Statistisches Bundesamt: Jeder vierte Deutsche ist Rentner

by 20th_CenturyBoy

25 comments
  1. Jeder vierte Deutsche ist Rentner

    Die Zahl der Rentenbezieher in Deutschland ist deutlich gestiegen, ebenso die Höhe der gezahlten Leistungen. Gleichzeitig sind diese häufiger steuerpflichtig.

    Dem Statistischen Bundesamt zufolge haben im vergangenen Jahr etwa 22,1 Millionen Menschen in Deutschland Rente bezogen. Das seien 0,6 Prozent beziehungsweise 121.000 Rentnerinnen und Rentner mehr als 2022. Gleichzeitig stiegen die insgesamt gezahlten Leistungen aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente um 4,9 Prozent auf 381 Milliarden Euro.

    68 Prozent (260,5 Milliarden Euro) dieser Leistungen waren 2023 steuerpflichtig. Seit 2015 hat sich der durchschnittliche Besteuerungsanteil damit um 13 Prozent erhöht. Heute bezieht mehr als jeder vierte Bundesbürger eine Rente.

    Grund für den Anstieg der besteuerten Rentenanteile ist laut Bundesamt eine Neuregelung der Besteuerung von Alterseinkünften im Alterseinkünftegesetz von 2005. Kern dieser sei ein Übergang von einer vorgelagerten zu einer nachgelagerten Besteuerung. Rentenbeiträge werden also während der Ansparphase schrittweise steuerfrei gestellt. Erst in der Auszahlungsphase werden Leistungen steuerlich belastet. Die Übergangsphase dazu wurde mit Inkrafttreten des Wachstumschancengesetzes in diesem März von 2040 bis 2058 verlängert.

    Viele Rentnerinnen und Rentner bleiben steuerfrei

    Die Höhe der zu versteuernden Renteneinkünfte richtet sich dabei nach dem Jahr des Renteneintritts. Je später der Rentenbeginn, desto höher ist der besteuerte Anteil. Zudem steigt dieser durch Rentenerhöhungen, da diese komplett steuerpflichtig sind.

    Viele Rentnerinnen und Rentner bleiben jedoch trotzdem steuerfrei, da der steuerpflichtige Teil ihrer Renten nach Abzügen unterhalb des Grundfreibetrags bleibt. Soweit keine weiteren Einkünfte wie etwa Mieteinnahmen vorliegen, muss demnach auch keine Einkommensteuer gezahlt werden. Wie viele Beziehende 2023 Steuern zahlen müssten, sei laut Statistischem Bundesamt aufgrund der langen Fristen zur Steuerveranlagung noch unklar.

    Weitere Einkünfte neben der Rente

    Die aktuellsten Daten zur Rentenbesteuerung gehen auf das Jahr 2020 zurück, in dem 40 Prozent beziehungsweise 8,7 Millionen der damals insgesamt 21,8 Millionen Empfängerinnen und Empfänger Einkommensteuern zahlen mussten. Das waren 2,7 Prozent mehr gewesen als 2019. 82 Prozent der Steuer zahlenden Rentner verzeichneten 2020 weitere Einkünfte wie Versorgungsbezüge, Arbeitseinkommen oder Mieteinnahmen.

  2. Noch!

    Man muss sich überlegen dass diese 22 Mio Rentner von knapp 35 Mio sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen finanziert werden.

  3. Ich kenne recht viele Leute hier im Umfeld die 45 Jahre gearbeitet haben und seit 30 Jahren in Rente sind.

  4. Das sind 1437 Euro Rente pro Kopf und Monat vor Steuern und Krankenkasse.

    Nicht gerade viel Netto, vor allem nicht für Alleinlebende.

    Weitere reale Absenkungen des Rentenniveaus dürften somit das Finanzierungsproblem nur in die Sozialhilfe (Grundsicherung) verschieben.

    Die Zeiten, in denen die Rentenkasse der Angestellten für versicherungsfremde Leistungen, also allgemeine staatliche Aufgaben, geplündert wurden, sind vorbei. Jetzt müsste der Staat die “geborgte” Billion Euro wieder dort hineintun. Nur wer soll das nun wieder finanzieren?

  5. Kann mich noch an die Alterspyramide in der Schulzeit erinnern, und was das für ein Problem für uns darstellt. Ist jetzt auch über 30 Jahre her. Tja.

  6. Wird noch viel schlimmer werden in so 5-10 Jahren wirds eher Richtung 1/3 gehen

  7. Das sind also diese Leute mit ihrer Gratismentalität, die unsere Wirtschaft zerstören und uns von notwendigen Investitionen abhalten!1!!!11!!

