Also vielleicht irgendwas für den Bio oder Psychologie unterricht?
Natürlich nur an Schulen wo alle Volljährig sein, will niemanden verschreckten
Arbeitsbedingungen für Lehrer verschlechtern, Ausbildung immer komplizierter machen und dann schicken wir ein paar “Angelernte” in die Schulen, weils ah schon wurscht is…
Bin sprachlos. Als Lehramtsstudenten muss ich mir auf den Kopf greifen. Einerseits werden die Bedingungen für uns Studenten immer schlimmer gemacht, teilweise auch von den Instituten massive Steine in den Weg gelegt (kann hier nur über den Standort Linz im Bereich MINT[Physik] reden) und dann soll es Quereinsteigern ermöglicht werden die Arbeit zu verrichten für die wir 6 Jahre Studium [Bachelor und Master] auf uns nehmen müssen.
Fühle mich sehr hintergangen von der Politik in diesem Bereich. Meine Meinung wäre, dass Studium wieder attraktiver zu gestalten, wirklich eigene Institute an den Unis anlegen für Lehramt, den Blödsinn von der Clusterbildung im Lehramt sofort fallen lassen. Wenn man schon an einem Standort gewisse Fächer anbieten will, dann soll auch drauf geschaut werden, dass diese auch dort absolviert werden können. In Linz gehörten 6 Unis (Pädagogische Hochschulen inkludiert) und in Salzburg gehören, glaub ich, 4 Unis zum Cluster Mitte. Es und am Standort Linz werden Fächer angeboten, wo man Minimum einmal nach Salzburg gondel muss um gewisse Lehrveranstaltungen zu absolvieren. Ist ein immenser kosten Aufwand für die Studierenden, von der Zeit will ich erst gar nicht reden. Sind alles Faktoren, welche das Lehramtsstudium in Linz dermaßen unattraktiv gestalten, dass ich jedem, der meint Lehramt studieren zu wollen davon abrate.
Weiters finde ich, dass man von gewissen Stellen (JKU Physik) als Lehramtler abwertend behandelt wird. Man besucht die gleichen LVA’s wie die technische Physik. Wenn Fragen auftreten heißt es von einigen Professoren, dass man dies eh in anderen LVA’s machen würde, leider besuchen diese die Lehramtstudierenden nicht. Nur der Gipfel des Eisberges.
Kommilitonen und ich haben schon oft diskutiert ob es nicht besser gewesen wäre, wir hätten die Ausbildung zur Berufsschullehrkraft gemacht, welche meines wissen nicht einmal ein Jahr dauert, und dann könnten wir schon unterrichten und würden besser behandelt werden in unserer Ausbildung als jetzt.
Bin ehrlich, wenn die Politik jetzt wirklich meint, dass sie pädagogisch unqualifiziertes Personal in die Schulen lässt kannst du die künftige Generationen von angehenden gut qualifizierten Lehrkräften abschminken. Es ist an sich das Lehramtsstudium schon ziemlich zum hinterfragen, wieso benötigen wir zum Beispiel für den Bachelor 4 Jahre und andere nur 3. Und wieso sollen nun Quereinsteiger gleich anfangen dürfen, welche keinen Funken Ahnung von Pädagogik geschweige den von Didaktik haben?
Finde es auch nicht gut, dass man Studierende, auch wenn sie in den letzten Semestern sind, Arbeitsangebote in Schulen gibt wo sie beinahe Vollzeit arbeiten müssen. Sie haben kaum mehr Zeit, dass sie ihr Studium abschließen können, da sie ab da Vollzeit als Lehrkraft arbeiten.
Die besten Lehrer in der HTL damals waren die, die entweder neben dem eigenen Unternehmen nebenbei oder nach vielen Jahren in der Privatwirtschaft Lehrer geworden sind. Ich persönlich möchte zwar nach dem Studium nicht in einer Schule unterrichten, jedoch finde ich den Gedanken nicht so abwegig, mit 50 oder so mal diese Richtung einzuschlagen. Natürlich sollten solche “Quereinsteiger” dann einige pedagogische Kurse nachholen müssen. Wenn es so eine Möglichkeit nicht gibt verliert die Lehre vor allem an BHS mmn. immens an Qualität.
