Aber nur von Montag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 11.00 wenn das passende Formular korrekt ausgefüllt ist und der Passierschein A38 vorhanden ist!
>Zu viel Bürokratie frisst Zeit, führt zu unnötigen Kosten und Stress: Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz (CDU) will mit einem Meldeformular für Negativbeispiele gegensteuern.
Wir haben zu viel Bürokratie … was kann man dagegen machen?
Richtig! Wir führen ein neues Formular ein.
Wird aber nur vom Sachbearbeiter am Schalter 35 im 3. Stock, Flügel B bearbeitet werden.
An für sich eine coole idee, allerdings wirkungslos wenn der bürokratie-wust von der eu oder bundesebene kommt.
Nicht jeder scheiß muss reguliert oder vorgeschrieben sein.
Bearbeitungszeit: 3 Monate, zur Sommerzeit gerne mal mehr.
Manchmal frag ich mich ernsthaft, was Leute bewegt so ein populistischen Quatsch als politischen Wurf zu verkünden.
Einmal, wie schon im Artikel genannt,
>Wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem”.
Wenn du denkst, deine Prozesse laufen nicht gut und die bekommen es intern nicht hin, dann hol dir professionelle externe Hilfe.
Und wenn du deine Prozesse wirklich nicht im Griff hast und meinst, einen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung zu brauchen, was habt ihr die ganzen Jahre vorher gemacht? Ihr regiert hier seit Roland Koch 1999.
> “Als Handwerker haben wir das Gefühl, bald für alles einen Führerschein zu brauchen”, bei jedem Gerät und jeder Maschine, obwohl ausgebildete Facharbeiter im Betrieb arbeiten.
Hat jemand Einblick was hier gemeint/das Problem ist?
Das bringt mich auf eine großartige Idee.
Wie wäre es mit einem Bürokratieabbaugesetz?
Das könnte zum Beispiel besagen, dass man bei jedem bürokratischen Arbeitsschritt und Übermittlungsvorgang ein Begleitformular als Laufzettel ausfüllt, in welchem anhand von wenigen Checkpunkten überprüft wird, ob dieser bürokratische Schritt wirklich zwingend erforderlich war. Dafür könnte man ggf auch eigene Behörden einrichten, das Bundes- und die Länderbürokratieabbauämter. Die sammeln alle Begleitformulare ein und bitten um einen ausführlichen Bericht, wenn eine Maßnahme als herausragend erforderlich eingeschätzt wurde!
Ach, so wie die Funkloch AG die kein einziges Loch gestopft hat?
Ab einer gewissen Bürokratiestufe wird aber nach dem Parteibuch gefragt. Planstellen u.Ä. müssen auch besetzt werden oder entsprechende Budgets ausgegeben werden. Zumindest Bürokratie im öffentlichen Sektor ist häufig nicht ganz unerwünscht.
Das finde ich großartig, das ich mich jetzt in einem extra neu geschaffenen bürokratischen Prozess darüber beschweren darf, das mir bürokratische Prozesse zu aufwändig sind. Endlich mal eine neuer Prozess um sinnlos Steuergelder zu verschleudern.
Mein Lieblingsbeispiel für Bürokratiewahnsinn ist der Rückruf eines IMPFstoffes, weil es einen Tippfehler im Beipackzettel gab. Dort wurde das Produkt als IMPstoff beschrieben. Daher der Rückruf.
Fun Fact von meiner Seite als Apotheker: fast niemand hat diesen Beipackzettel jemals in der Hand. Zum einen weil eh niemand die Dinger liest UND weil diese meistens an die Arztpraxen gehen.
Viel hilft viel! 😅
Ich möchte direkt etwas melden.
ZDF/ARD Gebührenbescheide (GEZ).
Bei Wohnungswechsel bekommt man einen Brief, man möge sich bitte anmelden und die Gebühr entrichten. Dazu, und um Papier zu sparen, solle man sich doch bitte online registrieren. Gesagt, getan. QR-Code gescannt und online alles eingegeben. Dann kommt ein weiterer Brief, man müsse die Einwilligung zur Verarbeitung der Daten dazu händisch unterschreiben und den beiliegenden Zettel postwendend zurückschicken. Natürlich muss man das Porto selbst entrichten. Anbei ebenfalls wieder eine Kopie des ersten Briefs, man möge sich, um Papier zu sparen, bitte online registrieren. Gesagt, getan. Ausgefüllt, Briefumschlag und Marke gekauft, uuuund ab dafür. Es folgte ein weiterer Brief mit der ersten Zahlungsaufforderung für’s erste Quartal. Geld an IBAN sowieso. Es liegt ein weiterer Zettel bei, mit der Bitte, man möge doch ein Lastschriftmandat erteilen; das würde doch alles vereinfachen. Dazu kann man, weiterer Zettel liegt bei, diesen ausgefüllt und unterschrieben, postwendend, natürlich auf eigene Kosten, zurückschicken. Oooder man macht das ganze online, um Papier zu sparen, Zettel mit QR-Code liegt bei. Gesagt, getan und online Lastschriftmandat erteilt. Es folgt ein weiterer Brief, man müsse zur Bestätigung des Lastschriftmandats beiliegenden Zettel ausgefüllt und unterschrieben zurückschicken; auf eigene Kosten versteht sich. Nächste Seite: Um Papier zu sparen, können Sie sich auch ganz bequem online registrieren. Scannen sie dazu beiliegenden QR-Code….
