Direktor spricht von überschrittener Linie und verlässt Abi-Feier an bayerischem Gymnasium

by NoModuleNamedNumpy

28 comments
  1. Abiturdinge.

    Da profilieren sich einige wenige auf Kosten aller anderen. Diese Schichten gibt es in jeder Jahrgangsstufe. Nur hat man hier den Bogen überspannt. Man kann auch respektvoll miteinander Umgehen.

  2. > Weil es den Abiturienten beim Abi-Streich anders als ihren Vorgängern nicht erlaubt war, Wasserbomben zu werfen, überzogen sie Klassenzimmer und Gänge mit Rasierschaum – benachbarte Häuser ebenfalls. In der Schule lagen nach Informationen unserer Zeitung leere Wodka- und Sektflaschen herum. Eine geköpfte Pappmaschee-Puppe, in ähnlicher Kleidung, wie Rektor Höß sie trägt, erschreckte jüngere Mitschüler, wie unserer Zeitung berichtet wurde.

    Bin so froh, dass wir am Ende ein einigermaßen normaler Jahrgang waren und es ab der 8./9. Klasse schon deutlich ruhiger wurde.

    > Denn nicht nur Absolventen buhten Höß aus, auch ein paar Mütter und Väter skandierten „Es reicht“ – was in der übrigen Elternschaft als unpassend empfunden wurde. „Das war unfair und peinlich“, so Linsmayer, die sich als Organisatorin der Feier einen harmonischen Ablauf gewünscht hätte.

    Und noch froher bin ich, dass sich die Eltern damals rausgehalten haben.

  3. Seit wann sind Abi-Scherze und Reden ein Ort konstruktiver Kritik? Spott und Zynismus gehören schon immer dazu. Im Artikel habe ich auch nichts gefunden, das wirklich eine Linie überschritten hätte. Vermutlich wurden wichtige Details im Artikel unterschlagen, und die Schülerschaft schlägt wirklich über die Stränge, aber naja… wenn man nach 8 Jahren seine Pappenheimer nicht einschätzen kann, ist vielleicht doch etwas schief gegangen.

    Ich habe den ganzen Artikel auch nur gelesen, weil ich dachte es ginge um Abseits.

  4. Also ich find es nicht in Ordnung bei nem Abistreich auch umliegende Häuser irgendwie zu verschmutzen, und das mit der gekoepften Papp-Puppe mit ähnlicher Kleidung wie der Schulleiter, finde ich auch höchst fragwürdig. Ja, es sind noch Kinder (fuer mich zumindest), aber gewisse Dinge überschreiten dann schon die Grenzen des guten Geschmacks.

  5. Habe mir mal die Kommentare unter den Artikeln durchgelesen. Der Rektor scheint kein Mensch zu sein den man als Chef oder Lehrer haben möchte…

  6. Hab auf dieser Schule vor 3 jahren Abi gemacht. Unser Abistreich wurde 2 tage zuvor wegen „schlechtem Wetter“ abgesagt/verboten. Wollt ich nur mal anmerken.

  7. > Die Abi-Zeitung haben die Macher abseits des Schulgeländes verkauft, um einer Zensur durch die Schulleitung zu entgehen.

    Vor über 30 Jahren war ich an unserer alternativen Abi-Zeitung beteiligt (entstand aus Protest), und genau so haben wir die auch verkauft, obendrauf zu einem angemessen saftigen Preis.

    Es sprach sich rum, am Ende zählten dann überraschend auch zig unserer Lehrerinnen und Lehrer zu unserer Kundschaft.

  8. >Schulfamilie am Gymnasium Dorfen

    “Schulfamilie” – so was Kitschiges habe ich ja noch nie gehört… Das ist eine Schule, nicht mehr und nicht weniger. Manche Leute dort kann man leiden, andere nicht, und viele sieht man danach nie wieder.

  9. >in der Regel sprechen Abschlussjahrgang und Direktorat den Inhalt ab.

    eh, was? Ist mir ja ganz was neues, wir (allerdings nicht in Bayern) haben damals alles komplett unabhängig und unzensiert gemacht.

