>»Der Name führt in die Irre«, sagt Arlt. Er hätte kein Problem damit, ihn wieder zu ändern.
Als ob das Ganze immer mit dem Namen steht oder fällt. Insgesamt ist es das, was mich am meisten nervt und ehrlicherweise auch am Artikel aufstößt: es geht die ganze Zeit nur ums Bauchgefühl, um Stammtischparolen, um gefühlte Fakten.
Ich möchte eine Sozialpolitik, die evidenzbasiert ist. Was sagt die Wissenschaft, wie kriegt man Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert? Was kann die Politik tun, um den Niedriglohnsektor zu verkleinern oder zumindest so zu gestalten, dass er als Lebensgrundlage ausreicht? Welche Form der Sanktionen sind kurz-, mittel- und langfristig sinnvoll?
So wie es jetzt ist, ist das Bürgergeld eigentlich ok, mehr Förderung, weniger sinnlose Maßnahmen, weniger Sanktionen, mehr Geld, das hätte man halt ausbauen müssen um noch genauer auf die individuelle Person zu gucken und was diese erreichen will und wie man da am besten fördern kann durch Weiterbildungen, Umschulungen und mehr geldliche Anreize damit man sich für diese Dinge auch ins Zeug legt und diese besteht. Kenne einige die durch die Umschulungs Förderungen jetzt weg vom gehassten Einzelhandel sind und hin zu z.B einer IT Ausbildung oder Büro Ausbildung.
Man hat sich halt mit den neuen geplanten Änderungen wieder alles kaputt gemacht und geht anstatt weiter nach vorne, gefühlt 10 Schritte wieder zurück und macht es dabei sogar noch schlimmer als Hartz 4, ich versteh nicht wieso es für eine Partei die “Sozial” im Namen hat es so schwer ist auch mal was soziales zu tun, die stellen den fking Bundeskanzler und bekommen es nicht auf die Kette mal ein Machtwort zu sprechen und den anderen Partein zu sagen wir machen das jetzt so und fertig, klar lebt eine Koalition von Kompromissen aber irgendwann ist auch mal gut, wie jede andere Partei sich nur den Rentnern zuzuwenden.
Paywall 🙁
Hat nicht mal einer durchgerechnet das es günstiger wäre den kompletten Verwaltungsapparat abzuschaffen und jedem deutschen Staatsbürger pauschal nen taui zu überweisen?
Ich glaube das zentrale Problem ist das die SPD am Ende des Tages es nicht lassen kann auf den Populismus der „Arbeitsunwilligen“ einzugehen.
Am Ende das Tages wollen die aller-allermeisten Menschen arbeiten, einfach weil Menschen sich gerne nützlich fühlen, und der Rest sind peanuts im Vergleich zu dem Geld was wir an anderer Stelle mutwillig zum Fenster rausschmeißen.
Aber um diese in der Diskussion inflationär besprochene Gruppe dann zu „bestrafen“ wird halt alles so umgestrickt das es dann wieder Menschen bestraft die Arbeiten wollen.
Ich finde es persönlich auch vollkommen ok mit meinen Steuern und Sozialabgaben leute zu finanzieren, die gar nicht arbeiten wollen. Aber da sind sicherlich viele einer anderen Meinung. Ist halt so und das weiß ich auch. Trotzdem fallen diese Leute finanziell einfach nicht ins Gewicht groß.
Die wahren Probleme sind andere. Ein Teil (wie sinnlose Fortbildungen) wurde ja zum Glück etwas mit dem Bürgergeld verbessert, aber in Wirklichkeit müssen die Jobcenter einfach n besseren Job machen und es braucht Kooperationen mit lokalen Unternehmen um lokal Arbeitsplätze zu schaffen und Leute SINVOLL weiterzubilden. Das geht dann aber vlt nicht in 2 Monaten. Uns fehlen Fachkräfte, sogar massiv. Aber für die ohne Fachausbildung (Studium, Lehre), die gebraucht wird, gibt es momentan schlicht einfach nicht genug Jobs. Und da braucht es vlt einfach auch nen mindset change bei den Unternehmen und Betrieben. Niemand will gerade nen 30 Jährigen, der schon seit 6 Jahren Arbeitslos ist als Lehrling haben. Anders wird der aber nie einen Job finden und das Unternehmen seinen Fachkräftemangel beseitigen.
