Viele Städte im Südwesten heben die Umweltzonen auf – voraussichtlich auch Freiburg

by Gandie

12 comments
  1. > Fahrverbote, Tempolimits und Sperrungen – damit haben Städte in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren versucht, die Schadstoffe in der Luft zu reduzieren. Weil sich die Luftqualität nun deutlich gebessert hat, sind seit Kurzem in Tübingen, Reutlingen und Ulm die Fahrverbote für Autos ohne grüne Plakette aufgehoben.

  2. Klingt blöd, es gibt aber so gut wie keine Autos mehr die keine grüne Plakette haben also kann man es auch einfach lassen

  3. Kann ich ehrlich gesagt nachvollziehen. Um eine grüne Plakette zu bekommen braucht ein Benziner einen geregelten Katalysator, der für Erstzulassungen ab 1989 gesetzlich vorgeschrieben war und welche bereits ab Mitte/Ende der 80er flächendeckend in Neuwagen verbaut wurden. Dieselfahrzeuge brauchen mindestens Abgasnorm Euro 4, welche ab Mitte der 2000er vorgeschrieben war.
    Als die Umweltzonen in den späten 2000ern eingeführt wurden, stellten diese Fahrzeuggenrationen noch einen großen Teil des Verkehrsaufkommens dar. Bzw. Dürften in den Anfangsjahren ja sogar noch äktere Diesel aus dem 90ern mit roter und gelber Plakette einfahren. Fast 20 Jahre später ist deren Anteil so gering, das sie keinen nennenswerten Einfluss auf die Luftqualität in Innenstädten mehr haben dürften. Bzw. Sind Fahrzeuge mit H-Kennzeichen eh von den Fahrverboten ausgenommen.

    Die Umweltzonen haben in ihrer ursprünglichen Form ihren Zweck erfüllt. Solange die Mindestanforderungen nicht wie bei den zwischenzeitlich angedachten blauen Euro6-Plaketten angehoben werden ergibt es meiner Meinung nach wenig Sinn den Betrieb dieses Systems zu finanzieren.

  4. Da quasi jeder Neuwagen der letzten 20 Jahre schon eine grüne Plakette bekommt, ist eine Umweltzone wirklich kaum noch nützlich. Die handvoll Wagen, die diesen Standard heute noch nicht erfüllen, machen keinen relevanten Unterschied in der Emissionsbelastung mehr.

  5. ich habe von der umweltzonensache keiine ahnung, die über die notwendigkeit, diese plakette zu haben, hinaus ginge. der grundsätzliche hintergrund ist mir aber bekannt.

    aber kann jemand erklären, welche vorteile durch diese aufhebungen entstehen bzw. welche nachteile weg fallen? also hat das ausser bei den plakatten irgendwie geld gekostet oder musste irgendwas verwaltet werden? schilder etc. pp. stehen ja nun.

    ich frage ehrlich und aufrichtig. die oberflächliche argumentation ähnelt ja dieser tempolimitsache auf der einen autobahn, die mal populär war. da wurde 130 eingeführt, weil auf einem streckenabschnitt überdurchschnittlich viele verkehrstote erzeugt wurden und als das statistisch behoben war, hat man das tempolimit wieder entfernt. so dass die unfallstatistik nun womöglich wieder ansteigt.

    ach so: “never touch anrunning system” ist aus meiner warte im einzelfall stets diskutabel.

    oder anders: was ich grundsätzlich immer gut finde, ist, wenn dinge regelmäßig hinterfragt werden.

  6. Dann kann man demnächst auch mit dem Außenborder in die Innenstadt. o/

  7. Verglichen zu einem Holzofen machen die paar Autos die es noch mit gelber oder roter Plakette gibt den Kohl sowieso nicht fett.

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