
Das schönste Musterbeispiel für antiautoritäre Erziehung und gelebte Anarchie – Pipi (Inger Nilsson), Tommy (Pär Sundberg) und Annika (Maria Persson) 55 Jahre später 🙂
by ChaosUndAnarchie

Das schönste Musterbeispiel für antiautoritäre Erziehung und gelebte Anarchie – Pipi (Inger Nilsson), Tommy (Pär Sundberg) und Annika (Maria Persson) 55 Jahre später 🙂
by ChaosUndAnarchie
19 comments
Oben: Die Rollen. Unten: Die Schauspielenden.
Nur das oben hat irgendwas mit antiautoritärer Erziehung und gelebter Anarchie zu tun – und es bewegt komplett in der Fiktion.
Jaaa, ich weiß, *buuuuh!*
Also Pipi könnte man an der Augenpartie ja fast heute noch erkennen…
Huh?
Annika und Tommy wurden meiner Erinnerung nach ganz und gar nicht antiautoritär erzogen.
Pippi wurde eher gar nicht erzogen.
(und was die Schauspieler damit zu tun haben, ist mir gleich gar nicht klar)
Nehmt sie fest – sie hat Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet, gegen Tierhaltungsvorschriften verstoßen, und unschuldige Piraten verarscht!
Ist Nostalgia-Bait wirklich das, was hier im Sub dauerhaft geteilt werden muss? Alle paar Tage gibt’s mittlerweile solche Posts. Kann das nicht einfach bei den Boomern auf Facebook bleiben?
Pippi immer noch sehr knuffig. <3
Einfach eine Ikone und ein erster Crush meiner Kindheit.
Danke, Astrid.
Kürzlich einen interessanten schwedischen Artikel mit exakt dem selben Bildvergleich gesehen: Tenor: Wehmütige Erinnerungen an ein Schweden das in dieser Art nicht mehr existiert.
Männer altern einfach besser
🙂
TAKA TUKA ULTRAS
Tatsächlich habe ich in einem Interview mal gelesen, dass die Schauspielerin der braven Annika eigentlich eher den Charakter der Pippi hatte und umgekehrt.
Eltern damals: „wenn ich Kinder hab, möchte ich dass sie genauso (frei) sind wie pippi.“
Die gleichen Eltern: „mein Drecksbalg hält sich an keine verdammte Regel!“
So in etwa tausendfach erlebt bei Menschen, die in ihrer verklärten nostalgischen Erinnerung festhängen.
Ich fand als Kind Pipi Langstrumpf eher traurig, ganz alleine nachts in der verwahrlosten Riesenbutze, Eltern sonstwo, muss dem Haushalt als Kind alleine schmeißen ( und scheitert natürlich dran), niemand kümmert sich um sie.
Da gibt es doch sogar eine Szene, wo Anika und Thomas genau das sagen, dass Pipi ihnen leid tut. Verstehe die Verherrlichung mancher Leute echt nicht. Wer will denn aufwachsen wie Pipi Langstrumpf?
In der Theorie und in der Fiktion funktioniert so einiges.
Ich hab mich jahrelang drauf gefreut, meinen Kindern die Lindgren-Bücher vorzulesen. Dann waren die Kinder da und die Bücher auch und ich hab’s ziemlich schnell aufgegeben – vor allem bei Pippi und Karlsson. Ich verstehe warum das geradezu revolutionäre Bücher waren als sie herauskamen, und warum sich die in enormer sozialer und kultureller Drucksituation aufwachsende Generation meiner Eltern so darin wiederfand, und ich verstehe, was ich selbst an den Geschichten als Kind toll fand. Aber gerade die beiden genannten funktionieren halt nur in oppressiven Kulturen als Befreier, und so eine oppressive Kultur gibt es in der Lebensrealität meiner Kinder glücklicherweise gerade nicht, weder in der Familie noch im Alltag. Und dann sind Pippi und Karlsson am Ende einfach nur unsoziale Arschlöcher, die lügen und manipulieren, der eine klaut sich so durch die Gegend (und sorgt stets dafür dass sein loyaler Freund den Ärger kriegt), die andere nutzt ihren Reichtum dafür aus, ihren Willen durchzusetzen.
War schade, als ich das gemerkt habe.
Ausgenommen sind hier explizit Michel (auch wenn meinen Kindern die Idee von gewaltvoller Erziehung völlig absurd erscheint) und Ronja Räubertochter (auch wenn ihnen die Idee sehr fremd ist, dass ein Mädchen was nicht tun soll was ein Junge tut).
Und nach 55 jahren ist pippis Vater immer noch net wieder da 🧐
.. Gelebte Anarchie …
Pipi macht Chinesenaugen, das müssen wir weg zensieren.
Anderes Thema: Alle drei übergewichtig – wirklich schade.
“Sorry Jordan ich räume mein Zimmer nicht auf, ich werfe dich einfach in die Luft!”
Pipi war reich. Reiche Menschen können machen was sie wollen. Find ich keine gute Botschaft.