Und das Leute, die wegen Verbindlichkeiten nicht umziehen können, keine 3 Stunden täglich pendeln wollen, weil das im Enddeffekt heißt, dass die Leute absolut keine Sekunde Freizeit mehr am Tag haben, ist doch offensichtlich.
(Aufstehen 5:45 Uhr, halbe-Dreiviertel Stunde duschen, frühstücken und fertig machen (Eheparter*in macht derweil die Kinder fertig), 1,5 h Pendeln (und da ist stau und co. nicht mal eingerechnet), 8-5 Arbeiten, um 6:30 zu Hause, 1h Care-Arbeit (putzen einkaufen, kochen, etc.), halbe Stunde Abendessen, 1h sich mit Kindern beschäftigen und die dann ins Bett bringen, sich selbst Fertig machen und ins Bett fallen. Nächsten morgen um 5:45 aufstehen).
Und das ist ne Situation wo die Kinder ihre Eltern mal jeweils für 1,5 Stunden pro Tag sehen (Abendessen nicht mitgerechnet) und setzt voraus das es in der Rush Hour keinen Stau je gibt. Ansonsten sehen deine Kinder die Eltern halt nur am Wochenende, ist doch nichts dabei. Der Dreijährige Jeremy kann sich doch wohl sein Essen selber kochen?!
Die SPD kann es einfach nicht lassen immer die Leute zu bestrafen, die eigentlich 100%ig hinter ihnen stehen sollten, Leute in prekären Situationen, die gerne was leisten wollen, aber aus vielfältigen Gründen einfach extreme Probleme damit haben.
Und von Inklusion hab ich an der Stelle noch garnicht angefangen. Wenn ich mir die schiere Anzahl an autistischen Menschen angucke, die ich kenne, die keine Erwerbsminderungsrente kriegen, aber halt auch einfach nicht in der Arbeitswelt klarkommen, weil die halt einfach diametral entgegen ihren Bedürfnissen aufgebaut ist (und dann halt nach autistic burn-out und sich rapide verschlechternder mentaler Gesundheit immer wieder kündigen müssen), und dann in langzeitarbeitslosigkeit versinken und sich damit scheiße fühlen, dann will ich gar nicht wissen, welche Gruppen das sonst noch so betrifft und wie viel Prozent der langzeitarbeitslosigkeit das ausmacht.
Ich habe das Glück arbeiten zu können (wenn auch nur halbtags), ohne das es mich völlig kaputt macht. Ich merke zwar das es Phasen gibt, wo selbst das zu viel für mich ist, und ich z.B wieder in gesundheitsschädliche coping mechanismen (wie NSSV) zurückfalle, um mit der mentalen Belastung klarzukommen, aber bei mir hält sich das in einem Rahmen wo ich arbeiten kann. Für viele halt aber nicht, und wirklich hilfe oder ne freistellung vom Arbeitsmarkt kriegen die oft nicht, gerade bei spät-diagnostizierten.
Finds halt geil wie in der SPD bei der Beschwerde “Kann nicht sein, dass man mit Arbeit nur auf unwesentlich mehr Geld kommt” keiner auf die Idee kommt, das vielleicht die Löhne zu niedrig sind, nicht das Bürgergeld zu hoch.
Echte Arbeiterpartei…. /s
Evtl. sollte man sich einfach mal damit abfinden, daß es, seit dem das noch Sozialhilfe hieß, Menschen gibt, die “keine Lust” haben zu arbeiten, und das man diese als Sozialstaat nun mal mittragen muss, ob es einem passt oder nicht bzw. ob es gerecht ist oder nicht.
