Polizeigewerkschaften für Verbot aller Messer in der Öffentlichkeit

by Wasserpuncher

40 comments
  1. Wann kommt der Aufruf aus Bayern weil man im Biergarten dann keine Weißwurst mehr schneiden kann?

  2. Alles was die Polizeigewerkschaft sagt sollte man einfach ignorieren

  3. Unsere Messergesetze sind jetzt bereits in Teilen ziemlich albern (Stichwort Multitools und Einhandbedienung). Und die bereits maximal erlaubten 12cm länge sind wahrlich keine Kampfmesser und auch nicht gefährlicher als eine abgebrochene Flasche oder ein beliebiger stabiler, spitzer Gegenstand. Und mit einem Messer das keine fixe oder sicher fixierbare Klinge hat fügst du in einem Kampfszenario primär dir selbst Schaden zu.

    Auch schön manipulativ dass auf dem Vorschaubild **nur** Messer gezeigt werden die man sowieso nach der Gesetzeslage garnicht führen und teilweise nichtmal verkaufen bzw. besitzen oder erwerben darf (beidseitig geschliffene Klinge, Faustmesser, Springmesser, Messer mit sehr wahrscheinlicher Klingenlänge >12cm, Butterfly)

    Wenn man mit dem aktuellen aggressiven Vorstoß zur Mystifizierung von Messern dann fertig ist und auch Nagelschere und Nagelklipser Anlass zur Durchsuchung bieten braucht es was neues was man vorhalten kann um das eigentliche Problem komplett zu ignorieren.

    Wie wäre es mit brutalen Killerspielen? Und überhaupt kann man da nicht noch ein wenig Überwachung als Beilage servieren?

    Um mal zu sehen was für ein tolles Erfolgskonzept noch schärfere Messergesetze als hier sind kann man ja mal kurz nach Großbritannien rüberschauen. Die machen das schon eine ganze Zeit lang.

  4. Vielleicht kann man auch noch Körperverletzung in der Öffentlichkeit verbieten

  5. Können die mir dann mal erklären, wie ich einen Fisch waidgerecht töten soll? Ertränken? E: typo

  6. Zum Pilzesammeln oder wenn ich einen Kuchen mit zur Arbeit bringe darf ich dann in Zukunft eine Säge mitnehmen, oder? Hab eine schöne akkubetriebene Stichsäge, die sich perfekt dafür eignet.

  7. Ich bin dafür dass die Polizei erstmal bestehende Verbote tatsächlich durchsetzt statt einfach ein neues Verbot auszusprechen welches dann vermutlich ähnlich schlecht durchgesetzt wird

  8. Nie wieder Brötchen schmieren beim Picknick im Park also

  9. Nach der Logik müsste man nur Totschlag und Mord verbieten und das Problem ist gelöst.

    Ist mir jetzt auch neu dass zb der Messerstecher von Mannheim kontrolliert wurde und die Beamten daraufhin gesagt haben, ne passt ist nicht x cm lang kannst behalten…. Das Problem scheint doch primär darin zu liegen dass man es nicht ausreichend kontrolliert bekommt. Vielleicht wird man es auch niemals kontrolliert bekommen da wir in einer freien Gesellschaft nunmal auch Risiken für unsere Freiheit eingehen müssen.

    Man muss sich halt entscheiden, überall wird jeder kontrolliert und durchleuchtet und dafür keine Messerstecher mehr auf den Straßen aber auch kaum noch Bewegungsfreiheit oder die Freiheit hin zu gehen wohin man will aber mit dem Risiko dass es die die böses im sinn haben auch dürfen.

  10. Wie will man das denn kontrollieren? Anlasslose Personenkontrollen mit kompletter Durchsuchung?

  11. Mmn. sollte es verboten sein Gesetze zu brechen!

    Aber jetzt mal im Ernst; muss ich im Gastgarten mein Schnitzl dann mit der Gabel schneiden?

  12. Verdammt! Dann ist ja ja quasi unmöglich jemanden abzustechen! Outstanding move.

  13. Messer, die primär Waffen sind, oder besonders große (wobei groß relativ ist) Messer sind bereits verboten. Mit der aktuell vorgeschlagenen Regelung geht es aber auch Nutzmessern an den Kragen. Darf ich mein Opinel zum Wandern nicht mehr mitführen? Darf ich nicht mehr mit der Bahn zum Wandern anreisen, weil mein Opinel zwar beim Wandern, nicht aber in der Bahn legal wäre?

    Wir haben vernünftige Regeln zu Messern (weitesgehend), eine Verschärfung löst keine Probleme, sondern ist Symbolpolitik gegen Symptome.

  14. Wie ists mit meinem schweizer Taschenmesser mit dem ich meine Brotzeit schnipple?
    Was für ein unsäglicher Blödsinn.

