Glaubt er wirklich, dass seine Worte jetzt bei der Ampel zum Umdenken führen werden und die Regierung unverzüglich ein Milliardenschweres Investitionsprogramm auflegt, um die Koalitionsvereinbarung von 400000 Wohnungen pro Jahr umzusetzen?
Schön wär’s…
Das ist ja n Ding, Mensch. Wer hätte das gedacht? Hat da schonmal jemand nachgeforscht?
Ist auch mittlerweile auf dem Land angekommen. Lebe in einer Kleinstadt, letztens mal das Amtsblatt durchgeblättert, unter der Kategorie “Vermietung” ist ein einziges Inserat in dem jemand um “bezahlbaren Wohnraum” bittet, es würde sich um einen Notfall handeln.
Mal gespannt wie lange das noch gut geht.
> Neue Stadtkonzepte haben die Klimaanpassung immer im Blick. Es geht auch um Dach- und Fassadenbegrünung.
“Lustige” Story dazu, in Darmstadt hatte man angefangen mit vertikaler Begrünung in Tunneln zu experimentieren, dazu gab es ein Modellprojekt “Begrünung Citytunnel”. Die Stadt Darmstadt bezeichnet es als erfolgreich abgeschlossen, allerdings führt das nicht zu mehr Begrünung, aufgrund neuer Brandschutzanforderungen, musste die Begrünung im Juni diesen Jahres dann abgebaut werden und es gibt keine weiteren Projekte mehr dieser Art…
Wohnen ist nicht nur ein sozialer Sprengsatz, sondern mit Sicherheit auch eine Granate innerhalb der Ampel. Bei der eklatanten Größe des deutschan Wohraummangels ist es quasi unumgänglich, massive Erleichterungen und Möglichkeiten für den Neubau in die Fläche zu schaffen. Solch ein Vorhaben ist meines Erachtens mit den Grünen nicht ohne weiteres möglich, da man (für mehr Geschwindigkeit) ebenfalls die Auflagen an den Umweltschutz wieder auf ein Maß stutzen müsste, das auch einen Entsprechenden Neubau erlaubt.
Projekte mit dem Potential die Ampel zu sprengen werden ja gerne etwas stiefmütterlich behandelt.
Mit den anstehenden Wahlen gerät die Ampel aber massiv in Zugzwang um nicht noch mehr Wähler zu verlieren.
Nein!
Wie wär’s wenn ihr, liebe Städte, erstmal dafür sorgt, dass dichter und höher gebaut wird bzw. werden kann?
Keine Sorge, die Regierung plant garantiert schon die nächste Bestandsmieter Subvention. Umziehen müssen bekanntlich nur Brüger dritter Klasse, da ist’s nur fair, dass die das doppelte an Miete bezahlen.
Ich habe gestern Post vom Bauamt einer bayrischen Stadt erhalten.
Wollte dort ein innerstädtische MFH mit aktuell 7 Wohneinheiten aufstocken. In den letzten zwei Jahren wurde daraus ein Ausbau des DG weil der Bauplan von 1972 nicht mehr erlaubt. Dass das Gebäude nebenan 2 Stockwerke höher ist, spielt hierbei keine Rolle (ein darauf berufen wurde dennoch abgelehnt).
Jedenfalls wird der Ausbau des DG nun genehmigt. Da zwei neue Wohnungen geschaffen werden, müssten eigentlich zwei Parkplätze geschaffen werden. Da kein Platz auf dem Grundstück vorhanden ist, muss eine Ablöse für die zwei Parkplätze von knapp 30.000€ (!!!) bezahlt werden, bevor (!!) die Baugenehmigung erteilt wird.
Dazu kommen noch immense Gebühren bei der Stadt für das teilweise Sperren der Straße für den Kran, sollte es denn mal losgehen. und natürlich die Kosten für die Baugenehmigung und den Architekten.
Heißt: man hat erstmal 40.000€ Verwaltungs- und Planungskosten, bevor man überhaupt irgendwas gemacht hat. Das kombiniert mit den Baukosten und Beharren auf dem Bauplan von vor 50 Jahren, sorgt dafür, dass die von der Politik so dringend geforderte Nachverdichtung zu einer ökonomischen Katastrophe wird. Das rechnet sich bei knapp 100 qm neuem Wohnraum dann einfach nicht mehr.
Neue Woche, neue Warnung zum Wohnungsmarkt.
Gott beware es würde jetzt endlich mal etwas gegen diese drohende Katastrophe unternommen…
10 comments
Glaubt er wirklich, dass seine Worte jetzt bei der Ampel zum Umdenken führen werden und die Regierung unverzüglich ein Milliardenschweres Investitionsprogramm auflegt, um die Koalitionsvereinbarung von 400000 Wohnungen pro Jahr umzusetzen?
