>Ich schreibe diesen Beitrag für Tim. Und für Anna. Denn ich möchte die Gesellschaft, in der sie leben, darin bestärken, beiden ein positives Selbstbild zu ermöglichen, beiden zu ermöglichen, ohne Geschlechterklischees zu leben, beiden die gleichen Rechte zu geben – und die gleichen Chancen auf ein langes und erfülltes Leben. Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.
Ich empfehle den Artikel, entgegen der Reddit Gepflogenheiten, komplett zu lesen und nicht nur aufgrund der Überschrift zu kommentieren…
Sehr schöner Artikel. Die Debatte was für Nachteile das gegenwärtige System Männern bringt (während gerne trotzdem gefordert wird, dass man mitspielt und einem dies auch anerzogen wird, dass man das “will”) werden einfach nicht so gerne angesprochen.
Auch, dass ich jetzt direkt das Bedürfnis habe es mit einem “Frauen haben ja auch Probleme X, Y, Z und sind mindestens so schlecht dran” abzufangen, zeigt mir ein wenig, dass die Behandlung von Problemen da nicht gleichwertig angegangen wird.
Finde es persönlich wichtig, dass die Ungleichberechtigung von Männern/Jungen nicht unterm Tisch gekehrt wird.
Denn noch denke ich, dass das Thema generell immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Danke für den Artikel. Beschreibt die Situation meiner Meinung nach sehr gut ohne die Probleme von Männern und Frauen gegeneinander auszuspielen.
Debatten um das Thema haben oft den Subtext eines Verteilungskampfes und der Autor versucht gerade das zu vermeiden. Richtig durchgeführte Gleichberechtigung und Förderung bei geschlechtsspezifischen Problemen und Diskriminierungen helfen am Ende der gesamten Gesellschaft.
Wenn man über den Zeitungstext hinaus geht muss man die Debatte natürlich noch deutlich erweitern, weil sowohl Anna als auch Tim werden aufgrund der Tatsache das der Author in der Zeit veröffentlich kann höchst wahrscheinlich deutlich priviligierter sein, als die Durchschnittskinder in Deutschland. Und es stellt sich die Frage, ob nicht zu viel Fokus auf das Geschlecht und zuwenig auf andere Ungerechtigkeiten gelegt wird.
[removed]
“Auch die ultimative Gewalt eines Krieges droht Tim eher als Anna. In der Schweiz unterliegen nur Männer der Wehrpflicht. In Deutschland ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Aber sollte sie je reaktiviert werden, dann betrifft dies laut deutschem Grundgesetz derzeit allein Männer. Selbst wenn ein Krieg ausgebrochen ist, gestattet das Grundgesetz zwar, Frauen zu Hilfsdiensten zu verpflichten. Aber es sagt dazu: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” Das steht in Artikel 12a. Das heißt: **Die Pflicht, im Schützengraben zu verrecken und sich von Panzerketten zermalmen zu lassen, haben nach wie vor allein die Männer**.”
Ist das dieses Patriarchat, von dem alle immer reden?
“Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.”
JJ Bola “Sei kein Mann: Warum Männlichkeit ein Albtraum für Jungs ist” beschäftigt sich eingehend mit dem Männlichkeitsbild und warum dies im Endeffekt große Nachteile birgt: höhere Quote bei Suchterkrankungen, Selbstmordrate, Gewaltverbrechen etc. Gerade moderne Formen des Feminismus denken genau diese Probleme mit, weil das aufbrechen dieses alten Männlichkeitsbegriffes sowohl Frauen als auch Männern gut tut.
Der Autor macht ja selbst den größten Kardinalfehler, er erzieht beide unterschiedlich. Lässt dem Sohn weniger Aufmerksamkeit zukommen und drängt ihn so automatisch in die stereotype Rolle des starken Mannes, der keine Gefühle zeigen soll.
> Auch wenn es dann darum geht, Stellen und Posten zu besetzen, haben Bewerber oft bessere Chancen, wenn sie mit dem weiblichen Geschlecht zur Welt gekommen sind. Grund sind wieder Quoten und – an Universitäten – sogenannte Zielvereinbarungen, die Arbeitgeber nötigen, Frauenanteile zu erhöhen
Das in dem Teil des Textes zu schreiben, in dem es um die vermeintlich schlechteren Berufsaussichten von Männern geht, ist befremdlich – gibt es diese Vereinbarungen und Quoten doch nur, um der bisher gängigen Methode, der vorrangigen Einstellungen von Männern bei gleicher Qualifikation, entgegenzuwirken. Es geht um die Angleichung ungerechter Verhältnisse. Das als “Männer haben weniger Chancen als Frauen” auszulegen ist irgendwas zwischen heuchlerisch und lachhaft.
>Meine Frau wendet ein, was ich schreibe, erwecke den Eindruck, das Leben als Mädchen und Frau sei ein einziges problemfreies Vergnügen. Und da wolle sie freundlich darauf hinweisen, dass schon eine Schwangerschaft kein reines Vergnügen sei und dass sie viel größere Schwierigkeiten habe als ich, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen
Dieser Gegenvorwurf, dass wenn man sich Nachteile und Schwierigkeiten einer Gruppe ansieht, die andere damit gleichzeitig ignoriert wird, ist das typischste Gaslighting in unserer Gesellschaft. Und das hat der Autor auch nirgendwo behauptet oder impliziert. Es versucht, die Debatte im Keim zu ersticken.
Schwieriger Artikel, dem sicherlich durch die Überschrift nicht gerade geholfen wird.
Wir alle, egal ob Mann, Frau oder irgendwie außerhalb des klassischen binären Systems, leben in einer Welt, die über Jahrhunderte durch das Patriarchat geprägt wurde. Diese Prägung brachte für viele Männer nur Vorteile mit sich, da es sie überhaupt erst in Machtpositionen brachte und sie dort auch bleiben ließ. Es ist eben auch ein selbstverstärkendes System. Durch diese Macht konnten Männer (ich bleibe für den Moment bei der monolithischen Umschreibung) eine Welt schaffen, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Nur Männer können Kaiser/Könige/Herzöge etc. werden, nur Männer dürfen wählen, nur Männer dürfen einer Arbeit nachgehen etc. etc. Mit der Zeit wandelten sich Dinge, aber es waren kleine “Erfolge”, die erkämpft wurden. Gab’s keinen männlichen Nachfolger, dann erst durfte eine Frau auch auf den Thron, Frauen mussten sich über Jahrzehnte hinweg das Wahlrecht erstreiten und mussten teils bis in die 70er warten, Frauen durften nur mit Erlaubnis ihrer Männer einer Arbeit nachgehen.
