Gibt’s diese Haftung nicht schon längst? Ist doch normaler Schadensersatz.
Haftung der Hersteller kann es in dem Ausmaß nie geben. Solange die Software keine Maßanfertigung war, weiß der Hersteller doch gar nicht, welche Kosten entstehen, wenn sie ausfällt. Daraus folgt, dass er sich auch nicht gegen Schadensersatzforderungen versichern kann. Nur die Firma, die die Software einsetzt, kann eine solche Versicherung abschließen.
Dann wäre die Software unbezahlbar.
Unpopuläre Meinung aber nein. Durch Regulierung zentralisiert man dieses System nur noch mehr, weil sich nur noch große Unternehmen die Einhaltung leisten können. Am Ende des Tages wird das System dann noch Fehleranfälliger.
Was der Artikel fordert: Herstellerhaftung
Was passieren wird: Deutsche MSPs, IT-Dienstleister und Distributoren haften als letzte in der Kette zum Kunden für die Fehler von US-Softwareherstellern. War nie anders, wird sich nie ändern.
Muss ich halt das Produkt testen bevor ich es in *meine* Umgebung bringe. Die ganzen Flughäfen, Banken etc sollen sich mal an die eigene Nase fassen zuerst.
In der Automobilindustrie gab es den ganzen Kram von wegen Haftung ja oder nein schon. Auch da wurde Argumentiert, dass ein 100% perfekt funktionierendes Produkt unmöglich ist, da es ja beim fahren Variablen gibt, die der Hersteller nicht beeinflussen kann.
Was kann sich ändern? Es wird ein durch Präzedenz oder Gesetz akzeptiertes Mindestmaß an QA/Testing/Risikomanagement/Software-FMEA geben und Unternehmen werden dokumentieren müssen, dass sie diese sorgfältig durchgeführt haben.
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Gibt’s diese Haftung nicht schon längst? Ist doch normaler Schadensersatz.
Haftung der Hersteller kann es in dem Ausmaß nie geben. Solange die Software keine Maßanfertigung war, weiß der Hersteller doch gar nicht, welche Kosten entstehen, wenn sie ausfällt. Daraus folgt, dass er sich auch nicht gegen Schadensersatzforderungen versichern kann. Nur die Firma, die die Software einsetzt, kann eine solche Versicherung abschließen.
Dann wäre die Software unbezahlbar.
Unpopuläre Meinung aber nein. Durch Regulierung zentralisiert man dieses System nur noch mehr, weil sich nur noch große Unternehmen die Einhaltung leisten können. Am Ende des Tages wird das System dann noch Fehleranfälliger.
Was der Artikel fordert: Herstellerhaftung
Was passieren wird: Deutsche MSPs, IT-Dienstleister und Distributoren haften als letzte in der Kette zum Kunden für die Fehler von US-Softwareherstellern. War nie anders, wird sich nie ändern.
Muss ich halt das Produkt testen bevor ich es in *meine* Umgebung bringe. Die ganzen Flughäfen, Banken etc sollen sich mal an die eigene Nase fassen zuerst.
In der Automobilindustrie gab es den ganzen Kram von wegen Haftung ja oder nein schon. Auch da wurde Argumentiert, dass ein 100% perfekt funktionierendes Produkt unmöglich ist, da es ja beim fahren Variablen gibt, die der Hersteller nicht beeinflussen kann.
Stichwort: Wie viele Tode bzw. wie viele BSOD darf eine Firma in Kauf nehmen? (vgl. Firestone Reifenskandal (guter [NYU law writeup](https://web-static.stern.nyu.edu/om/faculty/zemel/ford_firestone.pdf))
Was kann sich ändern? Es wird ein durch Präzedenz oder Gesetz akzeptiertes Mindestmaß an QA/Testing/Risikomanagement/Software-FMEA geben und Unternehmen werden dokumentieren müssen, dass sie diese sorgfältig durchgeführt haben.