> Dabei könne der Landkreis jedem “den roten Teppich ausrollen”. Er listet auf: wunderschöne Wohngegenden, niedrige Immobilienpreise, geringe Lebenshaltungskosten. “Bei uns können Eltern ihre Kita auswählen”, sagt er. Bis 2025 werde jeder Haushalt schnelles Internet haben.
Ist ja toll das es das alles gibt und würde auch bestimmt Leute anlocken, wenn man die Menschen komplett ausblendet die im besagten Kreis von Mansfeld-Südharz zu 36% AfD und zu 15% BSW gewählt haben. Die ganzen “Vorteile” die man dort hat sind wertlos wenn die Menschen scheiß Ansichten haben.
> Auch das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sei hier zehnmal niedriger als in der nächsten Großstadt, sagt Schröder.
Mit der richtigen Gesinnung schätze ich.
Im Osten bei den Nazis leben? Ich glaube nicht Tim.
[removed]
Dass da keine normalen Menschen hinwollen, haben sich die rechtsextremen Wähler und Putin Stiefellecker selbst eingebrockt. Die netten Menschen dort, die es auf jeden Fall gibt, tun mir sehr leid.
Mir fällt eigentlich immer auf, dass alle Leute aus den neuen Bundesländern, die im Westen leben, etwas im Kopf haben und qualifiziert sind etc pp, absolut nicht dorthin zurück wollen, was auch immer damit begründet wird, was für Leute da leben. Vor einigen Jahren waren das “nur” die Ewiggestrigen in der Verwandtschaft, mittlerweile auch haufenweise Nazis, Corona-Schwurbler und dann werden Politik und Behörden zunehmend von Rechten oder sogar Rechtsextremen besetzt/zersetzt. Da entsteht einfach ein gesellschaftliches Klima im Alltag, das ich mir absolut nicht geben wollen würde, und ich werde gemeinhin als totaler Alman gelesen, quasi mit “hetero-cis” auffer Stirn stehend. Ich will mir gar nicht vorstellen wie kacke es da sein muss, wenn man eben nicht als “Bio-Deutscher” gelesen wird, ein Alltag als Spießrutenlauf.
Könnten ja noch ein paar Flüchtlinge übernehmen.
Selbst wenn sie mich mit Geld überschütten, würde ich nicht mal für einen Tag in so einem Kaff wohnen wollen
Sagen wir mal, ein Ärzte-Ehepaar oder ein Unternehmer finden in Sachsen-Anhalt ihre Chance, eine Praxis zu gründen bzw. zu übernehmen, oder eine Firma dort zu gründen. Beide würden sich vermutlich a die lokalen Mitbürger richten (meine Vorstellungskraft reicht nicht für ein Startup mit global aufgestellter Geschäftsidee im Sachsen-Anhaltinischen Ländlichen Raum).
Wie gehen diese damit um, wenn ihre Patienten zum großen Teil schwurbelnde Verschwörungsanhänger sind, die die medizinische Betreuung aufwändig oder gar unmöglich machen? Wie sollen Zugereiste (womöglich in Universitätsstädten ausgebildet worden, vielleicht in der Ukraine-Hilfe aktiv gewesen, womöglich politisch links der AfD engagiert gewesen) mit Kunden oder Patienten umgehen, die offen gegen ihre neuen Ärzte, Arbeitgeber oder Dienstleister reden, weil sie … linksgrünversifft sind?
Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie ein Heizungsinstallateur-Meister einem Kunden erklären will, dass eine WäRmEpUmPe ein idealer Ersatz für die gerade verreckte Ölheizung wäre. Wie soll eine zugezogene Kindergärtnerin mit AfD-Parolen verbreitenden Eltern (oder gar Vorgesetzten oder Kollegen) umgehen?
An dieser Stelle stellen dann zugezogene fest, dass sie sicherlich ein schönes neues Heim bekommen haben, sich aber nicht ohne Ekel mit ihren Nachbarn, Kunden oder Kollegen unterhalten können, dass sie ihren Job nicht richtig ausfüllen können, und sie werden sich entweder anpassen oder wieder weg ziehen.
Dieser Elefant im Raum bleibt bei solchen Artikeln einfach so stehen.
Wer sich mal reinziehen will, wie es einem da ergehen kann:
Weil hier viel über den Umzug aus dem Westen in den Osten, leere Regionen usw. geschrieben wird, hab ich hier mal eine ältere interaktive Karte von Zeit.de aus dem Jahr 2019:
Dazu ein paar Zitate aus den Begleittexten. Hervorhebungen durch mich.
