
FTI insolvent: Reisende werden doppelt zur Kasse gebeten – „Entweder du zahlst, oder du bekommst Probleme“
by leoll_1234

FTI insolvent: Reisende werden doppelt zur Kasse gebeten – „Entweder du zahlst, oder du bekommst Probleme“
by leoll_1234
11 comments
Die Hotels nutzen es aus dass die meisten Touristen weder das Wissen noch die Muße haben sich mit der rechtlichen Situation im Feriendomizil auseinanderzusetzen. Legal sind die im Artikel beschriebenen Methoden aber auch dort nicht.
Dachte die Hotels sind schon vor Reiseantritt vom Reiseanbieter bezahlt. Hätte ehr damit gerechnet das die Urlaube beim rückflug Probleme bekommen, da die Flugtickets futsch sind.
>Wer sich weigert, dürfe das Hotelgelände nicht mehr verlassen.
>„Wir haben dann gefragt, was passiert, wenn jemand das nicht zahlen kann. Da hieß es: Das muss man sich dann leihen“
>„Wir wurden behandelt wie Bettler, uns wurden unsere Gegenstände und Pässe verwehrt. Wir mussten die Nacht am Pool verbringen“
Freiheitsberaubung, Erpressung und Diebstahl. Ich bezweifle stark, dass das legal ist, auch in den Ländern nicht, die im Artikel erwähnt werden. Einmal zur Polizei vor Ort und wenn das nichts bringt, dann direkt weiter zum deutschen Konsulat. Die werden wissen, was zu tun ist.
Pauschalreisende hassen diesen Trick:
Einfach den Urlaub selbst buchen dann endet man nicht als Verhandlungsmasse😅😜
Wir haben noch nie Pauschalreisen gebucht. Selbst den Zug/Flug und eine Unterkunft wählen und man spart oft 50%. Gibt es irgendeinen Mehrwert den ich irgendwie nicht sehe warum Pauschalreisen gut sind?
Klingt nach einem sehr erholsamen Urlaub.
Also da sind 40°C, man bekommt nichts zu essen und nichts zu trinken. Das Gelände darf man auch nicht verlassen.
Und das lässt man sich ohne gewaltsamen Wiederstand gefallen? Ich bin doch immer wieder überrascht, wie zivilisiert wir selbst dann sind, wenn man uns Gewalt antut. Anstelle wortwörtlich die Bude anzuzünden, ist man auf Facebook mit RTL in Kontakt.
[deleted]
>Von Zahlungen an das Hotel rät die Pressesprecherin von Holidaycheck ab. „So schwer das auch ist, man sollte Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen und auf eine Klärung mit dem Management bestehen“, so Hammer.
Äh… Wie kommt die gute Frau darauf, dass diese Anweisung nicht exakt vom Hotelmanagement kommt? Und klar, ein paar Nächte unter freiem Himmel härten ab, das kann man schonmal aushalten.
>Sollten Reisende in ihrer hilflosen Lage doch einknicken und zahlen, sollten sie sich das unbedingt schriftlich in Form einer Rechnung bestätigen lassen.
Wird bestimmt auch großartig funktionieren.
Ich habe mich in meinem Leben zweimal an eine deutsche Botschaft / Konsulat gewendet.
Einmal wurde ich in Athen beklaut, inklusive Ausweis, alles Geld, Karten etc.
Hilfestellung war genau null. Ich wurde auch darüber belehrt, dass das Touristen ständig passiert, und dass sie dafür keine Zuständigkeit und kein Personal hätten. Ich hatte Gott sei Dank Freunde, die mir ausgeholfen haben. Meiner Freundin aus Neuseeland ist genau das gleiche passiert und sie hatte bei ihrer Botschaft auch nur wenig Hilfestellung (ich hatte immerhin Glück, dass ich EU Staatlerin bin).
Das zweite Mal war eine ziemlich traumatische Erfahrung, meine Eltern waren in Italien im Urlaub, und meine Mutter fiel da ins Koma und ist dort letztendlich auch gestorben. Niemand von uns sprach richtig italienisch, und das war in der Zeit vor Mobiltelefonen oder Übersetzungshilfen. Wir mussten mit allem alleine klarkommen, der Entscheidung, ob die Geräte abgestellt werden, Organspende, Leichenschauhaus, Bestatter und Krematorium. In der Woche davor war in einem anderen Teil Italiens ein schlimmes Erdbeben mit vielen Toten, wir haben eine Woche gebraucht, bis wir ein Krematorium 250 km entfernt gefunden haben.
Alles, was das Konsulat gemacht hat, war uns eine Liste zu faxen mit italienischen Bestattern in der Stadt (aus dem Telefonbuch), in der wir uns befanden. Von denen kein einziger Deutsch sprach oder Englisch.
Der ADAC hat uns leider auch ziemlich im Stich gelassen mit Hilfestellung, die hatten in Nord Italien (100km entfernt) zwar einen Beauftragten für Sterbefälle, der auch deutsch sprach, der kam am Telefon aber so zwielichtig rüber, dass wir ihn kein zweites Mal kontaktiert haben (der wollte doch ernsthaft, dass wir die Asche meiner Mutter mit der Post verschicken. Und ja, das ist in Italien illegal). Immerhin hat der ADAC im Nachhinein alle Kosten anstandslos übernommen.
Ich denke immer noch häufig an die vielen warmherzigen Engel im Krankenhaus, an den super lieben Bestatter (der Arme war völlig überfordert), dem Besitzer des Hotels, in dem wir untergekommen sind und der beim dolmetschen geholfen hat. Sogar der Beamte bei der Behörde, wo wir die Sterbeurkunde abgeholt haben. Uns ist eine unglaublich große Welle an Hilfsbereitschaft und Unterstützung und Warmherzigkeit entgegen geschwappt.
Da hier so viel über die deutschen Auslandsvertretungen geschimpft wird, will ich von meinem einzigen, aber sehr positiven Erlebnis berichten:
Im letzten Frankreichurlaub hat meine Freundin ihren Ausweis, ihr Handy und ihre Karten (kurzum: alles) verloren. Für die Rückreise per Flixbus brauchte sie aber zumindest ihren Personalausweis, zumal die Reise auch noch durch die Schweiz ging.
Fix beim Konsulat in Marseille angerufen, denen gesagt dass wir am nächsten Tag sowieso zwecks Urlaub in Marseille sein würden und gehofft, dass das so kurzfristig noch geht. Die Dame am Telefon war super freundlich und hat uns trotz Unterbesetzung extra einen Termin freigeschaufelt. Auch auf dem Konsulat selbst hat alles super funktioniert.
Alles in allem habe ich dadurch ein sehr positives Bild von den deutschen Auslandsvertretungen bekommen, auch wenn es sicherlich schwarze Schafe gibt, wie in den Kommentaren ja zu genüge berichtet wird.
Gleiches gilt übrigens für die französische Polizei, die trotz ihres schlechten Rufes sehr freundlich und kompetent war.