Deutsche Bahn will 30.000 Stellen streichen

by claptraw2803

28 comments
  1. >Die Deutsche Bahn hat in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Milliardenverlust eingefahren. Nun will der Konzern reagieren – und in den kommenden fünf Jahren Zehntausende Stellen abbauen.

    >Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr des Jahres 2024 einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro gemacht. Streiks, Extremwetter, Baustellen und eine schwächelnde Nachfrage hätten das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr stark verschlechtert, teilte die Bahn mit. Auf die schlechte Bilanz will der Konzern mit Stellenstreichungen reagieren.

    >Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren rund 30.000 Vollzeitstellen wegfallen, teilte Bahn-Finanzchef Levin Holle mit. Vor allem in der Verwaltung sollen demnach Jobs wegfallen, bereits in diesem Jahr ist hier der Abbau von etwa 1.500 Stellen geplant.

    >”Wir müssen in Zukunft mehr Bahn mit weniger Menschen schaffen”, betonte Holle. Besonders durch Digitalisierung und Automatisierung sollen etwa administrative Prozesse künftig von weniger Beschäftigten ausgeführt werden können. 

    >Bahnchef Lutz rechnet trotzdem mit schwarzen Zahlen

    >Bereits im Vorjahreszeitraum hatte die Bahn einen Verlust von 71 Millionen Euro verzeichnet. Bahnchef Richard Lutz geht davon aus, dass die Bahn zumindest operativ, also vor Zinsen und Steuern, am Ende des Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Denn das Unternehmen sei bereits im vergangenen Jahr bei zahlreichen Investitionen in die Infrastruktur in Vorleistung gegangen. Für 2024 rechnet die Bahn deshalb mit erheblichen Rückzahlungen des Bundes. Der Umsatz lag demnach bei 22,31 Milliarden Euro (minus drei Prozent).

    >”Grenze ihrer Leistungsfähigkeit” erreicht

    >Nach Darstellung der Bahn hätten vor allem negative externe Faktoren zu dem schlechten Ergebnis geführt. “Extremwetterereignisse in nie dagewesenem Ausmaß haben die ohnehin sanierungsbedürftige Schieneninfrastruktur an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gebracht und die betriebliche und finanzielle Lage im Personen- und Güterverkehr verschärft”, teilte Bahnchef Lutz mit. “Dazu kamen Streiks und Havarien wie der Rauhebergtunnel.” 

    >Neben diesen Faktoren ging auch die Nachfrage der Kundinnen und Kunden zurück. 64,2 Millionen Reisende nutzten nach Angaben des Konzerns in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres die Fernverkehrszüge – das sind sechs Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2023.

    >Pünktlichkeitsziele in weiter Ferne

    >Die Pünktlichkeit im Fernverkehr lag im ersten Halbjahr bei 62,7 Prozent – eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023. Angepeilt war eine Quote von 70 Prozent. Im gesamten Schienenpersonenverkehr des Konzerns lag die Quote bei 90,1 Prozent.

    >Besonders schwierig war die Lage im Juni. In gleich mehreren Regionen kam es zu Überflutungen, Dammschäden und Hangrutschen, die sich auf den Bahnverkehr auswirkten. Fast jeder zweite Zug war verspätet, hatte also eine Verzögerung von mindestens sechs Minuten. Die Pünktlichkeitsquote lag bei 52,9 Prozent. Gleichzeitig war der Juni wegen der Fußball-Europameisterschaft der umsatzstärkste Monat der Bahngeschichte.

    >Nur eine Sparte sticht positiv heraus

    >Selbst die gut laufende Logistiktochter DB Schenker konnte die Verluste im ersten Halbjahr nicht ausgleichen. Das zum Verkauf stehende Unternehmen erwirtschaftete einen operativen Gewinn (Ebit) von 520 Millionen Euro. Das waren allerdings rund 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. 

    >Verkehrsminister Wissing sieht Bahn am Zug

    >Bundesverkehrsminister Volker Wissing sieht angesichts der schlechten Halbjahresbilanz dringenden Handlungsbedarf bei der Bahn. “Wir müssen das Netz schnellstmöglich in einen Zustand versetzen, der der hohen Nachfrage sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gerecht wird”, mahnte der FDP-Politiker. Der Bund habe die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und auch die gesetzliche Grundlage für die Generalsanierung des Bahnnetzes geschaffen. Jetzt sei die DB am Zug. 

    >Die Bahn will bis 2030 ihr Streckennetz grundsanieren. Auf 40 vielbefahrenen Streckenabschnitten und damit auf rund 4.000 Kilometern sind Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten geplant. Der Startschuss fiel vor rund anderthalb Wochen mit der Sperrung der Riedbahn zwischen Frankfurt am Main und Mannheim.

  2. > Selbst die gut laufende Logistiktochter DB Schenker konnte die Verluste im ersten Halbjahr nicht ausgleichen. Das zum Verkauf stehende Unternehmen erwirtschaftete einen operativen Gewinn (Ebit) von 520 Millionen Euro. Das waren allerdings rund 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum

    Ich verstehe immer noch nicht, warum man Schenker nach sonst wo verschachern will.

  3. ja können wir bitte einige manager und vorstände entlassen?

  4. Der Stellenabbau soll vor allem in der Verwaltung passieren. Das geht denke ich auch in Ordnung und ist bereits intern (zumindestens bei uns) auch so kommuniziert. Erreicht wird das durch nicht Nachbesetzung von Stellen, es wird also niemand gekündigt. Da in den nächsten 10 Jahren die Boomer in Rente gehen und insgesamt weniger Arbeitskraft zur Verfügung steht, ist das auch nachvollziehbar und sogar sinnvoll. Spannender wird es, ob man in Zukunft genug Personal für den Operativen Bereich findet.

