Einzelne Markenlebensmittel sind in Österreich nach wie vor deutlich teurer als in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Online-Preiserhebung der Tiroler Arbeiterkammer (AK). Der Österreichische Warenkorb war im Vergleich bei der Erhebung durchschnittlich um 23,98 Prozent teurer.

Bei der Erhebung verglich die AK Tirol drei österreichische mit zwei deutschen Anbietern. Insgesamt wurden 48 Artikel unter die Lupe genommen. 43 davon waren in Österreich teurer.

AK sieht „Österreich-Aufschlag“ bestätigt
Verglichen wurden gänzlich idente Produkte. Dabei wurden im Warenkorb diverse Waren berücksichtigt, von Getränken bis hin zu Teigwaren. Die Artikel in Österreich kosteten im Schnitt 212,76 Euro. Bei den deutschen Anbietern waren es 171,61 Euro. Der heimische Warenkorb war damit um 23,98 Prozent teurer. Die größten Preisunterschiede gab es bei einem Frischkäse. In Österreich kostete das Produkt 2,49 Euro, während der Frischkäse in Deutschland schon um 0,99 Euro erhältlich war.

Mit diesen großen Unterschieden sah man bei der AK den Österreich-Aufschlag bestätigt. „Auch eine Untersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat dies mittlerweile erhoben – der Österreich-Aufschlag bei den Lebensmittelpreisen ist Fakt: Die internationale Lebensmittelindustrie differenziert nach Ländern und verrechnet dem Lebensmitteleinzelhandel in Österreich für gleiche Produkte höhere Preise als etwa in Deutschland“, so der Präsident der AK-Tirol, Erwin Zangerl.

Forderung nach mehr Transparenz
Laut Arbeiterkammer gebe es keine Erklärung für die großen Preisunterschiede. Auch laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) im Auftrag der AK sind die Gründe für die Unterschiede unklar. „Es muss jetzt endlich gehandelt werden, bevor es zu einem Wohlstandsverlust mit unabsehbaren Folgen für die Zukunft des Landes kommt“, so Zangerl.

Die AK fordert, dass die Umstände für die höheren Preise transparent gemacht werden müssen. Daneben brauche es eine laufende Preiskontrolle mittels Preisdatenbank. Darin müssten laut AK alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten verpflichtet werden, ihre Kosten und Preise zu melden. Auch auf mögliche Wettbewerbsverstöße sei zu achten.

by Ferina27

4 comments
  1. In Deutschland einkaufen rentiert sich auf jedenfall, vorallem wenn man an der Grenze wohnt. Kaufe oft bei den Nachbarn ein, ist doch ein fairer Deal wenn die Nachbarn bei uns Tanken

  2. Dies ist die Erinnerung daran, dass mit dem Klimaticket Deutsche Supermärkte leicht erreichbar sind.

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