Heute vor 80 Jahren hätte Claus von Stauffenberg und andere fast Hitlers und sein Regime beendet

by BertLp

16 comments
  1. Ich war hier bevor der erste meinte eine Geschichtsstunde halten zu müssen, darüber dass Stauffenberg kein netter Mensch war.

  2. Man kann sich schon fragen, wie die Welt dann heute aussehen würde. Möglicherweise wäre Deutschland nie besetzt worden und dann wäre das Land wohl ziemlich braun geblieben.

  3. Aus gegebenem Anlass erwähnenswert das die Einzelpersonen geschichtlich wenig zählen. Hitler vorzeitig zu beenden wäre schön gewesen, aber ob und inwieweit es das System Nationalsozialismus beeinflusst hätte? Unklar.

  4. Neben Stauffenberg sei hier noch [Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin](https://de.wikipedia.org/wiki/Ewald-Heinrich_von_Kleist) zu erwähnen, der mit Stauffenberg plante, sich und Hitler bei einer Uniformvorführung mit Handgranaten selbst in die Luft zu sprengen. Die Vorführung fand jedoch nicht statt, weil die Alliierten die Uniformen durch einen Luftangriff auf einen Eisenbahnwagen verbrannten.

    Ich erwähne es deshalb, weil ich ein Bild des jungen von Kleist-Schmenzin mal durch Zufall fand und der gute Herr mir wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Was in Anbetracht dessen, dass ich einen Teil seines Nachnamens trage, ein sehr merkwürdiger Zufall ist.

  5. Sagt schon viel über dieses Land aus, dass es nicht schafft, anständig an den Widerstand der Zivilgesellschaft zu erinnern und immer wieder die nicht ganz so schlimmen Nazis als vermeintliche Retter der Demokratie darstellen muss. Die Wehrmacht war genauso naziverseucht wie der Rest der Gesellschaft und bis in die 90er konntest du keine Ausstellung zu diesem Thema machen, ohne dein Leben zu riskieren. Ein größeres Risiko als diese Stauffenschei*er eingegangen sind.

  6. Staufenberg war genau so ein Rassist und Nazi wie viele und er Partei, der Krieg verlief schlecht und das wollten sie ändern. Wäre der Krieg nicht so schlecht verlaufen hätte er niemals ein solches Attentat verübt. Die Figur wird fälschlicherweise als Figur des Widerstandes genutzt. Unter anderem auch weil sie zum Märschen der unschuldigen Wehrmacht beiträgt.

  7. Als Ausländer finde ich die deutsche Mythos-Bildung sehr Interessant. Selbst das Bild vom Stauffenberg ist aussagekräftig. Es wird immer das Bild genutzt, das vor seinen Verletzungen im Nordafrika gemacht wurde. Am 20. Juli 1944, hatte er nur eine Auge, einen Arm und ihm fehlten 3 Finger von seinem anderen Arm. Man präfferiert aber das Bild eines schönen und starken Mannes zu verwenden.

    Im Dritten Reich gab es keinen effektiven Widerstand, keinesfalles auf dem Niveau des Partisanenkrieges in Osteuropa, Frankreich oder Italien. Man erinnert sich irgendwie an Sophie Scholl oder den Kreisauer Kreis, jedoch die Wahrheit ist, dass die absolute Mehrheit der Deutschen den Hitler-Regime unterstützt hat – für diesen gekämpft und gearbeitet.

    Solche Mythen sind umso wichtiger, wenn man im Zeitalter von Putin, Trump usw. lebt. Man will sich nicht vorstellen, dass man gegen Tyrannei kämpfen muss, sondern man wünscht sich ständig, dass ein Stauffenberg kommt und das Problem schnell löst.

  8. Heute gedenkt man ihrer in Deutschland. Ich möchte Georg Elser gedenken. Sowohl Elser als auch die Leute des 20. Juli wollten das Richtige, nämlich Hitler zu töten. Aber Elser entschied sich Hitler zu töten, damit er nicht gewinnt. Die Männer des 20. Juli wollten ihn töten, weil er nicht gewann. Und das ist ein Unterschied ums Ganze.

    – Robert Herr

  9. Erinnert mich an einen Schulkameraden, der vor 20 Jahren Stauffenberg kritisiert hat und prompt vom 65-jährigen Geschichtslehrer einen Verweis wegen „Verunglimpfung eines deutschen Volkshelden“ kassiert hat…

  10. Regime beendet? Naja. Das war ein Arbeitskreis kritischer Nationalsozialisten. Demokraten waren die nicht. 

  11. Stauffenberg ist nur Gallionsfigur weil er den letzten nennenswerten Attentatsversuch geplant hat und das Scheitern dessen zu Hinrichtung aller geführt hat.

    Erwin von Witzleben taugt deutlich mehr als Vorbild, da er schon vor dem Krieg Hitler kritisch gegenüber stand, wie zb auch Goerderle, der aktiv die Nazi Politik sabotiert hat als Bürgermeister.

  12. … Nachdem sie das Regime vorher jahrelang mit getragen haben und vorhatten danach eine andere Art des Herrschens der Elite über den Pöbel zu etablieren.

    Die Gruppe rund um Stauffenberg waren keine Heiligen und keine Wohltäter. Nur weil sie hitler killen wollten, macht sie das nicht automatisch zu besseren Menschen mit hehren Motiven

  13. Der große Bruder von meinem Opa wurde wegen seiner Beteiligung daran hingerichtet. Mein Opa sprach bis zuletzt darüber wie Mutig sein Bruder war. In der Tat

  14. Staufffenberg fand das Nazi sein nicht schlecht, den hat nur das Krieg verlieren nicht gefallen.

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