  8. That are rookie numbers! Wir schaffen auch jeder dritte!

  9. Eine unhaltbare Situation. Schon jetzt werden die Überschüsse unserer Wirtschaft für den Unterhalt dieser Rentnermasse verwendet. Der Staat hat kein Geld für Investitionen, und die jungen, produktiven Menschen haben durch die hohe Abgabenlast keinen Anreiz, sich um besser bezahlte Jobs zu bemühen und mehr zu arbeiten. Für die produktivsten Arbeitnehmer besteht ein großer Anreiz, ins Ausland zu gehen, wo sie wesentlich mehr verdienen können.

    Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, und je länger wir warten, desto schwieriger wird es. Und die Lösung wird nicht schmerzlos sein, aber nicht zu handeln wird noch schmerzhafter sein. Das ist eine wichtige Grunderkenntnis, die dieses Land lernen muss, nachdem jahrzehntelang jedes Problem mit Geld gelöst werden konnte. Deutschland ist an der Grenze seiner Handlungsfähigkeit, wir müssen wieder Kompromisse eingehen. Merkel hätte im letzten Jahrzehnt viel tun können, um sich auf diese Situation vorzubereiten. Zwischen 2010 und 2020 konnte der deutsche Staat in der Hochkonjunktur einen Überschuss von rund einer Billion Euro erwirtschaften. Statt dieses Geld zu investieren, wurde es komplett für Konsum verpulvert. Kein Cent davon wurde für die Digitalisierung oder die Bahn ausgegeben, die Billion floss in die Rente mit 63, in die Mütterrente etc. und zu einem kleinen Teil in die Flüchtlingshilfe.

    Richtig wäre es jetzt, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Rentner so gering wie möglich und die Zahl der Beitragszahler so hoch wie möglich zu halten. Meine Vorschläge:

    – Sofortige Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 oder sogar 72 Jahre
    – Rente mit 63 und alle ähnlichen Frühverrentungsmöglichkeiten sofort abschaffen
    – Arbeitgeber stärker verpflichten, ältere Arbeitnehmer zu unterstützen, Altersteilzeitmodelle, Verpflichtung, bei körperlichen Beschwerden leichtere Tätigkeiten anzubieten etc.
    – Arbeit während der Rente fördern und unterstützen
    – Gesellschaftliches Programm für Digitalisierung und Automatisierung, um möglichst viele Arbeitskräfte einsparen und Arbeitsausfälle kompensieren zu können

    Natürlich ist die Umsetzung dieser Vorschläge illusorisch. Keine Regierung würde auch nur den Versuch überleben. Solange es in Deutschland eine Demokratie gibt, ist das unmöglich. Deshalb glaube ich inzwischen, dass Staatsverschuldung (obwohl ich eigentlich kein Freund davon bin) der einzig gangbare Weg ist, um Ressourcen aus den Händen der Rentner in Investitionen umzuleiten. Die realistische Gefahr ist leider, dass Parteien wie CDU und SPD eine Aufhebung der Schuldenbremse nutzen würden, um den Rentnern einfach noch mehr Geld zuzuschieben.

  10. Ich will hier nicht “the End is Near schreien, aber die meisten haben noch keine Vorstellung davon wie katastrophal das wirklich ist.

    Die Jahrgänge ’59-68′ sind (in ungeordneter Reihenfolge) die 10 Geburtenstärksten Jahrgänge.

    Ignorieren wir mal die schrittweise Erhöhung von 65 auf 67 und setzen pauschal alle auf 67:

    2026 – 2035 gehen die 10 stärksten Jahrgänge in Rente.

    Jeder Rentner wird wird vom Geber zum Nehmer.

    Das erste mal in meinem Leben bin ich wirklich der Meinung: Wer soll den Scheiß bezahlen?

    Rentenkatastrophe so kommen kann.

  11. In welches Land kann man denn so auswandern, wenn man ein einfacher Sozialpädagoge ist und nur Englisch und Deutsch kann?
    Mann, freu ich mich auf die Zukunft. Lohnt sich ja alles.

  12. Vorschlag:

    Alterspyramide umdrehen = Ernährungspyramide. Problem gelöst!

    Soylent Grün* ist Rentner!

    ^(*kann trotz sorgfältiger Verarbeitung einzelne Titan- und Goldteile enthalten)

  13. Aber jetzt mal ehrlich. wie will man das problem lösen? jeder vorschlag scheint nicht gut genug zu sein

  14. Laut Artikel sind es knappe 22 Millionen Rentner. Wenn ich dazu die knappen 35 Millionen Menschen in Bezug setze, die Ruhe sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben (Quelle Statistisches Bundesamt), sieht das echt nicht gut aus. Wir sind schon so weit, das 1,5 Beschäftigte eine rentenempfangende Person unterhalten.

  15. Beschwert euch nicht, meine Damen und Herren.
    Ihr zahlt die Rente eurer Eltern( der Boomergeneration). Als Kompensation erhaltet ihr ein grosszugige Erbe. Es gibt nur wenige von euch, ergo Erbe ist schon!

    Nur die Immigranten der ersten(!) Generation dürfen sich beschweren. Sie zahlen auch die Renten eurer Eltern und nicht die ihrer eigenen.

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