VW schließt Standortschließungen in Deutschland nicht mehr aus

by jayjaytlk

24 comments
  1. > Der VW-Betriebsrat spricht von einem „Großkonflikt“ und kündigt „erbitterten Widerstand“ an. Der Vorstand habe versagt, heißt es in einer internen Mitteilung von VW-Betriebsratschefin Daniele Cavallo. Mit ihr werde es keine Standort-Schließungen geben.

    Der VW Betriebsrat wird diese Firma noch zugrunde richten. Man muss sich wirklich mal Fragen wer in dem Laden das sagen hat. Betriebsrat oder Vorstand.

    Die Firma hat viel zu viele Mitarbeiter. Ich hab mal vor nem Jahr den Umsatz pro Kopf bei großen Autokonzernen ausgerechnet. VW ca 600000, vergleichbare Firmen zwischen 800000 und 1,2 Mio. Ein schlecht geleiteter Laden, und der Betriebsrat ist eines der Hauptprobleme.

  2. Wenn ich das richtig verstanden habe gab es 14% weniger Gewinn, aber dennoch 8.5 Milliarden € Gewinn? Wo ist jetzt das Problem? Das Vorstände weniger Bonis bekommen und Aktionäre weniger Ausschüttungen? Und das ist jetzt schlimm weil? Wieso muss man Standorte schließen wenn es Gewinn gibt?

  3. Vw hat ungefähr doppelt so viele Mitarbeiter wie Toyota bei fast gleichem Produktionsvolumen …

    Ist doch klar, dass das irgendwann nach hinten losgehen musste.

  4. >Eine konkrete Summe wurde damals nicht genannt. Der Autobauer aus [Wolfsburg](https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-wolfsburg-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus370.html) hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2024 rund 14 Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr – das Ergebnis nach Steuern lag bei rund 8,5 Milliarden Euro.

    Denkt doch einer an die Aktionäre und Vorstände. 8,5 Mrd. ist ja quasi Hungertuch.

    Zur Perspektive: Würde man die 8,5 Mrd auf Mitarbeiter die 60.000 k im Jahr verdienen aufteilen, könnte man mit diesem Geld 141.666 Menschen beschäftigen. Ich würde wetten, dass der Großteil der Angestellten bei VW keine 60k machen.

    ~~Weltweit beschäftig VW ~200.000 Menschen. 120tsd in Deutschland.~~

    Ok nvm, es geht nur um die Marke Volkswagen. Die Volkswagengroup beschäftigt. 667k, aber darauf bezieht sich auch deren Umsatz und Gewinn

  5. Auch geil. Job-Garantie gibt es nicht mehr. Was ist das denn für eine Garantie, wenn sie jederzeit aufgehoben werden kann?! Dann ist es nie eine Garantie gewesen.

  6. Für einige bestimmt interessant wie viel VW für Mitarbeiter zahlt:

    [https://geschaeftsbericht2023.volkswagen-group.com/anhang/sonstige-erlaeuterungen/personalaufwand.html](https://geschaeftsbericht2023.volkswagen-group.com/anhang/sonstige-erlaeuterungen/personalaufwand.html)

    Dagegen der Umsatz:

    [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30743/umfrage/umsatz-der-volkswagen-ag](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30743/umfrage/umsatz-der-volkswagen-ag)

  7. Und alles nur wegen der veganen Currywurst. Immer diese Grünen… /s

  8. Wenn VW aus Deutschland raus ist, können wir dann ein VW 2.0 oder so gründen? Aber dieses mal bauen die tatsächlich Autos die sich der durschnittliche Bürger leisten kann.

  9. Das ist eine bedauerliche Entwicklung, aber leider nicht überraschend… Ich habe viele Jahre für Volkswagen gearbeitet, davon knapp drei Jahre in China. VW war in China erfolgreich, weil das Unternehmen einen soliden Antriebsstrang anbieten konnte und Modelle wie den VW Sagitar oder Lavida zu attraktiven Preisen anbot…

    Doch der Antriebsstrang spielt heute keine Rolle mehr, da chinesische Hersteller mittlerweile sehr konkurrenzfähige EVs anbieten. Preislich kann VW nicht mehr mithalten und sieht sich gezwungen, massiv mit Dumpingpreisen zu reagieren: vor ein paar Monaten war ich in einem VW-Showroom in Shanghai: Der ID.3/ID.4 kostete dort um die 15k Euro, der ID.7 etwa 21k. Bei solchen Preisen lässt sich keine Marge erzielen.

    VW hat in China heute keinen USP mehr; chinesische Kunden erwarten eine gute Ausstattung (HUD, Sitzheizung, gute Speaker…) ohne zusätzliche Kosten. Das bieten die chinesischen Wettbewerber mittlerweile alle an, aber VW leider nicht – vorbei am Kunden. Ebenso wünschen sich die chinesischen Kunden top digitale Technik im Innenraum, und auch hier hat VW das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz – angefangen bei AI assistants, 3D sound, HUDs, maps integration… das kann VW alles nicht – weder bei der VW-Kernmarke, noch bei Audi, Porsche oder Bentley.

