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[Trend der katholischen Bevölkerung in Österreich](https://preview.redd.it/iohx8a5rxkg81.png?width=583&format=png&auto=webp&s=f482672cb545802d2f685a913a14010dfa97ca2b)
Hallo Leitln!
Immer wieder bin ich in meiner Bubble mit den Themen Atheismus und Kirchenkritik konfrontiert und habe mir dazu mal ein Paar Gedanken dazu gemacht, wie das ganze in Österreich aussieht. Dabei habe ich mir mal die Daten angeschaut wie es um die Zahlen steht (Quelle: [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Kirche_in_%C3%96sterreich#cite_ref-6)) Der Bevölkerungsanteil der noch aktiv als katholisch “gemeldet” ist, sinkt immer weiter. Wenn man die Daten weiter extrapoliert ist man irgendwann im Juni 2024 soweit, dass man unter die 50% rutschen dürfte. Mit den Taufscheinkatholiken sind wir vermutlich schon unter der 50% Marke.
Was denkt ihr werden die Folgen sein? Was könnte man zu diesem Anlass diskutieren und neu hinterfragen? Mir ist klar, dass es regional starke unterschiede gibt (starkes West/Ost-Gefälle), aber mir geht es hier um Folgen für **ganz** Österreich.
Meine Diskussionspunkte hierzu sind folgende (teilweise übernommen von [hier](http://www.kirchen-privilegien.at/)):
* Aktualisierung/Aufkündigung des Konkordats. Die katholische Kirche hat durch das Konkordat von 1933 (neue Anerkennung 1957) eine Sonderstellung was die Religionen in Österreich angeht.
1. Sehr problematisch ist das z.B. bei den Kindesmissbrauchsfällen geworden. Hier gab es eine Installierung einer kircheneigenen Missbrauchskommission anstatt einer Übergabe an die Justiz.
2. Die Kirche hat Zugriff auf amtliche Meldedaten ihrer Mitglieder. Mit den aktuellen Datenschutzbedenken finde ich, sollte man das hinterfragen.
3. Die kath. Kirche hat immer noch Sonderregelungen beim Arbeitsrecht und somit immensen Einfluss auf das Privatleben ihrer Mitarbeiter. Auch wenn diese vom Staat bezahlt werden (z.B. Militärseelsorger, Militärbischof, ReligionslehrerInnen an staatlichen Schulen …),
4. Erhaltung von kath. Schulen und theologischen Fakultäten stammt aus stattlichen Kassen, trotzdem hat der Staat keinen Einfluss auf die Inhalte. Das betrifft auch den Religionsunterricht
5. Im Publikumsrat des ORF sitzen nur Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche, keine anderen Religionen sind vertreten. Außerdem ist der ORF verpflichtet religiöse Sendungen auszustrahlen.
* Entschädigungszahlungen hinterfragen. Die kath. Kirche wird aufgrund von Enteignungen während der NS-Zeit entschädigt. Seit 2018 beträgt der Jahresbetrag der Entschädigung 20,7 Millionen Euro. Auch andere Religionsgemeinschaften werden entschädigt und auch diese könnte man hinterfragen ob sie noch aktuell sind.
* Kath. Organisationen zählen zu den großen Grundbesitzern. Etwa 3 bis 5 Prozent des gesamten Waldes (4 Mio. ha) sind in kirchlicher Hand. Größter land- und forstwirtschaftlicher Betrieb ist das [Stift Admont](https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Admont).
* Ich möchte aber auch die “guten” Seiten nicht unterschlagen. Einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung leisten beispielsweise Ordenskrankenhäuser. Einen großen Umfang hat auch die im kirchlichen Rahmen geleistete freiwillige gemeinnützige Arbeit. Das kann man nicht so einfach abdrehen. Eine Gesamtübersicht über das Finanzgebaren ist aber nicht vorhanden. Die Kirche ist bei diesbezüglicher Offenlegung recht zurückhaltend.
* Die Kirche ist allerdings auch ein wichtiger Kulturträger und damit im Tourismusland Österreich auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Was sind eure Gedanken dazu? Welche Eckpunkte könnte man überdenken bzw. aktualisieren?
35 comments
einzige sorgen ist die abschaffung der feiertage, ansonsten kann die kirche sterben gehen wenn es nach mir geht.