Bei diesen Menschen ist jeder Cent der in Fort/Weiterbildung, Berufsfindung/Schulung investiert wird einer zuviel, einfach zahlen und gut ists.
Die meisten Menschen landen auch nicht freiwillig im Bürgergeld, zwischen 40-60% davon sind chronisch Kranke mit einer entsprechenden Leidensgeschichte.
Das sind keine neuen unverbrauchten Leistungsträger, daß sind die Menschen, die im Arbeitsleben auf der Strecke geblieben sind, viele von denen würden sicher einen Arbeitsplatz liebend gerne gegen ein Leben ohne täglichen Schmerz und/oder gravierenden Einschränkungen vorziehen.
Sanktionen und erzieherische Maßnahmen bleiben da auch wirkungslos, genauso wie ein “Gesundschreiben” durch Amtsärzte, es braucht ein Vorgehen durch das alle Seiten profitieren, und keines, daß diese Menschen nach 4 weiteren Jahren noch kaputter und kranker zurück läßt.
Es werden jedes Jahr Hunderte Millionen € in Blödsinnsprojekte, siehe Schwarzbuch vergeudet, aber die fehlenden Milliarden sollen dann plötzlich bei den “Schmarotzern” und “Arbeitverweigeren” eingespart werden, ist sich da keiner bewusst, das das Menschen sind, die kurz davor sind zukünftige Obdachlose zu werden?
Wir sind eins der reichtsten Industrieländer der Welt, aber das fehlende Geld, aus staatlicher Fehlplanung/wirtschaft, muß man von den ärmsten der Armen hohlen, Erbärmlich, einfach Menschenunwürdig und Erbärmlich.
Und es ist egal wie man das Kind nennt, ob Harz 4/5/6 oder Bürgergeld, solange es diese aggressive Grundhaltung seitens einer populistischen Regierung gibt, die diese als “Staatsfeinde” und “brachliegendes Kapital ” betrachtet und die das Elend der Betroffenen als Wahlkampfthema missbraucht, ist keine Besserung in Sicht.
Es muss eben auch an sozialer Gerechtigkeit gearbeitet werden. Ich kann die Gerechtigkeit nicht sehen, wenn alte Menschen im Ruhestand noch harte Arbeit leisten müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen.
Gleichzeitig bekommen die Leute auf Stütze dann alles doppelt und dreifach bezahlt. Warum bekommt man beim Arbeitsamt einen Führerschein bezahlt? Ich und alle die ich kenne mussten sich das selbst vom Taschengeld ersparen und selbst verdienen!
Es ist unfair. Und es lehrt diese Menschen, sich auf die Almosen anderer, stärkerer Menschen zu verlassen. Wir ziehen uns Generationen von schwachen Menschen heran, die keine Ahnung davon haben, wie sie mit den Härten des Lebens umzugehen haben weil ihnen Jahr und Tag der Hintern vom diversen sozialen Auffangstellen gepudert wurde. Mir tun diese Menschen leid! Aber man hilft Ihnen eben nicht, wenn man sie stehts nur in Watte packt. Es muss auch mal harte Lektionen geben, damit werden sie ganz sicherlich länger besser leben
Das Bürgergeld war eines der wenigen guten Ampel-Errungenschaften. Aber Lindner hat Olaf am Sack, anders kann man sich nicht erklären, wieso der Boy beinahe alles durchkriegt.
Der Artikel ist irgendwie ein Mix aus allem möglichem inkl. Stammtischparolen. Ich würde es mal so zusammenfassen:
– Auch die SPD schaut auf Wählerstimmen.
– Bei den ganzen Diskussionen geht es weniger um Fakten, also z.B. wie viel Geld wird eigentlich, und an wen, so für Fördern ausgegeben, und welche “Erfolgsquote” hat das? Von wieviel nicht Erwerbstätigen kann man überhaupt etwas “fordern” usw.
