„Autoritär-populistischer Ernstfall“: Die GEW bereitet Lehrkräfte darauf vor, dass die AfD ab Herbst die Schulen regiert

by Avayren

8 comments
  1. Mal schauen wie sich das entwickelt. In Anbetracht dessen, wie viele junge Menschen die AfD wählen und wie viele der Lehrkräfte dies womöglich auch schon tun (ich mein auch Höcke war vor seiner politischen Karriere ein Lehrer), ist der Ernstfall schon längst eingetreten.

  2. In diesen Fall erwarte ich von meiner Schule, dass sie sich als Ort des Widerstands positioniert oder ich sabotiere dort die Prozesse.

  3. Viele in der Gewerkschaft sind der irrigen Meinung, die meisten Lehrer währen gegen die AfD. Selbst wenn man mal den „normalen“ Schnitt aus den Umfragen nimmt, haben AfD und BSW zusammen fast 50%. Nimmt man noch dazu, dass im Bildungssektor große Frustration herrscht (sicherlich auch zurecht) findet sich garantiert in jedem Lehrerkollegium ausreichend Unterstützung für eine Regierung mit AfD Beteiligung. Dazu kommt noch die AfD Unterstützung bei den Eltern.

  4. Nur zur Erinnerung:

    Die AfD wollte bereits vor 5 Jahren ein Meldeportal einrichten (und hat es auch getan, bis es gerichtlich verboten wurde), in dem unliebsame Lehrer denunziert werden sollten. Es ist also klar, wohin die Reise geht, sollte die AfD in Regierungsverantwortung kommen.

    Wie immer gilt, dass niemand am Ende sagen kann, von allem nichts gewusst zu haben. Wer Faschisten wählt, bekommt Faschistenpolitik.

  5. Verbeamtete Lehrer sind **sehr** schwer zu feuern. Bin mir auch relativ sicher, dass sich lehrkräfte offen gegen rechtsextremisitsche Kräfte positionieren dürfen bzw. sogar müssen/sollen (wehrhafte Demokratie und Bekenntniss zur FDGO und so) und der rechtsextremismus ist bei der Thüringer AFD ja schon gerichtlich bestätigt.

    Wenn Lehrkräfte in Thüringen also an der Schule Terz gegen eine AFD-Regierung machen wollen, geht das sehrwohl. Ob sie wollen ist mal ne andere Frage.

  6. Zum Glück ist Bildung Ländersache.

    Edit: zur Sicherheit Mal /s

  7. > Wohin die AfD inhaltlich zielen könnte, hatte der sächsische Landesverband unlängst mit einer von ihr auf Instagram verbreiteten Grafik deutlich gemacht (News4teachers berichtete). Eine darin positiv dargestellte „tradiotenelle Frau“ (Schreibfehler im Original) habe eine „schlanke Figur durch Sport und gesunde Ernährung“, sie liebe ihre Heimat, sei stolz für ihre Kinder zu leben und unterstütze ihren Mann. Die Erziehung und Bildung der Kinder verstehe sie als ihre „erste Pflicht“. „Moderne ‚befreite‘ Feministinnen“ hingegen (dargestellt wird eine übergewichtige Frau im kurzen Top und in Hotpants, mit Tattoo und bunten Haaren) trügen „Tonnen von Make-Up wegen ihres geringen Selbstbewusstseins“. Sie seien ungepflegt, hätten „einen schlechten Lebenswandel“, „kaputte Haare von zu viel Färbung“, wechselten häufig ihre Partnerin oder ihren Partner und seien im Alter von 22 Jahren stolz auf ihre dritte Abtreibung.

    Nett.

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