Schön wär’s…
Das ist ja n Ding, Mensch. Wer hätte das gedacht? Hat da schonmal jemand nachgeforscht?
Ist auch mittlerweile auf dem Land angekommen. Lebe in einer Kleinstadt, letztens mal das Amtsblatt durchgeblättert, unter der Kategorie “Vermietung” ist ein einziges Inserat in dem jemand um “bezahlbaren Wohnraum” bittet, es würde sich um einen Notfall handeln.
Mal gespannt wie lange das noch gut geht.
> Neue Stadtkonzepte haben die Klimaanpassung immer im Blick. Es geht auch um Dach- und Fassadenbegrünung.
“Lustige” Story dazu, in Darmstadt hatte man angefangen mit vertikaler Begrünung in Tunneln zu experimentieren, dazu gab es ein Modellprojekt “Begrünung Citytunnel”. Die Stadt Darmstadt bezeichnet es als erfolgreich abgeschlossen, allerdings führt das nicht zu mehr Begrünung, aufgrund neuer Brandschutzanforderungen, musste die Begrünung im Juni diesen Jahres dann abgebaut werden und es gibt keine weiteren Projekte mehr dieser Art…
[https://www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/modellprojekt-begruenung-des-citytunnels-erfolgreich-abgeschlossen](https://www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/modellprojekt-begruenung-des-citytunnels-erfolgreich-abgeschlossen)
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Wohnen ist nicht nur ein sozialer Sprengsatz, sondern mit Sicherheit auch eine Granate innerhalb der Ampel. Bei der eklatanten Größe des deutschan Wohraummangels ist es quasi unumgänglich, massive Erleichterungen und Möglichkeiten für den Neubau in die Fläche zu schaffen. Solch ein Vorhaben ist meines Erachtens mit den Grünen nicht ohne weiteres möglich, da man (für mehr Geschwindigkeit) ebenfalls die Auflagen an den Umweltschutz wieder auf ein Maß stutzen müsste, das auch einen Entsprechenden Neubau erlaubt.
Projekte mit dem Potential die Ampel zu sprengen werden ja gerne etwas stiefmütterlich behandelt.
Mit den anstehenden Wahlen gerät die Ampel aber massiv in Zugzwang um nicht noch mehr Wähler zu verlieren.
Nein!
Wie wär’s wenn ihr, liebe Städte, erstmal dafür sorgt, dass dichter und höher gebaut wird bzw. werden kann?
Keine Sorge, die Regierung plant garantiert schon die nächste Bestandsmieter Subvention. Umziehen müssen bekanntlich nur Brüger dritter Klasse, da ist’s nur fair, dass die das doppelte an Miete bezahlen.
Ich habe gestern Post vom Bauamt einer bayrischen Stadt erhalten.
Wollte dort ein innerstädtische MFH mit aktuell 7 Wohneinheiten aufstocken. In den letzten zwei Jahren wurde daraus ein Ausbau des DG weil der Bauplan von 1972 nicht mehr erlaubt. Dass das Gebäude nebenan 2 Stockwerke höher ist, spielt hierbei keine Rolle (ein darauf berufen wurde dennoch abgelehnt).
Jedenfalls wird der Ausbau des DG nun genehmigt. Da zwei neue Wohnungen geschaffen werden, müssten eigentlich zwei Parkplätze geschaffen werden. Da kein Platz auf dem Grundstück vorhanden ist, muss eine Ablöse für die zwei Parkplätze von knapp 30.000€ (!!!) bezahlt werden, bevor (!!) die Baugenehmigung erteilt wird.
Dazu kommen noch immense Gebühren bei der Stadt für das teilweise Sperren der Straße für den Kran, sollte es denn mal losgehen. und natürlich die Kosten für die Baugenehmigung und den Architekten.
Heißt: man hat erstmal 40.000€ Verwaltungs- und Planungskosten, bevor man überhaupt irgendwas gemacht hat. Das kombiniert mit den Baukosten und Beharren auf dem Bauplan von vor 50 Jahren, sorgt dafür, dass die von der Politik so dringend geforderte Nachverdichtung zu einer ökonomischen Katastrophe wird. Das rechnet sich bei knapp 100 qm neuem Wohnraum dann einfach nicht mehr.
Neue Woche, neue Warnung zum Wohnungsmarkt.
Gott beware es würde jetzt endlich mal etwas gegen diese drohende Katastrophe unternommen…