  10. Als Lehrer zu sowas:
    Von einer “Freigabe” für Abi-Zeitungen halte ich nix, ich weiß aber, dass das oft praktiziert wird, weil es einige Fälle gab, wo der Inhalt hinterher juristisch interessant wurde. Es muss sich nun einmal kein Mensch beleidigen und diffamieren lassen, auch nicht Lehrkräfte durch ihre Abiturienten.

    Eine geköpfte Puppe ist einerseits geschmacklos und andererseits mag es auch üble Erinnerungen an den Kollegen aus Frankreich wecken, der tatsächlich geköpft wurde. Ja, bei Lehrkräften ist der Fall tatsächlich noch im Gedächtnis, mag auch daran liegen, dass Gewalt gegen Lehrkräfte, physisch/psychisch und vor allem im Internet, immer mehr wird.

    Wenn das alles so eskaliert an einer Schule, dann würde ich aber auch behaupten, dass vorher schon einiges schiefgelaufen ist und die Kommunikation schlecht war. Ich kenne aber auch beide Seiten: Schulleiter, die sich als so eine Art König sehen, und Klassen/Jahrgänge, die “wild” drauf sind.
    Ein neues Phänomen ist das alles aber nicht, das gab es schon vor 20 Jahren, aber da hat sich sowas nicht über Online-Medien verbreitet, war halt in der Tageszeitung in Friesland keinen Platz wert, wenn in Hintertupfingen die Abiturienten Mist gebaut haben.

  11. “Der Rektor habe schon öfters schwierige Jahrgänge gehabt”

    klingt etwas nach “Ein Geisterfahrer? Hunderte!”

  12. Wir haben bei unserem Abigag unter anderem den Smart von einem Lehrer in die Pausenhalle gestellt. Den Zweitschlüssel haben wir von der Frau ausgeliehen. Der hat geguckt…

  13. Überall diese Karens. Wer als Schulleiter keine Kritik von Schülern erträgt, sondern trotzig a la Andreas von frauentausch „halt stop“ schreien muss und die Veranstaltung verlässt, gehört nicht in dieses Amt. Weder als Lehrer und erst recht nicht als Direktor.

  14. Ziemlich asoziales Verhalten, andere Grundstücke zu beschmieren und ne geköpfte Puppe ist bestenfalls komplett geschmacklos.

  15. Ich kenne Schulen bei denen es nach der Rasierschaumaktion und der Puppe gar keine Abi-Feier mit Unterstützung der Schule gegeben hätte. Die Zeugnisse hätten sich dann die Schüler einzeln zu einem anderen Termin im Sekretariat abholen können.

    Aber von solchen Aktionen wird der im Artikel erwähnte Jahrgang nicht mehr betroffen sein. Die Zeche zahlt dann wie so immer ein anderer. In diesem Fall die nächsten Abiturjahrgänge.

  16. Folgende Dinge gehen klar: Ne abizeitung mit Bildern von Partys füllen und beim Abistreich trinken.

    Folgende Dinge gehen nicht klar: ne Puppe die wie der gottverdammte Schuleiter aussehen soll Köpfen (wtf?!) und Gebäude die nicht zur Schule gehören in den abistreich einbeziehen.

    Was die Beziehung zum Rektor und anderen Lehrkräften angeht würde ich nicht sagen, dass man das nach dem Artikel beurteilen kann. Manche kommen mit dem Rektor klar, andere gar nicht? Ich denke zumindest diese extreme Abneigung die wohl ein Großteil der Schüler und Schülerinnen mitgetragen hat muss irgendwoher stammen. Entschuldigt aber nicht jede dieser Dummheiten.

  17. In anderen Kommentaren steht drin, dass der Rektor so einen Gegenwind geerntet hat, weil er alle mit nem Schnitt über 2.0 als Flaschen bezeichnet hat.
    Da kam auch der Unmut der Eltern her.

