Es ist generell absurd das umso kleiner die Wohnung ist, das man umso mehr zahlt, auch Miete, nicht nur kaufen.
Als Einzelperson brauch ich keine 70m², aber für diese zahl ich weniger als für 40m² – 50m², wie soll das funktionieren.
>Es scheint also weitere Faktoren zu geben, die Ältere in ihren angestammten vier Wänden halten: die Gewohnheit, vielleicht auch Nostalgie. Das Sprichwort “Einen alten Baum verpflanzt man nicht” erzählt davon.
Naja, die Frage ist ja auch, wer in dem typischen EFH wohnen will, das Angelika und Klaus-Werner in den 90ern in einer Kleinstadt erworben haben und niemals umfassend renoviert haben.
Ich sehe das in meinem eigenen Umfeld, dass solche Häuser einfach komplette Ladenhüter sind, selbst wenn objektiv faire Preise verlangt werden. Es muss einfach viel zu viel Geld in Renovierungen gesteckt werden und die sind deutlich teurer geworden. Ein Kauf lohnt sich also nicht.
Dementsprechend ist es aus meiner Sicht auch vollkommen legitim, dass Angelika und Klaus-Werner dort wohnen bleiben. Sie belegen einfach keinen Wohnraum, der für andere attraktiv wäre.
Ich kann niemandem verübeln nicht aus einer größeren Wohnung in eine kleinere *teurere* Wohnung umziehen zu wollen. Ich bin vor 2 Jahren umgezogen und schon jetzt scheint es nahezu unmöglich etwas vergleichbares für den gleichen Preis zu bekommen. Wer einen alten Mietvertrag hat, bleibt halt da wohnen.
Was ich nicht verstehe ist, warum eine Person, die 10 Häuser geerbt hat die Miete erhöhen muss. Aus welchem Grund? Inflation? Finde ich unmoralisch.
> Unfreiwilliger Überfluss versus Wohnungsnot. Lösungsideen für dieses Dilemma gibt es einige – die meisten davon verbleiben in der Theorie: Steueranreize für Menschen mit wenig Pro-Kopf-Wohnfläche zum Beispiel. Alters-WGs. Eine Untervermietung an im Haushalt helfende Studierende. Umzugsprämien. Auch der Wohnungstausch ist eine Idee.
Alle möglichen absurden Ideen listen außer mehr Wohnungsbau. Genau mein Humor.
“Der durchschnittliche Deutsche hat 47 Quadratmeter Wohnraum.“
Da fehlt mir die Normalisierung – sind da Kinder mit drin?
Vergleichen müsste man Seniorenhaushalte mit Haushalten ohne Kinder.
Naja wenn man verwitwet (was irgendwann als Rentner passiert) dann hat man halt auf einmal doppelt so viel m² pro Kopf. Auch nicht so abwegig.
Würde man für genug Wohnraum sorgen, müsste man sich nicht darum kümmern, wer wieviel halt 🙂
Schwacher Versuch aus der Wohnungsnot ne Neiddebatte zu machen. Na und, leben halt die Alten nach 40 Arbeitsjahren in ihrer abbezahlten, großen Hütte. Fakt ist: Es wird zu wenig gebaut bzw. nicht dem Markt entsprechend bei viel zu hohen, Kostensteigernden Auflagen. Wir brauchen nicht das drölftausendste Niedrigenergie Haus mit 50 Einzimmerwohnungen auf vier Stockwerken mitten auf perfekten innerstädtischen Bauland ausgestattet natürlich mit einer offenen Küche, die für 1000€/Monat vermietet werden…
Mal wieder sind die alten Menschen ein großer Teil des Problems.
Die Diskussion hat immer mehrere Seiten…
Meine Oma wohnt seit 50 Jahren, seit 6 Jahren alleine, auf 130m², kann sich aber keine 40m² Wohnung in der Nähe leisten.
