Jean-Luc Mélenchon: Frankreichs linker Wahlsieger ist aggressiv antideutsch und antisemitisch

by Minouminou9

28 comments
  1. Als Kilian MBappe vor zwei Wochen aufrief, gegen beide Extreme zu wählen, wurde er von den Linken in der Presse geradezu als Lügner verrissen.
    Und nun haben wir in Frankreich ein Extrem gegen das andere gewählt. Melenchons Partei macht zwar das Gros des linken Bündnisses im Parlament aus, die ‘gemässigten’ Linken/Grünen wären besser in einer Mitte/Links Koalition aufgehoben.

    Ich bin als Wähler zwar erleichtert vom 3.Platz der Rechtsextremen, sehe aber einem JeanLuc Melenchon so nahe am regieren mit Grausen entgegen.

  2. CDU-Altvater, was ist das und warum sollte Laschet das sein?

  3. faszinierend wie all diese idioten (links wie rechts) am Ende fast immer antisemitische, Prorussische und antieuropäische Wixxer sind.

    Ein Schelm wer da nach den Herkünften der Parteispenden fragt.

  4. Uh… sind die alle in dem Bündnis so drauf wie der?

    Falls ja, habe ich mich eventuell zu früh gefreut

  5. Die Aussage aus der Schlagzeile stammt von Armin Laschet lol. Kein Wunder, dass der sowas verzapft, für den ist jegliche Kritik am IDF bereits Antisemitismus.

  6. Ok also in dem artikel sind einige beispiele benannt um die antisemitismus anschuldigung zu unterstützen. Meiner meinung nach sind die aber alle zwischen “er sagt israel betreibt genozid in palestina” und “er hat sich auf pro-palestina demos sehen lassen” einzustufen, was meiner meinung nach lange kein antisemitismus ist, sondern eben genau der selbe versuch vieler irgendeine kritik an israel als antisemitismus abzustempeln.

    Die antideutsche haltung ist deutlich besser belegt und schaut wirklich nicht sonderlich gut aus, aber das ist wie immer nur die meinung einer person in einer partei. Mal sehen was dabei rauskommt wenn die koalition gebildet wird

  7. Ver… vertritt der Mann auch linke Positionen, oder besteht sein gesamtes Reportoire nur aus populistischen Stammtischsprüchen?

    Es bleibt zu hoffen, dass sich das Linksbündnis wirklich jemand anderen sucht.

    Das ist das Problem, wenn man mit populistischen Positionen auf Stimmenfang geht: Die Extremisten, die man sich damit ins Boot holt, lösen sich nach der Wahl nicht einfach in Luft auf.

  8. Seit Jahren bekannt

    >Ich weiß nicht, ob Jesus am Kreuz hing, aber er wurde offenbar von seinem eigenen Volke dorthin gebracht

  9. Herrlich. Warum sind wir eigentlich konstant in der beschissensten Timeline?

  10. > Nicht nur der CDU-Altvater und Europapolitiker Armin Laschet warnt vehement vor dem Überraschungssieger, dem Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon und dessen Partei La France insoumise. Laschet nennt Mélenchon “verrückt” und aus deutscher Sicht ähnlich schlimm wie Le Pen. Mélenchon sei “genauso gefährlich: Antisemit, antideutsch, antieuropäisch, prorussisch”, sagt er der “Welt”. Le Pen und Mélenchon seien gleich übel, sie “tun sich nichts – mit der einzigen Ausnahme, dass er dazu noch Antisemit ist”.

    So eine Gleichstellung ist gefährlich, vor allem wenn sie mit so wenig Substanz hinterlegt wird.

