Wie zum Teufel ist es eigentlich zu dieser Diskussion gekommen, nachdem ein ISLAMIST einen Anschlag ausgeübt hat?! Klar, lasst uns radikale Islamisten in ein Land abschieben, das von radikalen Islamisten regiert wird. Wenn wir glück haben kommt er besser ausgebildet und bewaffnet zurück.
Endlich mal eine Regierung, mit welcher wir auf Augenhöhe sind.
Die Taliban wollen sehr sehr stark dass ihre Herrschaft auch im Ausland anerkannt wird.
Deshalb “konsularische Verfahren”, “bilaterale Verträge” und so weiter.
Was man halt zwischen souveränen Staaten so macht. Aus ihrer Sicht ist der Preis dafür ein paar Kriminelle zurück zu kriegen sehr gering.
Ich weiß ja nicht.
Entweder Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, dann gibt es keinen Fluchtgrund und alle Flüchtlinge aus Afghanistan müsste man abschieben.
Oder es ist nicht sicher, dann sind Menschenrechte (und Asyl gehört nunmal dazu) nicht verhandelbar und auch Verbrecher haben Anspruch auf diese.
Dann gehören Verbrecher die hier Verbrechen begehen auch hier ins Gefängnis und nicht in Afghanistan an den Baukran, auch wenn das im Einzelfall schwer zu vermitteln ist.
Ich frage mich ob wir überhaupt deren Kooperation brauchen. Die Taliban haben zwar die Macht, von einem funktionierenden Staat, der seine Grenzen kontrollieren kann, sind sie aber Meilenweit entfernt.
Ich habe zuletzt mal ein [Interview mit Liv von Boetticher gesehen](https://www.youtube.com/watch?v=C5YuaC1vT8M) welche als RTL Reporterin die damalige Doku 60 Tage Frauenhass (jaja shitty Titel) machte. Im Grunde teilte sie die Meinung vom Experten Christoph Klawitter (20 Jahre in Afghanistan gelebt) der meinte das Volk muss nun mittelfristig selbst merken was es wieder verliert. Wenn man die Hälfte der Bevölkerung von der sozialen Teilhabe/beruflichen Aufstieg ausschließt muss man mit den katastrophalen Entwicklungen erst einmal leben. Es sind eben nicht (nur) die Taliban welche die Frauen so behandeln sondern das Land ist allgemein so drauf. Diese Entwicklung kann aber nur von den Bürgern selbst kommen und nicht von oben herab. Sie wird Zeit brauchen aber auch eine Mitwirkung des Westens.
Der Westen macht es sich hier verdammt einfach indem er den Taliban den schwarzen Stiefel zuschieben möchte. Das Land ist nun sicherer als in den letzten 15 Jahren (der Aggressor nun an der Macht, große Gegner gibt es bisher keine). Die absolute Mehrheit der Männer wurde nicht erst durch die Übernahme zu Frauenhassern (von uns aus betrachtet) bzw. reaktionär sondern war es eben auch als der Westen noch vor Ort war. Doch da hatte man keine Probleme mit den Beziehungen. Obwohl jeder Experte immer vor den korrupten Männern an der Spitze warnte. Es war jedoch die “legitime” (indem man diejenigen von der Wahl ausschließt welche man nicht haben wollte) Regierung und damit alles top.
Wir verlieren damit Afghanistan neben den Iran und mittelfristig den Irak an China/Russland. Die Saudis und die VAE sehen den Einfluss der USA/des Westens schwinden weil wir nichts außer bestrafen können. Während die neue Achse plötzlich diplomatisch einwirken kann um so für Schutz und Frieden in der Regierung zu sorgen. Tut mir leid aber was z.B. die Grünen (wie gestern Nouripour bei Lanz) hier für Ansichten haben ist grenzdebil. Gerade wenn man sich einlässt um den Status Quo zu akzeptieren schafft man Frieden. Hört doch einfach hin was die Player der Region westlichen Diplomaten zustecken. Warum die Saudis auf welche wir als Partner bauen müssen (die Alternativen sind schlimmer oder führen zum Krieg) so handeln wie sie handeln etc.