– Es gibt, die Politik, die Verwaltung, den erwerbstätigen Wähler/Bürger und diejenigen die von diesem Fördern profitieren, und… vielleicht allerhöchstens noch Ulrich Schneider, Paritätischen Wohlfahrtsverband oder so.
– Wenn man auf [Spiegel.de](https://Spiegel.de) rumsuchen würde, würde man merken, dass dieselbe Diskussion mit ziemlicher Regelmäßigkeit immer wieder auftaucht.
Die neoliberale Agenda soll dich gefälligst zu Arbeit mobben. Alles für die lohndrückerei. Jeder der einen Job hat sollte froh sein über ein hohes Sanktionsfreies Bürgergeld. 1. Kannst du jederzeit selber dein Job verlieren. 2. Bei Arbeitskräftemangel kannst du einen guten lohn und benefits aushandeln. 3 die Firmen müssen gute Bedingungen anbieten. Das ist in Jedermanns Interesse außer den Unternehmen. Die Höhere Löhne zahlen müssen zu Lasten des Profits. Aber ja die reichen tastet man nicht an.
Ich sehe das Problem weniger bei der SPD sondern bei der Gesellschaft. Die SPD ist nur Symptom der bizarren Vorstellungen in der Gesellschaft:
Die Vorstellung, dass die meisten Bürgergeldempfänger Schmarotzer sind. Von den 5 Mio. Empfängern stünde nur die Hälfte dem Arbeitsmarkt prinzipiell zur Verfügung. Beim Rest sind Alleinerziehende dabei oder auchchronisch Kranke und Alte, die für die meisten Arbeitgeber unattraktiv sind.
Die Vorstellung, dass man da voll viel sparen kann. Das Bürgergeld kostet insgesamt ca. 24 Mrd. pro Jahr. Also insgesamt. Inkl. der “Nicht-Schmarotzer”.
Die Vorstellung, dass da alle bescheißen. Der Schaden durch Sozialbetrug beläuft sich auf ca. 273 Mio. Euro. Steuerhinterziehung kostet den Staat jährlich ca. 100 Mrd. Euro. Also “nur” das 400fache.
Dass Erbschaftssteuer unfair ist und ja auch Omis Häuschen betrifft. Absoluter Bullshit. Für Omis Höuschen fällt höchstwahrscheinlich nix an. Und Erbschaftssteuer ist auch keine Doppelbesteuerung. Der Vererbende hat dafür Steuern gezahlt und kann mit der Kohle machen, was er will. Der Erbe aber hat dafür NULL gearbeitet. Deswegen zahlt er dafür.
Die Vorstellung von Selfmade-Reichen, denen man ja nix wegnehmen darf im Gegensatz zu den “bösen” Hartzern. Ungefähr ein Drittel ist durch Erbe reich geworden, ein Drittel aus einer Kombination von Erbe und eigener wirtschaftlicher Tätigkeit. Und das letzte Dritrel wäre woanders wahrscheinlich nicht reich geworden. Wer das mal testen will, kann es ja im Südsudan versuchen.
Die SPD macht also nur, für was es hier Mehrheiten gibt. Ist kacke, aber einer Partei vorzuwerfen, dass sie nicht explizit gegen die Mehrheitsmeinung vorgeht, finde ich albern.
Man kann Hartz 4 nicht mit Hartz 4.1 überwinden? Überraschtes Pikachu!
Man kann vom Hartz IV /Bürgergeld halten was man will, aber die SPD hat das Talent, egal wie gut ein Gesetzesentwurf/Vorschlag ist, es so zu präsentieren, dass es schlecht aussieht.
Mit Leuten wie Scholz, Eskens, Kühnert und Faeser gewinnst du nichts. Das sind Verlierertypen. Und wenn du die SPD kritisiert, und das gilt auch für die Grünen, dann ist das gängigsten Argument: Die anderen machen, es auch nicht besser. Das Argument heißt ja unter Strich: Die anderen sich schlecht. Aber ich bin genau so schlecht.
