Sondersteuern für Superreiche? Deutschland und die USA blockieren

by yekis

16 comments
  1. > Die Vermögensverteilung in Deutschland ist den Autoren der Studie zufolge »überdurchschnittlich ungleich«. Die Berechnungen zeigten, dass sich dieser Trend noch verstärken wird und die Superreichen bald etwa 26 Prozent des gesamten Finanzvermögens in Deutschland besitzen werden.

    Diese Leute wissen ihre Macht zu nutzen. Anscheinend auch bei einer SPD-Regierung (edit: bzw. SPD-geführten Regierung).

  2. “Die Superreichen in Deutschland besitzen knapp 2,1 Billionen US-Dollar und damit 23 Prozent des gesamten Finanzvermögens im Land – knapp neun Prozentpunkte mehr als der weltweite Durchschnitt dieser Gruppe.”

    bei ganz vielen “diskutierten” themen dieser art werden nie probleme erklärt oder befindlichkeiten zitiert. und ich selbst bin zwar ein hervorragender softwareentwickler,mhabe aber von den restlichen 99.87% weltlicher themen wenig bis keine ahnung.

    was ist das problem mit der “reichensteuer?” was ist das problem daran, menschen, die sich zum vorteil massivsten, unvorstellbarsten reichtums durch die gesellschaft bewegt haben, abzuverlangen, sich finanziell am gemeinunwohl zu beteiligen?

    gibt es solide sorgen und bedenken? nachvollziehen könnte ich zum beispiel die sorge, dass superreiche oft ja unter sich tausende oder zehntausende menschen mit arbeit versorgen. oder das man die finanzkraft (wozu auch immer) halt im land behalten will, anstatt ihr bei der steuerflucht zuzusehen. oder, dass man so meint, zumindest dialogisch einwirken zu können.

    gerade deutschland scheint mir finanzwirtschaftlich immer suspekter. immer lese ich von geldwäscheparadies. cumex und co werden nicht verfolgt. wider besseren wissens wurde benko mit geld abgefüllt. und, und, und.

  3. >Brasilien hat derzeit die [G20](https://www.spiegel.de/thema/g20/)-Präsidentschaft inne und will vor allem die globale Gerechtigkeit auf die internationale Agenda heben. Die Milliardärssteuer ist aber erst einmal vom Tisch. Der Vorschlag hatte die G20-Staaten gespalten. Während etwa Frankreich, Spanien und Südafrika ihre Unterstützung zum Ausdruck brachten, sind die [USA](https://www.spiegel.de/thema/usa/) dagegen.

    >Auch das FDP-geführte Bundesfinanzministerium hatte eine auf Ebene der G20 diskutierte Steuer für Milliardäre von vornherein abgelehnt.

    Mal wieder super, liebe FDP. Für die wichtige schwarze Null können wir ja einfach weiter bei Kindern und Bildung sparen. Dann fällt den wenigen, ungebildeten Menschen auch gar nicht mehr auf, wo das ganze Geld landet. Genius.

  4. Manchmal fällt es mir schwer, mir die Illusion aufrecht zu erhalten, es könnte sich je etwas ändern.

  5. Vielleicht ist das Wort “Reichensteuer” auch einfach nicht pragmatisch genug. Wie wäre es, wenn man sie “Enteignungs- und Guillotine-Vermeidungssteuer” nennen würde, dann wären die Superreichen sicherlich auch dafür.

  6. Hängt für mich immer von der Ausgestaltung ab.

    Das Kernproblem ist dabei ja nicht, dass die Superreiche in Scharen fliehen, sondern das sie halt Unternehmensanteile verkaufen. Die werden dann entweder nur doof hin- und hergeschoben, oder gehen per Akkumulation in die größten Volkswirtschaften, was ich jetzt auch nicht für so erstrebenswert halte.

    Aber ist kein Grund, es nicht zumindest mal zu versuchen.

  7. Die Ausübung von Einflussnahme heißt bei uns auch nicht Korruption, sondern Lobbyismus. Das wird sogar in aller nächster Nähe zur Politik betrieben, man denke nur mal an den Wirtschaftsrat der CDU.

    Und das hat dann noch eine positive Konnotation, weil den Leuten erstmal die tolle deutsche Autoindustrie in den Kopf kommt und die entsprechende Sicherung der vielen Arbeitsplätze. Oder wenn die Medien wieder über die armen Gastronomen berichten und was der Dehoga alles fordert, damit es denen endlich endlich besser geht.