Der Feminismus der letzten hundert Jahre hat viele Dinge zum positiven, zum besseren für eine gleichgestellte und gleichberechtigte Welt verbessert. Was er aber bisher immer noch nicht geschafft hat, ist die tief eingeschriebenen Strukturen des Patriacharts komplett abzuschaffen. Und diese Strukturen – das ist dann der Punkt, wo man dem Artikel auch zustimmen kann – haben vor allem Männern in Machtpositionen geholfen. Wer arm war, wer nicht dem Adel entstammte, der profitierte nicht vom Patriarchat und daran hat sich auch bis heute nicht viel geändert. Einem “einfachen” Arbeiter, der von Monat zu Monat überleben muss, bringt ein Förderprogramm für Frauen in akademischen Berufen relativ wenig. Daraus zu schließen, dass es solche Förderprogramme daher nicht bräuchte, wäre im Übrigen wohl die falsche Schlussfolgerung. Allerdings darf auch nicht vergessen werden, dass vor allem Frauen bzw. konkreter FINTA*-Personen von den Folgen eines niedrigen sozioökonomischen Status oftmals noch einmal stärker betroffen sind. Für Männer bringt das Patriarchat aber eben auch einen gewissen Druck mit sich, immer wieder muss aufs Neue bewiesen werden, wie männlich man doch ist. Und diese Männlichkeit zeichnet sich dann leider oftmals durch extreme Waghalsigkeit und Rücksichtslosigkeit für sich und andere aus. Auch so lässt sich die geringere Lebenserwartung erklären. Männern, die in vermeintlichen “Frauenberufen” arbeiten, wird vorgehalten, sie seien keine richtigen Männer, während Frauen unter Druck gesetzt werden, auf gar keinen Fall einen solchen Beruf zu ergreifen, auch wenn sie dies viel eher wollten.
Um wieder auf den Artikel zurückzukommen. Wir leben mittlerweile hier in Deutschland und in einem Großteil der westlichen Welt in einer Gesellschaft, in der der Feminismus einen großen Teil der Geschlechterdisparitäten abgebaut hat. Beendet ist das sicherlich noch lange nicht, aber bringt es etwas die “Leiden”, die das Leben der verschiedenen Geschlechter mit sich bringt, gegeneinander aufzurechnen? Warum kann es nicht gleichzeitig Förderprogramme für FINTA*-Personen geben und eine bessere psychologische Gesundheitsversorgung (für Männer), die meines Erachtens auch für eine höhere Lebenserwartung sorgen könnte.
So wurde, mir als Mann, der sich in seiner Pubertät als Antifeminist beschrieben hätte, der moderne intersektionale Feminismus beigebracht. Wir alle erleben tagein tagaus aufgrund unseres Geschlechts, unserer sexuellen Orientierung, unserer Hautfarbe etc. Momente der Diskriminierung und Benachteiligung. In einer perfekten Welt würde es das nicht mehr geben und ich denke, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Gemeinsam, über die Geschlechtergrenzen hinweg, ohne ein Aufrechnen, wem es denn nun schlechter geht. Wir können als Gesellschaft problemlos an mehreren Dingen gleichzeitig arbeiten.
Endlich haben wir eine gesunde Diskussion über Chancengleicheit und Gleichberechtigung.
Gerade beim Thema kürzere Lebenserwartung hört man gerne von Feministinen das: “Männer sind selber schuld” Argument..den Personen ist garnicht bewusst dass sie genauso wie ihre Antifeministinen argumentieren sobald sie diesen Spruch raushauen.
Gleichzeit frage ich mich wie wir damit umgehen wenn wir Männer eben ” stupid by design” sind.
Männer sind im schnitt risikoreicher – evolutiv war das bisher ein Vorteil. Macht uns aber anfälliger für instantane Gratifizierung durch Suchtmittel oder Exzess. (Männer übertreiben)
Frauen sind im Durchschnitt körperlich kleiner und Schwächer unterstützen sie aber gesellschaftlich um diesen “Designnachteil” auszugleichen.
Ich wünschte man würde wie der Autor des Artikels offen herangehen die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau anerkennen und versuchen eine faire Gesellschaft für beide Geschlechter zu gestallten ohne Grabenkriege.
edit: downvotes – steht euch natürlich frei. Dennoch würde ich gerne die Argumente hören.
Das hätte ein guter Artikel dazu werden können, dass patriarchale Strukturen allen schaden. Stattdessen ist es eine sinnlose Aufzählung ausgewählter Aspekte ohne irgendeine Art von tieferer Reflexion. Das hilft so weder Tim noch Anna. Ziemlich eklig auch, dass für den Autoren sexualisierte Gewalt keine Gewalt zu sein scheint.
[deleted]
“Auch Tims beruflicher Weg kann steiniger werden als der von Anna. Denn zugunsten von Anna gibt es tausendundein Programme zur Anwerbung, Förderung und Beförderung von Frauen und tausendundein Quoten und Initiativen, deren Ziel es ist, den Frauenanteil in attraktiven Berufen und Positionen zu steigern. Schon während des Studiums gibt es finanzielle Förderungen allein für Frauen – von Universitäten, Unternehmen und Stiftungen. Und die Angebote werden zahlreicher und gehaltvoller, je weiter man auf der akademischen Leiter nach oben kommt. Auch wenn es dann darum geht, Stellen und Posten zu besetzen, haben Bewerber oft bessere Chancen, wenn sie mit dem weiblichen Geschlecht zur Welt gekommen sind. Grund sind wieder Quoten und – an Universitäten – sogenannte Zielvereinbarungen, die Arbeitgeber nötigen, Frauenanteile zu erhöhen, zum Beispiel an der Professorenschaft oder in einem Vorstand. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Tim irgendwann zu hören bekommt, was schon vielen Männern bei einer Bewerbung mitgeteilt worden ist, offiziell oder, häufiger, inoffiziell: Sorry – wir brauchen eine Frau.
(…)
Zudem hätte Tim größere Schwierigkeiten als Anna, sollte ihm häusliche Gewalt tatsächlich widerfahren. Denn es gibt zahlreiche Anlaufstellen und Hilfsprogramme für weibliche Opfer solcher Gewalt, aber kaum welche für Männer. Insbesondere Schutzwohnungen gibt es nur zwölf. In ganz Deutschland. In der Schweiz gibt es drei Männerhäuser. Und 23 Frauenhäuser.
(…)
Auch die ultimative Gewalt eines Krieges droht Tim eher als Anna. In der Schweiz unterliegen nur Männer der Wehrpflicht. In Deutschland ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Aber sollte sie je reaktiviert werden, dann betrifft dies laut deutschem Grundgesetz derzeit allein Männer. Selbst wenn ein Krieg ausgebrochen ist, gestattet das Grundgesetz zwar, Frauen zu Hilfsdiensten zu verpflichten. Aber es sagt dazu: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” Das steht in Artikel 12a. Das heißt: Die Pflicht, im Schützengraben zu verrecken und sich von Panzerketten zermalmen zu lassen, haben nach wie vor allein die Männer. Wie sehr das Konsens ist in der Gesellschaft, in der Tim lebt, zeigt auch die Diskussion über jene Männer, die aus dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind: In Deutschland wie in der Schweiz fordern Politiker, sie zurückzuschicken, weil sie doch verpflichtet seien, ihre Heimat zu verteidigen. Niemand denkt auch nur daran, etwas Ähnliches von den geflüchteten ukrainischen Frauen zu erwarten.
Ich schreibe diesen Beitrag für Tim. Und für Anna. Denn ich möchte die Gesellschaft, in der sie leben, darin bestärken, beiden ein positives Selbstbild zu ermöglichen, beiden zu ermöglichen, ohne Geschlechterklischees zu leben, beiden die gleichen Rechte zu geben – und die gleichen Chancen auf ein langes und erfülltes Leben. Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.”
