Das autokratische Bündnis – Das Bündnis Sahra Wagenknecht wird autokratisch geführt, nun gibt es erste Austritte

by gonzo0815

15 comments
  1. Wenn die Partei auf einmal alle reinlassen würde, wäre das den Medien mit Sicherheit auch nicht recht. Was man macht, man macht es falsch. Danke für diese Erkenntnis. Zumal von einer antideutschen Zeitung auch nicht anders zu erwarten.

  2. Tldr:

    – Im Großen und Ganzen ist das BSW bisher ein CDU-naher Laden. Dafür spricht einerseits, dass Politiker der CDU ungewöhnlich schnell eine Koalition befürworten, andererseits, dass es bisher Austritte nach rechts (Werteunion) gab. Einzig in der Außenpolitik dürfte es fundamentale Unterschiede geben, die spielt aber auf kommunaler und Landesebene keine Rolle. Zudem verortet sich die Partei selbst zwischen CDU und SPD.

    – Führung und Mitgliederpolitik sind chaotisch und intransparent. Man kann nicht einfach beitreten, sondern wird nach Antrag sorgfältig geprüft. Jungle World spricht von einer Prüfung von “ganz oben”, führt aber leider nicht aus, wer da jetzt genau die Entscheidung über die Mitgliedschaft trifft.

    – bisherige Mitglieder sind entweder Ex-Linksparteiler oder Unternehmer.

    – fast 80% der Wähler:innen interessieren sich gar nicht für die Partei, sondern wählen sie nur wegen Wagenknecht

    Edit:
    noch ein wichtiger Punkt.

    – Es wird die Frage gestellt, ob sich das bisherige System bis zur BTW halten wird. Das wird zwar nicht explizit gesagt aber es geht, so wie ich es verstehe, darum, dass man bei zu hohen Ergebnissen Personalprobleme bekommen wird. Es geht dann auch nicht nur um die Parlamentarier, sondern auch um den Rattenschwanz dahinter und den Parteiapparat. Dafür werden 1000 Leute zu wenig sein.

  3. Ich kann es ehrlichgesagt kaum erwarten, bis das BSW in die Position gepusht wird, wo sie tatsächliche politische Verantwortung übernehmen und Entscheidungen fällen müssen.

    Dann wird das Wahlvolk schnell herausfinden, dass Sarah Wagenknecht eine politische Schaumschlägerin ist, die außer altklug daherlabern gar nichts kann. Und die im Grunde gar keine Politik machen will, sondern nur in Talkshows sitzen und die Politik anderer kritisieren möchte. Hoffentlich wird dieses Drecksbündnis dann ebenso schnell wieder ins sich zusammenfallen, wie es entstanden ist.

  4. Eine neu gegründete Partei in Deutschland zieht erstmal eine Menge Spinner an, die bei anderen Parteien zu Recht nicht gern gesehen sind. Das war bei den Grünen so, das war bei den Piraten so, das war bei der AfD so. Eine “autokratische” Parteileitung, die dafür sorgt, dass die Partei nicht von den Spinnern gekapert wird oder sich selbst zerreißt, ist nicht die dümmste Idee dagegen.

  5. Tja… es ist ja nicht so, dass das jetzt völlig neu ist. Reporter, oder S.W. selber, bräuchten sich ja nur mal ihr Vorgängerprojekt genauer ansehen. Ihr wisst nicht, was ich meine? Eben!… irgendwas mit Aufstehen….

    Des Weiteren, wo werden denn Wahlen gewonnen? In Sachsen… oder in NRW? 12,6% / 4.4% (EU Wahl)? Kann das mit nur handverlesenen Personen funktionieren?

  6. Eine Partei namens “Bündnis [Name einer Autokratin]” wird autokratisch geführt? Na sowas…

  7. Eigentlich schade. Meine Hoffnung war, dass das BSW sich irgendwie etablieren und etwas von der Person Wagenknecht emanzipieren kann. Als Sozialdemokrat bin ich der Meinung, dass Deutschland eine Chance auf Mehrheiten links der Mitte braucht. Nach den letzten Jahren bezweifele ich, dass die Grünen noch ein zuverlässiger Teil einer linken Mehrheit wären, die können meiner Meinung nach inzwischen besser mit der Union.

    Meine Hoffnung war, dass das BSW sich so entwicklen würde, wie die Cinque Stelle in Italien. Sicherlich immer noch populistisch, aber grundsätzlich progressiv und regierungsfähig. Und durch ihren Populismus in der Lage, neue Wählerschichten für die politische Linke zu erschließen. So, wie sich die Partei aktuell entwickelt, sehe ich das leider nicht.

    Für Deutschland meiner Meinung nach keine gute Aussicht: Bürgerliche Regierungen forever mit vielleicht ab und an mal einer SPD als Korrektiv.

  8. Das ist eine Partei, die zwei Vorschläge bezüglich Nato/Ukraine eingebracht hat, die beide mit **0** Stimmen dafür abgelehnt worden, weil sie nichtmal für ihre eigenen Abstimmungen auftauchen.