    Dass gerade die Finanzbranche da ganz oben mitspielt, ist vielen nicht bewusst oder interessiert schlicht nicht. Und was wundert einen der Zustand, wenn der Finanzminister von der FDP kommt.

  8. Ich finde es sehr schwer Substanz zu besteuern. Und das dann auch noch ab lächerlich geringen Beträgen wie 1 Mio Euro. Das bringt viele Unternehmer im Mittelstand in Bedrängnis.

    Aber zum Beispiel Gewinne aus Beteiligungen etc ab einer Grenze eben massiv höher zu besteuern wäre durchaus sinnvoll.

    Es würde schon reichen wenn bei Menschen die mehr als zb 10 Mio besitzen die Steuer auf Einkommen egal welcher Quelle 50% wäre anstelle 25% Quellensteuer

  9. Wie beim Thema grüner Energie sollte es eigentlich keine zwei Lager geben. Selbst wenn man stramm neoliberale/rechte Politik fährt und auf “linke” Themen wie die Umwelt oder Ungleichheit zwischen den Bürgern scheißt, jeder muss erkennen was für offenkundige Probleme beim beibehalten entstehen. Beim Thema Energie ist es die Abhängigkeit von Ländern welche gerne unseren Platz einnehmen wollen, beim Thema des Geldes ist es der politische/gesellschaftliche Einfluss welcher dadurch entsteht. Abgesehen von den Geldern welcher sich der Staat für Projekte holen könnte.

    Eine Reichensteuer (mit hohen Freibeträgen bevor sich wieder der Mittelstand ins Höschen macht) sollte einfach nicht ausgeschlagen werden. Yellen aus den USA geht zumindest 50% des Weges, meint Biden könnte sowas sicherlich durchwinken aber möchte das Thema nicht global anpacken weil es zu kompliziert wäre. Verliert dann etwas vom gesamten Konzept aber wäre immerhin ein Start. Selbst China zeigte sich in talk darüber offen. Aber Lindner stellt sich mal wieder quer.

    Wie erreichen Ungleichgewichte wie zu früheren Revolutionen oder starken Unruhen. Junge Menschen sind maximal unglücklich, viele flüchten sich nur noch in Social Media weil sie keine Chance sehen in westlichen Ländern dank ihrer Arbeit etwas aufzubauen. Und natürlich hilft es dann Menschen wie Trump oder Parteien wie der AfD. Hätte man schon damals die Unternehmen zur Kasse geben welche ab 2005 massiv von China profitieren weil sie ihre Produktion fast komplett dorthin auslagerten wären die sozialen Problemen einfacher zu lösen gewesen.

  10. Wie kann die FDP bei so wenig Prozent so viel Macht haben…

    Und der Aufruf: hört auf FDP zu wählen. ☝️

  11. Ich bin gegen diese Art von Besteuerung weil ich der Meinung bin, dass Länder wie Deutschland bereits sehr viele Steuern erheben. Eine Besteuerung der “Superreichen” (Wer auch immer dazu gehört) würde hauptsächlich das Gerechtigkeitsempfinden vieler Leute befriedigen aber für den Normalbürger keine Erleichterung bringen.

    Kürzlich habe ich gelesen, dass die Klatten-Kinder jeweils 1.5Milliarden als Erbe erhalten haben. Das wurde natürlich gleich zum Anlass genommen, gegen “die Reichen” zu wettern. Das sei ja leistungslos und so und das man das ja sofort besteuern müsste. (Das sind aber komischerweise die gleichen Leute, die für ein leistungs/bedingungsloses Grundeinkommen trommeln)
    Aber gut. Wenn man den Klattens dann einfach komplett ihre 4.5 Mrd € wegnimmt, was dann? Das Haushaltsdefizit im Jahr 2023 betrug mehr als 87Mrd Euro.
    Ich finde einfach man muss an die Ausgabenseite ran.

  12. Warum vertreten die Politiker nicht unsere Interessen, wenn sie doch bei Amtseintritt dafür einen Eid abgelegt haben.
    Hier heißt es immer, Deutschland habe sich dagegen entschieden. Das ist so nicht wahr.
    Wer war es ganz konkret? Wer hat sich ganz gezielt gegen die Interessen der deutschen Bevölkerung entschieden?

  13. Scheinbar ist die Regierung keine Ampel sondern Rot-Grün-Stein. Die FDP liegt einfach nur im Weg bei jeder Entscheidung.

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