Und beim besten Willen, wir haben Beziehungen zu zig Ländern welche Tausende jährlich verschwinden lassen oder (laut einigen Papieren) wohl aktiv an großen Terroraktionen im Westen beteiligt waren. Gleichzeitig haben die Taliban eben nicht einfach alle westlichen Supporter auf der Straße niedergeschossen; die Mehrheit welche aus den Land wollte war nicht in wirklicher Gefahr (außer einer wirtschaftlichen).
Man sollte aufpassen die Taliban nicht zur Karikatur zu machen sondern akzeptieren dass diese Gruppe für die nächsten Jahrzehnte an der Macht sein wird. Dort kann der Westen nun zumindest versuchen etwas zu helfen um in 5-10 Jahren auch Mädchen in die (weiterführenden) Schulen zu bringen (was einige Talibanführer schon jetzt tun btw. auch dort gibt es unterschiedliche Sichtweisen) oder wir handeln wie bei Iran/Nordkorea. Dort sehe ich keinen Erfolg des Westens.
Ich hab da 0 Mitleid mit Schwerverbrechern. Würde nicht jede Person nach Afghanistan abschieben, aber wer sich irgendwas zu Schulden kommen lässt, sollte auch dorthin zurück geschickt werden können.
Lass ma unsere westlichen Werte an die Taliban verschachern 👌👌👌
Ich hatte gleich ein gutes Gefühl bei der Sache. Demokraten werden sich doch da irgendwie einig, natürlich ganz ohne irgendwelche Geldzahlungen. Und scheinbar trügte mein Gefühl nicht. Bravo.
Meine Befürchtung ist, dass die Taliban sich das zahlen lassen werden. Denen Geld in die Hand zu drücken ist das letzte was wir tun sollten.
12 comments
[deleted]
Ich dachte kurz das wäre was vom Postillion.
Wie zum Teufel ist es eigentlich zu dieser Diskussion gekommen, nachdem ein ISLAMIST einen Anschlag ausgeübt hat?! Klar, lasst uns radikale Islamisten in ein Land abschieben, das von radikalen Islamisten regiert wird. Wenn wir glück haben kommt er besser ausgebildet und bewaffnet zurück.
Endlich mal eine Regierung, mit welcher wir auf Augenhöhe sind.
Die Taliban wollen sehr sehr stark dass ihre Herrschaft auch im Ausland anerkannt wird.
Deshalb “konsularische Verfahren”, “bilaterale Verträge” und so weiter.
Was man halt zwischen souveränen Staaten so macht. Aus ihrer Sicht ist der Preis dafür ein paar Kriminelle zurück zu kriegen sehr gering.
Ich weiß ja nicht.
Entweder Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, dann gibt es keinen Fluchtgrund und alle Flüchtlinge aus Afghanistan müsste man abschieben.
Oder es ist nicht sicher, dann sind Menschenrechte (und Asyl gehört nunmal dazu) nicht verhandelbar und auch Verbrecher haben Anspruch auf diese.
Dann gehören Verbrecher die hier Verbrechen begehen auch hier ins Gefängnis und nicht in Afghanistan an den Baukran, auch wenn das im Einzelfall schwer zu vermitteln ist.
Ich frage mich ob wir überhaupt deren Kooperation brauchen. Die Taliban haben zwar die Macht, von einem funktionierenden Staat, der seine Grenzen kontrollieren kann, sind sie aber Meilenweit entfernt.