Der kirchenbeitrag für alle Religionsgemeinschaften sollte auf freiwilliger Basis erfolgen die Kirchensteuer sollte abgeschafft werden ebenso sollte staatliches Recht vor Kirchenrecht gelten die kirchlichen Straftäter müssen vom Staat zur Verantwortung gezogen werden
Punkt 1 find ich schon ewig besonders absurd.
Als ob ein Fußballverein sagen würde “Ja, ok unser U8 Trainer ist ein Kinderficker, aber wir haben da intern drüber geredet und er macht das nie wieder, außerdem versetzten wir ihn zur U12 Mannschaft”.
Aber hey, die Kirche kann das.
Die Entschädigungszahlungen sind auch “witzig” – nicht die Höhe, sondern weils der Staat “auf ewig” zugesichert hat.
4.) trotzdem hat der Staat keinen Einfluss auf die Inhalte.
Das stimmt nicht ganz, die Schulbehörden überwachen welche Inhalte in rel. vermittelt werden und können auch handeln wenn notwendig.
(Das hatten wir schon mit islamistischen und rechtsextremen Inhalten im rel. Unterricht.)
Basierend auf den Zahlen wäre im Jahr 2123-2124 gleich 0 Katholen in Österreich….
>Die Kirche hat Zugriff auf amtliche Meldedaten ihrer Mitglieder.
Die Kirche hat Zugriff auf sämtliche Meldedaten, sonst hätte ich nie einen Brief von denen bekommen dürfen.
Kirchensteuer is a bisserl wie die GIS.
Zahlst ohne dasst in die Kirche gehst. Kannst aber auch in die Kirche gehen ohne zu zahlen.
Wie wennst einen Fernseher hast denst nur zum Spielen verwendest oder ORF übers Internet (legal) streamst.
Ich habs beide abgemeldet.
*Extrapoliert
Ansonsten: solange andere Religionen oder esoterisches Gedankengut im Vakuum, welches die katholische Kirche hinterlässt, nicht deutlich erstarken, sondern die Gesellschaft insgesamt humanistischer wird, sehe ich diese Entwicklung natürlich positiv.
Von mir aus kann es weiter sinken, ich kann auch ohne Kirche “gute” Werte vertreten, finde es ist mehr sozialer druck von einer aussterbenden Generation aber das ist nur meine gefühlte Wahrheit, wenn es jemand wichtig ist kann er ja weiter Mitglied bleiben.
Die Fragen schauen für mich in der Tat aus als kämen Sie von jemandem in einer Kirchen-Bubble. Für mich als nicht mehr der kath. Kirche angehörigem sind das nicht die brennendsten Fragen. Außer der Umgang mit (dem Symptom) Kindermissbrauch. Der Kipppunkt war für mich die Papstwahl von Benedikt dem 16. Nicht gehalten hat mich zudem die fehlende “Umweltpolitik” bzw. auch “Sozialpolitik”. Es gibt wohl ein soziales Engagement und in anderen Regionen auch eine starke politische Komponente. Was ich nicht verstehe ist, dass die Kirche – m. E. derzeit die einzige Organisation die der anstehenden Systemkatastrophe betreffend Umwelt und Ökonomie etwas entgegenhalten könnte – daraus nicht schöpft. Mir scheint die Kirche lebt ein beständiges Rückzugsgefecht anstatt den Dingen – ich nenne sie halt einmal “die Versündigung des Menschen an der Schöpfung” – ins Auge zu blicken und zu handeln.
alle privilegien abschaffen. glaubensgemeinschaften sind vereine so wie briefmarkensammler oder sonstiges. dass man mit privilegien dafuer belohnt wird, dass man die realitaet verweigert und es noch dazu den straftatbestand “herabwuerdigung religioeser lehren” gibt ist an absurditaet nicht zu ueberbieten.
Konkordat auflösen, Kirche auf Vereinsstatus herunterstufen. Die Welt wird danach vielleicht nicht wesentlich, aber zumindest ein wenig besser.
Für mich müsste die Kirche so manche Schritte machen die sie einfach ins 21te Jahrhunderte bringt um wieder interessanter zu werden.
Ein großer Punkt wäre zuerst mal Gleichsetzung Mann und Frau. Hier bekomm ich vorallem im Familienkreis von zwei Tanten viel mit die sehr involviert sind in ihrer Heimatgemeinde aber eig nur die Drecksarbeit bekommen und wenns mal wichtig wird werden se excludiert weil ja Frau hat nix zu sagen. (Vl. am Dorf größeres Problem aber ja). Das Priester heiraten dürfen wurde glaub ich eh gerade in Deutschland vorgeschlagen vl. ist das auch ein guter Schritt.