Im Patriarchat geht es um uralten festgefahrene Strukturen mit teils auch noch hierzulande krassestem normalisiertem Frauenhass und nicht um “Individium 1 (männlich) hat es schwerer im Vergleich mit Individium 2 (weiblich), hier ein subjektiver Erfahrungsbericht, damit Männerrechtler sich freuen”.
Das Patriarchat ist die Nicht-Kündigung der Männer aus traditionellen Rollen. Aufrechterhalten wird das durch ein soziales Gefüge, die Männer immer wieder in diese Rolle zurückwirft.
So interessant der Artikel auch ist, ein dringendes Wort der Warnung:
Der Autor vermischt hier kontinuierlich Studien die sich auf die jüngste Generation beziehen mit denen, die die älteren betreffen.
Als Beispiel: Die Klosterstudie trifft zu und die Diskrepanz der Lebensjahre ist valide. Aber das ist nicht(!) die Generation seiner Tochter. Es lässt sich nicht feststellen ob Männer in einer gleichberechtigten Welt immernoch früher sterben. Wir können nur sagen, das es eben jetzt so ist mit einer Generation, die noch den 2. Weltkrieg miterlebt hat.
Selbiges gilt auch für das Heiraten. Er spricht davon, das es erwartet wird, das Männer den haushalt versorgen. Das ist der Status quo, der sich aber schon seit der ersten Feminismusbewegung aufgeweicht hat. Niemand kann sagen, das junge Frauen in 20 Jahren immernoch die selben Erwartungen haben werden wenn sie die selben Chancen und Berufe haben. Oder das es überhaupt notwendig ist.
Oder der Abschnitt mit den Jungen, die sich immer Bewegen wollen. Da sind wir gerade an einem Punkt, der vielleicht langsam für die Forschung relevanter wird und vielleicht langsam mal statistisch auswertbar ist.
Und trotzdem:
Selbst in 20 jahren wird das Thema Gleichberechtigung noch nicht geklärt sein. Das liegt schon daran, das in der frühesten sozialen Gruppe, den Kindergärten, primär Frauen anwesend sind, die nunmal auch ein weibliches Vorbild darstellen. Die männlichen Vorbilder sind nach wie vor unterrepräsentiert (und übrigens statistisch auch diskriminiert, aber das ist noch ein anderes Fass in dem Bereich Gleichberechtigung).
Entsprechend kann ich dem Artikel vom Autor nicht sonderlich zustimmen, da er hier 5 Jahre alte Äpfel mit 70 Jahre alten Birnen vergleicht, was nunmal keine Signifikanz hat.
In den Bildungswissenschaften gab es in den 60ern das Bild des Katholische Arbeitermädchen vom Lande die im Bildungssystem besonders schlecht abschneiden. Heute müsste es aber eher heißen Arbeiterjunge aus der Stadt mit sogenanntem Migrationshintergrund. Trotzdem ging es (Edit: in meinem Studium) bei geschlechtersensiblem Unterricht ausschließlich um das Fördern von Mädchen. Meiner Meinung nach wird das auch komplett anders geframed. In den öffentlichen Debatten, zumindest erfahre ich das so, sind Jungs mit Migrationshintergrund meist selber Schuld.
Ich arbeite mit jungen Menschen die ihren Hauptschulabschluss nachholen. Das sind zu 95% Jungs und junge Männer. Da muss man auch mal ehrlich sagen, ohne hier jetzt zu weit ins Detail zu gehen, dass problematisches Verhalten weit verbreitet ist. Ich denke aber, dass man die deswegen besonders fördern sollte. Am besten bevor die bei mir landen. Frustrierte und perspektivlose junge Männer sind schlicht nicht gut für eine Gesellschaft.
Es passiert natürlich das genaue Gegenteil und zum neuen Schuljahr werden Fördergelder massiv zusammengestrichen.
Ungerechtigkeit hat kaum noch was mit Geschlechtern zu tun, sondern es ist ein Gesamtbild eines Menschen, welches ihn positioniert.
In dem einen Unternehmen wird drauf geachtet, eine Quote zu erfüllen, zB ausreichend behinderte Menschen, genug Migranten oder auch Frauen. Im nächsten Unternehmen werden solche Gruppen dann wieder abgestoßen.
Alleinerziehende Frauen werden recht stark benachteiligt. Aber auch alleinerziehende Väter haben es nicht leicht und werden nicht unbedingt bevorteiligt. Alleinerziehende Väter gibt es aber deutlich weniger, weshalb das kaum diskutiert wird.
Im Bildungssystem werden hauptsächlich Arme und Migranten benachteiligt. Da geht es mMn nicht um das Geschlecht. Es gibt aber wie überall Ausnahmen.
Im Studium gibt es durchaus mal Vorteile, wenn man mit seinem Geschlecht den Professor um den Finger wickelt. Aber Geld und einflussreiche Eltern bieten ebenfalls Vorteile. Also geht es da im großen und ganzen auch nicht wirklich um das Geschlecht.
Von der Muskulatur her sind Männer idR im Vorteil. Daher sind Frauen da im Nachteil. In welchem Bereich auch immer. Wobei es auch da andersrum gehen kann in seltenen Fällen.
beim Arzt werden weiterhin Wohlhabende und privat versicherte bevorteiligt. Da geht es nicht ums Geschlecht.
Ich finde aber als Mann, dass ich im Sozialleben sehr benachteiligt bin. Einer Frau wird sehr viel häufiger im Alltag geholfen, als einem Mann. Das ist aber nur meine Beobachtung und keine Feststellung. Da kann ich mich durchaus auch tauschen.
Ich beobachte da eben immer wieder, dass ich übersehen werde, während einer Frau in der gleichen Situation sofort geholfen wird. Meistens von Männern. Ob die sich davon etwas erhoffen, kann ich nicht sagen. Aber es scheint so drin zu sein, dass Mann einer hilflosen Frau helfen möchte.
Es gibt bestimmt noch viele andere Bereiche, wie zB Profisport, wo Frauen durchaus benachteiligt werden, finanziell gesehen, zB beim Fußball. Aber ich sehe es eher so, dass Frauen da genau richtig bezahlt werden und Männer deutlich deutlich zuviel Geld dafür bekommen. Aber das liegt am Zuschauer und der Werbung, denn die bezahlen denen soviel.
Aber grundlegend möchte ich da schon widersprechen, dass Frauen oder Männer des Geschlechts wegen sehr unterschiedlich behandelt werden. Es sind in meinen Augen zumindest sehr viele andere Gründe, die da eine Rolle spielen. Aber wie immer hier lasse ich mich sehr gerne belehren.
Generell ein guter Artikel. Jedoch finde ich, dass der Author zwar nah dran ist, aber trotzdem nicht verstanden hat, was ihm eigentlich Sorgen macht.
Er macht sich sorgen, ob seine Kinder es in der Leistungsgesellschaft nach oben schaffen.
Seine Tochter darf Ballerina oder Pilotin werden, sowas wie z.B. Krankenschwester, Werkzeugmechanikerin usw. kommt ihm nicht in den Kopf. Bei dem Jungen macht er sich auch größtenteils Sorgen darum, dass er nicht hoch genug kommt.