    Bei der Israel Frage haben große Teile der Linken ein Problem, keine Frage (die deutsche Regierung hat hier wohlgemerkt aber auch ein Problem, nur ein anderes), aber was hier über Deutschland und Russland geschrieben wird ist sehr unnuanciert. Wenn wir in Deutschland nicht erkennen, wie die deutsche Politik seit Schröder tatsächlich in Frankreich rezipiert und anstelle die Linke mit den Faschisten gleichsetzen, dann ist wirklich gute Nacht Europa. Merkel und Scholz waren schon unfähig mit Macron an einem Strang zu ziehen, der eigentlich ideologisch mit ihnen in etwa auf Wellenlänge sein dürfte. Wenn Macron in wenigen Jahren nicht mehr ist und jetzt auch Schwierigkeiten hat Mehrheiten im Parlament zu organisieren, wie erbärmlich wird es dann erst aussehen? Das macht mir schon seit 10 Jahren Sorge wie stark Deutschland und Frankreich auseinanderdriften. Kohl hat es damals selbst mit Mitterand geschafft, heute besteht selbst unter Zentristen kein Interesse mehr. Macron und Lindner sind in der gleichen EU-Fraktion und warnen voreinander (vor allem Macron vor Lindner – und zu Recht). Man kann jetzt Melenchons Art und Weise das zu artikulieren misbilligen, aber wäre ich Franzose, wäre ich über die deutsche Politik der letzten vielen Jahre auch ungehalten. Es ist unsere Agendapolitik, die in Frankreich Arbeitslosigkeit schafft, wo die Menschen auf die Straße gehen, selbst wenn man ein klein wenig Sozialabbau und ein klein wenig anti-Arbeitnehmer Politik versucht.

    Von Melenchon’s Außenpolitik kann man halten was man will, aber ihn als prorussich zu bezeichnen beflügelt nur weiter eine ohnehin schon gefährliche Polarisierung und macht die etablierten Parteien noch unglaubwürdiger. Melenchon sagt über Putin: “Monsieur Poutine est un chef d’Etat dangereux” und sprach sich schonmal für Blauhelme in Ukraine aus. Man mag seine Politik für naiv halten, aber von Putin hält er sicher nichts.

    Es ist deprimierend, nicht weil ich Melenchon besonders schätze, aber die Deutschen sollen sich mal zusammenreißen. Macron wird die Wahl nicht nochmal gewinnen und es kommt absehbar auch keine neue Lichtgestalt vom Himmel. Es ist nicht unrealistisch, dass Melenchon der nächste Präsident werden könnte. Vorausgesetzt wir harren in Deutschland irgendwie in nem Zentrismus-Bündniss aus, dann könnten wir im Sommer 2027 ein faschistisches Italien, ein rechtsaußen Niederlande und ein faschistisches USA haben und dann möglicherweise Melenchon oder Le Pen in Frankreich. Es ist fünf vor Zwölf, viel zu sät um jetzt noch Schreckgespenster zu zeichnen. Die deutsche Regierung müsste endlich mal an den Herausforderungen wachsen, das werden nämlich nicht weniger.

  11. > Nicht nur der CDU-Altvater und Europapolitiker Armin Laschet warnt vehement vor dem Überraschungssieger

    Ach daher würfelt der Wind. Armin Laschet, der sich immer wieder gewunden hat, irgendwas gegen Orbans antisemitische Kampagnen zu sagen, der Maaßens Hundepfeifen versucht hat wegzulächen, ist enttäuscht, dass die Falschen gewonnen haben.

  12. So wie ich das verstehe, wird Mélenchon doch von einem großen Parteienbündnis mit nicht gerade nur homogenen Ansichten gestützt.
    Der kann jetzt nicht einfach freidrehen.

  13. Wow schlimmer als Le Pen ist er sicher nicht, das ist doch lächerlich..

  14. Wenn die CDU und ihr etwas linkerer Ableger (SPD) den schlecht finden, kann er nur gut sein.

  15. Das Parteibündnis ist laut Wiki vernünftig:

    – Angriffe vom 7. Oktober waren terroristisch
    – Palestina soll anerkannt werden

    Das kann man doch beides unterstützen. Bloß weil man Israels Politik kritisiert, ist man (ich rede nicht von Melenchon) Antisemit.

