Kommentar: Deutschland muss raus aus der Abofalle der US-Techriesen

by Classic-Bathroom-781

9 comments
  1. Ich bin mittlerweile auch im Microsoft Abo gelandet. Aber bei 3€ pro Monat für Office und 1TB Cloud Speicher kann ich mich nicht wirklich beschweren.

  2. Was ist denn die alternative? Selbst entwickeln?

    Dann würde sich die Frage stellen wer es machen soll. Öffentlich ausgeschrieben kann unter keinen Umständen konkurrenzfähig werden was kosten angeht.

    Und etablierte Unternehmen bzw. startups werden sich bestimmt nicht ohne usp mit tech Giganten wie Microsoft anlegen.

    Also allein die Aussage kann nur von jemandem kommen der/die noch nie einen Fuß in die Technik Welt gesetzt hat.

    So sehr ich dafür bin, aber eine bekannte konservative Regierung hat uns durch Jahrzehnte langen Stillstand nicht nur beim Gas in die Abhängigkeit manövriert.

    Das kann und wird der Markt nicht ohne ohne öffentliche Kosten regeln. Wer das glaubt lebt in einer Traumwelt.

  3. Wäre es ein DE-Riese, wäre es immer noch ein Problem?

  4. Ich kann verstehen, dass man als kleines Unternehmen, selbst im IT-Sektor, sich full retard auf die Microsoft Cloud einlässt. Die Kosten sind relativ überschaubar, man kriegt relativ easy Support am Markt und muss sich relativ wenig Gedanken machen. Klar wäre eine Open Source Lösung aus verschiedenen Gründen wünschenswert, aber das ist kein Business Case. Mit der ganzen Implementierung, der Wartung, den Workarounds und schlussendlich auch der nötigen Überzeugungsarbeit kommt man nicht billiger damit raus – und man hat damit keinen “USP” gegenüber der Konkurrenz.

    Staatliche Institutionen hingegen… Da geh ich mit. Die könnten mit ihrer Finanzkraft so eine Lösung ermöglichen.

  5. Ich hoffe das die landes Regierung und Bundesregierung da mal mehr zusammen arbeiten es wäre ja schon schön gäbe es nur 17 e akten systeme in deutschland.

    Ich weiß das es in hessen schon 3 unterschiedlich sind…

  6. Vorschlag zur Güte: GEZ um die Hälfte kürzen. 5 Milliarden in Jahr in Startups und Versicherungen dazu zwingen 30% ihrer Anlagen in Hochrisikokapital zu setzen.

    dann hast du einfach 50 Milliarden im Jahr mehr als Investition für Startups. Da wird extrem viel auch schief gehen aber am Ende ist es ein Massenspiel.

  7. Die meisten der Top-Leute aus meinem Studienumfeld (Informatik) sind zu US-Konzernen. Die zahlen gut, bieten interessante Technik und man arbeitet am Puls der Zeit.

    Ich bin zu einem deutschen Konzern, weil ich dachte, auch hier böten sich Möglichkeiten. Großer Fehler. Die Bezahlung ist schlecht bis mittelmäßig. Hier werden Excel-Tabellen rumgeschickt und Produkte der Amerikaner integriert. Der Altersdurchschnitt ist hoch und keiner hat mehr Bock auf Innovation. Außerdem müsste man dazu investieren. Wenn man hier wirklich aufsteigen möchte, geht das nur über “Verantwortung” oder im Sales, während es bei den Amerikanern Karrieren im Tech-Track gibt. Hier entwickelt man sich bestenfalls zum Integrationsknecht für amerikanische Produkte, d. h. man wird Anwenderexperte. Die ein oder andere Ambition, dann doch mal was selbst zu machen, wird aus politischen Gründen zunichte gemacht. Der Idealismus, mit dem man mal studiert hat, stirbt recht schnell. Hier zu arbeiten ist einfach zum Kotzen. Kein Wunder, dass hier nichts entsteht.

  8. Viel Glück, wenn die Europäische Wirtschaft nicht willig ist eigenes Risikokapital aufzuwenden.
    Die meinst Tech Startup in den USA wurden auch nicht durch Subventionen gross, sondern vor allem durch privates Risikokapital.
    Auch wieder schön u sehen, die einzige nennenswerte Europäische AI Firma Mistral wird zum grössten Teil durch amerikanische Risikokapitalfirmen finanziert.

  9. Gegen was soll man denn dann die US Abofalle eintauschen – EU Abofalle?

    Microsoft hat geschafft, wovon andere nur träumen – man hat ein einfach skalierbares und hochfunktionales Softwarepaket für Unternehmen geschaffen, was man für einen überschaubaren Preis installieren kann.

    Nicht ohne Grund ist O365 quasi der Standard in der Industrie.

    Wenn man jetzt ein gleichwertiges Konkurrenzprodukt in der EU hätte, dann würde es sicherlich Sinn machen, dorthin zu wechseln, aber man darf nicht glauben, dass das dann plötzlich alles günstiger, oder gar umsonst wäre – Anwendungen und Infrastruktur wollen auch betrieben werden und das kostet Geld.

    Die EU hat verpennt, worauf es Unternehmen wirklich ankommt. Es geht Unternehmen nicht um Datenschutz und IT in der EU, sondern um Datensicherheit, leichte Implementierung, einfache Funktionalität und einen günstigen Preis.

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