Mal sammeln: Die FDP-Basis ist dagegen, die Koalitionspartner sind dagegen, die Opposition ist dagegen, Automobilclubs sind dagegen…. wer will das eigentlich? Nur der Lindner?
Wäre kaum weniger peinlich gewesen, hätte er eine Lindner-Spur auf allen Autobahnen gefordert.
Zu Autovernarrt für die FDP – das schafft nur die FDP.
“Auch der Jenaer FDP-Oberbürgermeister Thomas Nitzsche hatte Anfang der Woche im SPIEGEL-Interview gesagt, er »halte grundsätzlich wenig davon, über der Verkehrsfrage einen Kulturkampf heraufzubeschwören«.”
Bem kann ich nur absolut zustimmen, dem amerikanischen Phänomen alle möglichen Themen als Teil eines Kulturkampfes zu sehen, sollten wir so wenig wie möglich nacheifern.
Ich frage mich nun schon seit Jahren, ob bei der FDP-Spitze denn wirklich niemand die politische Landschaft (gesellschaftliche Entwicklung, soziale Milieus, Parteienlandschaft, Wählerschaft, Wählerwillen etc.) analysiert.
Deren Politik ist auf allen Feldern so dermaßen an der Realität vorbei, dass nicht einmal die eigene Basis noch mitkommt. Die einzige Genugtuung, die einem da bleibt, ist, dass sie bald wieder aus dem BT fliegen.
Höre ich 2%? 2%? Wer bietet weniger?
Unabhängig vom Thema (inhaltlich gebe ich ihnen absolut Recht), stört mich diese Art von Artikel bzw. diese Art von Berichterstattung insgesamt:
>In der FDP wächst die Kritik am Autopapier der Parteispitze
Denkt man sich jetzt als uninformierter Leser “Aha, haben sich also Landesverbände, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, die JuLis und vielleicht der FDP nahe stehende Stiftungen zu Wort gemeldet und das kritisiert.” Wenn man aber den Artikel liest, kommen wir auf drei Stimmen:
1. Kommunalpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion (Okay, legitim)
2. Der Oberbürgermeister einer ziemlich liberalen (im besten Sinne des Wortes) Universitätsstadt
3. Ein **ehemaliger (!)** Landtagsabgeordneter
Mehr nicht.
Das finde ich irgendwie in Anbetracht der Größe der FDP noch zu schwach, um daraus einen Headliner auf SPON zu machen. Ist aber nicht das erste mal, dass relativ unwichtige Leute aus der zweiten oder sogar dritten Reihe für “Revolution in Partei XYZ” herangezogen wurden.
In Innenstädten sind doch eh bloß noch Tipico und Läden für Rentner, wer will denn dahin?!
Es ist halt irgendwo für mich – als nicht FDP Wähler – so völlig unverständlich. Auf der einen Seite feiert man sich für das 9€-Ticket, macht es dann teurer weil man das ganze nicht subventionieren will (Gratismentalität lässt grüßen!)…
Und will jetzt günstige Parkplätze und Auto “freundlichere” Städte. Wenn das mit dem Parken so ein Thema ist, macht halt das Deutschlandticket wieder interessanter?? Weniger Autos bedeuten auch weniger Parkplatzsucherei für die, die es wirklich nehmen müssen??
Vermutlich sind die nur dagegen weil sie noch nicht hoch genug sind um von Lobbyisten umgarnt zu werden
Ich wohne im Umland von München.
München ist nun schon eine Stadt, mit einem Übermaß an Autoinfrastruktur.
Trotzdem, von den drei Möglichkeiten in die Stadt zu kommen (Regio, Auto, P&R) nehme ich am Ende immer die P&R Option.
(Die Regionalbahn ist absolutes Glücksspiel, meistens zwischen 10 und 80 Minuten Verspätung und fraglich ob die dann auch zum Hbf fährt oder schon vorher umdreht. Und ja, ich habe schonmal gedacht die wäre pünktlich aber nein, das war der Zug von vor einer Stunde…)
Ich muss mich auch mit Sachen wie Porsche-Gate immer mal wieder daran erinnern, dass ich von der FDP ein nicht unerhebliches Maß an Korruption erwarten darf
Vorbild Republikaner. Themen nicht nach Sinnhaftigkeit, sondern nach Emotionalität aussuchen. Und dabei hoffen, die Unzufriedenheit mit gewissen Themen in Stimmung für die eigene Partei umzumünzen.
Was viele vergessen: Das ist der Parteispitze egal, weil denen geht es nur darum am Ende nette Posten von der Auto- und Ölindustrie zu bekommen.