Ich habe zuletzt mal ein [Interview mit Liv von Boetticher gesehen](https://www.youtube.com/watch?v=C5YuaC1vT8M) welche als RTL Reporterin die damalige Doku 60 Tage Frauenhass (jaja shitty Titel) machte. Im Grunde teilte sie die Meinung vom Experten Christoph Klawitter (20 Jahre in Afghanistan gelebt) der meinte das Volk muss nun mittelfristig selbst merken was es wieder verliert. Wenn man die Hälfte der Bevölkerung von der sozialen Teilhabe/beruflichen Aufstieg ausschließt muss man mit den katastrophalen Entwicklungen erst einmal leben. Es sind eben nicht (nur) die Taliban welche die Frauen so behandeln sondern das Land ist allgemein so drauf. Diese Entwicklung kann aber nur von den Bürgern selbst kommen und nicht von oben herab. Sie wird Zeit brauchen aber auch eine Mitwirkung des Westens.
Der Westen macht es sich hier verdammt einfach indem er den Taliban den schwarzen Stiefel zuschieben möchte. Das Land ist nun sicherer als in den letzten 15 Jahren (der Aggressor nun an der Macht, große Gegner gibt es bisher keine). Die absolute Mehrheit der Männer wurde nicht erst durch die Übernahme zu Frauenhassern (von uns aus betrachtet) bzw. reaktionär sondern war es eben auch als der Westen noch vor Ort war. Doch da hatte man keine Probleme mit den Beziehungen. Obwohl jeder Experte immer vor den korrupten Männern an der Spitze warnte. Es war jedoch die “legitime” (indem man diejenigen von der Wahl ausschließt welche man nicht haben wollte) Regierung und damit alles top.
Wir verlieren damit Afghanistan neben den Iran und mittelfristig den Irak an China/Russland. Die Saudis und die VAE sehen den Einfluss der USA/des Westens schwinden weil wir nichts außer bestrafen können. Während die neue Achse plötzlich diplomatisch einwirken kann um so für Schutz und Frieden in der Regierung zu sorgen. Tut mir leid aber was z.B. die Grünen (wie gestern Nouripour bei Lanz) hier für Ansichten haben ist grenzdebil. Gerade wenn man sich einlässt um den Status Quo zu akzeptieren schafft man Frieden. Hört doch einfach hin was die Player der Region westlichen Diplomaten zustecken. Warum die Saudis auf welche wir als Partner bauen müssen (die Alternativen sind schlimmer oder führen zum Krieg) so handeln wie sie handeln etc.
Und beim besten Willen, wir haben Beziehungen zu zig Ländern welche Tausende jährlich verschwinden lassen oder (laut einigen Papieren) wohl aktiv an großen Terroraktionen im Westen beteiligt waren. Gleichzeitig haben die Taliban eben nicht einfach alle westlichen Supporter auf der Straße niedergeschossen; die Mehrheit welche aus den Land wollte war nicht in wirklicher Gefahr (außer einer wirtschaftlichen).
Man sollte aufpassen die Taliban nicht zur Karikatur zu machen sondern akzeptieren dass diese Gruppe für die nächsten Jahrzehnte an der Macht sein wird. Dort kann der Westen nun zumindest versuchen etwas zu helfen um in 5-10 Jahren auch Mädchen in die (weiterführenden) Schulen zu bringen (was einige Talibanführer schon jetzt tun btw. auch dort gibt es unterschiedliche Sichtweisen) oder wir handeln wie bei Iran/Nordkorea. Dort sehe ich keinen Erfolg des Westens.
Ich hab da 0 Mitleid mit Schwerverbrechern. Würde nicht jede Person nach Afghanistan abschieben, aber wer sich irgendwas zu Schulden kommen lässt, sollte auch dorthin zurück geschickt werden können.
Lass ma unsere westlichen Werte an die Taliban verschachern 👌👌👌
Ich hatte gleich ein gutes Gefühl bei der Sache. Demokraten werden sich doch da irgendwie einig, natürlich ganz ohne irgendwelche Geldzahlungen. Und scheinbar trügte mein Gefühl nicht. Bravo.
Meine Befürchtung ist, dass die Taliban sich das zahlen lassen werden. Denen Geld in die Hand zu drücken ist das letzte was wir tun sollten.