Die beschädigen strassen exponentiell mehr.
Bevor jetzt jemand mit den elektroautos kommt: auch die kann man leicht und klein machen. Es geht. Aber es braucht natürlich auch ne CO2-steuer
Mein erstes Auto war ein Suzuki Wagon R. Das ausgediente Auto meiner Mutter (etwa 15 Jahre alt) der grüne Brotkasten wog weniger als ne halbe Tonne trotzdem 65 PS. Klar ne fahrende Einkaufstasche aber trotzdem jedes “Startduell” gewonnen, weil die dicken SUVs und Limousinen nicht so schnell anziehen konnten (damals vor E Autos). Mein Kumpel konnte den sogar am Heck anheben und hat mir damit mehr als einmal in sehr enge Parklücken geholfen haha.
Ist das dieser technologische Fortschritt?
Meine Frau wurde beim aussteigen/einkauf ausladen beinahe von einer Seniorin in einem übergroßen SUV umgefahren.
Die Dame konnte kaum übers lenkrad sehen.. meine Frau hat auch nicht plötzlich die tür aufgerissen und es so provoziert, sie stand schon eine minute mit weit geöffneter tür da und hat tüten ausgepackt.
Ich kam gerade wieder zum auto zum glück, hab der Dame wild mit den händen signalisiert und gerufen das sie anhalten soll. Nach einigen sekunden senilem input-lag hat sie das tatsächlich gemacht… empört gehupt und sich scheiss eng an der offenen tür durchgedrückt (auf der anderen seite wären locker noch 3m frei gewesen aber.. who cares)
SUV sind soooo hirnverbrannt ineffizent.
Rentner mit SUVs sind soooooo gefährlich. Ihr liebt eure Enkel? SCHÖN! Fahrt bus, dann tötet Ihr weniger Kinder!!!!111
Ausserdem haben wir straßen, hier kann jeder auch mit einem Mr. Bean Auto jeden Winkel erreichen. WOZU ein SUV?!?
Gewicht ist nicht alles! Keinen fossilen Sprit zu nutzen ist viel, viel wichtiger. Hohes Gewicht ist auch darum so verschrieen, weil bei Verbrennern damit Verbrauch und Emissionen übermäßig stark ansteigen. Nicht so mit Elektroantrieb.
Und: Das Gewicht pro Sitzplatz ist bei der Bahn noch deutlich krasser. Zitat: „Trotz seiner hohen Sitzplatzkapazität mit 830 bzw. 918 Plätzen ist der ICE 4 vergleichsweise leicht. Gegenüber einem ICE 1 mit zwölf Mittelwagen und zwei Triebköpfen ist der zwölfteilige ICE 4 mit 670 Tonnen Leergewicht um rund 120 Tonnen leichter.“
Wir liegen da also bei 0.7 Tonnen pro Platz… Der 5-Sitzer Tesla Model Y wiegt 2 Tonnen.
Der Energieverbrauch pro Platz liegt bei der Bahn bei ca. 50 Wh/km pro Kopf – nicht viel besser also ein gutes E-Auto mit 2-4 Personen. (total ca. 180 Wh/km)
In Japan geht’s anders. Da sind kei Cars sehr beliebt. Ist ja auch selten dämlich mit einem SUV im urbanen Raum