
Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Vermögenssteuer – In einer repräsentativen Umfrage sprechen sich 62 Prozent für eine Steuer auf Vermögen ab einer Million Euro aus. Auch Anhänger der Union sind mehrheitlich dafür.
by sumpfbieber

Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Vermögenssteuer – In einer repräsentativen Umfrage sprechen sich 62 Prozent für eine Steuer auf Vermögen ab einer Million Euro aus. Auch Anhänger der Union sind mehrheitlich dafür.
by sumpfbieber
24 comments
Macht hat eine ordentliche Bodenwertsteuer. Setzt Anreize zur Verwertung von Grundstücken, kann nicht vermieden werden, Inzidenz nicht bei Mieterinnen. Stattdessen Vermögensteuer mit willkürlichen Grenzen: Kann vermieden werden (Verlagerung und Aufteilung von Vermögen), setzt Anreize gegen ordentliche Bebauung von Brachen. Ugh.
Sogar eine Mehrheit der CDU Wähler befürwortet eine Vermögensteuer. Die Parteilinie spricht aber dagegen. Wird höchste Zeit das bei der CDU auf den Parteitagen und an den Stammtischen Demokratie gepflegt wird. Das wäre natürlich eine absolute Shitshow für den Fotzenfritz. Aber mein grinsen konnte nicht breiter sein.
Wenn dafür dann die Einkommensteuer sinkt, bitte.
Ich finde eine Million zu niedrig angesetzt. In manchen Städten ist das mal ein gutes Haus oder Penthouse Appartment.
Wenn derjenige darin wohnt und ,nur‘ nebenbei arbeitet, dann wäre die Vermögensteuer einfach ein plus zur Einkommenssteuer, da die selber bewohnte Immobilie selbst kein Geld abwirft.
Also nur noch eine Schranke, dass man selbst sich bloß nicht zur Oberschicht kratzt, weil derjenige mit mehreren Immobilien bzw. einem starken Aktiendepot zahlt die Vermögenssteuer aus der Vermietung oder Dividenden/Aktienrendite.
Oder man klammert die eigen bewohnte Immobilie aus der Steuer aus, dann wäre es m.A.n. auch oke.
Lächerlich niedrige Grenze.
Wie /u/western_ad_682 schon sagt: eine Erbschaftssteuer wäre sinnvoller.
Die Parteispender von Union und FDP sind aber dagegen und das ist was mehr zählt.
Aber sind die Mehrheit derjenigen die Parteispenden machen dafür?
Gerne, aber mit Vorsicht. Die Kritiker haben durchaus auch berechtigte Argumente, ein Gesetz zur Einführung einer Vermögenssteuer muss sicherstellen, dass es nicht zu Lasten von Mietern, Betrieben oder Rentnern geht.
Ein Gesetz das nur die Richtigen trifft und trotzdem verfassungsgerecht ist, ist eine Mammutaufgabe.
Man beachte mal die einzelnen Parteien, eine ganz besonders. Wie kommt es nur, dass mich das nicht wundert? (Ich meine die, die fast gleichauf mit der CDU liegt).
Ich bin auch für eine Vermögenssteuer aber nur als Ersatz der Kapitalertragssteuer und Besteuerung von Dividenden und dann auch Einkommensneutral.
Sonst hat man bei 2% Vermögenssteuer und 25% Kapitalertragstseuer und 3% Inflation bis zu einer Rendite von fast 5% 100% Besteuerung des realen Einkommens.
Das ganze müsste auch ungefähr einkommensneutral sein, weil man Vermögen nicht unbegrenzt besteuern kann. Menschen können umziehen und das hat negative Effekte für Deutschland
Ja ich bin für eine Vermögenssteuer, würde aber aufgrund der Inflation und generell Fairness sagen eine Million Euro ist zu gering, sofern hier selbst bewohntes Eigentum nicht ausgeschlossen wird.
Ist dem aber der Fall und das ganze wird quasi ausgeschlossen können wir auch schon ab einer Millionen anfangen, wobei ich da immer noch eher beim damaligen Linken Vorschlag von 2 Mio wäre.
Ideal wäre eh eine wirkliche Erbschaftssteuer ohne lächerliche Schenkungstricks und eine Vermögenssteuer ab sagen wir 5 Mio. dann hat man auch 99,9% der Fälle von “Ich hab mal nen Haus in München geerbt” oder “Ich verdiene ja so gut bin aber nicht reich” abgedeckt und man trifft wirklich jene die ihr Geld damit verdienen, das andere ihr Geld verdienen.
Eine klassische Vermögenssteuer ist leider mit einem extremen Aufwand verbunden, um sie fair und rechtssicher zu gestalten.
Bewertung von Immobilien auf jährlicher Basis (daran ist die alte ja gescheitert) ist eine heftige Aufgabe. Siehe auch Grundsteuer.