Anstelle allgemein die übertriebene Leistungsgesellschaft zu hinterfragen, reduziert er es auf genderspezifische Probleme.
> Zudem lebt Tim in einer Gesellschaft, in der sein Geschlecht eine deutlich **niedrigere Lebenserwartung** hat. In der Schweiz sind es 3,8 Jahre weniger als bei Anna, **in Deutschland sogar 4,9**.
> Dass Männer früher sterben, hat keineswegs nur biologische Gründe. Das wissen wir aus den Klosterstudien Marc Luys: Männer und Frauen haben unter gleichen Lebensbedingungen, nämlich in Klöstern, eine viel ähnlichere Lebenserwartung. **Daraus leitet man ab, dass höchstens ein Jahr des Gender-Life-Expectancy-Gaps biologische Ursachen hat**.
Dang.
Naja. Klingt für mich etwas übertrieben schwarzmalerisch und einseitig. Und mit Kindern im Alter von 1 und 3 Jahren kann der Herr Vater auch nicht wirklich behaupten, aus eigener Erfahrung zu schreiben… es ist also doch mal wieder nur eher irgendein Rando der hier seine eigenen Vorurteile auspackt unter dem Deckmantel des sich-um-seine-Kinder-kümmerns. Das seine Frau das anscheinend deutlich anders sieht, ist da ziemlich pikant.
Man kann sicherlich an einigen Formen von Quoten und Förderungen Kritik üben, oder an der Gestaltung der Wehrpflicht. Aber dann bitte präzise und sachbezogen und nicht mit so einem diffusen “dIE aRmEN MÄnNeR!!!” Rundumschlag. Die Wehrpflicht-Thematik an der Ukraine festzumachen (einem Land, dass gesellschaftlich noch sehr viel konservativer als Deutschland ist) und dabei völlig unerwähnt zu lassen, dass die Debatte über Geschlechtergleichstellung dazu in Deutschland längst angekommen ist, ist keine wirklich ehrliche Behandlung des Themas. Bei allen Quoten sollte man sich immer verdeutlichen, dass diese normalerweise nur in Bereichen existieren wo und so lange Frauen unterrepräsentiert sind. Ob das nun fair ist oder nicht ist eine andere Frage, aber “oh mein Gott, Männer haben bald keine Chancen mehr in diese Berufe zu kommen” ist es nicht. Und bei biologisch/selbstverursachten Probleme wie größerer Risikobereitschaft hört für mich der Bedarf an staatlicher Regulierung schnell auf. Ich möchte nicht von der Gesellschaft vorgeschrieben bekommen, welche Sportarten ich wie praktizieren darf, nur damit die Geschlechterstatistik auch ja schön sauber aussieht.
Grundsätzlich habe ich auch den Eindruck, dass man Mädchen in bestimmter Hinsicht mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt, allerdings wenn es drum geht, dass sie sich gut benehmen, während man bei Burschen hingegen eher nachsichtiger ist
Mädels sind laut und nervig –> werden von den Eltern ermahnt
Burschen sind laut und nervig –> Eltern lächeln nachsichtig oder nehmen es erst gar nicht zur Kenntnis.
Oft genug erlebt. Sohn von einem Bekannten von mir legt die ganze Tischplatte mit Steinen voll, an der wir sitzen, sein Vater grinst ihn nur unbeholfen an. Der Neffe meines Freundes rückt seiner großen Schwester unangenehm auf die Pelle, die alle Mühe hat, sich ihn vom Leib zu halten, da greift auch keiner ein.
Nachbartochter spielt im eigenen Garten, hat Spaß, Vater: “Spiel leiser! Hörst du hier irgendwelche anderen Kinder?’
Ich bin weiblich, 35 und werde heute noch von meiner Mutter angehalten, leise zu sprechen.
– **Familie**: Hat eine Tochter (Anna, 3 Jahre) und einen Sohn (Tim, 1 Jahr)
– **Gesellschaftliche Unterschiede**:
– Anna wächst in einer Gesellschaft auf, die sie fördert und unterstützt, mit Programmen zur Förderung von Frauen.
– Tim hingegen könnte auf weniger Unterstützung stoßen und sich gesellschaftlichen Erwartungen gegenübersehen, die ihn benachteiligen.
– **Lebenserwartung**:
– Männer haben eine niedrigere Lebenserwartung als Frauen, oft bedingt durch Lebensstil und gesellschaftliche Erwartungen.
– **Bildung und Beruf**:
– Jungen bekommen schlechtere Schulnoten und haben höhere Abbrecherquoten.
– Männer könnten im Beruf benachteiligt sein durch Programme und Quoten zugunsten von Frauen.
– **Gewalt und Wehrpflicht**:
– Männer sind häufiger Opfer von Gewalt und haben weniger Unterstützung bei häuslicher Gewalt.
– Nur Männer unterliegen der Wehrpflicht und Kriegsdienstpflicht.
– **Forderung**:
– Gleiche Rechte und Chancen für beide Geschlechter, ohne Geschlechterklischees.
Seine anderen Berichte waren “Nicht alle Femizide sind Morde”, dann schreib er anscheinend 3 Gastbeiträge, das bei der Impfung der Zufall entscheiden soll, wer geimpft wird und in einem weiteren Artikel bemängelt er, dass weibliche Genitalverstümmelung strafbar sei, aber nicht männliche Genitalverstümmelung.
Mittlerweile darf echt jeder dahergelaufene Clown seinen Dünnschiss in der Zeit veröffentlichen, wa? Was ein Abfall.
Der Autor ist leider komplett naiv gegenüber den Machtbeziehungen in unsere Gesellschaft. Aussortiere, gescheiterte Männer sind kein Unfall, sondern Teil des Systems. Genauso wie die Spartaner, die ihre schwächlichen Kinder von der Klippe geworfen haben. Die Spartaner haben das nicht gemacht, um besonders Wehrhaft gegenüber ihren Nachbarn zu sein, sondern um ihre Unmenge an Sklaven weiter zu unterdrücken. Jede Machtbeziehungen, auch das Patriarchat, braucht diese Selektion als Legitimation der Überlegenheit.
Daher wird kein Männerhaus, keine Förderung für Jungs diesen Kreislauf durchbrechen. Wir brauchen Wertschätzung für Männer unabhängig von ihrer Position in einer sozialen Hierarchie. Dafür müssen wir an die Quelle des Übels.
Wow, ich habe den Paywall Artikel dank des netten Menschen der sie umgangen hat gelesen und stelle fest, dass es um nichts geht. Keine intelligenten Aussagen oder Erkenntnisse. Der Artikel ist dazu da um neugierige Leute in ein Abo zu locken. Entsprechend erstaunlich finde ich die Resonanz.
dieses ganze frauen männer ding erzeugt bei mir unglaublichen Fremdscham, weil das so nach kindergarten klingt. Bei irgendwelchen posts über probleme von frauen steht immer “ja aber männer haben doch das und das problem” und andersrum genauso. Dabei gibt es da bestimmt wirklich wichtige themen zu besprechen, aber ich hab echt keine Lust drauf.