Aber für mich der wichtigste Punkt ist der Gottesdienst selbst. War jetzt schon in mehreren Kirchen um die Welt (vorallem Afrika und Südamerika) und da geht es viel mehr um Ethik, guter Mensch zu sein oder auch einfach Gespräche zwischen Gemeinde und Priester und nicht wie bei uns einfach Bibel, Lied nochmal Bibelzitat, Lesung und am Ende die Leute aufwecken weils so langweilig ist.
Man könnte damit anfangen, alle Kirchenprivilegien abzuschaffen.
Religion ist nichts anderes als jedes andere Hobby und jeder Schach-Club sollte die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie jede Kirchengemeinschaft.
Die Missbrauchs Geschichten haben IMHO mit dem Zölibat zu tun. Da wird Sexualität in verklemmte. sowie schon verbotene Bahnen gelenkt.
Da ist der meiste Reformbedarf. Weg mit dem Zölibat und stattdessen eine aufgeklärte, moderne Einstellung zur Sexualität!
Krass! 10% Abnahme in so kurzer Zeit
Kirchensteuer is glab I a so a Punkt weshalb Leute sagen: I brauch ka Institution für mein Glauben
Meiner Meinung nach sollten ALLE Sonderregelungen für Kirchen, Religionen oder Glauben fallen. Von irgendwelchen Steuervorteilen von Religionsgemeinschaften bis hin zum besonderen Schutz von religiösem Glauben einfach alles.
Der größte waldbesitzer sind die Bundes Forste afaik.
Ich halt auch nichts von der römisch-katholischen Kirche.
Es gibt aber progressivere christliche Gemeinden (evangelisch, alt-katholisch), die ich als gläubiger Christ schwer in Ordnung finde
Das Problem an der römisch-katholischen Kirche ist, dass sie auf Grund ihrer viel zu strengen Hierarchien nicht reformierbar ist. Das liegt eigtl schon seit Jahrhunderten auf der Hand, aber die Leute halten aus Tradition trotzdem dran fest.
Dass Frauen im Priesteramt in röm-katholisch bis heute nicht gehen, ist ein absoluter Skandal
Und ich finds schade, dass die römisch-katholische Kirche durch ihre Rückstândigkeit generell dem Image von Religion sehr schadet
Die üblichen Reformthemen sind eh klar, ich glaub da braucht man in dieser Community eh nicht mehr viel dazu sagen.
Die Kirche und ihre anhängigen Organisationen in Österreich sind auch ein großer Arbeitgeber. Betreiben nicht nur Krankenhäuser, auch Kindergärten, Schulen und Seniorenheime. Dazu noch weniger greifbare Sachen (Telefonseelsorge, Jugendarbeit, …). Auch wenn das natürlich nicht außerhalb der staatlichen Kontrolle stattfindet, finde ich das gar nicht so schlecht, besonders bei der Politik der letzten Jahre. Diese Strukturen kann man auch nicht von heute auf morgen ersetzen.
Ansonsten ist es eben auch ein Grund für viele sich in der Gemeinschaft zu betätigen. Die Religion ist da halt eher das Vehikel, solange das nicht ausartet ist das für mich ok. Auch mal eine Gelegenheit am Land andere Kulturen kennenzulernen, z.B. wenn eine austerbende Pfarre mal wieder einen indischen oder afrikanischen Priester zugewiesen bekommt.
Und außerdem, wer sagt die Kirche wäre nicht modern: [https://www.kj-ooe.at/institution/18050/aktuelles/article/198859.html](https://www.kj-ooe.at/institution/18050/aktuelles/article/198859.html) /s
Sehr interessant zusammengefasst! Sage mal so, sobald die erste Rechnung reinkam war ich raus 🙂
Denke, der Anteil an tatsächlich gläubigen Menschen ist noch einmal deutlich geringer. Ich bin Schülerin (Tirol), in meiner Klasse sind 26 Leute. Davon alle bis auf 5 katholisch getauft, aber die Gläubigen kann man an einer Hand abzählen.