Mit Bürgergeld bekommt man alleine 45-50 qm bezahlt, das ist also das Existenzminimum. Mit 47 qm lebt der Durchschnitt also knapp am Existenzminimum.
Danke nochmal an CDU / CSU. Muss wohl dieses christliche Menschenbild sein oder so. Hauptsache die Taschen der Reichen sind voll.
Gestorben wird immer. Die Wohnungen werden so oder so irgendwann frei. Und bei den aktuellen Geburtenraten sollte das höchstens regional zu Problemen führen.
Ich sag, das Problem regelt sich auf absehbare Zeit von alleine.
Und da sind meine Frau und ich, Anfang mitte 30 angeblich topverdiener auf der suche nach einer 3 Zimmer Wohnung die nicht 50% unseres gemeinsamen Nettoeinkommen auffrist, weil dann kann ich gleich bauen und mich für 40 jahre verschulden, bereits seit einem Jahr auf der suche und es wird nurnoch schlimmer. Aktuell bis zu 1700€ Warm für eine 3 Zimmer Wohnung unter 100qm auf dem Land, letzte Renovierung 1970. Wenn das so weitergeht bleib ich bis zum Tod in einem 15qm Zimmer im Haus meines Schwagers wohnen.
Ich kann nur hoffen das mit der einsetzenden Todeswelle der Boomer auch mal endlich Wohnraum für meine verlorene Generation frei wird.
Aber in der Endphase des Kapitalismus in der wir leben würde es mich nicht wundern wenn ich in 10 Jahren in der Zeitung lese wie großbesitzer ihre Wohnungen abfackeln damit der Mietpreis stabil astronomisch bleibt. Siehe die Vernichtung von 100 000 Liter Wein in Frankreich etc pp
auch wenn es weh tut, aber Bestandsmieten sollten in einem gewissen Rahmen erhöht werden dürfen. Das Ungleichgewicht ist zu krass
So ist der Lauf der Dinge: Kinder ziehen aus und Partner sterben. Also steigen die qm je Person im Alter.
Das ist mal wieder eine absolut Nicht-News, die völlig unnötig einen Keil zwischen die Menschen treibt, ohne auch nur einen Mehrwert zu bieten. Und das im ÖR.
Zusätzlich zu den genannten Argumenten hätte ich noch weitere
Im Fall meiner eigenen Eltern gab es die Diskussion nach dem Auszug meiner Schwester und mir, ob das Haus noch notwendig ist.
Ausschlaggebend war erstens der Garten, an dem meine Mutter ihren Spaß hatte und außerdem hätten wir uns jedes Mal ein Hotelzimmer nehmen müssen, wenn wir meine Eltern besuchen.
Inzwischen wohnt mein Vater dort Alleine nach dem Tod meiner Mutter und der Garten ist ebenfalls eine Hauptbeschäftigung für ihn. Kleinere Wohnungen haben keinen großen Garten. Außerdem sind seine Hauptbezugspersonen die Nachbarn.
Ein weiterer Punkt ist, dass sich im Laufe der Jahre unheimlich viel Krempel ansammelt, und allein die Vorstellung, den ganzen Mist aussortieren zu müssen…
Aber ja, 110 m² für eine einzelne Person ist völlig übertrieben. Mir und meiner Schwester gehört ein Teil des Hauses, und wir hätten ehrlich gesagt lieber das Geld, um uns etwas etwas eigenes leisten zu können. Eigentlich ein totales Unding, dass eine ganze Familie mit Kind nur etwas mehr als die Hälfte am Platz hat als eine Einzelperson.
Langsam, bitte erstmal all denen ihre Führerscheine dann den Wohnraum.
Politik: Verschlechtert direkt und indirekt alle Umstände für den Immobilienerwerb von jungen Menschen
Tagesschau: Schaut euch mal diese dekadenten Rentner in Ihren rießigen Hütten an! Ein Unding!