    Die Rasierschaum Nummer gab es in der Schule wohl nicht und auch keine Schnapsflaschen.
    Die Abizeitung wurde das erste Mal kritisiert, weil zuviele “Partybilder” drin gewesen wären.

    Für weitere Kommentare bzw Nachfragen bezüglich der Vorgänge ist der Schulleiter übrigens nicht mehr erreichbar.
    Interessant wie so was immer zwei Seiten hat.

  18. Meine Güte, vor 35 Jahren habe ich mal ein Schulbuch dadurch verloren, dass ich es unterm Tisch vergessen hatte und die Abiklasse sämtliche Tische pro Stock jeweils in einem Raum aufgestapelt haben und die restlichen Räume mehr oder weniger mit Ballons gefüllt.

    Aber selbst das war im Hinblick auf Belastung der Lehrer noch harmlos zu der Klasse, die die Autos der Lehrer mitsamt Telefonnummer für einen Spottpreis in der Zeitung inseriert haben. Beim Direx (Karl-Heinz H.) stand angeblich noch dabei “Charly verlangen”.

    Wäre mal interessant zu wissen, was der Herr Direktor selbst weiland so angestellt hat….

  19. Der Schulleiter erscheint mir hier einfach unnötig extrem anstrengend.

  20. Bei der SZ liest sich das etwas anders:

    >So schnell wie die Peinlichkeit einer für alle unangenehmen Situation am gleichen Abend noch verflog, breiteten sich Gerüchte über den Eklat und seine angeblichen Hintergründe mit großer Geschwindigkeit aus. Bestes Beispiel: es kursiert die Geschichte einer geköpften Pappmaschee-Puppe, die Direktor Höss dargestellt haben soll. Tatsächlich gab es aber wohl nur einen Pappaufsteller, eine Höss-Jahrmarktsfigur, bei der das Gesicht ausgeschnitten war, sodass man mit seinem eigenen hindurchschauen und den Direktor mimen konnten. Auch der Konflikt um die Abi-Zeitung ist von außen kaum nachvollziehbar.
    >
    >Dass der Schulleiter vor der Drucklegung eingreifen wollte, hat er in seiner Ansprache zugegeben. Dass Abiturientinnen und Abiturienten darin unstatthafte Zensur witterten, muss niemanden wundern. Wie das alles aber zu solch einem Eklat führen konnte, ist kaum zu begreifen. Auch dass in den Ansprachen einer Abiturientin und eines Abiturienten dem Schulleiter ein autoritärer Stil vorgeworfen wurde – Höss wurde an einer Stelle zum Beispiel „Gefängnis-, äh Schulleiter“ genannt –, erscheint nur wenigen als gravierende Entgleisung.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/dorfen-gymnasium-abifeier-direktor-zeugnisse-eklat-lux.XQ4YhcQmMhrGXpAuRzePdq

  21. Wie auch immer es wirklich war. Alle Beteiligten stehen nun auf ewig mit vollem Namen im Internet. Was kann da schon schief gehen … dem Beamten in der Story wird es jedenfalls kaum jucken

  22. Absolut pietätlos und widerlich. Man muss den Schulleiter nicht mögen, ja vielleicht haben die Abiturienten zurecht nur Verachtung übrig und vielleicht hat er sich ja auch einen bösen Scherz auf seine Kosten verdient. Von Abiturienten, sowie von allen anderen Menschen in dem Alter darf man wohl erwarten, dass sie sich anderen Mitteln bedienen als das symbolische Köpfen einer Puppe die unverwechselbare Ähnlichkeit mit einer realen Person hat. Widerlich! Vollkommen zu Recht verlässt der Schulleiter die Abifeier und zieht eine rote Linie.

    Jeder der hier eine andere Meinung vertritt sollte sich und seine Ansichten doch mal gründlich hinterfragen.

    Nichtsdestotrotz kommen solche Ressentiments selten ohne Grund zustande. Irgendwas muss da gehörig schief gelaufen sein.

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