Kannste dir nicht ausdenken diesen Scheiß.
Gut so. Wir werden in der Firma eine Excel Datei erstellen, wo man die unnötigen Excel Dateien melden kann!
Ich hoffe, das wird besser als die [Bürokratiekostenmessung](https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Buerokratiekosten/Methoden/_inhalt.html) des Statistischen Bundesamtes, denen ich regelmäßig zuarbeiten darf/muss. Bürokratie mit noch mehr Bürokratie bekämpfen zu wollen, ist ein seeeehr deutscher Ansatz. Zumindest im Ressort für das ich arbeite kann ich keine positiven Auswirkungen der Kostenmessung erkennen.
Ich würde eher die Vorgänge bzw Vorlagen einfacher gestalten. Es gibt Bereiche (Sozialer Bereich) da wird über Stunden rumgerechnet und nochmal Unterlagen nachgefordert wegen (überspitzt gesagt) 3€ mehr oder weniger. Pauschale Beträge nach Stufen einführen. Geht schneller, weniger Bürokratie.
… per Fax?!
Dazu füllen sie den Antrag 17C.3 mit den beiden Anhängen 12/23/A und 13/56/D in der jeweils gültigen Fassung aus. Anschließend erhalten sie ein Kennwort per Post, dass sie berechtigt einen online Zugang zu erstellen. Achtung – ihr Personalausweis muss bereits für online Legitimation freigeschalten und eingerichtet sein. Halten sie jetzt ihre Steuer-ID bereit…
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Aber nur von Montag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 11.00 wenn das passende Formular korrekt ausgefüllt ist und der Passierschein A38 vorhanden ist!
>Zu viel Bürokratie frisst Zeit, führt zu unnötigen Kosten und Stress: Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz (CDU) will mit einem Meldeformular für Negativbeispiele gegensteuern.
Wir haben zu viel Bürokratie … was kann man dagegen machen?
Richtig! Wir führen ein neues Formular ein.
Wird aber nur vom Sachbearbeiter am Schalter 35 im 3. Stock, Flügel B bearbeitet werden.
An für sich eine coole idee, allerdings wirkungslos wenn der bürokratie-wust von der eu oder bundesebene kommt.
Nicht jeder scheiß muss reguliert oder vorgeschrieben sein.
Bearbeitungszeit: 3 Monate, zur Sommerzeit gerne mal mehr.
Manchmal frag ich mich ernsthaft, was Leute bewegt so ein populistischen Quatsch als politischen Wurf zu verkünden.
Einmal, wie schon im Artikel genannt,
>Wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem”.
Wenn du denkst, deine Prozesse laufen nicht gut und die bekommen es intern nicht hin, dann hol dir professionelle externe Hilfe.
Und wenn du deine Prozesse wirklich nicht im Griff hast und meinst, einen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung zu brauchen, was habt ihr die ganzen Jahre vorher gemacht? Ihr regiert hier seit Roland Koch 1999.
> “Als Handwerker haben wir das Gefühl, bald für alles einen Führerschein zu brauchen”, bei jedem Gerät und jeder Maschine, obwohl ausgebildete Facharbeiter im Betrieb arbeiten.
Hat jemand Einblick was hier gemeint/das Problem ist?
Das bringt mich auf eine großartige Idee.
Wie wäre es mit einem Bürokratieabbaugesetz?
Das könnte zum Beispiel besagen, dass man bei jedem bürokratischen Arbeitsschritt und Übermittlungsvorgang ein Begleitformular als Laufzettel ausfüllt, in welchem anhand von wenigen Checkpunkten überprüft wird, ob dieser bürokratische Schritt wirklich zwingend erforderlich war. Dafür könnte man ggf auch eigene Behörden einrichten, das Bundes- und die Länderbürokratieabbauämter. Die sammeln alle Begleitformulare ein und bitten um einen ausführlichen Bericht, wenn eine Maßnahme als herausragend erforderlich eingeschätzt wurde!