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>»Der Name führt in die Irre«, sagt Arlt. Er hätte kein Problem damit, ihn wieder zu ändern.
Als ob das Ganze immer mit dem Namen steht oder fällt. Insgesamt ist es das, was mich am meisten nervt und ehrlicherweise auch am Artikel aufstößt: es geht die ganze Zeit nur ums Bauchgefühl, um Stammtischparolen, um gefühlte Fakten.
Ich möchte eine Sozialpolitik, die evidenzbasiert ist. Was sagt die Wissenschaft, wie kriegt man Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert? Was kann die Politik tun, um den Niedriglohnsektor zu verkleinern oder zumindest so zu gestalten, dass er als Lebensgrundlage ausreicht? Welche Form der Sanktionen sind kurz-, mittel- und langfristig sinnvoll?
So wie es jetzt ist, ist das Bürgergeld eigentlich ok, mehr Förderung, weniger sinnlose Maßnahmen, weniger Sanktionen, mehr Geld, das hätte man halt ausbauen müssen um noch genauer auf die individuelle Person zu gucken und was diese erreichen will und wie man da am besten fördern kann durch Weiterbildungen, Umschulungen und mehr geldliche Anreize damit man sich für diese Dinge auch ins Zeug legt und diese besteht. Kenne einige die durch die Umschulungs Förderungen jetzt weg vom gehassten Einzelhandel sind und hin zu z.B einer IT Ausbildung oder Büro Ausbildung.
Man hat sich halt mit den neuen geplanten Änderungen wieder alles kaputt gemacht und geht anstatt weiter nach vorne, gefühlt 10 Schritte wieder zurück und macht es dabei sogar noch schlimmer als Hartz 4, ich versteh nicht wieso es für eine Partei die “Sozial” im Namen hat es so schwer ist auch mal was soziales zu tun, die stellen den fking Bundeskanzler und bekommen es nicht auf die Kette mal ein Machtwort zu sprechen und den anderen Partein zu sagen wir machen das jetzt so und fertig, klar lebt eine Koalition von Kompromissen aber irgendwann ist auch mal gut, wie jede andere Partei sich nur den Rentnern zuzuwenden.
Paywall 🙁
Hat nicht mal einer durchgerechnet das es günstiger wäre den kompletten Verwaltungsapparat abzuschaffen und jedem deutschen Staatsbürger pauschal nen taui zu überweisen?
Ich glaube das zentrale Problem ist das die SPD am Ende des Tages es nicht lassen kann auf den Populismus der „Arbeitsunwilligen“ einzugehen.
Am Ende das Tages wollen die aller-allermeisten Menschen arbeiten, einfach weil Menschen sich gerne nützlich fühlen, und der Rest sind peanuts im Vergleich zu dem Geld was wir an anderer Stelle mutwillig zum Fenster rausschmeißen.
Aber um diese in der Diskussion inflationär besprochene Gruppe dann zu „bestrafen“ wird halt alles so umgestrickt das es dann wieder Menschen bestraft die Arbeiten wollen.
Ich finde es persönlich auch vollkommen ok mit meinen Steuern und Sozialabgaben leute zu finanzieren, die gar nicht arbeiten wollen. Aber da sind sicherlich viele einer anderen Meinung. Ist halt so und das weiß ich auch. Trotzdem fallen diese Leute finanziell einfach nicht ins Gewicht groß.
Die wahren Probleme sind andere. Ein Teil (wie sinnlose Fortbildungen) wurde ja zum Glück etwas mit dem Bürgergeld verbessert, aber in Wirklichkeit müssen die Jobcenter einfach n besseren Job machen und es braucht Kooperationen mit lokalen Unternehmen um lokal Arbeitsplätze zu schaffen und Leute SINVOLL weiterzubilden. Das geht dann aber vlt nicht in 2 Monaten. Uns fehlen Fachkräfte, sogar massiv. Aber für die ohne Fachausbildung (Studium, Lehre), die gebraucht wird, gibt es momentan schlicht einfach nicht genug Jobs. Und da braucht es vlt einfach auch nen mindset change bei den Unternehmen und Betrieben. Niemand will gerade nen 30 Jährigen, der schon seit 6 Jahren Arbeitslos ist als Lehrling haben. Anders wird der aber nie einen Job finden und das Unternehmen seinen Fachkräftemangel beseitigen.
