Auto-Pläne der FDP: Städte lehnen „Forderungen von vorgestern“ ab

by kiru_56

13 comments
  1. Die Kommunen weisen völlig zurecht darauf hin, das es sich hier um einen Aspekt der kommunalen Selbstverwaltung handelt, der Bund ihnen bei diesem Thema schlicht nichts zu sagen hat. Außerdem stehen ihnen auch die Parkgebühren zu, die FDP erwähnt mit keinem Wort, dass der Bund irgendwelche Kosten übernehmen will.

  2. Was soll immer dieses Argument der “guten Erreichbarkeit von Geschäften” ? Kann heutzutage keiner mehr 50 Meter zu fuß laufen ? Man muss doch nicht *immer* direkt vor der Geschäftstür parken…

  3. Wenn man den Bürgern die Kosten der Parkplätze überniimmt, erhöhen sich die Kosten für den Bürger. Die Kosten für den Bürger müssen abgezogen werden. Das kann man tun, indem man die Steuern erhöht.

  4. Wäre denn eine Innenstadt so verwerflich, an die man aus 2 Richtungen auf je einer Straße mit dem E-Auto dicht heranfahren kann, das man dann im Parkhaus abstellt um zu Fuß zu bummeln? Ergänzend zu ÖPNV und Fahrrad natürlich.

    Das Mercado in Hamburg Ottensen funktioniert quasi so. Drumherum Fußgängerzone, Bahnhof Altona und 1 Parkhaus mit 1 Einfahrtsstraße.
    https://maps.app.goo.gl/icvL1C87H331BZdv5

    (Mir ist klar dass Lindner ganz andere Ideen hat.)
    Edith wg Typo

  5. >Das Auto sei für mehr als 60 Prozent der Innenstadtbesucher das entscheidende Verkehrsmittel

    Da bezieht sich der Herr wohl ausschließlich auf Kleinstädte. Agora Energiewende hat in [Städte in Bewegung](https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2020/Staedteprofile/Agora-Verkehrswende_Bewegung_in_Staedten_1-1.pdf) (2020; Datengrundlage von 2017 MiD) für Städte ab 100.000 Einwohnern einen PKW-Anteil kleiner 60% (liegt bei 59%) festgestellt. Dabei gilt: je größter die Stadt, desto geringer der PKW-Anteil.

    In den Metropolen liegt der Anteil nur noch bei 37%. Dabei liegen Berlin (26%), Hamburg (32%) und München (34%) als größte Metropolen weit unter dem “mehr als 60% der Innenstadtbesucher”.

  6. >Von der FDP hieß es, der Vorstoß sei „keine Pro-Auto-Kampagne“. Es gehe lediglich um „Wahlfreiheit in der Mobilität“.

    tEcHnoLoGieOfFeNhEiT

    Das Auto wird so oft bevorzugt, macht doch mal die Öffis und Bahn zu einer ernstzunehmenden Alternative.

  7. So, ADAC findet das blöd, Städtetag findet das blöd, jeder vernünftig denken Mensch findet die Idee blöd. Was genau will die FDP damit erreichen? Einfach Maximal-Opposition zum Koalitionspartner in der Hoffnung so am rechten Rand als anti-grüne Partei Stimmen zu fischen? Aber warum sollten Faschos die FDP wählen, wenn sie doch die AfD haben? Ich verstehe deren Konzept in keiner Weise.

  8. >  Abschaffung von Parkgebühren

    Dass da den Stadtherren das Messer in der Tasche aufgeht war klar.

  9. Wer findet eigentlich das Vorgehen der FDP gut? Gut hier und da ein Lobbyist, aber so allgemein? Ich kann’s mir wirklich nicht erklären, wie kann eine ganze Partei sowas zulassen? Die zerlegen sich komplett selbst

    Wer die Regierung scheiße findet wählt halt nicht die Blockierer die aktuell Teil eben dieser Regierung sind sondern macht das Kreuz bei der Opposition. Kein Wunder dass die in Umfragen irgendwo bei 5% rumkrebsen.

  10. Was ich mich bei den letzten Plänen der FDP immer Frage, machen die Umfragen und Meinungsforschung und sind deren Ergebnisse wirklich so, dass sich diese Vorstöße positiv auswirken. Reddit ist schon wenig repräsentativ, aber gibt es wirklich Menschen die zu dem Vorschlag sagen: ja nice!

    Ich könnte mir maximal vorstellen, dass sie damit Leute auf dem Land erreichen wollen die Gernot sind, dass sie nicht mehr in die Innenstadt fahren können. Aber ist das wirklich FDP Wähler oder können das werden?

    Die gesamte Strategie der FDP verwirrt mich einfach komplett.

  11. Ich möchte die Idee der FDP weiterspinnen:
    Ja, freie Fahrt in die Städte, aber dafür nur noch einspurig und Ampeln schalten für Fußgänger sofort auf grün.

    Ja, kostenlose Parkplätze, dafür wandeln wir aber 95% der bisherigen Parkplätze in Grün- und Wohnflächen um.

    Tiefgaragen werden zu Pop-Up-Geisterbahnen, wo die örtliche FDP ihr Programm bewerben darf.

  12. Vorgestern war Sonntag, wer stellt denn da Forderungen?!

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