  16. *Verwirrter deutscher Sprachgebrauch Geräusche*

    In Deutschland steht “anti-Deutsch” für eine **pro-israelische** Haltung.

  17. Man darf sich in einem Punkt nichts vormachen: Antideutsche Ressentiments sind in Europa extrem verbreitet, über alle politischen Lager und Gesellschaftsschichten hinweg. Viele Politiker befeuern diese Ressentiments in Wahlkämpfen auch gerne. Selbst Macron ist da keine Ausnahme. Die Auswirkungen ziehen sich bis nach Brüssel, wo EU und NATO gerne mal mit zweierlei Maß zu Ungunsten Deutschlands messen.

    Die deutsche Regierung tritt da allerdings auch viel zu devot auf. Selbst gegenüber bekennenden Deutschland-Hassern wie Meloni, Mélenchon, Duda oder Trump tritt man fast schon demütig auf und entschuldigt sich voreilig für alles, was sie in ihrem antideutschen Wahn größtenteils ungerechtfertigterweise kritisieren. Mein persönlicher Eindruck ist tatsächlich, dass Deutschland unter Schröder trotz dessen Hang zu nationalen Alleingängen mehr respektiert und geschätzt wurde. Gerade weil Schröder eben eine völlige loose cannon war. Als ein Minister im Kabinett Berlusconi mal eine Tirade gegen deutsche Touristen abgelassen hat, hat Schröder kurzerhand seinen Italien-Urlaub abgesagt. Es gab in Italien eine größere Debatte über das Verhältnis zu Deutschland, andere südeuropäische Länder warben geradezu um Schröder und der Minister entschuldigte sich am Ende und reichte seinen Rücktritt ein.

    Merkel und Scholz haben solche Tiraden später dann einfach ausgesessen und ignoriert. Dadurch bekamen die Deutschland-Hasser in Europa Oberwasser.

  18. Bei der antideutschen Haltung müsste man auch mal gucken, wo die herkommt. Deutsche Fleischerzeugung mit Arbeitern aus Rumänien macht halt den Markt kaputt. Deutsche Billigarbeit nah an der Sklaverei eben. Generell der fehlende am Zahn der Arbeiterrechte, im Vergleich zu Frankreich. Oder unser politischer Alleingang in so vielen Bereichen.

    Edit: klar, wenn das einfach wirklich nur ein Spinner ist, dann au weia.

  19. Das sind keine Nachrichten, das ist reiner Meinungsjournalismus. Allein schon, dass Kritik an der Regierung Israels direkt mit Antisemitismus gleichgesetzt wird, obwohl selbst einige Juden sich immer häufigiger israelkritisch äußern und gleichzeitig ist es auch keine Verharmlosung oder Legitimierung des Terrorismus der Hamas, wenn man kritisiert, dass durch das Handeln Israels unschuldige Zivillisten im Gazastreifen sterben.

    Wir müssen unbedingt weg von diesem übertriebenen Schwarz-Weiß-Denken, vom allgegenwärtigen Populismus und von ständiger Diffamierung des politischen Gegners hin zu differenzierten, inhaltlichen Debatten.

  20. Kurios, wie grad alle konservativen Medien ihn als Deutschenhasser darstellen.

  21. Wie, die politische Linke sind nicht einfach die Guten sondern schleppen zum Teil auch gigantischen Ballast mit sich herum? Schockierend, wahrlich!

  22. Schreiber des Kommentars ist Wolfram Weimer. Der hat vor Jahren das von mir mal sehr geschätzte The European auf einen strammrechten Kurs gebracht. Wenn der nun über linke europäische Politiker kotzt Nehm ich das mit Ner großen Prise Salz zur Kenntnis…

  23. Antideutsch? Ok, fehlt mir eine Information oder wieso sollte er etwas mit Deutschland zu tun haben?

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