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Es ist generell absurd das umso kleiner die Wohnung ist, das man umso mehr zahlt, auch Miete, nicht nur kaufen.
Als Einzelperson brauch ich keine 70m², aber für diese zahl ich weniger als für 40m² – 50m², wie soll das funktionieren.
>Es scheint also weitere Faktoren zu geben, die Ältere in ihren angestammten vier Wänden halten: die Gewohnheit, vielleicht auch Nostalgie. Das Sprichwort “Einen alten Baum verpflanzt man nicht” erzählt davon.
Naja, die Frage ist ja auch, wer in dem typischen EFH wohnen will, das Angelika und Klaus-Werner in den 90ern in einer Kleinstadt erworben haben und niemals umfassend renoviert haben.
Ich sehe das in meinem eigenen Umfeld, dass solche Häuser einfach komplette Ladenhüter sind, selbst wenn objektiv faire Preise verlangt werden. Es muss einfach viel zu viel Geld in Renovierungen gesteckt werden und die sind deutlich teurer geworden. Ein Kauf lohnt sich also nicht.
Dementsprechend ist es aus meiner Sicht auch vollkommen legitim, dass Angelika und Klaus-Werner dort wohnen bleiben. Sie belegen einfach keinen Wohnraum, der für andere attraktiv wäre.
Ich kann niemandem verübeln nicht aus einer größeren Wohnung in eine kleinere *teurere* Wohnung umziehen zu wollen. Ich bin vor 2 Jahren umgezogen und schon jetzt scheint es nahezu unmöglich etwas vergleichbares für den gleichen Preis zu bekommen. Wer einen alten Mietvertrag hat, bleibt halt da wohnen.
Was ich nicht verstehe ist, warum eine Person, die 10 Häuser geerbt hat die Miete erhöhen muss. Aus welchem Grund? Inflation? Finde ich unmoralisch.
> Unfreiwilliger Überfluss versus Wohnungsnot. Lösungsideen für dieses Dilemma gibt es einige – die meisten davon verbleiben in der Theorie: Steueranreize für Menschen mit wenig Pro-Kopf-Wohnfläche zum Beispiel. Alters-WGs. Eine Untervermietung an im Haushalt helfende Studierende. Umzugsprämien. Auch der Wohnungstausch ist eine Idee.
Alle möglichen absurden Ideen listen außer mehr Wohnungsbau. Genau mein Humor.
“Der durchschnittliche Deutsche hat 47 Quadratmeter Wohnraum.“
Da fehlt mir die Normalisierung – sind da Kinder mit drin?
Vergleichen müsste man Seniorenhaushalte mit Haushalten ohne Kinder.
Naja wenn man verwitwet (was irgendwann als Rentner passiert) dann hat man halt auf einmal doppelt so viel m² pro Kopf. Auch nicht so abwegig.
Würde man für genug Wohnraum sorgen, müsste man sich nicht darum kümmern, wer wieviel halt 🙂
Schwacher Versuch aus der Wohnungsnot ne Neiddebatte zu machen. Na und, leben halt die Alten nach 40 Arbeitsjahren in ihrer abbezahlten, großen Hütte. Fakt ist: Es wird zu wenig gebaut bzw. nicht dem Markt entsprechend bei viel zu hohen, Kostensteigernden Auflagen. Wir brauchen nicht das drölftausendste Niedrigenergie Haus mit 50 Einzimmerwohnungen auf vier Stockwerken mitten auf perfekten innerstädtischen Bauland ausgestattet natürlich mit einer offenen Küche, die für 1000€/Monat vermietet werden…
Mal wieder sind die alten Menschen ein großer Teil des Problems.
Die Diskussion hat immer mehrere Seiten…
Meine Oma wohnt seit 50 Jahren, seit 6 Jahren alleine, auf 130m², kann sich aber keine 40m² Wohnung in der Nähe leisten.
