In diesem Punkt bin ich zu 100 % auf der Seite der EU. Chinesische Unternehmen haben in Europa systematisch Produkte unter den Kosten verkauft, die von der chinesischen Regierung finanziert wurden, und damit die europäischen Wettbewerber völlig erstickt. Das muss ein für alle Mal aufhören.
Freier Handel, wie ihn Scholz befürwortet, funktioniert nur, wenn für alle die gleichen Regeln gelten. Es kann nicht sein, dass Mercedes 300 Regeln einhalten und Millionen an Steuern zahlen muss und BYD so viel Umweltverschmutzung verursachen kann, wie es will, und seine Arbeiter 12 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten lässt.
SPD marschiert weiterhin Richtung einstelligen Ergebnis.
Ich verstehe nur bedingt wie Dynamiken zwischen Ländern, Firmen oder Geldern funktionieren. Für mich wirkt das alles wie ein Spiel und dieser Schritt obligatorisch und gleichzeitig unbedeutend.
So sieht das für mich aus. Das Ziel ist mehr Elektroautos. Deutsche Unternehmen haben wenig Interesse, der Westen hat im wesentlichen nur Tesla als Luxusmarke. Die wuchsen auf eine Größe die etablierten Marken, lösen ein paar Probleme (wie Akku und Reichweite, indem sie einfach mehrere Akkus zusammenreihen lol). Deutsche Unternehmen haben weiterhin Bock auf fossile Brennstoffe, als Kompromiss Wasserstoffpaste, hauptsache was verbrennen. Der Erfolg von Tesla nötigt die etablierten Marken mitzuziehen. Aus wirtschaftlichen Gründen machen Elektroautos noch keinen Sinn, weil Akku, Reichweite, Image usw. nicht da sind, um wirklich in Masse zu produzieren und in Forschung zur Verbesserung der Technologie zu investieren. Tesla kann das nur, weil Luxusmarke, crazy Marketing und absurde Unternehmensführung. Aber die Vorstellung der Elektroautos ist in Deutschland angekommen. China produziert Elektroautos und sieht natürlich auch, dass es sich noch nicht besonders lohnt. Sie produzieren trotzdem in solcher Masse, für die nicht mal die Nachfrage da ist, um Kosten zu senken und um langfristig Elektroautos zu etablieren (warum Klammer ich mal, keine Ahnung). Sie drücken den Preis auf Kosten des Chinesischen Staats. Für viele Menschen wird es plötzlich zur Option auf Elektro umzusteigen und nehmen das auch an. So viele sogar, dass es für die etablierten Marken schwieriger wurde mitzuhalten. Natürlich sagt dann die EU, China halte sich nicht an die Regeln usw., aber primär weils den Firmen hier schadet. Die sind wirklich herausgefordert, günstige Elektroautos zu produzieren und immer weiter von ihrer noch immer bestehenden Einstellung, Verbrenner beizubehalten lösen. Das macht nur Sinn, wenn China als Konkurrenz zurückgeschlagen wird, ohne sich direkt auf dem Markt zu behaupten. Daher der Schritt der EU. Für Deutschland als Land mit solchen Unternehmen ist das alles gut. Scholz müsste das also eigentlich auch befürworten. Jedoch kritisiert er die EU, weil er diplomatischen Schein wahren will. So kann die Regierung sagen sorry China, wir haben alles versucht, bitte nicht böse sein und kauft bitte weiter unsere Autos. Denn die Gefahr ist ja, dass China aus Trotz gegenüber der EU Einschränkung weniger aus Deutschland importiert, was für unsere Wirtschaft aber wichtig ist. D.h. wir wollen einerseits Chinas Verkäufe hier einschränken und andererseits China nicht als Käufer unserer Waren verlieren. Daher kritisiert Scholz die EU als diplomatische Imagepflege. Wie China darauf reagieren wird, bleibt spannend, dafür müsste man sich nochmal ansehen, warum ihnen die Elektroautos im Westen so wichtig sind außer dem generellen Interesse viel zu exportieren.
Jedenfalls finde ich Scholz sein Verhalten nicht ungewöhnlich, sondern eben obligatorisch und unbedeutend zugleich.
Deutsche und Amerikanische Autobauer haben den Wandel der letzten Jahrzehnte komplett verpasst unter anderem auch weil ihre Gewerkschaften blockieren und jetzt soll der Durchschnitts-Bürger für die Inkompetenz einstehen und ihre Produkte schützen?
Solange Gewerkschaften auf Ineffizienz wie Beschäftigungsgarantien bestehen oder aus Angst vor Arbeitsplatzverlusten Fortschritt blockieren, brauchen ihre Unternehmen nicht geschützt werden.
Ich will einfach ein billiges E-Auto haben. Ob es jetzt von BMW oder BYD ist ist mir völlig egal, habe ja keine BWM Aktien.
Vielleicht machen die Chinesen jetzt einfach die besseren Autos, wir haben halt den Fortschritt verschlafen.
Finde die Zölle gut. China Dumping Preise sind in Ordnung bei unwichtigen Produkten wie Temu aber wenn es um umsere Industrie geht, dann sollten wir uns vor China schützen. Es kann nicht sein, dass unsere Arbeitsplätze und unser Wohlstand abwandern um mit China mitzuhalten.
China setzt halt unfaire Regeln, die geben einen Scheiß auf Menschenrechte oder Klimaschutz und können deswegen alles deutlich billiger anbieten. Zudem sind die meisten Chinesischen Autobauer vom Staat subventioniert um die Konkurrenz zu unterbieten. Diejenigen die sich über günstige E-Autos freuen: wenn euer Arbeitsplatz abwandert, dann werdet ihr euch überhaupt KEIN Auto mehr leisten können!