    Der “digitale” Punkt verdeutlicht tiefsitzende Probleme, die wir in Deutschland strukturell nicht angehen können: Wir haben uns jahrzehntelang von amerikanischer Consumer-Technologie abhängig gemacht, besonders Software-Bereich… wir können weder Maps, noch UI/UX oder die Integration in digitale Ökosysteme, weil wir sie selbst nicht haben. KI, Search Engines, in fast allen B2C-Bereichen sind wir von amerikanischen Anbietern abhängig und haben 0 Kompetenz, die wir logischerweise nicht im Innenraum verbauen können. Es gelingt jedoch den chinesischen EV Herstellern, Technik “nahtlos” in Autos zu integrieren, während wir in diesen Bereichen scheitern.

    Leider sehe ich für VW und die anderen Marken im Portfolio in China eine düstere Zukunft. Und ohne China als Absatzmarkt ist VW leider nicht mehr profitabel.

  10. Könnte teils mit dem zusammenhängen, was ich fast überall in solchen großen Firmen hier bei uns sehe.

    Viel Inkompetenz, totale Fehlbesetzungen (Fähigkeit -> Tätigkeit) von unten bis oben, viel zu viel Zwischenmanagement, Fehlpriorisierung, veraltete Prozesse, usw.

    Kann aber auch natürlich was anderes sein.

  11. Arbeite seit mehr als ein Jahrzent für die Autobranche, immer als Zulieferer für die Konzerne. Wenn ich Kontakt mit VW habe gibt es wirklch für jede noch so kleine Sache einen Zuständigen. Das schlimmste sind die Meetings, wenn dort sich dutzende von Personen zuschalten und keiner Plan von der Gesamtsache hat, aber mindestens 15 Personen dabei. Schlimmer Kunde!

  12. Tja und welcher Standort wird wohl zuerst zu machen?

  13. Ja es geht VW schlecht und ja der Wasserkopf ist auch zu groß. Man hat zu lange zu gut in China verdient und gleichzeitig die Augen verschlossen vor den Problemen der Zukunft: Technologietransfer an chinesische Partner und Verschlafen der E-Antriebswende.

    Man darf bei solchen News aber auch nicht vergessen, dass die IGM gerade 7% mehr Lohn in der Elektro- und Metallindustrie fordert und der Vorstand von VW gerade versucht die eigenen Mitarbeiter davon anzubringen eine ähnliche Forderung für den Haustarifvertrag aufzustellen.

  14. Mit dem deutschen Mitbestimmungsgesetz und dem Lex VW, das dem Land Niedersachsen Einfluss sichert, ist VW ohnehin ein halber Staatskonzern.

    Da gilt: Hauptsache viele Leute beschäftigen und Hauptsache tolle Perks für bestehende Mitarbeiter (mit Festanstellung).

    Unangenehme Zukunftsentscheidungen werden vertagt, bis es zu spät ist. Der Betriebsrat schaut auf die bestehenden Mitarbeiter, nicht auf die Mitarbeiter von morgen.

    Allein das hier: „Gespart werden sollte laut damaliger Vorgabe vor allem bei Material- und Fixkosten. Personalkosten sollten durch Abfindungen und Altersteilzeit gesenkt werden, hieß es damals.“

    Materialkosten einsparen…

  15. Im Handelsblatt Morning Briefing haben Sie letzte Woche gesagt, dass Seats und Skodas als Prozentsatz vom Kaufpreis eine doppelt so hohe Marge als in Deutschland produzierte Volkswagen haben (weiß nicht wie es in absoluten Zahlen aussieht).

  16. Also wenn ich als Milliardenunternehmen scheiße in Software-UI/UX und -Integrierung bin, und es ein Rennen gegen die Zeit ist, dann würde ich glaube ich mehrere Teams from Scratch anfangen lassen, Lösungen zu entwickeln und nachher zu schauen, welche Ansätze am sinnvollsten sind, bzw. dann irgendwann anfangen, Teams zu mergen.

  17. Frag mich welches Werk da wohl in Betracht gezogen wird.

  18. Tschüss Emden.
    Kannst jetzt noch als Presswerk und Hafen dienen.

  19. Jahrzehntelang einen ineffizienten Wasserkopf mit sich rumschleppen und sich durch lächerlich überteuerte Firmenwagenverkaufspreise über Wasser halten, gleichzeitig sämtliche technologische Neuerung konsequent ignorieren und dann wenn die Konkurrenz aus China angeritten kommt, um endlich wieder Autos zu bauen die die Leute auch tatsächlich haben wollen (billiger E-Kleinwagen unter 20k), dumm rumheulen – da muss man sagen, diese großkotzigen, kleinhirnigen, wohlstandsverfetteten Idioten haben es nicht anders verdient.

  20. Geht doch schneller den Bach runter als gedacht.
    Gibt mir schon Nokia vibes irgendwie. Zeichen der Zeit zu spät, wenn überhaupt, erkannt

  21. Na für die dicken Dividenden reicht es ja immer. Dann kann es nicht so schlimm sein. Panikmache gehört in dem Geschäft dazu. Man stärkt seine Verhandlungsposition. Ich wette die nächste Dividende wird wieder bezahlt werden an die Aktionäre.

  22. Und mal wieder ein Artikel, der es nicht schafft Marke VW und den Konzern auseinanderzuhalten und wild Zahlen miteinander vermischt. Das Problem ist explizit die Marke VW

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