Und das Leute, die wegen Verbindlichkeiten nicht umziehen können, keine 3 Stunden täglich pendeln wollen, weil das im Enddeffekt heißt, dass die Leute absolut keine Sekunde Freizeit mehr am Tag haben, ist doch offensichtlich.
(Aufstehen 5:45 Uhr, halbe-Dreiviertel Stunde duschen, frühstücken und fertig machen (Eheparter*in macht derweil die Kinder fertig), 1,5 h Pendeln (und da ist stau und co. nicht mal eingerechnet), 8-5 Arbeiten, um 6:30 zu Hause, 1h Care-Arbeit (putzen einkaufen, kochen, etc.), halbe Stunde Abendessen, 1h sich mit Kindern beschäftigen und die dann ins Bett bringen, sich selbst Fertig machen und ins Bett fallen. Nächsten morgen um 5:45 aufstehen).
Und das ist ne Situation wo die Kinder ihre Eltern mal jeweils für 1,5 Stunden pro Tag sehen (Abendessen nicht mitgerechnet) und setzt voraus das es in der Rush Hour keinen Stau je gibt. Ansonsten sehen deine Kinder die Eltern halt nur am Wochenende, ist doch nichts dabei. Der Dreijährige Jeremy kann sich doch wohl sein Essen selber kochen?!
Die SPD kann es einfach nicht lassen immer die Leute zu bestrafen, die eigentlich 100%ig hinter ihnen stehen sollten, Leute in prekären Situationen, die gerne was leisten wollen, aber aus vielfältigen Gründen einfach extreme Probleme damit haben.
Und von Inklusion hab ich an der Stelle noch garnicht angefangen. Wenn ich mir die schiere Anzahl an autistischen Menschen angucke, die ich kenne, die keine Erwerbsminderungsrente kriegen, aber halt auch einfach nicht in der Arbeitswelt klarkommen, weil die halt einfach diametral entgegen ihren Bedürfnissen aufgebaut ist (und dann halt nach autistic burn-out und sich rapide verschlechternder mentaler Gesundheit immer wieder kündigen müssen), und dann in langzeitarbeitslosigkeit versinken und sich damit scheiße fühlen, dann will ich gar nicht wissen, welche Gruppen das sonst noch so betrifft und wie viel Prozent der langzeitarbeitslosigkeit das ausmacht.
Ich habe das Glück arbeiten zu können (wenn auch nur halbtags), ohne das es mich völlig kaputt macht. Ich merke zwar das es Phasen gibt, wo selbst das zu viel für mich ist, und ich z.B wieder in gesundheitsschädliche coping mechanismen (wie NSSV) zurückfalle, um mit der mentalen Belastung klarzukommen, aber bei mir hält sich das in einem Rahmen wo ich arbeiten kann. Für viele halt aber nicht, und wirklich hilfe oder ne freistellung vom Arbeitsmarkt kriegen die oft nicht, gerade bei spät-diagnostizierten.
Finds halt geil wie in der SPD bei der Beschwerde “Kann nicht sein, dass man mit Arbeit nur auf unwesentlich mehr Geld kommt” keiner auf die Idee kommt, das vielleicht die Löhne zu niedrig sind, nicht das Bürgergeld zu hoch.
Echte Arbeiterpartei…. /s
Evtl. sollte man sich einfach mal damit abfinden, daß es, seit dem das noch Sozialhilfe hieß, Menschen gibt, die “keine Lust” haben zu arbeiten, und das man diese als Sozialstaat nun mal mittragen muss, ob es einem passt oder nicht bzw. ob es gerecht ist oder nicht.