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>Ich schreibe diesen Beitrag für Tim. Und für Anna. Denn ich möchte die Gesellschaft, in der sie leben, darin bestärken, beiden ein positives Selbstbild zu ermöglichen, beiden zu ermöglichen, ohne Geschlechterklischees zu leben, beiden die gleichen Rechte zu geben – und die gleichen Chancen auf ein langes und erfülltes Leben. Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.
Ich empfehle den Artikel, entgegen der Reddit Gepflogenheiten, komplett zu lesen und nicht nur aufgrund der Überschrift zu kommentieren…
Sehr schöner Artikel. Die Debatte was für Nachteile das gegenwärtige System Männern bringt (während gerne trotzdem gefordert wird, dass man mitspielt und einem dies auch anerzogen wird, dass man das “will”) werden einfach nicht so gerne angesprochen.
Auch, dass ich jetzt direkt das Bedürfnis habe es mit einem “Frauen haben ja auch Probleme X, Y, Z und sind mindestens so schlecht dran” abzufangen, zeigt mir ein wenig, dass die Behandlung von Problemen da nicht gleichwertig angegangen wird.
Finde es persönlich wichtig, dass die Ungleichberechtigung von Männern/Jungen nicht unterm Tisch gekehrt wird.
Denn noch denke ich, dass das Thema generell immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Danke für den Artikel. Beschreibt die Situation meiner Meinung nach sehr gut ohne die Probleme von Männern und Frauen gegeneinander auszuspielen.
Debatten um das Thema haben oft den Subtext eines Verteilungskampfes und der Autor versucht gerade das zu vermeiden. Richtig durchgeführte Gleichberechtigung und Förderung bei geschlechtsspezifischen Problemen und Diskriminierungen helfen am Ende der gesamten Gesellschaft.
Wenn man über den Zeitungstext hinaus geht muss man die Debatte natürlich noch deutlich erweitern, weil sowohl Anna als auch Tim werden aufgrund der Tatsache das der Author in der Zeit veröffentlich kann höchst wahrscheinlich deutlich priviligierter sein, als die Durchschnittskinder in Deutschland. Und es stellt sich die Frage, ob nicht zu viel Fokus auf das Geschlecht und zuwenig auf andere Ungerechtigkeiten gelegt wird.
[removed]
“Auch die ultimative Gewalt eines Krieges droht Tim eher als Anna. In der Schweiz unterliegen nur Männer der Wehrpflicht. In Deutschland ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Aber sollte sie je reaktiviert werden, dann betrifft dies laut deutschem Grundgesetz derzeit allein Männer. Selbst wenn ein Krieg ausgebrochen ist, gestattet das Grundgesetz zwar, Frauen zu Hilfsdiensten zu verpflichten. Aber es sagt dazu: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” Das steht in Artikel 12a. Das heißt: **Die Pflicht, im Schützengraben zu verrecken und sich von Panzerketten zermalmen zu lassen, haben nach wie vor allein die Männer**.”
Ist das dieses Patriarchat, von dem alle immer reden?
“Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.”
JJ Bola “Sei kein Mann: Warum Männlichkeit ein Albtraum für Jungs ist” beschäftigt sich eingehend mit dem Männlichkeitsbild und warum dies im Endeffekt große Nachteile birgt: höhere Quote bei Suchterkrankungen, Selbstmordrate, Gewaltverbrechen etc. Gerade moderne Formen des Feminismus denken genau diese Probleme mit, weil das aufbrechen dieses alten Männlichkeitsbegriffes sowohl Frauen als auch Männern gut tut.
Der Autor macht ja selbst den größten Kardinalfehler, er erzieht beide unterschiedlich. Lässt dem Sohn weniger Aufmerksamkeit zukommen und drängt ihn so automatisch in die stereotype Rolle des starken Mannes, der keine Gefühle zeigen soll.
> Auch wenn es dann darum geht, Stellen und Posten zu besetzen, haben Bewerber oft bessere Chancen, wenn sie mit dem weiblichen Geschlecht zur Welt gekommen sind. Grund sind wieder Quoten und – an Universitäten – sogenannte Zielvereinbarungen, die Arbeitgeber nötigen, Frauenanteile zu erhöhen
Das in dem Teil des Textes zu schreiben, in dem es um die vermeintlich schlechteren Berufsaussichten von Männern geht, ist befremdlich – gibt es diese Vereinbarungen und Quoten doch nur, um der bisher gängigen Methode, der vorrangigen Einstellungen von Männern bei gleicher Qualifikation, entgegenzuwirken. Es geht um die Angleichung ungerechter Verhältnisse. Das als “Männer haben weniger Chancen als Frauen” auszulegen ist irgendwas zwischen heuchlerisch und lachhaft.
>Meine Frau wendet ein, was ich schreibe, erwecke den Eindruck, das Leben als Mädchen und Frau sei ein einziges problemfreies Vergnügen. Und da wolle sie freundlich darauf hinweisen, dass schon eine Schwangerschaft kein reines Vergnügen sei und dass sie viel größere Schwierigkeiten habe als ich, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen
Dieser Gegenvorwurf, dass wenn man sich Nachteile und Schwierigkeiten einer Gruppe ansieht, die andere damit gleichzeitig ignoriert wird, ist das typischste Gaslighting in unserer Gesellschaft. Und das hat der Autor auch nirgendwo behauptet oder impliziert. Es versucht, die Debatte im Keim zu ersticken.
Schwieriger Artikel, dem sicherlich durch die Überschrift nicht gerade geholfen wird.
Wir alle, egal ob Mann, Frau oder irgendwie außerhalb des klassischen binären Systems, leben in einer Welt, die über Jahrhunderte durch das Patriarchat geprägt wurde. Diese Prägung brachte für viele Männer nur Vorteile mit sich, da es sie überhaupt erst in Machtpositionen brachte und sie dort auch bleiben ließ. Es ist eben auch ein selbstverstärkendes System. Durch diese Macht konnten Männer (ich bleibe für den Moment bei der monolithischen Umschreibung) eine Welt schaffen, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Nur Männer können Kaiser/Könige/Herzöge etc. werden, nur Männer dürfen wählen, nur Männer dürfen einer Arbeit nachgehen etc. etc. Mit der Zeit wandelten sich Dinge, aber es waren kleine “Erfolge”, die erkämpft wurden. Gab’s keinen männlichen Nachfolger, dann erst durfte eine Frau auch auf den Thron, Frauen mussten sich über Jahrzehnte hinweg das Wahlrecht erstreiten und mussten teils bis in die 70er warten, Frauen durften nur mit Erlaubnis ihrer Männer einer Arbeit nachgehen.