Ach, so wie die Funkloch AG die kein einziges Loch gestopft hat?
Ab einer gewissen Bürokratiestufe wird aber nach dem Parteibuch gefragt. Planstellen u.Ä. müssen auch besetzt werden oder entsprechende Budgets ausgegeben werden. Zumindest Bürokratie im öffentlichen Sektor ist häufig nicht ganz unerwünscht.
Das finde ich großartig, das ich mich jetzt in einem extra neu geschaffenen bürokratischen Prozess darüber beschweren darf, das mir bürokratische Prozesse zu aufwändig sind. Endlich mal eine neuer Prozess um sinnlos Steuergelder zu verschleudern.
Mein Lieblingsbeispiel für Bürokratiewahnsinn ist der Rückruf eines IMPFstoffes, weil es einen Tippfehler im Beipackzettel gab. Dort wurde das Produkt als IMPstoff beschrieben. Daher der Rückruf.
Fun Fact von meiner Seite als Apotheker: fast niemand hat diesen Beipackzettel jemals in der Hand. Zum einen weil eh niemand die Dinger liest UND weil diese meistens an die Arztpraxen gehen.
Viel hilft viel! 😅
Ich möchte direkt etwas melden.
ZDF/ARD Gebührenbescheide (GEZ).
Bei Wohnungswechsel bekommt man einen Brief, man möge sich bitte anmelden und die Gebühr entrichten. Dazu, und um Papier zu sparen, solle man sich doch bitte online registrieren. Gesagt, getan. QR-Code gescannt und online alles eingegeben. Dann kommt ein weiterer Brief, man müsse die Einwilligung zur Verarbeitung der Daten dazu händisch unterschreiben und den beiliegenden Zettel postwendend zurückschicken. Natürlich muss man das Porto selbst entrichten. Anbei ebenfalls wieder eine Kopie des ersten Briefs, man möge sich, um Papier zu sparen, bitte online registrieren. Gesagt, getan. Ausgefüllt, Briefumschlag und Marke gekauft, uuuund ab dafür. Es folgte ein weiterer Brief mit der ersten Zahlungsaufforderung für’s erste Quartal. Geld an IBAN sowieso. Es liegt ein weiterer Zettel bei, mit der Bitte, man möge doch ein Lastschriftmandat erteilen; das würde doch alles vereinfachen. Dazu kann man, weiterer Zettel liegt bei, diesen ausgefüllt und unterschrieben, postwendend, natürlich auf eigene Kosten, zurückschicken. Oooder man macht das ganze online, um Papier zu sparen, Zettel mit QR-Code liegt bei. Gesagt, getan und online Lastschriftmandat erteilt. Es folgt ein weiterer Brief, man müsse zur Bestätigung des Lastschriftmandats beiliegenden Zettel ausgefüllt und unterschrieben zurückschicken; auf eigene Kosten versteht sich. Nächste Seite: Um Papier zu sparen, können Sie sich auch ganz bequem online registrieren. Scannen sie dazu beiliegenden QR-Code….
Kannste dir nicht ausdenken diesen Scheiß.
Gut so. Wir werden in der Firma eine Excel Datei erstellen, wo man die unnötigen Excel Dateien melden kann!
Ich hoffe, das wird besser als die [Bürokratiekostenmessung](https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Buerokratiekosten/Methoden/_inhalt.html) des Statistischen Bundesamtes, denen ich regelmäßig zuarbeiten darf/muss. Bürokratie mit noch mehr Bürokratie bekämpfen zu wollen, ist ein seeeehr deutscher Ansatz. Zumindest im Ressort für das ich arbeite kann ich keine positiven Auswirkungen der Kostenmessung erkennen.
Ich würde eher die Vorgänge bzw Vorlagen einfacher gestalten. Es gibt Bereiche (Sozialer Bereich) da wird über Stunden rumgerechnet und nochmal Unterlagen nachgefordert wegen (überspitzt gesagt) 3€ mehr oder weniger. Pauschale Beträge nach Stufen einführen. Geht schneller, weniger Bürokratie.
… per Fax?!
Dazu füllen sie den Antrag 17C.3 mit den beiden Anhängen 12/23/A und 13/56/D in der jeweils gültigen Fassung aus. Anschließend erhalten sie ein Kennwort per Post, dass sie berechtigt einen online Zugang zu erstellen. Achtung – ihr Personalausweis muss bereits für online Legitimation freigeschalten und eingerichtet sein. Halten sie jetzt ihre Steuer-ID bereit…