Bei diesen Menschen ist jeder Cent der in Fort/Weiterbildung, Berufsfindung/Schulung investiert wird einer zuviel, einfach zahlen und gut ists.
Die meisten Menschen landen auch nicht freiwillig im Bürgergeld, zwischen 40-60% davon sind chronisch Kranke mit einer entsprechenden Leidensgeschichte.
Das sind keine neuen unverbrauchten Leistungsträger, daß sind die Menschen, die im Arbeitsleben auf der Strecke geblieben sind, viele von denen würden sicher einen Arbeitsplatz liebend gerne gegen ein Leben ohne täglichen Schmerz und/oder gravierenden Einschränkungen vorziehen.
Sanktionen und erzieherische Maßnahmen bleiben da auch wirkungslos, genauso wie ein “Gesundschreiben” durch Amtsärzte, es braucht ein Vorgehen durch das alle Seiten profitieren, und keines, daß diese Menschen nach 4 weiteren Jahren noch kaputter und kranker zurück läßt.
Es werden jedes Jahr Hunderte Millionen € in Blödsinnsprojekte, siehe Schwarzbuch vergeudet, aber die fehlenden Milliarden sollen dann plötzlich bei den “Schmarotzern” und “Arbeitverweigeren” eingespart werden, ist sich da keiner bewusst, das das Menschen sind, die kurz davor sind zukünftige Obdachlose zu werden?
Wir sind eins der reichtsten Industrieländer der Welt, aber das fehlende Geld, aus staatlicher Fehlplanung/wirtschaft, muß man von den ärmsten der Armen hohlen, Erbärmlich, einfach Menschenunwürdig und Erbärmlich.
Und es ist egal wie man das Kind nennt, ob Harz 4/5/6 oder Bürgergeld, solange es diese aggressive Grundhaltung seitens einer populistischen Regierung gibt, die diese als “Staatsfeinde” und “brachliegendes Kapital ” betrachtet und die das Elend der Betroffenen als Wahlkampfthema missbraucht, ist keine Besserung in Sicht.
Es muss eben auch an sozialer Gerechtigkeit gearbeitet werden. Ich kann die Gerechtigkeit nicht sehen, wenn alte Menschen im Ruhestand noch harte Arbeit leisten müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen.
Gleichzeitig bekommen die Leute auf Stütze dann alles doppelt und dreifach bezahlt. Warum bekommt man beim Arbeitsamt einen Führerschein bezahlt? Ich und alle die ich kenne mussten sich das selbst vom Taschengeld ersparen und selbst verdienen!
Es ist unfair. Und es lehrt diese Menschen, sich auf die Almosen anderer, stärkerer Menschen zu verlassen. Wir ziehen uns Generationen von schwachen Menschen heran, die keine Ahnung davon haben, wie sie mit den Härten des Lebens umzugehen haben weil ihnen Jahr und Tag der Hintern vom diversen sozialen Auffangstellen gepudert wurde. Mir tun diese Menschen leid! Aber man hilft Ihnen eben nicht, wenn man sie stehts nur in Watte packt. Es muss auch mal harte Lektionen geben, damit werden sie ganz sicherlich länger besser leben
Das Bürgergeld war eines der wenigen guten Ampel-Errungenschaften. Aber Lindner hat Olaf am Sack, anders kann man sich nicht erklären, wieso der Boy beinahe alles durchkriegt.
Der Artikel ist irgendwie ein Mix aus allem möglichem inkl. Stammtischparolen. Ich würde es mal so zusammenfassen:
– Auch die SPD schaut auf Wählerstimmen.
– Bei den ganzen Diskussionen geht es weniger um Fakten, also z.B. wie viel Geld wird eigentlich, und an wen, so für Fördern ausgegeben, und welche “Erfolgsquote” hat das? Von wieviel nicht Erwerbstätigen kann man überhaupt etwas “fordern” usw.