Ich bin im ersten Semester Biologie und hab davor nichts studiert. Vor 4 Jahren wurde mir eine Stelle als Informatik-Lehrer in einer HTL angeboten, das ich allerdings abgelehnt habe
Also ich studiere Lehramt und muss sagen, das ich einen Quereinstieg mit ein paar zusätzlichen Kursen schlicht und einfach nicht fair fände. Ein nicht unwesentlicher Teil der Ausbildung besteht aus Pädagogik und Didaktik. Dazu kommen noch einige Praktika. Der Pädagogikteil ist (zumindest in Salzburg) allerdings verbesserungswürdig, da sind sich die meisten Studierenden einig.
Nichts desto trotz lerne ich sehr viel über Unterrichttechniken, Benotung, Umgang mit SchülerInnen etc. Ich sehe da zum Beispiel die Gefahr, das QuereinsteigerInnen zu veralteten oder nicht adäquaten Lehrmethoden greifen. Ich habe da bei Praktikas schon so einiges gesehen, was den FachdidaktikerInnen äußerst unangenehm aufstoßen würde.
Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, QuereinsteigerInnen neben ihrer Einstiegsphase die erforderlichen Uni Kurse abschließen zu lassen und für sie ein duales Modell anzubieten. Auch denke ich, das man sich ein paar wenige pädagogische Kurse hier schenken könnte. Ich hielte es aber grundsätzlich für sehr sinnvoll, dass alle Lehrkräfte die jetzt nachrücken, eine mehr oder minder gleichwertige Ausbildung haben, und zwar unter Rücksichtnahme auf beide, SchülerInnen und LehrerInnen.
Unterrichten kann ich mir vorstellen, allerdings nicht in Vollzeit sondern nur Nebenbei. Also einen, maximal zwei Tage pro Woche.
Von Vorschlägen in diese Richtung höre ich allerdings nie etwas…
7 comments
Essensstörungen haben, faul sein, Hypersexualität.
Also vielleicht irgendwas für den Bio oder Psychologie unterricht?
Natürlich nur an Schulen wo alle Volljährig sein, will niemanden verschreckten
Arbeitsbedingungen für Lehrer verschlechtern, Ausbildung immer komplizierter machen und dann schicken wir ein paar “Angelernte” in die Schulen, weils ah schon wurscht is…
Bin sprachlos. Als Lehramtsstudenten muss ich mir auf den Kopf greifen. Einerseits werden die Bedingungen für uns Studenten immer schlimmer gemacht, teilweise auch von den Instituten massive Steine in den Weg gelegt (kann hier nur über den Standort Linz im Bereich MINT[Physik] reden) und dann soll es Quereinsteigern ermöglicht werden die Arbeit zu verrichten für die wir 6 Jahre Studium [Bachelor und Master] auf uns nehmen müssen.
Fühle mich sehr hintergangen von der Politik in diesem Bereich. Meine Meinung wäre, dass Studium wieder attraktiver zu gestalten, wirklich eigene Institute an den Unis anlegen für Lehramt, den Blödsinn von der Clusterbildung im Lehramt sofort fallen lassen. Wenn man schon an einem Standort gewisse Fächer anbieten will, dann soll auch drauf geschaut werden, dass diese auch dort absolviert werden können. In Linz gehörten 6 Unis (Pädagogische Hochschulen inkludiert) und in Salzburg gehören, glaub ich, 4 Unis zum Cluster Mitte. Es und am Standort Linz werden Fächer angeboten, wo man Minimum einmal nach Salzburg gondel muss um gewisse Lehrveranstaltungen zu absolvieren. Ist ein immenser kosten Aufwand für die Studierenden, von der Zeit will ich erst gar nicht reden. Sind alles Faktoren, welche das Lehramtsstudium in Linz dermaßen unattraktiv gestalten, dass ich jedem, der meint Lehramt studieren zu wollen davon abrate.
