> Es geht um viel Geld für Kommunen und Land. Das Land hatte Ende 2023 knapp 265.000 Beamte und zahlt mehr als 400 Millionen Euro im Jahr für die Kinderzulagen. Bei den Kommunen sind rund 66.000 Beamte beschäftigt, die Zulagen können als Summe also rund 100 Millionen Euro ausmachen.
> Der DGB erklärt, es wäre besser, die Einkommen aller Beamten und nicht nur von denen mit Kindern anzuheben, um auf eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichtes zu reagieren, dass die Besoldung von Beamten höher sein müsse, um bei den niedrigen Besoldungsgruppen einen angemessenen Abstand zur Sozialhilfe zu erhalten.
> Aber es bleibe das Problem, dass viele Beamte in den ersten Dienstjahren relativ wenig verdienen. Sie stiegen nur langsam in eine höhere Besoldungsgruppe auf. Aus diesem Grunde würden aber viele Beamte nach der Anwärterzeit kündigen, um entweder bei Kommunen als Angestellte weiterzuarbeiten oder in die freie Wirtschaft zu wechseln. Um das zu verhindern, müssten auch Beamte ohne Kinder bessergestellt werden.
Kann man das nicht ändern?
Inwiefern ergibt diese Rechnung v.a. im Vergleich mit Sozialhilfe denn Sinn?
Ein A 13 Lehrer Stufe 1, also Anfänger, verheiratet, Klasse 4, höchste Mietstufe, 2 Kinder kommt bei 4.500€ netto raus. Das entspricht einem nichtverbeamteten Jahresgehalt von knapp 90k, wenn man bei beiden davon ausgeht, dass die Versicherung noch dazu kommt.
Zusätzlich erhalten beide noch 500€ Kindergeld.
Mit welcher Argumentation genau muss dieser Zuschlag nun so hoch sein, dass ein Lehrer im ersten Jahr auf 90k Jahresbrutto kommen muss oder stehe ich auf dem Schlauch?
Der ehrliche Titel wäre, Staat möchte seinen Beamten weniger bezahlen, mit diesem einfachen Trick.
Der Steuerzahlerbund ist eine neoliberale Lobbygruppe für (reiche) Unternehmer. Das man dem überhaupt eine Bühne gibt.. und dann auch noch auf r/de . Mich überrascht, dass die meisten Artikel Kommentare erträglich sind.
Hier sollen Sachen zum negativen für Beamte verändert werden, hilft sicherlich die Berufe attraktiver zu machen. Neid in allen Ehren, aber der wahre Aufreger sollte sein, dass es nicht für alle Leute so ist. Mehr Leute sollten profitieren und nicht weniger.
Spannend ist eben die bestehende Diskussion um kinderlose Beamte. In meinem Kollegium haben viele KuK keine Kinder. Daher sind die Zuschläge schon häufig diskutiert worden und viele äußern empfinden diese als extrem ungerecht. Natürlich haben wir auch KuK, die zwar Planstellen haben, aber nicht verbeamtet sind. Für die ist es noch viel schlimmer. Aber die Tarifverhandlungen im TV-L waren ja auch wieder ein Trauerspiel.
Es gibt sehr viele Dinge im System, die einfach ungerecht sind.
Irgendwie reden immer alle von Lehrern und deren A13 Besoldung. Es gibt aber auch noch Beamte im mittleren und gehobenen Dienst. Brandmeister bei der Feuerwehr (A7), Justizfachwirt und Finanzwirt (A6) Polizeikommissare (A9) uvm..
Also für 1200 € + 500 € würde ich auch Kinder bekommen. Staat wann zahlst du das Geld fair auch den Angestellten mit Kinder? Die haben sogar ein größeres Berufsrisiko als Beamte
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> Es geht um viel Geld für Kommunen und Land. Das Land hatte Ende 2023 knapp 265.000 Beamte und zahlt mehr als 400 Millionen Euro im Jahr für die Kinderzulagen. Bei den Kommunen sind rund 66.000 Beamte beschäftigt, die Zulagen können als Summe also rund 100 Millionen Euro ausmachen.
> Der DGB erklärt, es wäre besser, die Einkommen aller Beamten und nicht nur von denen mit Kindern anzuheben, um auf eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichtes zu reagieren, dass die Besoldung von Beamten höher sein müsse, um bei den niedrigen Besoldungsgruppen einen angemessenen Abstand zur Sozialhilfe zu erhalten.
> Aber es bleibe das Problem, dass viele Beamte in den ersten Dienstjahren relativ wenig verdienen. Sie stiegen nur langsam in eine höhere Besoldungsgruppe auf. Aus diesem Grunde würden aber viele Beamte nach der Anwärterzeit kündigen, um entweder bei Kommunen als Angestellte weiterzuarbeiten oder in die freie Wirtschaft zu wechseln. Um das zu verhindern, müssten auch Beamte ohne Kinder bessergestellt werden.
Kann man das nicht ändern?
Inwiefern ergibt diese Rechnung v.a. im Vergleich mit Sozialhilfe denn Sinn?
Ein A 13 Lehrer Stufe 1, also Anfänger, verheiratet, Klasse 4, höchste Mietstufe, 2 Kinder kommt bei 4.500€ netto raus. Das entspricht einem nichtverbeamteten Jahresgehalt von knapp 90k, wenn man bei beiden davon ausgeht, dass die Versicherung noch dazu kommt.
Zusätzlich erhalten beide noch 500€ Kindergeld.
Mit welcher Argumentation genau muss dieser Zuschlag nun so hoch sein, dass ein Lehrer im ersten Jahr auf 90k Jahresbrutto kommen muss oder stehe ich auf dem Schlauch?
Der ehrliche Titel wäre, Staat möchte seinen Beamten weniger bezahlen, mit diesem einfachen Trick.
Der Steuerzahlerbund ist eine neoliberale Lobbygruppe für (reiche) Unternehmer. Das man dem überhaupt eine Bühne gibt.. und dann auch noch auf r/de . Mich überrascht, dass die meisten Artikel Kommentare erträglich sind.
Hier sollen Sachen zum negativen für Beamte verändert werden, hilft sicherlich die Berufe attraktiver zu machen. Neid in allen Ehren, aber der wahre Aufreger sollte sein, dass es nicht für alle Leute so ist. Mehr Leute sollten profitieren und nicht weniger.
Spannend ist eben die bestehende Diskussion um kinderlose Beamte. In meinem Kollegium haben viele KuK keine Kinder. Daher sind die Zuschläge schon häufig diskutiert worden und viele äußern empfinden diese als extrem ungerecht. Natürlich haben wir auch KuK, die zwar Planstellen haben, aber nicht verbeamtet sind. Für die ist es noch viel schlimmer. Aber die Tarifverhandlungen im TV-L waren ja auch wieder ein Trauerspiel.
Es gibt sehr viele Dinge im System, die einfach ungerecht sind.
Irgendwie reden immer alle von Lehrern und deren A13 Besoldung. Es gibt aber auch noch Beamte im mittleren und gehobenen Dienst. Brandmeister bei der Feuerwehr (A7), Justizfachwirt und Finanzwirt (A6) Polizeikommissare (A9) uvm..
Also für 1200 € + 500 € würde ich auch Kinder bekommen. Staat wann zahlst du das Geld fair auch den Angestellten mit Kinder? Die haben sogar ein größeres Berufsrisiko als Beamte