Übrigens müssen in Ö teils Veränderungen im Schulsystem vom Vatikan genehmigt werden. ZB die Einführung Polytechnischer Schulen. Source: Kurs über Schule & die Gesellschaft im LA Studium
Das erste wenn wir unter 50% fallen wird sein, dass der Industriellenverband die kirchlichen Feiertage abschaffen probiert (hat er ja immer wieder …). Einer der wenigen positiven Dinge am Katholizismus war, dass die Katholiken früher Feiertage wollten, dass die Leute nicht immer nur Arbeiten sondern sich besinnen konnten. Sowas sollte in einer Konfesionsfreien Version weiterleben dürfen, fürchte aber das wirds ned spielen …
Aus welchen gesetzlichen Gründen ist es der Kirche eigentlich erlaubt, Frauen von so ziemlich allen wichtigen Ämtern auszuschließen?
Jeder anderen Institution, egal ob Staat, Polkaclub, Nachtlokal, Firma oder Geschäft, ist es verboten, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Geschlecht, Glauben oder sexuellen Orientierung zu diskriminieren.
Das “Problem” wird sich also mit der Zeit von alleine erledigen. Gut so.
Erste Handlung nachdem der Prozentsatz auf eine Minderheit gefallen ist, sollte die Abschaffung des Religionsunterrichts sein. Stattdessen lieber noch ein paar Turnstunden mehr einbauen.
Die meisten Kirchenaustritte gibts wegen dem Mitgliedsbeitrag, was ich eigentlich extrem schade finde. Klar tun jetzt 1% vom Lohn niemanden weh, aber für viele is es dann halt das Zünglein an der Waage. War bei meinen Eltern auch so.
Die Kirche hat zwar viele Schattenseiten die beleuchtet werden müssen (Missbrauch etc.) aber ich finde, dass die Kirche viel mehr gutes tut, als man ihr oft zugesteht.
Anderer großer Punkt, grad wenn ich mir den Rückgang der Mitglieder anschau: Die Kirche ist ja auch irgendwie ein Kulturträger in Österreich. Fast alle Feste gehn auf die Kirche und den Glauben zurück. Und mit sinkenden Mitgliederzahlen verliert auch unsere Kultur an Einfluss und wird irgendwann vollständig verdrängt. Und wenn der aktuelle [demographische Wandel](https://www.pewforum.org/2017/11/29/europes-growing-muslim-population/pf_11-29-17_muslims-update-23/) so weiter geht wird Österreich seine einzigartige österreichische Kultur verlieren.
Hast du auch Anzahl der Mitglieder absolut? Oder Prozent der Bevölkerung, die in irgendeiner religiösen Gemeinschaft sind?
Nur weils interessant wär im Vergleich – ich denk mal der sinkende Prozentsatz in der Regelmäßigkeit ist nicht nur Austritten und wegsterbenden zuzuschreiben, sondern auch auch anderen Religionen. Also es sind nicht so viel weniger “offiziell” religiös, sondern einfach mehr Orthodoxe und Muslime.
Nicht, dass man deswegen nicht die Abschaffung von Sonderrechten diskutieren sollte (ich stimm da in vielen Punkten zu!) – aber allgemein bzgl. religiösität vermute ich, dass die Kurve nicht so steil fällt.
Als ich aus der Kirche ausgetreten bin, habe ich nur eine einzige Sache bereut…
…dass es nicht die katholische war.
Hm, hier sehe ich vieles anders:
Konkordat und Punkt 3(a): welche konkreten Vorteile bietet das Konkordat der katholischen Kirchen gegenüber anderen anerkannten Religionsgemeinschaft? Soweit ich das verstehe, werden alle anerkannten Religionsgemeinschaften von der Republik gleich behandelt.
Punkt 1: das katholische Recht gilt *zusätzlich* zum staatlichen, nicht statt ihm.
Die Kirche hat eine Kommission eingesetzt, und das war die absolut richtige Entscheidung: hätte sie nicht sollen?
Das hindert ja den Staat nicht, seine eigene einzusetzen, und auch mit der staatlichen hätte jeder befragte mitarbeiten müssen..
Punkt 2: hinterfrage ruhig. Jedes Mitglied eines Vereins muss dort gewisse persönliche Daten hinterlassen. Wenn dir das, was der Verein bietet, nicht genug Gegenwert dafür ist, tritt nicht ein, oder tritt aus und Stelle ein löschungsansuchen.