Mit Bürgergeld bekommt man alleine 45-50 qm bezahlt, das ist also das Existenzminimum. Mit 47 qm lebt der Durchschnitt also knapp am Existenzminimum.
Danke nochmal an CDU / CSU. Muss wohl dieses christliche Menschenbild sein oder so. Hauptsache die Taschen der Reichen sind voll.
Gestorben wird immer. Die Wohnungen werden so oder so irgendwann frei. Und bei den aktuellen Geburtenraten sollte das höchstens regional zu Problemen führen.
Ich sag, das Problem regelt sich auf absehbare Zeit von alleine.
Und da sind meine Frau und ich, Anfang mitte 30 angeblich topverdiener auf der suche nach einer 3 Zimmer Wohnung die nicht 50% unseres gemeinsamen Nettoeinkommen auffrist, weil dann kann ich gleich bauen und mich für 40 jahre verschulden, bereits seit einem Jahr auf der suche und es wird nurnoch schlimmer. Aktuell bis zu 1700€ Warm für eine 3 Zimmer Wohnung unter 100qm auf dem Land, letzte Renovierung 1970. Wenn das so weitergeht bleib ich bis zum Tod in einem 15qm Zimmer im Haus meines Schwagers wohnen.
Ich kann nur hoffen das mit der einsetzenden Todeswelle der Boomer auch mal endlich Wohnraum für meine verlorene Generation frei wird.
Aber in der Endphase des Kapitalismus in der wir leben würde es mich nicht wundern wenn ich in 10 Jahren in der Zeitung lese wie großbesitzer ihre Wohnungen abfackeln damit der Mietpreis stabil astronomisch bleibt. Siehe die Vernichtung von 100 000 Liter Wein in Frankreich etc pp
auch wenn es weh tut, aber Bestandsmieten sollten in einem gewissen Rahmen erhöht werden dürfen. Das Ungleichgewicht ist zu krass
So ist der Lauf der Dinge: Kinder ziehen aus und Partner sterben. Also steigen die qm je Person im Alter.
Das ist mal wieder eine absolut Nicht-News, die völlig unnötig einen Keil zwischen die Menschen treibt, ohne auch nur einen Mehrwert zu bieten. Und das im ÖR.
Zusätzlich zu den genannten Argumenten hätte ich noch weitere
Im Fall meiner eigenen Eltern gab es die Diskussion nach dem Auszug meiner Schwester und mir, ob das Haus noch notwendig ist.
Ausschlaggebend war erstens der Garten, an dem meine Mutter ihren Spaß hatte und außerdem hätten wir uns jedes Mal ein Hotelzimmer nehmen müssen, wenn wir meine Eltern besuchen.
Inzwischen wohnt mein Vater dort Alleine nach dem Tod meiner Mutter und der Garten ist ebenfalls eine Hauptbeschäftigung für ihn. Kleinere Wohnungen haben keinen großen Garten. Außerdem sind seine Hauptbezugspersonen die Nachbarn.
Ein weiterer Punkt ist, dass sich im Laufe der Jahre unheimlich viel Krempel ansammelt, und allein die Vorstellung, den ganzen Mist aussortieren zu müssen…
Aber ja, 110 m² für eine einzelne Person ist völlig übertrieben. Mir und meiner Schwester gehört ein Teil des Hauses, und wir hätten ehrlich gesagt lieber das Geld, um uns etwas etwas eigenes leisten zu können. Eigentlich ein totales Unding, dass eine ganze Familie mit Kind nur etwas mehr als die Hälfte am Platz hat als eine Einzelperson.
Langsam, bitte erstmal all denen ihre Führerscheine dann den Wohnraum.
Politik: Verschlechtert direkt und indirekt alle Umstände für den Immobilienerwerb von jungen Menschen
Tagesschau: Schaut euch mal diese dekadenten Rentner in Ihren rießigen Hütten an! Ein Unding!
Kann man sich net ausdenken … divide et impera