Aufregung: Pharma-Lobbyistin soll Chefin der Medizinmarktaufsicht werden

3 comments
  1. Es ist halt eine Frage, ob es Sinn macht, Sachverhaltsfremde für solche Positionen zu nehmen, wenn man jemanden haben kann, der (auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit) genau weiß, auf was er achten muss oder was geht. Das kann ja auch zum Vorteil gereichen, z.b. kommt jemand aus der Pharma und muss nachher als Beamter im Namen des Gesundheitsministerium mit den Pharmafirmen verhandeln, kennt er die Spannen, weiß was geht und wie man das argumentieren muss – also kann das auch von Vorteil sein. Schließt man die Branche aber aus den Bewerbungen aus, verliert man diesen Vorteil, denn jemand der bis jetzt im (nicht falsch verstehen, ich überzeichne es mal) REWE/SPAR Zentraleinkauf war, kann das zwar fachlich auch, aber die Insights fehlen halt.

  2. Die EMA Chefin ist ja auch eine Pharmalobbyistin gewesen. Die “revolving door” zwischen big business und big government ist ja in den USA schon seit Jahrzehnten usus.

    Natürlich haben alle diese Leute schwerwiegende Interessenskonflikte. Niemand verliert Connections und Loyalitäten von einem Tag auf den Anderen nur weil man einen neuen Job annimmt.

    Und dann werden wir wieder wie ein surprised Pikachu schauen, wenn das Vertrauen in die Institutionen schwindet.

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