Der Feminismus der letzten hundert Jahre hat viele Dinge zum positiven, zum besseren für eine gleichgestellte und gleichberechtigte Welt verbessert. Was er aber bisher immer noch nicht geschafft hat, ist die tief eingeschriebenen Strukturen des Patriacharts komplett abzuschaffen. Und diese Strukturen – das ist dann der Punkt, wo man dem Artikel auch zustimmen kann – haben vor allem Männern in Machtpositionen geholfen. Wer arm war, wer nicht dem Adel entstammte, der profitierte nicht vom Patriarchat und daran hat sich auch bis heute nicht viel geändert. Einem “einfachen” Arbeiter, der von Monat zu Monat überleben muss, bringt ein Förderprogramm für Frauen in akademischen Berufen relativ wenig. Daraus zu schließen, dass es solche Förderprogramme daher nicht bräuchte, wäre im Übrigen wohl die falsche Schlussfolgerung. Allerdings darf auch nicht vergessen werden, dass vor allem Frauen bzw. konkreter FINTA*-Personen von den Folgen eines niedrigen sozioökonomischen Status oftmals noch einmal stärker betroffen sind. Für Männer bringt das Patriarchat aber eben auch einen gewissen Druck mit sich, immer wieder muss aufs Neue bewiesen werden, wie männlich man doch ist. Und diese Männlichkeit zeichnet sich dann leider oftmals durch extreme Waghalsigkeit und Rücksichtslosigkeit für sich und andere aus. Auch so lässt sich die geringere Lebenserwartung erklären. Männern, die in vermeintlichen “Frauenberufen” arbeiten, wird vorgehalten, sie seien keine richtigen Männer, während Frauen unter Druck gesetzt werden, auf gar keinen Fall einen solchen Beruf zu ergreifen, auch wenn sie dies viel eher wollten.
Um wieder auf den Artikel zurückzukommen. Wir leben mittlerweile hier in Deutschland und in einem Großteil der westlichen Welt in einer Gesellschaft, in der der Feminismus einen großen Teil der Geschlechterdisparitäten abgebaut hat. Beendet ist das sicherlich noch lange nicht, aber bringt es etwas die “Leiden”, die das Leben der verschiedenen Geschlechter mit sich bringt, gegeneinander aufzurechnen? Warum kann es nicht gleichzeitig Förderprogramme für FINTA*-Personen geben und eine bessere psychologische Gesundheitsversorgung (für Männer), die meines Erachtens auch für eine höhere Lebenserwartung sorgen könnte.
So wurde, mir als Mann, der sich in seiner Pubertät als Antifeminist beschrieben hätte, der moderne intersektionale Feminismus beigebracht. Wir alle erleben tagein tagaus aufgrund unseres Geschlechts, unserer sexuellen Orientierung, unserer Hautfarbe etc. Momente der Diskriminierung und Benachteiligung. In einer perfekten Welt würde es das nicht mehr geben und ich denke, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Gemeinsam, über die Geschlechtergrenzen hinweg, ohne ein Aufrechnen, wem es denn nun schlechter geht. Wir können als Gesellschaft problemlos an mehreren Dingen gleichzeitig arbeiten.
Endlich haben wir eine gesunde Diskussion über Chancengleicheit und Gleichberechtigung.
Gerade beim Thema kürzere Lebenserwartung hört man gerne von Feministinen das: “Männer sind selber schuld” Argument..den Personen ist garnicht bewusst dass sie genauso wie ihre Antifeministinen argumentieren sobald sie diesen Spruch raushauen.
Gleichzeit frage ich mich wie wir damit umgehen wenn wir Männer eben ” stupid by design” sind.
Männer sind im schnitt risikoreicher – evolutiv war das bisher ein Vorteil. Macht uns aber anfälliger für instantane Gratifizierung durch Suchtmittel oder Exzess. (Männer übertreiben)
Frauen sind im Durchschnitt körperlich kleiner und Schwächer unterstützen sie aber gesellschaftlich um diesen “Designnachteil” auszugleichen.
Ich wünschte man würde wie der Autor des Artikels offen herangehen die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau anerkennen und versuchen eine faire Gesellschaft für beide Geschlechter zu gestallten ohne Grabenkriege.
edit: downvotes – steht euch natürlich frei. Dennoch würde ich gerne die Argumente hören.
Das hätte ein guter Artikel dazu werden können, dass patriarchale Strukturen allen schaden. Stattdessen ist es eine sinnlose Aufzählung ausgewählter Aspekte ohne irgendeine Art von tieferer Reflexion. Das hilft so weder Tim noch Anna. Ziemlich eklig auch, dass für den Autoren sexualisierte Gewalt keine Gewalt zu sein scheint.
[deleted]
“Auch Tims beruflicher Weg kann steiniger werden als der von Anna. Denn zugunsten von Anna gibt es tausendundein Programme zur Anwerbung, Förderung und Beförderung von Frauen und tausendundein Quoten und Initiativen, deren Ziel es ist, den Frauenanteil in attraktiven Berufen und Positionen zu steigern. Schon während des Studiums gibt es finanzielle Förderungen allein für Frauen – von Universitäten, Unternehmen und Stiftungen. Und die Angebote werden zahlreicher und gehaltvoller, je weiter man auf der akademischen Leiter nach oben kommt. Auch wenn es dann darum geht, Stellen und Posten zu besetzen, haben Bewerber oft bessere Chancen, wenn sie mit dem weiblichen Geschlecht zur Welt gekommen sind. Grund sind wieder Quoten und – an Universitäten – sogenannte Zielvereinbarungen, die Arbeitgeber nötigen, Frauenanteile zu erhöhen, zum Beispiel an der Professorenschaft oder in einem Vorstand. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Tim irgendwann zu hören bekommt, was schon vielen Männern bei einer Bewerbung mitgeteilt worden ist, offiziell oder, häufiger, inoffiziell: Sorry – wir brauchen eine Frau.
(…)
Zudem hätte Tim größere Schwierigkeiten als Anna, sollte ihm häusliche Gewalt tatsächlich widerfahren. Denn es gibt zahlreiche Anlaufstellen und Hilfsprogramme für weibliche Opfer solcher Gewalt, aber kaum welche für Männer. Insbesondere Schutzwohnungen gibt es nur zwölf. In ganz Deutschland. In der Schweiz gibt es drei Männerhäuser. Und 23 Frauenhäuser.
(…)
Auch die ultimative Gewalt eines Krieges droht Tim eher als Anna. In der Schweiz unterliegen nur Männer der Wehrpflicht. In Deutschland ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Aber sollte sie je reaktiviert werden, dann betrifft dies laut deutschem Grundgesetz derzeit allein Männer. Selbst wenn ein Krieg ausgebrochen ist, gestattet das Grundgesetz zwar, Frauen zu Hilfsdiensten zu verpflichten. Aber es sagt dazu: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” Das steht in Artikel 12a. Das heißt: Die Pflicht, im Schützengraben zu verrecken und sich von Panzerketten zermalmen zu lassen, haben nach wie vor allein die Männer. Wie sehr das Konsens ist in der Gesellschaft, in der Tim lebt, zeigt auch die Diskussion über jene Männer, die aus dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind: In Deutschland wie in der Schweiz fordern Politiker, sie zurückzuschicken, weil sie doch verpflichtet seien, ihre Heimat zu verteidigen. Niemand denkt auch nur daran, etwas Ähnliches von den geflüchteten ukrainischen Frauen zu erwarten.
Ich schreibe diesen Beitrag für Tim. Und für Anna. Denn ich möchte die Gesellschaft, in der sie leben, darin bestärken, beiden ein positives Selbstbild zu ermöglichen, beiden zu ermöglichen, ohne Geschlechterklischees zu leben, beiden die gleichen Rechte zu geben – und die gleichen Chancen auf ein langes und erfülltes Leben. Ich freue mich über die offenen Arme, die sich Anna entgegenstrecken! Aber für Tim ist das nicht genug.”