>Sie zeigen, dass nach der Wiedervereinigung fast ein Viertel der ursprünglichen Bevölkerung Ostdeutschlands in den Westen zog: 3.681.649-mal gingen Menschen fort. Und sie zeigen, dass die 2.451.176 Zuzüge aus dem Westen den Niedergang vieler Orte nicht aufhalten konnten.
…
Um die Jahrtausendwende setzte eine dritte große Abwanderungswelle ein. Es waren vor allem die Jungen, Frauen, gut Ausgebildeten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Westen zogen.
…
Erst jetzt, bald 30 Jahre später, haben wieder die Hälfte aller ostdeutschen Regionen eine positive Wanderungsbilanz mit den alten Bundesländern. Erstmals ziehen wieder mehr Menschen von West nach Ost als andersherum. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger Menschen den Osten verlassen – **auch weil in manchen Regionen kaum noch wanderungswillige Menschen da sind, die gehen könnten**. Es liegt aber auch daran, dass einige Großstädte und Regionen im Osten wieder Menschen anlocken: Potsdam oder Leipzig zum Beispiel.
Hätte gerne ein Haus mit viel Platz für Garten und eigenen Wald, aber das Problem im Osten sind einfach die Arbeitsplätze. Es bringt halt nichts wenn Lebenshaltungskosten und Immobilien billig sind wenn ich keinen Job hab.
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> Dabei könne der Landkreis jedem “den roten Teppich ausrollen”. Er listet auf: wunderschöne Wohngegenden, niedrige Immobilienpreise, geringe Lebenshaltungskosten. “Bei uns können Eltern ihre Kita auswählen”, sagt er. Bis 2025 werde jeder Haushalt schnelles Internet haben.
Ist ja toll das es das alles gibt und würde auch bestimmt Leute anlocken, wenn man die Menschen komplett ausblendet die im besagten Kreis von Mansfeld-Südharz zu 36% AfD und zu 15% BSW gewählt haben. Die ganzen “Vorteile” die man dort hat sind wertlos wenn die Menschen scheiß Ansichten haben.
> Auch das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sei hier zehnmal niedriger als in der nächsten Großstadt, sagt Schröder.
Mit der richtigen Gesinnung schätze ich.
Im Osten bei den Nazis leben? Ich glaube nicht Tim.
[removed]
Dass da keine normalen Menschen hinwollen, haben sich die rechtsextremen Wähler und Putin Stiefellecker selbst eingebrockt. Die netten Menschen dort, die es auf jeden Fall gibt, tun mir sehr leid.
Mir fällt eigentlich immer auf, dass alle Leute aus den neuen Bundesländern, die im Westen leben, etwas im Kopf haben und qualifiziert sind etc pp, absolut nicht dorthin zurück wollen, was auch immer damit begründet wird, was für Leute da leben. Vor einigen Jahren waren das “nur” die Ewiggestrigen in der Verwandtschaft, mittlerweile auch haufenweise Nazis, Corona-Schwurbler und dann werden Politik und Behörden zunehmend von Rechten oder sogar Rechtsextremen besetzt/zersetzt. Da entsteht einfach ein gesellschaftliches Klima im Alltag, das ich mir absolut nicht geben wollen würde, und ich werde gemeinhin als totaler Alman gelesen, quasi mit “hetero-cis” auffer Stirn stehend. Ich will mir gar nicht vorstellen wie kacke es da sein muss, wenn man eben nicht als “Bio-Deutscher” gelesen wird, ein Alltag als Spießrutenlauf.
Könnten ja noch ein paar Flüchtlinge übernehmen.
Selbst wenn sie mich mit Geld überschütten, würde ich nicht mal für einen Tag in so einem Kaff wohnen wollen
Sagen wir mal, ein Ärzte-Ehepaar oder ein Unternehmer finden in Sachsen-Anhalt ihre Chance, eine Praxis zu gründen bzw. zu übernehmen, oder eine Firma dort zu gründen. Beide würden sich vermutlich a die lokalen Mitbürger richten (meine Vorstellungskraft reicht nicht für ein Startup mit global aufgestellter Geschäftsidee im Sachsen-Anhaltinischen Ländlichen Raum).
