Das ist ja schon bei humanen Temperaturen bisweilen ein Knochenjob. Nicht zu beneiden die Bauarbeiter.
Wird Zeit die Siesta einzuführen.
Wir hatten hier letzte Woche Solarleute auf dem Block. Ich hab keine Ahnung wie das funktioniert. Das Gerüst hoch und dann auf dem geteerten Dach arbeiten stell ich mir bei solcher Hitze jetzt auch nicht als besonders gesund vor.
Hautkrebs und Kreislauf lässt Grüssen, bald macht niemand mehr diesen Job. Eine sehr unterschätzte Gefahr des Klimawandels
Der Job ist, insbesondere unter diesen Umständen, nicht gesund aber dafür bekommen sie wenig Geld. Das gleicht sich aus.
Alle Handwerksbetriebe die ich kenne fangen im Sommer an heißen Tagen früher an und hören dann auch früher auf, jedenfalls wenn es die Möglichkeit dazu gibt (lärmende Tätigkeiten kannst du ja oft nicht um 6Uhr starten). Aber es gibt ja auch ganz regulär gesetzliche Arbeitsschutz-Vorschriften. Dass diese den oft ausländischen Bauhelfern des dritten Subunternehmers in der Kette nicht bekannt sind und daher oft auch nicht gewährt werden kommt leider immer noch vor. Ausreichende Pausen, Möglichkeiten zum Abkühlen und Getränke muss der Arbeitgeber ermöglichen.
Bei mir im Dachdeckerbetrieb gibt’s erst ab 35 Grad Schlechtwetter. Da waren wir gestern und heute mit 34 Grad knapp drunter, aber ich muss sagen, dass es echt nicht so schlimm ist wie hier in den Kommentaren behauptet wird. Klar, die Suppe läuft dir die Beine runter (insbesondere wenn man keine kurze Arbeitshose hat wie ich weil ich erst vor kurzem als Aushilfe eingesprungen bin) aber solange ein leichter Wind weht ist das durchaus machbar. Viel trinken, Mütze und Sonnencreme tragen und dann sind die größten Beschwerden eher die Füße, die nach stundenlangem balancieren auf Holzlatten etwas müde werden. Nichts desto trotz habe ich einen riesigen Respekt vor allen Handwerken, insbesondere die, die das schon jahrelang mitmachen.
An der Stelle seien auch mal kurz die Paketzusteller/Lieferwagenfahrer.
Die Kastenwägen werden bei so einem Wetter schnell mal zu einem 50°C-60°C heißen Ofen. Da reichen schon die paar Minuten in den man die Pakete entlädt, um komplett Matsche im Kopf zu werden. Nach 6 Stunden dann noch ein Auto zu manövrieren, ist einfach sau gefährlich.
>Vertreter von SP und **FDP** wollen sie auch auf Hitzewellen ausweiten.
FDP immer dann bei sinnvollen Überlegungen dabei, wenn es darum geht Unternehmen Geld zu geben.
9 comments
Das ist ja schon bei humanen Temperaturen bisweilen ein Knochenjob. Nicht zu beneiden die Bauarbeiter.
Wird Zeit die Siesta einzuführen.
Wir hatten hier letzte Woche Solarleute auf dem Block. Ich hab keine Ahnung wie das funktioniert. Das Gerüst hoch und dann auf dem geteerten Dach arbeiten stell ich mir bei solcher Hitze jetzt auch nicht als besonders gesund vor.
Hautkrebs und Kreislauf lässt Grüssen, bald macht niemand mehr diesen Job. Eine sehr unterschätzte Gefahr des Klimawandels
Der Job ist, insbesondere unter diesen Umständen, nicht gesund aber dafür bekommen sie wenig Geld. Das gleicht sich aus.
Alle Handwerksbetriebe die ich kenne fangen im Sommer an heißen Tagen früher an und hören dann auch früher auf, jedenfalls wenn es die Möglichkeit dazu gibt (lärmende Tätigkeiten kannst du ja oft nicht um 6Uhr starten). Aber es gibt ja auch ganz regulär gesetzliche Arbeitsschutz-Vorschriften. Dass diese den oft ausländischen Bauhelfern des dritten Subunternehmers in der Kette nicht bekannt sind und daher oft auch nicht gewährt werden kommt leider immer noch vor. Ausreichende Pausen, Möglichkeiten zum Abkühlen und Getränke muss der Arbeitgeber ermöglichen.
Bei mir im Dachdeckerbetrieb gibt’s erst ab 35 Grad Schlechtwetter. Da waren wir gestern und heute mit 34 Grad knapp drunter, aber ich muss sagen, dass es echt nicht so schlimm ist wie hier in den Kommentaren behauptet wird. Klar, die Suppe läuft dir die Beine runter (insbesondere wenn man keine kurze Arbeitshose hat wie ich weil ich erst vor kurzem als Aushilfe eingesprungen bin) aber solange ein leichter Wind weht ist das durchaus machbar. Viel trinken, Mütze und Sonnencreme tragen und dann sind die größten Beschwerden eher die Füße, die nach stundenlangem balancieren auf Holzlatten etwas müde werden. Nichts desto trotz habe ich einen riesigen Respekt vor allen Handwerken, insbesondere die, die das schon jahrelang mitmachen.
An der Stelle seien auch mal kurz die Paketzusteller/Lieferwagenfahrer.
Die Kastenwägen werden bei so einem Wetter schnell mal zu einem 50°C-60°C heißen Ofen. Da reichen schon die paar Minuten in den man die Pakete entlädt, um komplett Matsche im Kopf zu werden. Nach 6 Stunden dann noch ein Auto zu manövrieren, ist einfach sau gefährlich.
>Vertreter von SP und **FDP** wollen sie auch auf Hitzewellen ausweiten.
FDP immer dann bei sinnvollen Überlegungen dabei, wenn es darum geht Unternehmen Geld zu geben.