  15. Bei uns gibt’s eine Waffenverbotszone am Bahnhof und eine, ich nenne sie mal “Event-basierte” größere, die zB zur EM und ähnlichen Ereignissen auf die halbe Innenstadt erweitert wird. Pro Event wird dann 1x kontrolliert und ganz stolz verkündet, was man alles an Waffen und gefährlichen Gegenständen (nach eigener Definition) konfisziert hat. Und dann siehste da 2 Messer, die vielleicht als Waffe definiert werden könnten, plus 10 Teppichmesser, die sie irgendwelchen Handwerkern auf dem Weg zur Arbeit abgenommen haben, 1 altes Pfefferspray von Oma Giesela und 2 Schraubendreher.

  16. Warum legt man mit den Titelbildern immer bedrohlichkeit nahe? Bei einem anderem Post zur Verschärfung vom Waffengesetz gabs ein Bild von einem HK 416 als wären das wirklich die Waffen, mit denen etwas passiert. Die teuren Dolche und sonstnochwas kauft man sich weil sie schön sind und nicht, um sie so zu nutzen. Aber immerhin nicht komplett verbieten da sind wir ja schon mal einen Schritt weiter als das Innenministerium. Dass man zig tausend normale Bürger kriminalisiert ist was anderes. Juckt ja nicht

  17. Uuuuh das wird mögliche Kriminelle mit Messern sicher abschrecken…
    Das ist wieder so typisch neudeutscher Bullshit bringt nix, aber man kam Ende nicht sagen Mal hätte nix versucht.

  18. Na toll, jetzt bekommen wir hier britische Verhältnisse. Dieser Aktionismus bringt gar nix. 

  19. Dabei wäre es in diesem Fall doch viel effizienter das Symptom zu bekämpfen.

    Messer = Ursache
    Symptom = Verletzung

    Verbietet doch einfach, dass man sich verletzen kann und man spart sich viel Text um alle Waffenarten und sogar Arbeitsunfälle abzudecken.
    Checkmate

    Wers langweilig und realistischer mag verbietet halt das Verletzen bzw. sorgt dafür, dass ein Verbot auch ernstgenommen wird..

  20. In England stechen die sich mittlerweile halt einfach mit Schraubenziehern und Eispickeln ab, das wäre dann hier auch der nächste Schritt.

  21. Der reguläre, rechtschaffene Bürger darf sich dann regelmäßig kontrollieren und gängeln lassen, während die fanatischen kriminellen Messerstecher weiterhin schwer bewaffnet durch die Öffentlichkeit laufen.

    Klasse Idee /s

  22. Mensch das ist ja mal ne richtig tolle Idee der Polizeigewerkschaften. Sehr bedenklich, dass die sowas loben und auch noch glauben, dass es etwas bringt. Da kann man ja fast schon an der Kompetenz zweifeln.

    Wenn ich jemanden abstechen wollen würde, wären mir diese Verbote so dermaßen egal. Daran halten sich wie immer die, die eh keine Messer mit sich führen.

    Langsam wirds echt lächerlich. Lebe ich hier in eine South Park Folge oder was? Bitte die Ursachen angehen. Danke.

  23. Beim Angeln ohne Messer angetroffen werden gibt ziemlich Ärger, weil man gefangene Fische waidgerecht versorgen muss. Mein Sohn lernt im Handwerk, soll er kein Cuttermesser mehr zum Öffnen von Gebinden mehr haben, wenn sie beim Kunden sind? Landschaftspflege im öffentlichen Park ohne Messer wird auch schwer. – Ha, ich weiß, es gibt die Werkzeugregel, aber die ist auslegungsfähig.

    Btw Körperverletzung, Totschlag und Mord sind bereits verboten.

  24. Die Tschechen sind sogar schon einen Schritt weiter. Die haben Schilder an den Banken worauf steht dass Schusswaffen dort verboten sind. Hier haben Bankräuber keine Chance.

  25. Als nächstes dann Schraubenzieher und Glasflaschen.

    Und Arme gehören auch verboten wenn wir schon dabei sind, weil die sind ja eigentlich auch immer involviert, merkst was?!

  26. Warum gibts für sowas, was so jeden ziemlich hart trifft, nicht einfach ne Volksentscheidung?

  27. Da muss ich gleich an den Mann im Hotel in Ludwigshafen letztes Wochenende denken, der sich zur Familie am Nebentisch gedreht hat, ihnen ein riesiges Messer (mit der Schneide ihnen entgegen) hingehalten hat und meinte: “Nehmen sie ruhig, damit lassen sich die Brötchen besser aufschneiden. Wir kennen die Kette hier schon, die haben keine guten Messer. Wir nehmen unseres überall mit hin.”

    Der arme Mann, wenn ihm das jetzt verboten wird. Womit soll der jemals vernünftig seine Brötchen aufschneiden!

    (War übrigens ein B&B-Hotel, falls jemand ähnlich tragische Messervorfälle vermeiden möchte.)

  28. Oh nein, wie erkläre ich das meiner Sechsjährigen und ihrem neuen Schnitzmesser?

  29. Klar, da halten diejenigen die jetzt schon ~~rummessern~~ einen Dreck auf Gesetze geben sich *ganz sicher* dran.

  30. Waffenregulierung schön und gut, aber die Debatte ist ja langsam schon etwas bescheuert. Ich denke der Konsens ist schon, dass die Regulierung bereits mehr als scharf genug ist (pun intended), oder nicht?

