Kampf gegen Fachkräftemangel: Grüne fordern Englisch auf dem Amt

by GirasoleDE

28 comments
  1. Was sagst du Kollega? Wir sind hier immernoch in Deutschland!

  2. Anstatt es für die Ämter noch aufwendiger zu machen (alles in zwei Sprachen), könnte man vielleicht auch einfach die Vorgänge selbst optimieren oder gar digitalisieren soweit es geht. Dann kann sich jeder im Browser übersetzen lassen was (noch) nötig is

  3. wie wärs mit mehr gehalt um den “Fachrkäftemangel” tatsächlich entgegen zu wirken?

  4. Fordern lol, als ob die Beamte die kein Bock drauf haben dazu bringen können englisch zu lernen

  5. Sehr gute Idee. Dürfte auch bei der FDP auf Anklang stoßen, ich glaube die hatten das sogar mal vorgeschlagen.

    Außerdem: Digitalisieren!!!

  6. Es ist natürlich ein schmaler Grat zwischen “Hürden abbauen” und “langfristig die Integration behindern”. Aber Beamtendeutsch ist einfach die höchste Hürde, die viele ausländische Fachkräfte erleben und durchaus ein wichtiger Grund, warum Deutschland verlassen wird. Ich erlebe das selbst in meinem Freundeskreis. Hoch gebildete Personen, sprechen fließend deutsch, haben in Deutschland studiert, werden gut bezahlt. Aber am Beamtendeutsch beißen sich die meisten die Zähne aus. Was ich komplett verstehe, ich bin Deutsche, ich habe 2 Uniabschlüsse und ich verstehe manche Briefe einfach nicht (Hallo Rentenversicherung).

    Mal als Gegenbeispiel: ich habe in den Niederlanden meinen Master gemacht. Die Anmeldung bei der Stadt konnte ich einfach in der Uni vornehmen, natürlich auf Englisch. Viele Briefe konnte ich auf Englisch einfach empfangen, die restlichen konnte ich aber zu einer Sprechstunde in der Uni bringen, wo mir der Brief erklärt wurde. Ist das vielleicht etwas zu viel des Guten? Ggf. ja, es zeigt aber, dass es auch andere Wege gibt und dass wir beim Thema Fachkräfte mit genau solchen Ländern konkurrieren.

    Denn aktuell ist Deutschland nicht sehr beliebt unter Fachkräften. Gehälter sind mies, Wohnungsmarkt ist mies, Kinderbetreuung ist mies, Wirtschaft ist mies, fremdenfeindliche Parteien sind auch nicht attraktiv und die Hürden für einen reibungslosen Alltag sind ziemlich hoch.

  7. An der Stelle möchte ich daran erinnern, dass die Sachbearbeiter für solche Angelegenheiten in er Regel auf A6/A7 herumkrebsen und scheinbar auch keine Bereitschaft herrscht, die Vergütung zu erhöhen.

    Von jemandem, der sich in solchen Gehaltsklassen bewegt, kann man keine sehr guten Englischkenntnisse erwarten. Klar, für die Basics ein paar Vorgaben, aber es ist ja auch nichtmal gesagt, dass deren Kunden das dann sprechen.

  8. Als ob irgendso ein stark unterbezahlter Beamter Lust/Fähigkeiten zu gutem Englisch hat. Wenn die Grünen mehr Kompetenzen fordern, sollen sie gefälligst auch mehr Gehalt fordern. Das wird aber nicht passieren, denn selbst bei Lehrern sind sie schon knauserig.

  9. Ist das nicht eine Nachricht von der Tagesschau vor 20 Jahren? 😀

  10. Lieber nicht, sonst regen sich wieder ein paar rechte Spinner auf wie “die klaun uns unsre Tschoobs”

  11. Fangen wir doch zur einfachheit mal damit an die deutschsprachigen Dokumente so zu gestalten das man sie als Einheimischer verstehen kann.

  12. Bin tatsächlich verwundert, dass das ein Thema ist. Es ist doch bereits Praxis, dass zumindest in den Regionen mit höherem Migrationsanteil schon längst Englischkenntnisse gebraucht werden. Teils eben mit Dolmetschern.

    Da hat die Praxis doch die Forderung doch teils schon überholt. Im Kuhkaff natürlich noch nicht, aber hier in Berlin hab ich das schon ein paar Mal gehabt, dass Leute, die nur wenig Deutsch sprechen, auch die Behördengänge auf Englisch machen. Mit Glück sitzt dann auch mal der Migrant vor einem Sachbearbeiter mit gleichem Migrationshintergrund und sie sprechen auf der Muttersprache.

    Wie das rechtlich geregelt ist, weiß ich nicht, aber es ist meine Beobachtung.