Aber welche Daten sind das? Name, Geburtstag, aus. Nichtmal der Wohnsitz wird zuverlässig gemeldet. Alles andere (Taufe, Firmung, Ehe, …) Wird ja eh von der Kirche organisiert, natürlich schreibt sie sich das auf…
Punkt 3b: welchen immensen Einfluss bitte? Die Kirche ist ein Tendenzbetrieb, ähnlich wie eine Partei, und kann daher Mitarbeiter feuern, die deren Weltanschauung zuwiderhandeln, aber das können eben zb Parteien auch. Aber sonst?
Punkt 4: schlicht falsch. In katholischen Schulen werden die Lehrer vom Staat bezahlt, die restlichen Kosten übernimmt die Kirche.
Was unterrichtet wird, da sprechen Staat und Kirche mit. Aber spätestens zb wenns zur Zentralmatura geht, wäre es ja schon blöd, lehrten die Schulen was komplett anderes…
Beim Religionsunterricht hält sich der Staat inhaltlich zurück, beim katholischen sie auch dem evangelischen, muslimischen etc., Soweit er nicht gegen die demokratischen Grundwerte Österreichs verstößt. Halle ich für sinnvoll.
Punkt 5: die beiden größten Religionsgemeinschaften beteiligen halte ich auch nicht für verkehrt; warum nur zwei, stimmt, man könnte auch einen Muslimen mit hineinnehmen… Aber wenn Religion Teil der Kultur ist, macht es Sinn, dazu auch was auszustrahlen.
Punkt *: Entschädigung wird nicht aufs Geratewohl bezahlt und “irgendwann ists genug”, sondern hört auf, wenn abbezahlt wurde. Was offensichtlich noch nicht der Fall ist.
Punkt *: ja, die Kirche besitzt viel Grund. Und weiter? Willst du behaupten, sie hatte kein Recht dazu? Kannst du für diese Ansicht entsprechende Dokumente vorweisen?
Oder magst einfach so enteignen? Und damit den gesamten Rechtsstaat aufgeben? (Was täte das wohl mit Immo-preisen in Österreich, wenn man sähe: der Staat enteignet auch schon Mal, wenn’s ihm einfällt.. was täte das mit Investitionen in Industrie und Gewerbe? Failed States haben wir genug als Anschauungsmaterial..
Tl;dr: sehr viel typische Kritik an der Kirche, die überwiegenderweise nicht zutrifft.
(Und dabei gäbs so viel Zutreffendes zu kritisieren! Und ihr schießt immer daneben xD )
Nim de Süvamünzn, Judas 😛
1) Kirchenunterricht gehoert aus den Schulen raus, wer Religionsunterricht haben will soll am Sonntag am Tag des Herren das in seiner Freizeit machen.
2) Kreuze gehoeren aus allen oeffentlichen Gebaeuden entfernt, haben in Schulen und noch schlimmer in Gerichtssaealen nix verloren (Landeshauptmanbild etc von mir aus auch gleich bevor wer mit dem “Gegenargument” kommt, sind ja net Nord Korea)
3) Beitritt der dich was kostet kann nur selbsstaendig erfolgen, nicht durch Eltern
4) Kirchengebuehr kann nicht mehr vom Gehalt gepfaendet werden, kein anderer Privatverein kann das einfach so machen
5) Obwohl ich mit der Kirche nix am Hut habe bin ich weiterhin einverstanden dass Kirchengebaeude mit Steuern in Stand gehalten werden, gehoeren zum Kulturgut. Auch kirchliche Organisationen wie die Caritas sind zu unterstuetzen
Ich bin vor einigen Monaten zur Altkatholischen Kirche übergetreten. Das klingt sicher sehr arg Altkatholische. Noch extremer. Dachte ich auch. Ist aber ned so. Xer name trügt. Die sind voll modern.
Crauen dürfen Priester werden. Schule auch. Nan verheiratet auch geschiedene und ist sher weltoffen allen Menschen gegenüber. Kirchensteuer ist ein kann und kein Muss.
Kann ich nur empfehlen
Kleine Geschichte am Rande: Seit die Kinder unserer Vermieter ausgezogen sind, stellen die Evangelischen in unserem Haus die Mehrheit (4:1) – und seitdem kommen z.B. auch keine Sternsinger mehr, dabei haben wir immer gespendet. Finde ich persönlich schon schade, dass die Kirchenzugehörigkeit anscheinend wichtiger ist als die gute Sache. Aber wer weiß, wie lange noch…