13 comments
Mal sammeln: Die FDP-Basis ist dagegen, die Koalitionspartner sind dagegen, die Opposition ist dagegen, Automobilclubs sind dagegen…. wer will das eigentlich? Nur der Lindner?
Wäre kaum weniger peinlich gewesen, hätte er eine Lindner-Spur auf allen Autobahnen gefordert.
Zu Autovernarrt für die FDP – das schafft nur die FDP.
“Auch der Jenaer FDP-Oberbürgermeister Thomas Nitzsche hatte Anfang der Woche im SPIEGEL-Interview gesagt, er »halte grundsätzlich wenig davon, über der Verkehrsfrage einen Kulturkampf heraufzubeschwören«.”
Bem kann ich nur absolut zustimmen, dem amerikanischen Phänomen alle möglichen Themen als Teil eines Kulturkampfes zu sehen, sollten wir so wenig wie möglich nacheifern.
Ich frage mich nun schon seit Jahren, ob bei der FDP-Spitze denn wirklich niemand die politische Landschaft (gesellschaftliche Entwicklung, soziale Milieus, Parteienlandschaft, Wählerschaft, Wählerwillen etc.) analysiert.
Deren Politik ist auf allen Feldern so dermaßen an der Realität vorbei, dass nicht einmal die eigene Basis noch mitkommt. Die einzige Genugtuung, die einem da bleibt, ist, dass sie bald wieder aus dem BT fliegen.
Höre ich 2%? 2%? Wer bietet weniger?
Unabhängig vom Thema (inhaltlich gebe ich ihnen absolut Recht), stört mich diese Art von Artikel bzw. diese Art von Berichterstattung insgesamt:
>In der FDP wächst die Kritik am Autopapier der Parteispitze
Denkt man sich jetzt als uninformierter Leser “Aha, haben sich also Landesverbände, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, die JuLis und vielleicht der FDP nahe stehende Stiftungen zu Wort gemeldet und das kritisiert.” Wenn man aber den Artikel liest, kommen wir auf drei Stimmen:
1. Kommunalpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion (Okay, legitim)
2. Der Oberbürgermeister einer ziemlich liberalen (im besten Sinne des Wortes) Universitätsstadt
3. Ein **ehemaliger (!)** Landtagsabgeordneter
Mehr nicht.
Das finde ich irgendwie in Anbetracht der Größe der FDP noch zu schwach, um daraus einen Headliner auf SPON zu machen. Ist aber nicht das erste mal, dass relativ unwichtige Leute aus der zweiten oder sogar dritten Reihe für “Revolution in Partei XYZ” herangezogen wurden.
In Innenstädten sind doch eh bloß noch Tipico und Läden für Rentner, wer will denn dahin?!
Es ist halt irgendwo für mich – als nicht FDP Wähler – so völlig unverständlich. Auf der einen Seite feiert man sich für das 9€-Ticket, macht es dann teurer weil man das ganze nicht subventionieren will (Gratismentalität lässt grüßen!)…
Und will jetzt günstige Parkplätze und Auto “freundlichere” Städte. Wenn das mit dem Parken so ein Thema ist, macht halt das Deutschlandticket wieder interessanter?? Weniger Autos bedeuten auch weniger Parkplatzsucherei für die, die es wirklich nehmen müssen??
Vermutlich sind die nur dagegen weil sie noch nicht hoch genug sind um von Lobbyisten umgarnt zu werden
Ich wohne im Umland von München.
München ist nun schon eine Stadt, mit einem Übermaß an Autoinfrastruktur.
Trotzdem, von den drei Möglichkeiten in die Stadt zu kommen (Regio, Auto, P&R) nehme ich am Ende immer die P&R Option.
(Die Regionalbahn ist absolutes Glücksspiel, meistens zwischen 10 und 80 Minuten Verspätung und fraglich ob die dann auch zum Hbf fährt oder schon vorher umdreht. Und ja, ich habe schonmal gedacht die wäre pünktlich aber nein, das war der Zug von vor einer Stunde…)
Ich muss mich auch mit Sachen wie Porsche-Gate immer mal wieder daran erinnern, dass ich von der FDP ein nicht unerhebliches Maß an Korruption erwarten darf
Vorbild Republikaner. Themen nicht nach Sinnhaftigkeit, sondern nach Emotionalität aussuchen. Und dabei hoffen, die Unzufriedenheit mit gewissen Themen in Stimmung für die eigene Partei umzumünzen.
Was viele vergessen: Das ist der Parteispitze egal, weil denen geht es nur darum am Ende nette Posten von der Auto- und Ölindustrie zu bekommen.