  31. “Wie können wir das Justizsystem noch mehr überfordern?”

    Polizeigewerkschaften: “JA!”

  32. Klingt schwachsinnig und übergriffig. Und löst das grundlegende Problem nicht. Also nur eine Frage der Zeit bis das umgesetzt wird…

  33. Warum wird Politikern (dazu zähle ich die beiden Typen der diversen Polizeigewerkschaften) mit solchen absurden Forderungen überhaupt eine Bühne geboten?

     

    Der Sachverständige Prof. Dr. Franz Császár musste schon 2008 im bundesdeutschen Innenausschuss den Politikern den Unterschied zwischen “*Messer sieht grausig aus und i mog des net*” und “*Waffe ist gefährlich*” erläutern.

    *[“Professor Franz Császár vom Institut für Strafrecht und Kriminologie in Wien erläuterte, Österreich habe 30 Jahre lang ein bemerkenswert großzügiges Waffenrecht ohne jede inhaltliche Begründung und ohne Registrierung gehabt, ohne signifikante Auswirkungen auf die Benutzung von Waffen bei Straftaten. […] Fragwürdig werde es, wenn das Bild vom Staatsbürger vom Misstrauen des Staates gegenüber dem von ihm überprüften legalen Waffenbesitzer geprägt sei.”](https://webarchiv.bundestag.de/archive/2005/0113/bic/hib/2002/2002_077/01.html)*

    Die gleiche Sitzung, in der Oliver Tölle als Sachverständiger dienstlich für die Berliner Polizei ohne Konsequenzen fett alle angelogen hat (Stichwort Türsteher-Video). Ein Trauerspiel.

     

    Man kann gut sehen, wie “wirkungsvoll” eine völlig übertriebene Messergesetzgebung funktioniert, wenn man ins Nachbarland Großbritannien schaut – nämlich gar nicht. Die Leute, die andere Leute mit Messern verletzen, liegt nämlich nichts an der Einhaltung der Gesetze. Was für eine Überraschung.

    *[“[…] muss man sich über die Grenzen jedes Waffenrechts im Klaren sein. Es erreicht nur den legalen Waffenbesitz, nicht den illegalen Bestand an Waffen, nicht den gewaltbereiten Straftäter und nicht den entschlossenen Terroristen.”](https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bibliothek/Gesetzesmaterialien/16_wp/waffeng/wortproto.pdf?__blob=publicationFile&v=2)*

     

    Außerdem reden wir hier von Alltagsgegenständen.
    Und selbst die Leute, die persönlich Messer nur am Frühstückstisch oder im Restaurant kennen, können zugeben, dass das vielseitigste Werkzeug des Menschen nicht nur zum Butter verstreichen nützlich ist – wenn sie ehrlich mit sich sind.

    Oder einfacher formuliert:
    *[„Kein Mensch braucht ein Messer, wenn er zum Feiern, Einkaufen oder Freunde treffen in die Stadt geht“](https://www.dpolg.org/aktuelles/news/niemand-braucht-messer-im-oeffentlichen-raum/).*
    Doch, denn Feiern, Einkaufen, Freunde treffen, in die Stadt gehen sind Alltagssituationen. Es ist weder ungewöhnlich noch verwerflich, in seinem Alltag Alltagsgegenstände mitzunehmen und diese auch bestimmungsgemäß zu benutzen.

    *[„Wer ein Messer mitführt, setzt es in Konfliktsituationen sehr häufig auch ein.”](https://www.dpolg.org/aktuelles/news/niemand-braucht-messer-im-oeffentlichen-raum/)*
    Oder vielleicht eher “Wer in Konfliktsituationen eine Waffe nutzen will, nimmt eine Waffe mit.”?
    Hmm? Könnte das sein?

    *[“Hier steht die Sicherheit über der Freiheit.“](https://www.dpolg.org/aktuelles/news/niemand-braucht-messer-im-oeffentlichen-raum/)*
    Du mich auch.
    Hier wird schlicht & ergreifend vermieden, das tatsächliche Problem anzugehen.

    Wenn bestimmte, bereits jetzt illegale Handlungen gewisser Personengruppen verringert werden sollen, halte ich wenig davon, auch alle anderen zu gängeln.

  34. > “Aber wir sollten weitergehen. In Deutschland muss sich niemand bewaffnen.” Es sei Zeit, über ein allgemeines Messerverbot nachzudenken.

    Digga, Messer sind in erster Linie Werkzeuge. Das Waffengesetz hat schon genug Albernheiten. Wie soll man denn Politiker ernstnehmen, die so einen Unfug verzapfen wollen?

  35. Ich gebe jetzt mal einen Tipp ab. Es werden Gastronomie und andere Händler Probleme bekommen weil man auf einmal schizophren pingelig wegen Gebrauchsmessern angegangen wird. Wir beim CASM Verbot dass das meldende Lehrer zu Angeklagten machte.

    Alles vollkommener Populismus.

  36. Genau, ich benutze mein Taschenmesser mehrmals täglich, habe es am Schlüsselbund hängen.

    Selten so nen dummen Vorschlag gehört.

    Die Politiker die das verbrechen, leben so fern ab der Realität.

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