    Es ist egal ob Zarenknechts Selbstbeweihräucherungsverein nicht in der Lage wäre Regierungsverantwortung zu stemmen – sie *will* das ja auch gar nicht, dann müsste man ja mal tatsächlich irgendwas tun oder erreichen außer von der Seitenlinie populistischen Dreck & Lügen zu brüllen.

  9. Die bauen sich ihren Club langsam auf, weil er sonst von sehr vielen Spinnern überrannt werden würde. Ohne große Sympathie für diesen Laden zu haben, ist das keine dumme Idee. 

  10. Meine Mutter wählt sie auch nur wegen Sarah.. weiß nicht ob ich trauern soll oder mich freuen, dass es nicht mehr die AfD ist ..

  11. Dass ausgerechnet eine Partei, die sich nach ihrer Vorsitzenden benennt, einen autokratischen Personenkult zelebriert – damit hat ja nun wirklich niemand rechnen können…

  12. Autokratisch bei Sarha Wagenknecht partei? Kam bei so nen namen net drauf 🙂😉

  13. Aus einer Reportage von letzter Woche:

    >Im Saarland schmiss der Landesvorsitzende Randolf Jobst hin. Dabei war es Wagenknechts Ehemann Oskar Lafontaine persönlich, der ihn in die Partei lockte. Ein gestandener Bäcker sollte als Symbol dafür dienen, wie breit die neue Partei aufgestellt ist.
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    >In seinem Café Jobst in Merzig, dem Wohnort von Lafontaine und Wagenknecht an der Grenze zu Frankreich, empfingen die beiden über Jahre hinweg Journalisten. Doch dabei blieb es nicht. Jobst erzählt von langen Gesprächen bei Lafontaine zu Hause: „Wir haben uns darüber ausgetauscht, was es in der heutigen Zeit bräuchte. Und hatten eine große Übereinstimmung bei unseren Meinungen.“ Bei den privaten Treffen habe Lafontaine ihm regelmäßig imponiert. So gab ihm der ehemalige Finanzminister tiefe Einblicke in seine politische Karriere: „Ich war sehr stolz, was er mir alles erzählt und gezeigt hat.“
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    >Auf Wunsch von Lafontaine habe er ein Amt übernommen, obwohl das nie sein Plan gewesen sei: „Ich wollte die Geschäftsführung machen. Aber man bat mich, den Vorsitz im Saarland zu übernehmen. Also tat ich das.“ Es folgte die Gründungsversammlung und nach Aussagen von Jobst ein „super Anfang – zumindest die ersten zwei Monate“. Schon bald kam es zu internen Reibereien, erzählt Jobst. Für die habe vor allem seine Co-Vorsitzende Astrid Schramm gesorgt: „Sie hat permanent der parteiinternen Linie widersprochen, aber niemand hat etwas gesagt.“
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    >Wie auch Lafontaine war Schramm zuvor Mitglied bei der SPD und der Linken. Von 2009 bis 2022 saß sie im saarländischen Landtag. Im selben Zeitraum war Lafontaine Fraktionsvorsitz der Linken im Saarland.
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    >Astrid Schramm äußerte sich kurz nach der Europawahl zur AfD: eine kommunale Zusammenarbeit sei nicht ausgeschlossen – wenn es inhaltliche Schnittmengen gäbe. Kurz darauf versuchte die Saarländerin, ihre Aussage wieder einzufangen, lehnte aber eine inhaltliche Zusammenarbeit von AfD und BSW nicht ab. Nur eine Koalition würde es mit der AfD nicht geben. Im Saarland wird voraussichtlich Anfang 2027 ein neuer Landtag gewählt.
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    >Für Jobst war das der letzte Anlass für seinen Austritt. „Für mich war und ist klar, dass man mit einer rechten Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, nicht zusammenarbeiten kann.“
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    >Er habe sich ein offizielles Statement gewünscht, dass man nicht mit der AfD zusammenarbeitet. Wagenknecht sagt dem RND dazu: „Man sollte einen Antrag danach bewerten, ob das Geforderte richtig oder falsch ist, und nicht danach, wer ihn eingebracht hat. Sonst liefert man der AfD nur Vorlagen, um alle anderen vorzuführen. Damit hat man sie in den zurückliegenden Jahren immer stärker gemacht. Und wir werden ganz sicher keinen Antrag deswegen nicht stellen, weil die AfD vielleicht zustimmen könnte.“
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    >Zum Rücktritt von Jobst sagt sie nur knapp: „Es gab da offenbar Spannungen im Landesvorstand. Ich war nicht dabei, deshalb will ich das gar nicht bewerten.“
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    >Randolf Jobst glaubt inzwischen, nur benutzt worden zu sein: „Rückblickend habe ich das Gefühl, dass man mich nur gebraucht hat, um auch andere Gesichter als ehemalige Linke präsentieren zu können – normale Menschen aus der Mitte. Im Nachhinein ist man immer schlauer.“

    https://www.rnd.de/politik/buendnis-sahra-wagenknecht-umstrittene-wege-im-politischen-neuland-YAU7KWJBUBCABHIPF7S7EJLP74.html (Paywallumgehung: https://archive.ph/rOrPS)

  14. In other news:

    “Hitlerpartei sehr auf Hitler fixiert. Erste Mitglieder unzufrieden.”

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