Ich find es schon schlimm, dass in weiten Teilen unserer Gesellschaft eine Darstellung der Geburt direkt als eine Obszönität wahrgenommen wird als sei es unnatürlich.

Auch das Argument über die Theologie mit der Erbsünde finde ich schwach da die Statue ja nicht inherent Schmerz verkörpert.

Leider wird dann von vielen Christen “Gotteslästerung” und “Blasphemie” und sogar “Satanismus” gerufen als wäre die Geburt eines Kindes etwas unheiliges was man nie zeigen sollte.

Sind wir so prüde, so misogyn oder haben wir in diesem Land ein anderes Problem warum so viele von uns Nacktheit und dann eben auch Geburt als etwas in sich sexualisiertes und schändliches wahrnehmen?

by ReturntoHegel

13 comments
  1. Ist ja der Sinn von Provokationen, dass sie provozieren. Mir ist es wurscht, und wenn es eine Statue wäre, wo sie mit Josef und dem Heiligen Geist einen Dreier macht…

    An einer Geburt oder Vulva etc ist nichts verkehrt, trotzdem hat es kaum wer als Skulptur oder Bild am Kamin stehen. Überrascht bin ich nicht von der Ablehnung, wenn sie nackt mit gespreizten Beinen liegt… Weiß nicht, was daran misogyn ist. Der Josef mit einer gescheiten Latte würde diese auch bald an eine Säge abtreten.

    Ich find’s eh deppat, mehr Beschäftigung mit Geschlechtsteilen und was man damit anstellen kann würde uns von vielen anderen vertrottelten Dingen abhalten.

  2. Ich als Laie würde ja eher die Enthauptung der Jungfrau als “Gotteslästerung” einschätzen aber was weiß ich schon.

  3. Ich find (moderne) provokative “Kunst” meistens furchtbar.
    Wenn Leonardo DaVinci Analfistende Höllendämonen an die Decke der Sextinischen Kapelle gepinselt hat, hat das gut ausgeschaut.
    Das hier ist aber keine gute Skulptur, weder Bildhauerei, noch die Farben sind gelungen.
    Haare und Kleidung wirken eher unnatürlich.
    Provokation des provozierens willen getarnt als “Kunst”.

  4. War in erster Linie super dumm kommuniziert und viel zu wenig erklärt, was die Idee ist und warum das gerade in der Kirche stehen muss. Habe das Gefühl, dass man damit auch provozieren wollte und es hat sich halt wer provozieren lassen. Nicht okay, aber war schon patschert von allen.

  5. Ein Gott (oder Göttin), der Blasphemie net aushält, gehört eh abgschafft

  6. Ich komme aus einer *sehr* katholischen Familie. Meine Mutter würde diese Statue blasphemisch nennen, mein Vater provokant und unangebracht. Beide würden jedoch niemals eine solche Statue köpfen. Es ist lächerlich.

  7. >Sind wir so prüde

    Von “wir” möcht ich garnichts hören. Das religiöse Menschen oft konservativer sind sollte weder den Künstler noch die Kirche wundern. Das denen nun ihre selbst gepredigte Prüdigkeit auf den Kopf fällt dürfen sie sich gerne mit ihrer eigenen Community ausdiskutieren ohne ganz Österreich da mit reinzuziehen.

  8. finds irgendwie gut dass ihr der Kopf abgesägt wurde. Aber nicht weil ich gegen die Statue bin sondern weil sie jetzt mehr macht bekommen hat zu wirken. In dem Sinn dass man jetzt dadurch erst von ihr erfährt und so die Problematik die das christentum der Weiblichkeit gegenüber hat ins Rampenlicht gerückt wird.

  9. Man könnte stattdessen eine Mariä-Empfängnis-Statue aufstellen…

  10. Von mir aus kann religion scheissen gehn. I find die kunst da a ned mega, vandalismus brauch ma deswegen oba a ned.

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