Auf r/Stadtplanung habe ich auch mal [die fertigestellten Wohnungen seit 1950](https://www.reddit.com/r/Stadtplanung/comments/1bm0bk2/fertiggestellte_wohnungen_in_west_und/) vorgestellt. Im Jahr 1995 wurden beispielsweise knapp 600.000 Neubauwohnungen fertiggestellt. Bemerkenswert ist vor allem wie schnell der Wohnungsbau angekurbelt wurde. Zwischen 1990 und 1995 ist die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen von knapp 300.000 Wohnungen auf knapp 600.000 Wohnungen angestiegen.
Ist der Einbruch in 2023, das Ende der Daten oder ist der echt?
Ich hatte es immer so wahrgenommen, als hätte es von ~2012 bis ~2020 einen nie da gewesen Bauboom gegeben. Aber scheinbar war der Bauboom noch überschaubar im Vergleich zu Anfang der 90er. Oder wurden in den 2010ern einfach hauptsächlich andere Gebäude als Wohngebäude gebaut?
Darf ich vorstellen: Die 90er, als die großen Boomerjahrgänge um 1964 Familien gegründet haben.
Und unser lokales Bauamt (40k Einwohner, große Nachfrage) hat einfach mal seit 2020 kein Bauland mehr ausgewiesen.
Gibts eine Erklärung für den besonderen Boom der Wohnheime in 2016? Scheint ja mehr als doppelt so viel wie 2017 und mehr als 3-4 mal so viel wie alle anderen Jahre zu sein.
Wenn immer weniger Baugenehmigungen in Wohngebäuden sind, sind die dann draußen? Ich hoffe die werden nicht nass…
Das Einfamilienhaus wird zum Luxus für Erben und absoluten Spitzenverdienern.
Wenn wenigstens massig günstige Mehrfamilienhäuser entstehen würden. Aber das ist ja auch nicht der Fall.
Stattdessen kostet inzwischen im Ballungsgebiet eine 100qm Wohnung ohne eigenen Garten 750.000€. Mit inzwischen 5-6,5% Grunderwerbssteuer. Für das Geld hat man (inflationsbereinigt!) vor 20 Jahren noch ein Einfamilienhaus mit 160qm und vernünftigem Grundstück erhalten.
Wer keine Immobilie/Grundstück erbt in Deutschland, hat einfach Pech gehabt. Auch eine Form von Wohlstandsverlust.
Seit Merkel keiner mehr Geld für n Haus
Was ist der Grund für den Einbruch 2023? EZB Leitzinserhöhungen?
Dass wir noch immer so vielen Einfamilienhäusern Baugenehmigungen erteilen ist besorgniserregend.
Man muss sich wohl echt einfach einen Home-Office-Job suchen und dann irgendwie am Arsch der Welt günstig ein kleines Häuschen bauen, sonst wird das nichts mit dem Eigenheim.
wie ist denn das Netto der Wohnungen über die Jahre?
wie können wir eine Wohnungsnot haben, wenn eigentlich netto nur Wohnungen dazukommen? Abgerissen wird ja selten 
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Auf r/Stadtplanung habe ich auch mal [die fertigestellten Wohnungen seit 1950](https://www.reddit.com/r/Stadtplanung/comments/1bm0bk2/fertiggestellte_wohnungen_in_west_und/) vorgestellt. Im Jahr 1995 wurden beispielsweise knapp 600.000 Neubauwohnungen fertiggestellt. Bemerkenswert ist vor allem wie schnell der Wohnungsbau angekurbelt wurde. Zwischen 1990 und 1995 ist die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen von knapp 300.000 Wohnungen auf knapp 600.000 Wohnungen angestiegen.
Quelle: [Bauindustrie – Baugenehmigungen & -Fertigstellungen](https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/baukonjunktur/baugenehmigungen-fertigstellungen)
Ist der Einbruch in 2023, das Ende der Daten oder ist der echt?
Ich hatte es immer so wahrgenommen, als hätte es von ~2012 bis ~2020 einen nie da gewesen Bauboom gegeben. Aber scheinbar war der Bauboom noch überschaubar im Vergleich zu Anfang der 90er. Oder wurden in den 2010ern einfach hauptsächlich andere Gebäude als Wohngebäude gebaut?
Darf ich vorstellen: Die 90er, als die großen Boomerjahrgänge um 1964 Familien gegründet haben.
Und unser lokales Bauamt (40k Einwohner, große Nachfrage) hat einfach mal seit 2020 kein Bauland mehr ausgewiesen.
Gibts eine Erklärung für den besonderen Boom der Wohnheime in 2016? Scheint ja mehr als doppelt so viel wie 2017 und mehr als 3-4 mal so viel wie alle anderen Jahre zu sein.
Wenn immer weniger Baugenehmigungen in Wohngebäuden sind, sind die dann draußen? Ich hoffe die werden nicht nass…
Das Einfamilienhaus wird zum Luxus für Erben und absoluten Spitzenverdienern.
Wenn wenigstens massig günstige Mehrfamilienhäuser entstehen würden. Aber das ist ja auch nicht der Fall.
Stattdessen kostet inzwischen im Ballungsgebiet eine 100qm Wohnung ohne eigenen Garten 750.000€. Mit inzwischen 5-6,5% Grunderwerbssteuer. Für das Geld hat man (inflationsbereinigt!) vor 20 Jahren noch ein Einfamilienhaus mit 160qm und vernünftigem Grundstück erhalten.
Wer keine Immobilie/Grundstück erbt in Deutschland, hat einfach Pech gehabt. Auch eine Form von Wohlstandsverlust.
Seit Merkel keiner mehr Geld für n Haus
Was ist der Grund für den Einbruch 2023? EZB Leitzinserhöhungen?
Dass wir noch immer so vielen Einfamilienhäusern Baugenehmigungen erteilen ist besorgniserregend.
Man muss sich wohl echt einfach einen Home-Office-Job suchen und dann irgendwie am Arsch der Welt günstig ein kleines Häuschen bauen, sonst wird das nichts mit dem Eigenheim.
wie ist denn das Netto der Wohnungen über die Jahre?
wie können wir eine Wohnungsnot haben, wenn eigentlich netto nur Wohnungen dazukommen? Abgerissen wird ja selten