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In diesem Punkt bin ich zu 100 % auf der Seite der EU. Chinesische Unternehmen haben in Europa systematisch Produkte unter den Kosten verkauft, die von der chinesischen Regierung finanziert wurden, und damit die europäischen Wettbewerber völlig erstickt. Das muss ein für alle Mal aufhören.
Freier Handel, wie ihn Scholz befürwortet, funktioniert nur, wenn für alle die gleichen Regeln gelten. Es kann nicht sein, dass Mercedes 300 Regeln einhalten und Millionen an Steuern zahlen muss und BYD so viel Umweltverschmutzung verursachen kann, wie es will, und seine Arbeiter 12 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten lässt.
SPD marschiert weiterhin Richtung einstelligen Ergebnis.
Ich verstehe nur bedingt wie Dynamiken zwischen Ländern, Firmen oder Geldern funktionieren. Für mich wirkt das alles wie ein Spiel und dieser Schritt obligatorisch und gleichzeitig unbedeutend.
So sieht das für mich aus. Das Ziel ist mehr Elektroautos. Deutsche Unternehmen haben wenig Interesse, der Westen hat im wesentlichen nur Tesla als Luxusmarke. Die wuchsen auf eine Größe die etablierten Marken, lösen ein paar Probleme (wie Akku und Reichweite, indem sie einfach mehrere Akkus zusammenreihen lol). Deutsche Unternehmen haben weiterhin Bock auf fossile Brennstoffe, als Kompromiss Wasserstoffpaste, hauptsache was verbrennen. Der Erfolg von Tesla nötigt die etablierten Marken mitzuziehen. Aus wirtschaftlichen Gründen machen Elektroautos noch keinen Sinn, weil Akku, Reichweite, Image usw. nicht da sind, um wirklich in Masse zu produzieren und in Forschung zur Verbesserung der Technologie zu investieren. Tesla kann das nur, weil Luxusmarke, crazy Marketing und absurde Unternehmensführung. Aber die Vorstellung der Elektroautos ist in Deutschland angekommen. China produziert Elektroautos und sieht natürlich auch, dass es sich noch nicht besonders lohnt. Sie produzieren trotzdem in solcher Masse, für die nicht mal die Nachfrage da ist, um Kosten zu senken und um langfristig Elektroautos zu etablieren (warum Klammer ich mal, keine Ahnung). Sie drücken den Preis auf Kosten des Chinesischen Staats. Für viele Menschen wird es plötzlich zur Option auf Elektro umzusteigen und nehmen das auch an. So viele sogar, dass es für die etablierten Marken schwieriger wurde mitzuhalten. Natürlich sagt dann die EU, China halte sich nicht an die Regeln usw., aber primär weils den Firmen hier schadet. Die sind wirklich herausgefordert, günstige Elektroautos zu produzieren und immer weiter von ihrer noch immer bestehenden Einstellung, Verbrenner beizubehalten lösen. Das macht nur Sinn, wenn China als Konkurrenz zurückgeschlagen wird, ohne sich direkt auf dem Markt zu behaupten. Daher der Schritt der EU. Für Deutschland als Land mit solchen Unternehmen ist das alles gut. Scholz müsste das also eigentlich auch befürworten. Jedoch kritisiert er die EU, weil er diplomatischen Schein wahren will. So kann die Regierung sagen sorry China, wir haben alles versucht, bitte nicht böse sein und kauft bitte weiter unsere Autos. Denn die Gefahr ist ja, dass China aus Trotz gegenüber der EU Einschränkung weniger aus Deutschland importiert, was für unsere Wirtschaft aber wichtig ist. D.h. wir wollen einerseits Chinas Verkäufe hier einschränken und andererseits China nicht als Käufer unserer Waren verlieren. Daher kritisiert Scholz die EU als diplomatische Imagepflege. Wie China darauf reagieren wird, bleibt spannend, dafür müsste man sich nochmal ansehen, warum ihnen die Elektroautos im Westen so wichtig sind außer dem generellen Interesse viel zu exportieren.
Jedenfalls finde ich Scholz sein Verhalten nicht ungewöhnlich, sondern eben obligatorisch und unbedeutend zugleich.
Deutsche und Amerikanische Autobauer haben den Wandel der letzten Jahrzehnte komplett verpasst unter anderem auch weil ihre Gewerkschaften blockieren und jetzt soll der Durchschnitts-Bürger für die Inkompetenz einstehen und ihre Produkte schützen?
Solange Gewerkschaften auf Ineffizienz wie Beschäftigungsgarantien bestehen oder aus Angst vor Arbeitsplatzverlusten Fortschritt blockieren, brauchen ihre Unternehmen nicht geschützt werden.
Ich will einfach ein billiges E-Auto haben. Ob es jetzt von BMW oder BYD ist ist mir völlig egal, habe ja keine BWM Aktien.
Vielleicht machen die Chinesen jetzt einfach die besseren Autos, wir haben halt den Fortschritt verschlafen.
Finde die Zölle gut. China Dumping Preise sind in Ordnung bei unwichtigen Produkten wie Temu aber wenn es um umsere Industrie geht, dann sollten wir uns vor China schützen. Es kann nicht sein, dass unsere Arbeitsplätze und unser Wohlstand abwandern um mit China mitzuhalten.
China setzt halt unfaire Regeln, die geben einen Scheiß auf Menschenrechte oder Klimaschutz und können deswegen alles deutlich billiger anbieten. Zudem sind die meisten Chinesischen Autobauer vom Staat subventioniert um die Konkurrenz zu unterbieten. Diejenigen die sich über günstige E-Autos freuen: wenn euer Arbeitsplatz abwandert, dann werdet ihr euch überhaupt KEIN Auto mehr leisten können!