Wie gehen diese damit um, wenn ihre Patienten zum großen Teil schwurbelnde Verschwörungsanhänger sind, die die medizinische Betreuung aufwändig oder gar unmöglich machen? Wie sollen Zugereiste (womöglich in Universitätsstädten ausgebildet worden, vielleicht in der Ukraine-Hilfe aktiv gewesen, womöglich politisch links der AfD engagiert gewesen) mit Kunden oder Patienten umgehen, die offen gegen ihre neuen Ärzte, Arbeitgeber oder Dienstleister reden, weil sie … linksgrünversifft sind?
Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie ein Heizungsinstallateur-Meister einem Kunden erklären will, dass eine WäRmEpUmPe ein idealer Ersatz für die gerade verreckte Ölheizung wäre. Wie soll eine zugezogene Kindergärtnerin mit AfD-Parolen verbreitenden Eltern (oder gar Vorgesetzten oder Kollegen) umgehen?
An dieser Stelle stellen dann zugezogene fest, dass sie sicherlich ein schönes neues Heim bekommen haben, sich aber nicht ohne Ekel mit ihren Nachbarn, Kunden oder Kollegen unterhalten können, dass sie ihren Job nicht richtig ausfüllen können, und sie werden sich entweder anpassen oder wieder weg ziehen.
Dieser Elefant im Raum bleibt bei solchen Artikeln einfach so stehen.
Wer sich mal reinziehen will, wie es einem da ergehen kann:
https://www.lvz.de/podcast/allein-unter-sachsen-mein-umzug-aufs-dorf/
Und das war ein Umzug einer Bio-Deutschen Familie die auch noch aus Sachsen stammt…
Korn trinken Kinder kriegen
Restdörfer auflösen und renaturieren, Infrastrukturkosten sparen, größten Nationalpark Deutschlands bilden /s
Joa ne lass ma, kein Bock auf Nazis als Nachbarn.
FYC: Unter den [ältesten 6 Regionen der EU](https://ec.europa.eu/eurostat/documents/4187653/11581527/Median+age+2020.jpg/9c954aaa-6774-da20-cc2a-f82774025055?t=1633938632998) waren 5 Regionen aus Ostdeutschland vertreten (insgesamt gibt es 7 Ostdeutsche NUTS-2 Regionen). Der Regierungsbezirk Chemnitz ist mit einem Medianalter von 52 wahrscheinlich älteste Region der Welt. Die [älteste Präfektur Japans](https://www.e-stat.go.jp/en/dbview?sid=0003445159) ist Akita-ken mit 51,5. Die Japanischen Präfekturen entsprechen von ihrer Einwohnerzahl ungefähr den europäischen NUTS-2 regionen.
Edit: Gerade nochmal [auf Eurostat](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/DEMO_R_PJANIND2__custom_1446484/default/table?lang=en) gecheckt und tatsächlich hat 2023 Ligurien Chemnitz überholt. Der demographische Wandel ist trotzdem enorm weit fortgeschritten.
Weil hier viel über den Umzug aus dem Westen in den Osten, leere Regionen usw. geschrieben wird, hab ich hier mal eine ältere interaktive Karte von Zeit.de aus dem Jahr 2019:
[Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen | ZEIT ONLINE](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-05/ost-west-wanderung-abwanderung-ostdeutschland-umzug)
Dazu ein paar Zitate aus den Begleittexten. Hervorhebungen durch mich.
>Sie zeigen, dass nach der Wiedervereinigung fast ein Viertel der ursprünglichen Bevölkerung Ostdeutschlands in den Westen zog: 3.681.649-mal gingen Menschen fort. Und sie zeigen, dass die 2.451.176 Zuzüge aus dem Westen den Niedergang vieler Orte nicht aufhalten konnten.
…
Um die Jahrtausendwende setzte eine dritte große Abwanderungswelle ein. Es waren vor allem die Jungen, Frauen, gut Ausgebildeten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Westen zogen.
…
Erst jetzt, bald 30 Jahre später, haben wieder die Hälfte aller ostdeutschen Regionen eine positive Wanderungsbilanz mit den alten Bundesländern. Erstmals ziehen wieder mehr Menschen von West nach Ost als andersherum. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger Menschen den Osten verlassen – **auch weil in manchen Regionen kaum noch wanderungswillige Menschen da sind, die gehen könnten**. Es liegt aber auch daran, dass einige Großstädte und Regionen im Osten wieder Menschen anlocken: Potsdam oder Leipzig zum Beispiel.
Hätte gerne ein Haus mit viel Platz für Garten und eigenen Wald, aber das Problem im Osten sind einfach die Arbeitsplätze. Es bringt halt nichts wenn Lebenshaltungskosten und Immobilien billig sind wenn ich keinen Job hab.