VG Berlin hält BAföG-Satz für zu niedrig: “Aus­bil­dungs­be­zo­genes Exis­tenz­mi­nimum ver­fehlt”

by BlueDarkSky

7 comments
  1. >Studierende konnten im Jahr 2021 427 Euro nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als Grundbedarf erhalten. 325 Euro stand ihnen als Unterkunftsbedarf zu. Das war “evident zu wenig”, hat das VG Berlin kürzlich entschieden und dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Sache nach Art. 100 Abs. 1 Grundgesetz (GG) zur Entscheidung vorgelegt (Vorlagebeschl. v. 05.06.2024, VG 18 K 342/22).

  2. Obligatorischer Hinweis: beantragt gefälligst Bafög, wenn ihr studiert!

    Dass heutzutage nur noch 12 % der Studierenden Bafög bekommen, liegt nicht daran, dass nur 12 % der Studierenden Bafög-berechtigt sind, sondern ein signifikanter Anteil an Studierenden aus dummen Gründen kein Bafög beantragt. Die Gründe sind dann zum Teil zu viel Papierkram, lohnt sich nicht für 50 €, Bafögrechner sagt ich hab eh keinen Anspruch und anderer Schwachsinn.
    Auch bei 50 € sind jeden Monat 25 € geschenkt und Rundfunkbeitrag muss man dann auch nicht zahlen. Bafögrechner sind extrem ungenau und so deutlich viel Papierkram ist das Bafög in den meisten Fällen auch nicht.

    Bafög ist zur Hälfte geschenkt, die Rückzahlung ist auf 10000 € gedeckelt und das Darlehen ist zinslos.

    Ja, die Beträge sind zu niedrig. Aber das Bafög hat auch ein Imageproblem. Man muss unbedingt bei beidem ansetzen.

  3. Wer hätte gedacht, dass die FDP neben Lindner als einzigem Bundesminister für Finanzen der jemals einen verfassungswidrigen Haushalt zu verantworten hatte, vielleicht auch noch Stark-Watzinger als Bundesverfassungswidrigkeitsministerin dazu bekommt, weil man die armen Studenten unters Existenzminimum gedrückt hat und das während einer Pandemie.

    Das Triple an Nackenschellen vom BVerfG macht die unter 5 % Partei noch voll bis zum Ende der Amtsperiode.

    Go Wissing.

    Bin schon auf den Twist gespannt, wie die Bürgergeldempfänger daran schuld sind.

  4. Entweder erhöht den Bafög-Satz oder lasst die Studenten mit Bafög mehr Geld verdienen bevor denen das Geld abgeknöpft wird. Verstehe nicht wieso Studenten, die Bafög-berechtigt sind, somit aus ärmeren Verhältnissen kommen, nicht mehr Geld verdienen dürfen ohne mit Papierkram, Rückzahlungen und Kürzungen fertig gemacht zu werden. Es fühlt sich immer so an, als würde man Studenten arm halten wollen.

  5. Mich nervt vor allem, dass die Krankenkassenbeiträge für ALLE Studierenden an die Höhe des BAföG angepasst werden. Ich bekomme kein BAföG, darf aber immer höhere Beiträge zahlen und nebenbei noch so Späße wie Rundfunkbeitrag.

  6. Bekam mein Bafög immer schnell und „unbürokratisch“. Hängt leider stark an der Person, die deinen Antrag bearbeitet. 

  7. Oha.. ich wette das weiß jeder Student seit mindestens nem Jahrzehnt.. deutschlandweit einen Satz für Miete festzulegen ist einfach absurd. Unis wie die TU München stehen Ewigkeiten schon nur Kindern von Besserverdienenden zur Verfügung, weil man halt nirgendwo da Wohnraum bekommt

Leave a Reply