Drei Viertel der Erstklässler nutzen laut Studie das Internet

by JonnyDerZehnte

13 comments
  1. Wie früh ist es euerer Meinung nach am besten das erste Handy zu erhalten / unbegrenzt Zugang zum Internet zu haben?

  2. Zwei meiner Geschwister bekamen nahezu gleichzeitig Kinder, Abstand von wenigen Wochen.
    Die eine Schwester wollte die Kinder möglichst ohne digitale Medien erziehen. Bei der anderen war es eher nach dem heutigen Normalzustand, also inkl. Smartphon früh, viel Fernsehen, etc.

    Beide Kiddies sind nun mittlerweile 16.
    Beim Kind ohne Smartphone und W-LAN daheim (ein Graus für den Vater aber er zog mit), sind Ausdrucksfähigkeit und Neugierde stärker ausgeprägt; aber auch Leichtgläubigkeit. Das andere Kind ist Medien kompetenter aber die Aufmerksamkeitsspanne ist niedriger.

    Es gehen beide Wege, jedoch finde ich, sollte man definitiv nicht vor der 5. Klasse großartig mit dem Zeug anfangen. Es ist schwer für die Eltern, aber machbar. Und es ist auch schwer für die Kinder, denn die Gefahr des Ausgrenzer-Mobbings ist definitiv vorhanden.

  3. Meine Schwester hat mit 10 Jahren ihr erstes Smartphone bekommen. Das war ein gebrauchtes iPhone SE. Allerdings wurde das Teil durch die Familienfunktion sehr eingeschränkt. Bildschirmzeit für alles außer WhatsApp, Kamera und Telefon wurden auf eine Stunde pro Tag begrenzt. Apps konnten nur mit Bestätigung der Eltern runtergeladen werden. Endlos-Scroller wie TikTok gabs erst gar nicht. Würde es bei meinem Kind nicht anders machen.
    Ich finde es sehr besorgniserregend, dass die meisten Eltern ihren Kindern einfach ein Smartphone ohne Einschränkungen in die Hand drücken.

  4. Es ist sowieso ein Teufelskreis. Viele Eltern haben erschreckend wenig Medienkompetenz. Dementsprechend können sie ihrem Nachwuchs auch keinen angemessenen Umgang mit Medien beibringen, und wenn diese Generation erwachsen ist geht es wieder von vorne los. Ich habe beruflich recht viel mit Eltern zu tun und bestimmt die Hälfte hat überhaupt keinen Überblick was ihre Kinder am Smartphone so treiben.

    Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sich in der Schule ausreichend damit auseinandergesetzt wird. Gerade wegen der Schnelllebigkeit von Internetanwendungen und sozialen Medien muss man sich auch wirklich grundlegend mit der Materie auskennen. Wenn man Lehrkräfte jetzt zu einem bestimmten Thema schulen will ist der Trend evtl. schon wieder vorbei bevor der Lehrgang fertig konzipiert ist.

    Am ehesten würde es wahrscheinlich helfen, Eltern zu mehr Medienkompetenz zu verhelfen, durch Anreize oder wie auch immer.

  5. Wundert mich nicht. Bin der übelste Klischee-Nerd und hab damals mit 6 angefangen im Internet an unseren Hauscomputer zu surfen. Mir hat’s nicht geschadet, im Gegenteil, war dadurch fitter am PC als so gut wie jeder später im IT-Unterricht, generell sollte man aber frühen Internet-Konsum streng regulieren bei Kindern und da schon eher aufpassen.

  6. Kann man denen nicht verübeln, wenn der Unterricht so dermaßen langweilig ist…

  7. Unser Kleiner hat sich selbst Zahlen lesen beigebracht um in den Einstellungsbereich seiner Hörbuch streaming Box zu kommen und die Zeitbeschränkung auszuschalten….

    Das ist etwas mit dem wir als Elterngeneration klarkommen müssen. Und als “digital natives” wissen wir selbst wie gut Blocks funktionieren.

  8. Wenn man will, dass Kinder weniger vor solchen Geräten hängen, muss man Alternativen bieten. Ich musste meine Eltern als Kind quasi anbetteln, dass die sich mal mit mir hinsetzen und mit Lego spielen. Und dann hat das ganze 5 Minuten gehalten und war dann wieder gleich zu viel.

    Muss man sich dann wundern, wenn man sich Alternativen sucht die viel besser als Alleinunterhaltung dienen?

  9. Wie schädlich es ist, sieht man an den Reaktionen, wenn das Suchtmittel mal nicht zur Verfügung steht. Zumindest in den Grundschulen sollten Handys einfach 100% verboten werden: am Morgen eingesammelt, nach der letzten Stunde wieder rausgegeben.

  10. Ich wurde in den 90ern geboren und habe damals auch schon das Internet genutzt. 🤷🏻‍♀️ Warum auch bitte nicht? „Das Internet“ ist ja nicht das Problem, sondern mangelnde Aufsicht. Man lässt halt sein Kind nicht allein drauf los, genauso wenig wie man ein Kleinkind allein zum Supermarkt schickt.

    Man muss als Elternteil eben den Anspruch an sich haben, das Kind durchs Internet begleiten zu wollen und Inhalte zu selektieren, die angemessen (qualitativ und quantitativ) und wertvoll sind. Man braucht sich halt nicht einbilden, dass man sein Kind nicht gefahren aussetzt und überfordert, wenn man es einfach so aufs Internet loslässt.

  11. Schon verrückt wie schnell man sich alt fühlt, bin jetzt mitte 20 und “zu meiner zeit” gab es in der Grundschule noch den geteilten Familiencomputer und sondt nichts. Smartphone hatte ich erst (als einer der letzten) in der 6. Oder 7. Klasse…

    Und dazu kommt ja noch, das damals halt so etwas wie die Bier app das große Ding war und nicht so Zeitschlucker wie das moderne social media

  12. Wie gut, das Porn überall frei zugänglich ist und wir das absolut nicht regulieren. Wegen Zensur und Freiheit.

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