  5. >”Wir müssen in Zukunft mehr Bahn mit weniger Menschen schaffen”, betonte Holle.

    Dieses Land geht vor die Hunde

  6. Geil, weniger Mitarbeiter machen weniger Fehler und damit gibt es auch weniger Verspätungen!

  7. >Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr des Jahres 2024 einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro gemacht.

    Boni werden dennoch ausgezahlt

  8. Straßen kosten uns auch jährlich 45 Milliarden und niemand stört sich dran, weil öffentliche Infrastruktur halt nunmal einfach Geld kostet und keinen Gewinn einfahren braucht.

  9. Vielleicht sollte man die DB einfach ohne Gewinnabsicht betreiben ? (Wie früher, als sie noch funktioniert hat)

  10. Haben die nicht bis quasi gestern noch dringend personal gesucht?

  11. huh. dabei werben die hier lokal mega aggressiv für quereinsteiger und auszubildende….

  12. >Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren rund 30.000 Vollzeitstellen wegfallen, teilte Bahn-Finanzchef Levin Holle mit. Vor allem in der Verwaltung sollen demnach Jobs wegfallen, bereits in diesem Jahr ist hier der Abbau von etwa 1.500 Stellen geplant.

    Wenn die Bahn clever ist, bieten sie der Zielgruppe, wo möglich, eine Umschulung Richtung “Bahnbetrieb” an.

  13. Ich dachte die suchen derzeit verzweifelt nach Leuten Oo
    Hab ich was verpasst?

  14. Hoffentlich bekommen die armen Manager aber ihren Erfolgsbonus!

  15. Zu müde die DB zu dissen, heute mit Verspätung…

  16. Solange man öffentliche Infrastruktur und auch das Gesundheitswesen als profitorientierte Bereiche sieht, wird die Qualität der Dienstleistung, als auch der Zustand, weiter in Richtung Abgrund rauschen…

  17. Tja – vielleicht erntet man hier die bitteren Früchte dessen, was man jahrelang und entgegen der vielen Warnungen gesät hat. Ich denke nur an einen der höchstfrequentierten Knotenpunkte in BaWü – Stuttgart 21 – was gegen alle Warnungen und Hinweise auf drohende Kostenexplosionen durchgedrückt wurde. Ich fand die Proteste teils auch lächerlich – aber der Sache nach hatten die Leute nicht unrecht. Vor allem eben, dass dieses Ding Jahr um Jahr nicht fertig wird und dafür Jahr um Jahr teurer wird – und tausende Pendler vor die Wahl stellt: Ich komme kaum noch durch den zertrümmerten Bahnverkehr um Stuttgart, habe Zugausfall um Zugausfall wegen Bauarbeiten oder “unverhorgesehenen Störungen” auf dem Arbeitsweg –

    Tja… und dann kommt da die 0,25% Regelung für “kleine” Stromer. Warum sollte ich mit geregeltem Einkomen mir noch ein Bahnticket kaufen, nur damit ich irgendwo in Stuttgart auf einen Zug warte, der nicht kommt?

    Ich könnte ja einfach, so wie es sich Daimler und Co. bzw. deren Bückstücke Scheuer und Wissner wünschen – meine gesamten Fahrten von der Schiene wieder auf die Straße zurück verlegen.

    Allein mit diesem Projekt hat die Bahn geschafft, was jeden Manager in einem anderen Konzern den Job kosten würde: Dauerbaustelle mit explodierenden Kosten und eine absolute und dauerhafte Implosion der Zahl der Pendler, die eigentlich (bis dato) überzeugte Bahnfahrer waren.

    Achja – und dann kommt eben noch das 49€ Ticket, womit sich nirgendwo ein Betrieb über Wasser halten kann, der gezwungen ist, wirtschaftlich zu arbeiten. Die Bahn darf fleißig ihre Milliarden auf Steuerzahlerkosten in die Luft sprengen – aber sie ist eben in ihrem Netz nicht allein, sondern angewiesen auf viele viele Schienenmitnutzer, die da halt nicht mithalten können.

  18. # “69.000 Stellen in 2023: Bahn sucht aktuell 25.000 neue Mitarbeiter

    Kein deutsches Unternehmen schaltet mehr Stellenanzeigen als die Deutsche Bahn. Eine aktuelle Analyse zeigt: Besonders viele offene Stellen gibt es im Einzelhandel.
    69.000 Stellen in 2023: Bahn sucht aktuell 25.000 neue MitarbeiterKein
    deutsches Unternehmen schaltet mehr Stellenanzeigen als die Deutsche
    Bahn. Eine aktuelle Analyse zeigt: Besonders viele offene Stellen gibt
    es im Einzelhandel. ”

    “Bis Ende 2023 stellte die Bahn fast 30.000 neue Arbeitskräfte ein. 2024 sucht der bundeseigene Konzern Personal in einer ähnlichen Größenordnung.”

    Ich checks nicht mehr.. 😀 Sind ja nur Menschen.. ehhh Mitarbeiter meine Ich…

    [https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/69000-stellen-in-2023-bahn-sucht-aktuell-25000-neue-mitarbeiter-11239288.html](https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/69000-stellen-in-2023-bahn-sucht-aktuell-25000-neue-mitarbeiter-11239288.html)

  19. Ich bin dafür, dass die SBB eigene Strecken in die Niederlande und nach Dänemark betreiben, da diese Länder aus der Schweiz langsam mit der Bahn unerreichbar werden. Natürlich fahren dort dann nur SBB Züge.

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