Wenn gendern zur Unleserlichkeit führt. Das ist wohl die schlimmste Ausführung davon. Die Texte sind eh schon komplziert genug.

32 comments
  1. Sprache Genfern als Konzept find ich idiotisch.

    Aber wenn s unbedingt sein muss, dann bitte auf eine leserliche Art und nicht solch eine Missgeburt von Text

  2. Uuuuh Marktlücke! Sowas wie Cookie Consent Checkbox, aber man wählt sein Geschlecht aus und hat alle Texte gegendert für sein angegebenes Geschlecht.

  3. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich sehe nicht was daran unleserlich sein soll. Ich lese halt über die Teile drüber und nehme nur den Wortstamm wahr.

  4. Das kann man leicht vereinfachen indem man die eingetragene Partnerschaft in Ehe umbenennt. Dann heißt es nämlich einfach:

    “verheiratet ist und von dem/der unbeschränkt steuerpflichtigen Ehepartner/-in nicht dauernd getrennt lebt.”

  5. Es ist länger. Aber es ist leserlich, gerade bei digitalen Texten kann man ja reinzoomen wenn’s zu klein zum Lesen ist. Grammatisch ist es jetzt auch nicht wirklich kompliziert, man kommt mit Basiswissen aus, um Subjekt und Prädikat zu finden. Dann erschließt sich der Inhalt ohne Probleme.

    Auszusetzen ist nur, dass es so aufgeblasen ist. Personen, die noch nicht so gut lesen können, Schwierigkeiten bei der Konzentration haben oder Deutsch erst lernen, tun sich tatsächlich schwer. Dafür wären inklusive Versionen in einfacher Sprache wichtig. Aber da gibt es gottseidank auch Einrichtungen bei uns, die dabei behilflich sind.

  6. Lies mal § 41 Zahnärztegesetz; das gendern ist gerade in rechtlichen Texten einfach extrem mühsam:

    (1) Wenn eine Person, die behauptet, durch Verschulden eines/einer Angehörigen des zahnärztlichen Berufs (in der Folge: Schädiger/Schädigerin) im Rahmen seiner/ihrer Behandlung geschädigt worden zu sein (in der Folge: Geschädigter/Geschädigte), schriftlich eine Schadenersatzforderung erhoben hat, so ist der Fortlauf der Verjährungsfrist von dem Tag an, an welchem der/die Schädiger/Schädigerin, sein/seine bzw. ihr/ihre bevollmächtigter/bevollmächtigte Vertreter/Vertreterin oder sein/ihr Haftpflichtversicherer oder der Rechtsträger jener Krankenanstalt, in welcher der/die genannte Angehörige des zahnärztlichen Berufs tätig war, schriftlich erklärt hat, zur Verhandlung über eine außergerichtliche Regelung der Angelegenheit bereit zu sein, gehemmt.

    (2) Wenn ein/eine Patientenanwalt/Patientenanwältin oder eine zahnärztliche Patientenschlichtungsstelle vom/von der Geschädigten oder Schädiger/Schädigerin oder von einem/einer ihrer bevollmächtigten Vertreter/Vertretrinnen schriftlich um Vermittlung ersucht wird, so ist der Fortlauf der Verjährungsfrist von dem Tag an, an welchem dieses Ersuchen beim/bei der Patientenanwalt/Patientenanwältin oder bei der zahnärztlichen Patientenschlichtungsstelle einlangt, gehemmt.

  7. Derartige Texte sind meist mit und ohne Gendern unleserlich. Bei Gendern gilt dasselbe, wie bei allen sprachlichen Werkzeugen: Man kann damit mehr oder weniger leserlich schreiben.

  8. Da fällt mir immer der Gunkl ein:

    >Schließen Sie einen Pakt mit sich selbst, den Sie unmöglich einhalten können. Beobachten Sie, wer im Falle der Nichteinhaltung dann wem verzeiht; der oder die, der oder die den Pakt aufgestellt hat, dem oder der, der oder die ihn nicht eingehalten hat, oder der oder die, der oder die den Pakt nicht erfüllt hat, dem oder der, der oder die so einen Pakt überhaupt aufgestellt hat.

  9. Ich bin voll für eine Lösung in der Frage

    Mir ist jedoch folgende Perspektive wichtig: Die Sprache ist seit wir sie kennen immer simpler geworden (vgl. z.B. Nibelungen Lied vs. Moderne Literatur) Im Moment machen wir mit dem Gendern die Sprache komplizierter, das wird sich vermutlich nicht halten. Wir brauchen eine Lösung die die Sprache nicht komplizierter macht. Vorschläge dazu hab ich leider selbst nicht…

    Edit: vlt sollte man die Eier haben mal eine große Rechtschreibreform zu starten

  10. Gibt wirklich wenige Sachen die so unnötig wie gendern sind. Hab zum Glück im Studium auch kaum Bobo Professoren gehabt denen das wichtig war.

  11. Ich find ihrer/seiner eigentlich nicht unleserlich. Hier kommt kommt das “Problem” eher durch die Unterscheidung Ehe und eingetragene Partnerschaft.

  12. Bei so Gesetzestexten bin ich es ehrlich gesagt schon gewohnt mehrmals lesen zu müssen.

    Bin mir da gar nicht so sicher ob es hier überhaupt ums Gendern der Inklusivität halber geht oder eher um Eindeutigkeit – auch wenns ironisch klingt.

    Aber so kann halt keiner sagen “da steht aber nur Gatte und ich bin eine Gattin also gilts für mich nicht”.

    Schwer verständlich wird es mMn weil Ehepartner und eingetragene Partner in einem Satz angesprochen werden. Einfacher wäre:

    – “verheiratet ist und vom Ehegatten/von der Ehegattin nicht dauerhaft getrennt lebt” ODER “in einer eingetragenen Partnerschaft lebt und vom eingetragenen Partner/von der eingetragenen Partnerin nicht dauerhaft getrennt lebt”.

  13. einfach stattdessen bei allem die weibliche Form verwenden, ähnlich wie es zB in englischen Philosophie-papers schon seit Jahren üblich ist.

  14. ist halt echt nervig😬 wäre einfacher alles wie im Englischen zu machen und nur eine Form zu benutzen für alle Geschlechter

  15. Meine Güte, lass halt entweder das Wort vor oder nach dem Querstrich weg. Wenn so eine Banalität den Text für einen “unleserlich” macht wirds Zeit in Gehirntraining zu investieren.

  16. Früher ( ca. 500 Jahre) war mit der männlichen Form männlich und weiblich gemeint.

    Jetzt könnte man sich darauf einigen, dass ab sofort die weibliche Form für beides gilt und in 500 Jahren wieder zurück und so weiter.

  17. Generisches maskulin mit feminin auszutauschen lasse ich gern gelten.

    Bei Ärzten denkt man wohl wirklich vornehmlich an Männer.

    Allerdings ist meine Hausärztin, die Kinderärztin, die Schwiegermutter – alles weibliche Ärzte und durch mein Weltwissen denke ich persönlich auch bei Ärzten nicht nur an Männer.

    Gleiches bei Schauspieler. Da denke ich an Eddie Murphy wie auch meine TraumschauspielerINNEN (bsp. Jessica Alba). Würde diese auch nennen.

    Bei “nenne drei Schauspielerinnen” würde ich aber nie einen Mann nennen.

    Das gendern wird ja immer absurder, weil es Mann und Frau anscheinend nicht gibt, und wir in einen non-binären Welt leben…

    Weibliches Generikum wie “die Fachkraft” existieren ja auch.
    Bei die Belegschaft und die Mannschaft bin ich mir unsicher.

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