  13. Das bürokratendeutsch ist für viele nicht zu verstehen. Wie soll dass dann in einer echten Fremdsprachen ablaufen

  14. 35 Jahre vorm Ruhestand fang ich doch jetzt nicht noch an Englisch zu lernen 😠

  15. Besser Ausbilden und besser Zahlen dann ist der Fachkräftemangel weg.
    In manchen Bereichen kann man rein englischsprachiges Personal sicherlich einsetzen oder als Überbrückung bis Deutsch gelernt wurde. Auf dem Bau wirst aber ewig der Aussenseiter bleiben wenn du die Landessprache nicht kannst. Wir haben gut bezahlte Leute in der Firma die es nicht mal versuchen. Die bekommen dann halt auch kaum was mit weil 12 Leute im Team nicht die ganze Zeit Englisch schwätzen (in Meetings dann schon wenn es sein muss) weil man den Arsch nicht hoch bekommt und einen Deutsch Kurs macht. Leben zum Teil schon 10 + Jahre da.

  16. Finde ich sehr gut… für ausgewählte Bezirke/Städte. Flächendeckend dürfte das viel zu aufwändig sein.

    Warum die SZ direkt im ersten Absatz, in einem Artikel, in dem es um Forderungen der Grünen geht, direkt mit der AfD um die Ecke kommt, ist mir allerdings unbegreiflich.

  17. Es scheint mir wichtiger, die Anzahl erforderlicher Amtsgänge zu reduzieren, als die zu erfolgenden Amtsgänge auf Englisch anzubieten. Dafür bräuchte man ja erstmal englisch sprechendes Personal, und genau beim Personalmangel liegt ja das Problem …

  18. Meine Meinung als Angestellter im Landesdienst: Dann bringt uns Verwaltungsenglisch bei. Das war bei meiner Ausbildung nämlich überhaupt kein Thema. Und dann kommt noch dazu, dass meine Gehaltsklasse Fachübersetzungen überhaupt nicht abbildet.

    Ich sehe da aber auch erhebliches Einsparpotential. Eine ordentliche Übersetzung kostet gem. JVEG 1,80 €, 1,95 € oder 2,10 € je angefangenge Normzeile á 55 Zeichen. Allein die Standardformulierungen und Rechtsmittelbelehrungen machen gern die Hälfte oder mehr des Inhalts aus.

  19. “Ser is a Problemm wiss yuor Lohntaxbescheinigung from twotausendthreeundtwenty. It sayß sätt you heff wörkt as a Zeitar- ähm Timeworker from Dschänuäri bis Dezember, but also sätt you heff become Worklosenmoney in Martsch. Känn you expleyn siss Throughoneother?!”

  20. Das ist die größte Schwachsinnsidee. Deutschland hat keine Bevölkerungsgruppe deren Muttersprache Englisch ist, außer ein paar Einwanderer. Eine zweite Sprache einzuführen, dazu muss es erstmal Leute geben die Englisch als Muttersprache sprechen. Schulenglisch wird da nicht ausreichen damit Sachen vor Gericht Bestand haben.

    Wohne in Kanada und die hiesigen Beamten müssen auf Bundesebene einen Englisch und Französisch Test absolvieren. Die sind so schwer, dass nur Leute bestehen die zweisprachig aufgewachsen sind. Vor Sachen wie bei Gericht müssen dann immer amtliche Übersetzer anwesend sein oder alle Richter müssen ihre Prüfungen in Englisch und Französisch machen. Das ist so unglaublich umständlich und kostet den Steuerzahler Milliarden.

  21. So schlau kann eine Fachkraft nicht sein, wenns schon daran scheitert, die Sprache des Landes zu lernen, in dem man arbeiten will.

  22. > So fordern die Grünen, schleunig eine „zentrale Einwanderungsagentur“ in Deutschland aufzubauen, „die noch schneller, digitaler und dienstleistungsorientierter qualifizierten Arbeitsuchenden den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht“

    Absolutes Buzzword Bingo. Fehlen nur noch Smart Contracts in der Blockchain für das Front Office im Citizen Service Center.

    Und wieso Englisch? Es geht um Einwanderung. Die Muttersprachen der Einwanderer nach Deutschland sind Arabisch (47,4%) Fasi (17,6%) Kurdisch (6.1%) und Englisch mit grade mal 2,9% (BAMF-Statistik 2016) Historisch (Alle Einwanderer der ersten Generation) haben folgende Muttersprache: Türkisch (15 %) Russisch (13 %), Arabisch (10 %), Polnisch (7 %) und Englisch (6 %). Also … wieso Englisch? Die “zentrale Einwanderungsagentur” soll ja wohl **alle** Einwanderer betreuen und nicht nur die 2,700 MINT Studenten aus dem englischen Sprachraum.

    Edit: Ich mag den Habeck. Ich mag Baerbock sogar noch mehr. Ich werde für Habeck als Kanzler stimmen (weil Baerbock ja dieses mal nicht antreten wird.) Aber die zweite Reihe der Grünen ist echt peinlich.

  23. Es gibt immernoch keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an Vergütung und Ausbildung.

    Und das die Grünen das weiterhin propagieren nehme ich ihnen weiterhin persönlich übel.

  24. ist das eigentlich gut für die Herkunftsländer wenn wir die ganzen Fachkräfte aufsaugen? kommt mir moralisch komisch vor, sowas aber auch.

  25. Wieso eigentlich Englisch? Arabisch wäre wohl näher an der deutschen Realität.

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