– Es gibt, die Politik, die Verwaltung, den erwerbstätigen Wähler/Bürger und diejenigen die von diesem Fördern profitieren, und… vielleicht allerhöchstens noch Ulrich Schneider, Paritätischen Wohlfahrtsverband oder so.
– Wenn man auf [Spiegel.de](https://Spiegel.de) rumsuchen würde, würde man merken, dass dieselbe Diskussion mit ziemlicher Regelmäßigkeit immer wieder auftaucht.
[https://archive.is/DvAsF](https://archive.is/DvAsF)
Die neoliberale Agenda soll dich gefälligst zu Arbeit mobben. Alles für die lohndrückerei. Jeder der einen Job hat sollte froh sein über ein hohes Sanktionsfreies Bürgergeld. 1. Kannst du jederzeit selber dein Job verlieren. 2. Bei Arbeitskräftemangel kannst du einen guten lohn und benefits aushandeln. 3 die Firmen müssen gute Bedingungen anbieten. Das ist in Jedermanns Interesse außer den Unternehmen. Die Höhere Löhne zahlen müssen zu Lasten des Profits. Aber ja die reichen tastet man nicht an.
Ich sehe das Problem weniger bei der SPD sondern bei der Gesellschaft. Die SPD ist nur Symptom der bizarren Vorstellungen in der Gesellschaft:
Die Vorstellung, dass die meisten Bürgergeldempfänger Schmarotzer sind. Von den 5 Mio. Empfängern stünde nur die Hälfte dem Arbeitsmarkt prinzipiell zur Verfügung. Beim Rest sind Alleinerziehende dabei oder auchchronisch Kranke und Alte, die für die meisten Arbeitgeber unattraktiv sind.
Die Vorstellung, dass man da voll viel sparen kann. Das Bürgergeld kostet insgesamt ca. 24 Mrd. pro Jahr. Also insgesamt. Inkl. der “Nicht-Schmarotzer”.
Die Vorstellung, dass da alle bescheißen. Der Schaden durch Sozialbetrug beläuft sich auf ca. 273 Mio. Euro. Steuerhinterziehung kostet den Staat jährlich ca. 100 Mrd. Euro. Also “nur” das 400fache.
Dass Erbschaftssteuer unfair ist und ja auch Omis Häuschen betrifft. Absoluter Bullshit. Für Omis Höuschen fällt höchstwahrscheinlich nix an. Und Erbschaftssteuer ist auch keine Doppelbesteuerung. Der Vererbende hat dafür Steuern gezahlt und kann mit der Kohle machen, was er will. Der Erbe aber hat dafür NULL gearbeitet. Deswegen zahlt er dafür.
Die Vorstellung von Selfmade-Reichen, denen man ja nix wegnehmen darf im Gegensatz zu den “bösen” Hartzern. Ungefähr ein Drittel ist durch Erbe reich geworden, ein Drittel aus einer Kombination von Erbe und eigener wirtschaftlicher Tätigkeit. Und das letzte Dritrel wäre woanders wahrscheinlich nicht reich geworden. Wer das mal testen will, kann es ja im Südsudan versuchen.
Die SPD macht also nur, für was es hier Mehrheiten gibt. Ist kacke, aber einer Partei vorzuwerfen, dass sie nicht explizit gegen die Mehrheitsmeinung vorgeht, finde ich albern.
Man kann Hartz 4 nicht mit Hartz 4.1 überwinden? Überraschtes Pikachu!
Man kann vom Hartz IV /Bürgergeld halten was man will, aber die SPD hat das Talent, egal wie gut ein Gesetzesentwurf/Vorschlag ist, es so zu präsentieren, dass es schlecht aussieht.
Mit Leuten wie Scholz, Eskens, Kühnert und Faeser gewinnst du nichts. Das sind Verlierertypen. Und wenn du die SPD kritisiert, und das gilt auch für die Grünen, dann ist das gängigsten Argument: Die anderen machen, es auch nicht besser. Das Argument heißt ja unter Strich: Die anderen sich schlecht. Aber ich bin genau so schlecht.