

Kann bitte jemand erklären, was das für Krebse sind, wie Krebs Nummer 2 seine rechte Schere wahrscheinlich verloren hat und warum die beiden vom Tümpel ins Maisfeld wandern. Dankeschön
by Krokodrillo


Kann bitte jemand erklären, was das für Krebse sind, wie Krebs Nummer 2 seine rechte Schere wahrscheinlich verloren hat und warum die beiden vom Tümpel ins Maisfeld wandern. Dankeschön
by Krokodrillo
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Wenn er unter seinem Schlamm rot ist, wird es der sein. Hoch invasiv, verdrängt den einheimischen Krebs.
[https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Amerikanischer_Sumpfkrebs](https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Amerikanischer_Sumpfkrebs)
Sieht aus wie ein europäischer Flusskrebs
Kann man nicht genau sagen aber das coole an Krebstieren ist, dass sie wenn sie ihre Scheren verlieren, langsam neue nachwachsen.
Die können relativ lange an Land überleben und fressen zur Not auch Landpflanzen
Wandern tun sie weil sie es können. So erreichen sie bisher unerschlossene Lebensräume wenn in ihrer bisherigen Heimat der Druck der Art zu groß wird.
Eine Bestimmung ist mir nicht möglich, alle dazu hilfreichen Merkmale sind unter Schlamm versteckt und die Aufnahmen sind auch nicht die schärfsten. Für Wanderungen über Land sind aber besonders der amerikanische Sumpfkrebs und der Signalkrebs bekannt. Diese beiden invasiven Arten sind inzwischen auch die häufigsten Krebsarten in Deutschland, die Wahrscheinlichkeit ist groß.
[Hier gibt es eine Bestimmungshilfe](http://anglertreff-thüringen.de/wp-content/uploads/2017/12/fvt-krebse-bestimmungsschluessel.pdf) für Angler, du kannst es ja mal versuchen, ich kann sie anhand der Fotos nicht identifizieren.
Es war einmal in einem stillen Tümpel am Rande eines dichten Waldes, da lebten zwei Krebse, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine, mit leuchtend roten Scheren, hieß Krabbi. Der andere, nur mit einer Schere bewaffnet, war Krustel. Sie waren die besten Freunde und verbrachten ihre Tage damit, im Tümpel nach kleinen Fischen zu jagen und unter den schattigen Algen zu spielen.
Krustel hatte seine rechte Schere verloren, doch niemand wusste genau, wie das geschehen war. Manche der anderen Tiere im Tümpel erzählten sich, dass ein gewaltiger Hecht Krustel angegriffen habe. Krustel jedoch erinnerte sich an den Tag ganz anders.
„Es war nicht der Hecht“, pflegte er zu sagen, wenn ihn jemand fragte. „Es war der strenge Winter vor vielen Monden. Der Tümpel fror so tief zu, dass das Eis wie ein Spiegel den Himmel reflektierte. Damals war ich noch jung und ungestüm. Ich wollte das Eis brechen, um an die Fische darunter zu gelangen. Mit aller Kraft schlug ich meine Scheren auf das harte Eis. Und dann… knack!“ Krustel seufzte leise. „Meine rechte Schere brach ab, und das Eis blieb unverändert.“
Doch Krustel ließ sich davon nicht entmutigen. Mit seiner verbliebenen Schere lernte er, noch geschickter zu sein als zuvor, und seine Freunde bewunderten ihn dafür. Trotz seines Verlusts war er immer fröhlich und hilfsbereit.
Eines Tages kam Krabbi zu Krustel mit einer besorgten Miene. „Ich habe gehört, dass die Menschen bald kommen werden, um das Maisfeld zu ernten“, sagte er. „Der Bauer hat gesagt, dass er den Tümpel trockenlegen will, damit er das Land erweitern kann.“
Krustel spürte einen Knoten in seinem Magen. Der Tümpel war ihr Zuhause, doch wenn der Bauer seine Pläne verwirklichte, würden sie all ihre Zuflucht verlieren. „Wir müssen einen neuen Ort finden“, sagte Krustel entschlossen.
„Aber wohin sollen wir gehen?“ fragte Krabbi.
Krustel dachte nach. Schließlich schlug er vor: „Das Maisfeld! Dort gibt es Feuchtigkeit und Schatten, und die Menschen ernten erst in vielen Wochen. Vielleicht können wir dort vorübergehend Schutz finden, bis wir ein neues Zuhause entdeckt haben.“
Und so machten sich die beiden Freunde auf den Weg. Sie wanderten über die sumpfigen Ränder des Tümpels, durch den hohen Schilf, und erreichten schließlich das goldene Maisfeld. Dort waren die Pflanzen so hoch, dass sie den Himmel verdeckten, und der Boden war kühl und feucht – perfekt für Krebse.
Sie lebten eine Weile friedlich im Maisfeld, doch bald spürten sie die Vibrationen der schweren Maschinen, die sich Tag für Tag näherten. Die Erntezeit war gekommen. Krabbi wurde unruhig, doch Krustel blieb ruhig. Er hatte einen Plan.
„Wenn die Menschen kommen, werden wir uns im Labyrinth der Stängel verstecken“, erklärte Krustel. „Mit meiner einzigen Schere habe ich gelernt, geschickt und schnell zu sein. Wir werden uns durch die Reihen schlängeln, und die Maschinen werden uns nicht erreichen.“
Und so geschah es. Als die Maschinen brummend und dröhnend näher kamen, führte Krustel seinen Freund geschickt durch das Maisfeld. Mit seiner einen Schere schnitt er blitzschnell kleine Pfade durch die Blätter, und sie fanden immer wieder neue Verstecke.
Tage später, als die Maschinen abgezogen waren, kehrte Ruhe ins Feld zurück. Die beiden Krebse machten sich erneut auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Doch etwas war anders. Krabbi hatte während dieser Zeit viel gelernt und bewunderte seinen Freund Krustel mehr denn je.
„Du hast uns gerettet, Krustel“, sagte Krabbi dankbar. „Mit nur einer Schere bist du stärker als die meisten mit zwei.“
Krustel lächelte bescheiden. „Manchmal ist es nicht die Stärke, die zählt, sondern der Wille, weiterzumachen, egal was passiert.“
So zogen sie weiter, die Sonne im Rücken und ein neues Abenteuer vor sich. Und der Tümpel? Er wurde niemals ganz trocken gelegt, denn der Bauer fand einen anderen Platz für seine Felder. Doch Krustel und Krabbi kehrten nicht zurück. Sie hatten die Welt entdeckt und wussten nun, dass es überall neue Orte und Abenteuer zu finden gab. Und so lebten sie glücklich und zufrieden, wo immer ihr Weg sie hinführte.