Dazu Bewertung von Gegenständen, die nicht Aktien oder Bargeld sind, aber durchaus einen beträchtlichen Anteil an großen Vermögen ausmachen kann. Gemälde, Uhren, Oldtimer, Autos, Schmuck… das muss alles jährlich neu und sehr individuell bewertet werden.
Auf dem Papier und auch in meinem Kopf eine super faire Idee. In der Umsetzung wirds ein Bürokratiemonster und wir haben ja nicht mal aktuell genug Beamte. Dazu kommt die Beschäftigung der Gerichte mit generellen und individuellen Klagen.
Lieber was bestehendes sinnvoller nutzen:
Erbschaftsteuer für sehr große Erbschaften rauf. Die 10-Jahres-Regel auf mehr Jahre ausweiten um vorzeitige Erbschaften / Schenkungen zu erschweren, Kapitalerträge in großen Höhen nicht mit 25% sondern mit dem eigenen Steuersatz besteuern, …
Erscheint mir sinnvoller als eine Vermögenssteuer.
Da hierzulande die Mitte nahezu kein Vermögen hat, ist das nicht überraschend.
Wenn die Leute verstünden, dass man bei einer Umsetzung nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts schon mit einem Haus im Speckgürtel und ein bisschen privater Altersvorsorge über die Million kommt, sähen die Antworten sicherlich anders aus.
Bro glaub mir nur noch eine zusätzliche Steuer und dann haben wir genug Bro glaub mir wirklich Bro nur noch die fehlt uns echt jetzt bro
Ich bin gegen eine Vermögenssteuer. Die Schlupflöcher sind viel zu groß und umfangreich. Eine faire Bewertung eines Vermögens ist unmöglich.
Sorry, aber wenn es hier mal wieder um das Gesamtvermögen geht, also auch Immobilien mitinbegriffen sind, ist das viel zu niedrig.
Soll ich jetzt mein Einfamilienhaus mit Garten aufgeben, weil ich eine Vermögenssteuer zahlen muss, die ich mit meinem Gehalt nicht stemmen könnte? Nein danke.
Prteienlandschaft seien wie 🙈🙉🙊
Wir können mMn gerne über eine Vermögenssteuer reden, wenn sie wie in der Schweiz relativ niedrig (z.B. 0,5% p.a.), einen Stundungsparagraphen für Kriesen und mit den Erträgen dafür dann die Einkommenssteuer für die Mittelschicht (zu der nunmal auch ein Facharbeiter zählt) gesenkt wird. Auch müssen die Barwerte der gesetzlichen Rente/Pensionen und Betriebsrenten berücksichtigt werden. Ansonsten werden Selbstständige hart benachteiligt.
So wie ich Deutschland aber kenne hätten wir am Ende 1% ab 100000€ und Spitzensteuersatz weiterhin ab ca 70000€.
Und wie immer bei solchen Überschriften: Mehrheit befürwortet irgendeine vorm von Vermögenssteuer. Ob es eine einzelne Ausprägung gibt, die eine Mehrheit gut findet, steht auf einem anderen Blatt.
Ich gehe davon aus, dass ein Großteil nur für eine Vermögenssteuer ist, von der sie selbst nicht betroffen sind…
Grundsätzlich befürworte ich eine Vermögenssteuer, allerdings finde ich sollte der startwert angehoben werden und sich kritischer auseinandergesetzt werden, was denn nun vermögenswerte sind. Denn wenn es bei einer millionen sitzt, dann ist eine mittelschicht familie mit eigenheim schon in der zielgruppe.
In den meisten Fällen ist der aufbau von “Vermögen” auch eine Methode der Absicherung, für das Alter oder auch Erben.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ich glaube nicht, dass die derzeitigen Vorstellungen zu Vermögenssteuern diejenigen trifft, die man treffen will. Stattdessen belastet man einfach weiter Personen mittleren Einkommens.
Ich denke eine hohe Erbschaftsteuer, die beispielsweise ein Eigenheim ausnimmt, ist wesentlich einfacher umzusetzen. Alleine der Beamtenapparat der notwendig ist das Vermögen von über 80mio Deutschen zu erfassen ist Wahnsinn. Erbschaftsteuer hoch, Einkommensteuer runter, schon lohnt sich Arbeiten deutlich mehr.
ahhh der fehler iat einfach. in den zahlen wird jeder wähler gleichgewichtet, statt wie normal nach vermögen.
So ist das. Erst heißt es in der Talkshow, es müssen dringen Milliardäre besteuert werden. Das sei ja mehr Geld, als man jemals brauchen könnte. Jetzt Faktor 1000 weniger. Reicht das bis zum Lebensende? Natürlich nicht. Aber der Fiskus braucht Geld. Für die Lebensfairnessfreiheitsrente 2028.
Ich denke die Leute in der Umfrage haben Einkommen mit Vermögen verwechseln. Sehr hohe Einkommen besteuern gerne aber den Leuten an das Vermögen gehen ist einfach DDR 2.0, deshalb bin ich absolut dagegen.