Weiters finde ich, dass man von gewissen Stellen (JKU Physik) als Lehramtler abwertend behandelt wird. Man besucht die gleichen LVA’s wie die technische Physik. Wenn Fragen auftreten heißt es von einigen Professoren, dass man dies eh in anderen LVA’s machen würde, leider besuchen diese die Lehramtstudierenden nicht. Nur der Gipfel des Eisberges.
Kommilitonen und ich haben schon oft diskutiert ob es nicht besser gewesen wäre, wir hätten die Ausbildung zur Berufsschullehrkraft gemacht, welche meines wissen nicht einmal ein Jahr dauert, und dann könnten wir schon unterrichten und würden besser behandelt werden in unserer Ausbildung als jetzt.
Bin ehrlich, wenn die Politik jetzt wirklich meint, dass sie pädagogisch unqualifiziertes Personal in die Schulen lässt kannst du die künftige Generationen von angehenden gut qualifizierten Lehrkräften abschminken. Es ist an sich das Lehramtsstudium schon ziemlich zum hinterfragen, wieso benötigen wir zum Beispiel für den Bachelor 4 Jahre und andere nur 3. Und wieso sollen nun Quereinsteiger gleich anfangen dürfen, welche keinen Funken Ahnung von Pädagogik geschweige den von Didaktik haben?
Finde es auch nicht gut, dass man Studierende, auch wenn sie in den letzten Semestern sind, Arbeitsangebote in Schulen gibt wo sie beinahe Vollzeit arbeiten müssen. Sie haben kaum mehr Zeit, dass sie ihr Studium abschließen können, da sie ab da Vollzeit als Lehrkraft arbeiten.
Die besten Lehrer in der HTL damals waren die, die entweder neben dem eigenen Unternehmen nebenbei oder nach vielen Jahren in der Privatwirtschaft Lehrer geworden sind. Ich persönlich möchte zwar nach dem Studium nicht in einer Schule unterrichten, jedoch finde ich den Gedanken nicht so abwegig, mit 50 oder so mal diese Richtung einzuschlagen. Natürlich sollten solche “Quereinsteiger” dann einige pedagogische Kurse nachholen müssen. Wenn es so eine Möglichkeit nicht gibt verliert die Lehre vor allem an BHS mmn. immens an Qualität.
Ich bin im ersten Semester Biologie und hab davor nichts studiert. Vor 4 Jahren wurde mir eine Stelle als Informatik-Lehrer in einer HTL angeboten, das ich allerdings abgelehnt habe
Also ich studiere Lehramt und muss sagen, das ich einen Quereinstieg mit ein paar zusätzlichen Kursen schlicht und einfach nicht fair fände. Ein nicht unwesentlicher Teil der Ausbildung besteht aus Pädagogik und Didaktik. Dazu kommen noch einige Praktika. Der Pädagogikteil ist (zumindest in Salzburg) allerdings verbesserungswürdig, da sind sich die meisten Studierenden einig.
Nichts desto trotz lerne ich sehr viel über Unterrichttechniken, Benotung, Umgang mit SchülerInnen etc. Ich sehe da zum Beispiel die Gefahr, das QuereinsteigerInnen zu veralteten oder nicht adäquaten Lehrmethoden greifen. Ich habe da bei Praktikas schon so einiges gesehen, was den FachdidaktikerInnen äußerst unangenehm aufstoßen würde.
Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, QuereinsteigerInnen neben ihrer Einstiegsphase die erforderlichen Uni Kurse abschließen zu lassen und für sie ein duales Modell anzubieten. Auch denke ich, das man sich ein paar wenige pädagogische Kurse hier schenken könnte. Ich hielte es aber grundsätzlich für sehr sinnvoll, dass alle Lehrkräfte die jetzt nachrücken, eine mehr oder minder gleichwertige Ausbildung haben, und zwar unter Rücksichtnahme auf beide, SchülerInnen und LehrerInnen.
Unterrichten kann ich mir vorstellen, allerdings nicht in Vollzeit sondern nur Nebenbei. Also einen, maximal zwei Tage pro Woche.
Von Vorschlägen in diese Richtung höre ich allerdings nie etwas…