Im Patriarchat geht es um uralten festgefahrene Strukturen mit teils auch noch hierzulande krassestem normalisiertem Frauenhass und nicht um “Individium 1 (männlich) hat es schwerer im Vergleich mit Individium 2 (weiblich), hier ein subjektiver Erfahrungsbericht, damit Männerrechtler sich freuen”.
Das Patriarchat ist die Nicht-Kündigung der Männer aus traditionellen Rollen. Aufrechterhalten wird das durch ein soziales Gefüge, die Männer immer wieder in diese Rolle zurückwirft.
So interessant der Artikel auch ist, ein dringendes Wort der Warnung:
Der Autor vermischt hier kontinuierlich Studien die sich auf die jüngste Generation beziehen mit denen, die die älteren betreffen.
Als Beispiel: Die Klosterstudie trifft zu und die Diskrepanz der Lebensjahre ist valide. Aber das ist nicht(!) die Generation seiner Tochter. Es lässt sich nicht feststellen ob Männer in einer gleichberechtigten Welt immernoch früher sterben. Wir können nur sagen, das es eben jetzt so ist mit einer Generation, die noch den 2. Weltkrieg miterlebt hat.
Selbiges gilt auch für das Heiraten. Er spricht davon, das es erwartet wird, das Männer den haushalt versorgen. Das ist der Status quo, der sich aber schon seit der ersten Feminismusbewegung aufgeweicht hat. Niemand kann sagen, das junge Frauen in 20 Jahren immernoch die selben Erwartungen haben werden wenn sie die selben Chancen und Berufe haben. Oder das es überhaupt notwendig ist.
Oder der Abschnitt mit den Jungen, die sich immer Bewegen wollen. Da sind wir gerade an einem Punkt, der vielleicht langsam für die Forschung relevanter wird und vielleicht langsam mal statistisch auswertbar ist.
Und trotzdem:
Selbst in 20 jahren wird das Thema Gleichberechtigung noch nicht geklärt sein. Das liegt schon daran, das in der frühesten sozialen Gruppe, den Kindergärten, primär Frauen anwesend sind, die nunmal auch ein weibliches Vorbild darstellen. Die männlichen Vorbilder sind nach wie vor unterrepräsentiert (und übrigens statistisch auch diskriminiert, aber das ist noch ein anderes Fass in dem Bereich Gleichberechtigung).
Entsprechend kann ich dem Artikel vom Autor nicht sonderlich zustimmen, da er hier 5 Jahre alte Äpfel mit 70 Jahre alten Birnen vergleicht, was nunmal keine Signifikanz hat.
In den Bildungswissenschaften gab es in den 60ern das Bild des Katholische Arbeitermädchen vom Lande die im Bildungssystem besonders schlecht abschneiden. Heute müsste es aber eher heißen Arbeiterjunge aus der Stadt mit sogenanntem Migrationshintergrund. Trotzdem ging es (Edit: in meinem Studium) bei geschlechtersensiblem Unterricht ausschließlich um das Fördern von Mädchen. Meiner Meinung nach wird das auch komplett anders geframed. In den öffentlichen Debatten, zumindest erfahre ich das so, sind Jungs mit Migrationshintergrund meist selber Schuld.
Ich arbeite mit jungen Menschen die ihren Hauptschulabschluss nachholen. Das sind zu 95% Jungs und junge Männer. Da muss man auch mal ehrlich sagen, ohne hier jetzt zu weit ins Detail zu gehen, dass problematisches Verhalten weit verbreitet ist. Ich denke aber, dass man die deswegen besonders fördern sollte. Am besten bevor die bei mir landen. Frustrierte und perspektivlose junge Männer sind schlicht nicht gut für eine Gesellschaft.
Es passiert natürlich das genaue Gegenteil und zum neuen Schuljahr werden Fördergelder massiv zusammengestrichen.
Ungerechtigkeit hat kaum noch was mit Geschlechtern zu tun, sondern es ist ein Gesamtbild eines Menschen, welches ihn positioniert.
In dem einen Unternehmen wird drauf geachtet, eine Quote zu erfüllen, zB ausreichend behinderte Menschen, genug Migranten oder auch Frauen. Im nächsten Unternehmen werden solche Gruppen dann wieder abgestoßen.
Alleinerziehende Frauen werden recht stark benachteiligt. Aber auch alleinerziehende Väter haben es nicht leicht und werden nicht unbedingt bevorteiligt. Alleinerziehende Väter gibt es aber deutlich weniger, weshalb das kaum diskutiert wird.
Im Bildungssystem werden hauptsächlich Arme und Migranten benachteiligt. Da geht es mMn nicht um das Geschlecht. Es gibt aber wie überall Ausnahmen.
Im Studium gibt es durchaus mal Vorteile, wenn man mit seinem Geschlecht den Professor um den Finger wickelt. Aber Geld und einflussreiche Eltern bieten ebenfalls Vorteile. Also geht es da im großen und ganzen auch nicht wirklich um das Geschlecht.
Von der Muskulatur her sind Männer idR im Vorteil. Daher sind Frauen da im Nachteil. In welchem Bereich auch immer. Wobei es auch da andersrum gehen kann in seltenen Fällen.
beim Arzt werden weiterhin Wohlhabende und privat versicherte bevorteiligt. Da geht es nicht ums Geschlecht.
Ich finde aber als Mann, dass ich im Sozialleben sehr benachteiligt bin. Einer Frau wird sehr viel häufiger im Alltag geholfen, als einem Mann. Das ist aber nur meine Beobachtung und keine Feststellung. Da kann ich mich durchaus auch tauschen.
Ich beobachte da eben immer wieder, dass ich übersehen werde, während einer Frau in der gleichen Situation sofort geholfen wird. Meistens von Männern. Ob die sich davon etwas erhoffen, kann ich nicht sagen. Aber es scheint so drin zu sein, dass Mann einer hilflosen Frau helfen möchte.
Es gibt bestimmt noch viele andere Bereiche, wie zB Profisport, wo Frauen durchaus benachteiligt werden, finanziell gesehen, zB beim Fußball. Aber ich sehe es eher so, dass Frauen da genau richtig bezahlt werden und Männer deutlich deutlich zuviel Geld dafür bekommen. Aber das liegt am Zuschauer und der Werbung, denn die bezahlen denen soviel.
Aber grundlegend möchte ich da schon widersprechen, dass Frauen oder Männer des Geschlechts wegen sehr unterschiedlich behandelt werden. Es sind in meinen Augen zumindest sehr viele andere Gründe, die da eine Rolle spielen. Aber wie immer hier lasse ich mich sehr gerne belehren.
Generell ein guter Artikel. Jedoch finde ich, dass der Author zwar nah dran ist, aber trotzdem nicht verstanden hat, was ihm eigentlich Sorgen macht.
Er macht sich sorgen, ob seine Kinder es in der Leistungsgesellschaft nach oben schaffen.
Seine Tochter darf Ballerina oder Pilotin werden, sowas wie z.B. Krankenschwester, Werkzeugmechanikerin usw. kommt ihm nicht in den Kopf. Bei dem Jungen macht er sich auch größtenteils Sorgen darum, dass er nicht hoch genug kommt.
Anstelle allgemein die übertriebene Leistungsgesellschaft zu hinterfragen, reduziert er es auf genderspezifische Probleme.
> Zudem lebt Tim in einer Gesellschaft, in der sein Geschlecht eine deutlich **niedrigere Lebenserwartung** hat. In der Schweiz sind es 3,8 Jahre weniger als bei Anna, **in Deutschland sogar 4,9**.
> Dass Männer früher sterben, hat keineswegs nur biologische Gründe. Das wissen wir aus den Klosterstudien Marc Luys: Männer und Frauen haben unter gleichen Lebensbedingungen, nämlich in Klöstern, eine viel ähnlichere Lebenserwartung. **Daraus leitet man ab, dass höchstens ein Jahr des Gender-Life-Expectancy-Gaps biologische Ursachen hat**.
Dang.
Naja. Klingt für mich etwas übertrieben schwarzmalerisch und einseitig. Und mit Kindern im Alter von 1 und 3 Jahren kann der Herr Vater auch nicht wirklich behaupten, aus eigener Erfahrung zu schreiben… es ist also doch mal wieder nur eher irgendein Rando der hier seine eigenen Vorurteile auspackt unter dem Deckmantel des sich-um-seine-Kinder-kümmerns. Das seine Frau das anscheinend deutlich anders sieht, ist da ziemlich pikant.
Man kann sicherlich an einigen Formen von Quoten und Förderungen Kritik üben, oder an der Gestaltung der Wehrpflicht. Aber dann bitte präzise und sachbezogen und nicht mit so einem diffusen “dIE aRmEN MÄnNeR!!!” Rundumschlag. Die Wehrpflicht-Thematik an der Ukraine festzumachen (einem Land, dass gesellschaftlich noch sehr viel konservativer als Deutschland ist) und dabei völlig unerwähnt zu lassen, dass die Debatte über Geschlechtergleichstellung dazu in Deutschland längst angekommen ist, ist keine wirklich ehrliche Behandlung des Themas. Bei allen Quoten sollte man sich immer verdeutlichen, dass diese normalerweise nur in Bereichen existieren wo und so lange Frauen unterrepräsentiert sind. Ob das nun fair ist oder nicht ist eine andere Frage, aber “oh mein Gott, Männer haben bald keine Chancen mehr in diese Berufe zu kommen” ist es nicht. Und bei biologisch/selbstverursachten Probleme wie größerer Risikobereitschaft hört für mich der Bedarf an staatlicher Regulierung schnell auf. Ich möchte nicht von der Gesellschaft vorgeschrieben bekommen, welche Sportarten ich wie praktizieren darf, nur damit die Geschlechterstatistik auch ja schön sauber aussieht.
Grundsätzlich habe ich auch den Eindruck, dass man Mädchen in bestimmter Hinsicht mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt, allerdings wenn es drum geht, dass sie sich gut benehmen, während man bei Burschen hingegen eher nachsichtiger ist
Mädels sind laut und nervig –> werden von den Eltern ermahnt
Burschen sind laut und nervig –> Eltern lächeln nachsichtig oder nehmen es erst gar nicht zur Kenntnis.
Oft genug erlebt. Sohn von einem Bekannten von mir legt die ganze Tischplatte mit Steinen voll, an der wir sitzen, sein Vater grinst ihn nur unbeholfen an. Der Neffe meines Freundes rückt seiner großen Schwester unangenehm auf die Pelle, die alle Mühe hat, sich ihn vom Leib zu halten, da greift auch keiner ein.
Nachbartochter spielt im eigenen Garten, hat Spaß, Vater: “Spiel leiser! Hörst du hier irgendwelche anderen Kinder?’
Ich bin weiblich, 35 und werde heute noch von meiner Mutter angehalten, leise zu sprechen.
– **Familie**: Hat eine Tochter (Anna, 3 Jahre) und einen Sohn (Tim, 1 Jahr)
– **Gesellschaftliche Unterschiede**:
– Anna wächst in einer Gesellschaft auf, die sie fördert und unterstützt, mit Programmen zur Förderung von Frauen.
– Tim hingegen könnte auf weniger Unterstützung stoßen und sich gesellschaftlichen Erwartungen gegenübersehen, die ihn benachteiligen.
– **Lebenserwartung**:
– Männer haben eine niedrigere Lebenserwartung als Frauen, oft bedingt durch Lebensstil und gesellschaftliche Erwartungen.
– **Bildung und Beruf**:
– Jungen bekommen schlechtere Schulnoten und haben höhere Abbrecherquoten.
– Männer könnten im Beruf benachteiligt sein durch Programme und Quoten zugunsten von Frauen.
– **Gewalt und Wehrpflicht**:
– Männer sind häufiger Opfer von Gewalt und haben weniger Unterstützung bei häuslicher Gewalt.
– Nur Männer unterliegen der Wehrpflicht und Kriegsdienstpflicht.
– **Forderung**:
– Gleiche Rechte und Chancen für beide Geschlechter, ohne Geschlechterklischees.
Seine anderen Berichte waren “Nicht alle Femizide sind Morde”, dann schreib er anscheinend 3 Gastbeiträge, das bei der Impfung der Zufall entscheiden soll, wer geimpft wird und in einem weiteren Artikel bemängelt er, dass weibliche Genitalverstümmelung strafbar sei, aber nicht männliche Genitalverstümmelung.
Mittlerweile darf echt jeder dahergelaufene Clown seinen Dünnschiss in der Zeit veröffentlichen, wa? Was ein Abfall.
Der Autor ist leider komplett naiv gegenüber den Machtbeziehungen in unsere Gesellschaft. Aussortiere, gescheiterte Männer sind kein Unfall, sondern Teil des Systems. Genauso wie die Spartaner, die ihre schwächlichen Kinder von der Klippe geworfen haben. Die Spartaner haben das nicht gemacht, um besonders Wehrhaft gegenüber ihren Nachbarn zu sein, sondern um ihre Unmenge an Sklaven weiter zu unterdrücken. Jede Machtbeziehungen, auch das Patriarchat, braucht diese Selektion als Legitimation der Überlegenheit.
Daher wird kein Männerhaus, keine Förderung für Jungs diesen Kreislauf durchbrechen. Wir brauchen Wertschätzung für Männer unabhängig von ihrer Position in einer sozialen Hierarchie. Dafür müssen wir an die Quelle des Übels.
Wow, ich habe den Paywall Artikel dank des netten Menschen der sie umgangen hat gelesen und stelle fest, dass es um nichts geht. Keine intelligenten Aussagen oder Erkenntnisse. Der Artikel ist dazu da um neugierige Leute in ein Abo zu locken. Entsprechend erstaunlich finde ich die Resonanz.
dieses ganze frauen männer ding erzeugt bei mir unglaublichen Fremdscham, weil das so nach kindergarten klingt. Bei irgendwelchen posts über probleme von frauen steht immer “ja aber männer haben doch das und das problem” und andersrum genauso. Dabei gibt es da bestimmt wirklich wichtige themen zu besprechen, aber ich hab echt keine Lust drauf.
Den Artikel konnte ich tatsächlich sogar lesen
Sexismus ist keine Einbahnstraße.