Atomausstieg: Rückbau-Gesellschaft pleite – Bund soll mit Milliarden einspringen – Business Punk

by curiosity-2020

23 comments
  1. Und damit Präzedenzfall geschaffen? Ich hoffe mal nicht 

  2. >Passiert ist folgendes: Die Düsseldorfer Richter entschieden, dass die Abrisskosten für ein längst stillgelegtes Kraftwerk in Nordrhein-Westfalen, den Meiler in Hamm-Uentrop, von der Betreibergesellschaft zu zahlen seien. Diese hatte sich geweigert. Sie war der Meinung, dass Bund und Land für Abriss und Abwicklung bezahlen müssten, weil das aus einem Rahmenvertrag hervorgehe. Das Landgericht sah das anders. Die Betreibergesellschaft kann jetzt in Berufung gehen, aber bis dann das Oberlandesgericht entscheidet, wird viel Zeit vergehen. So weit, so unspektakulär.

    >Was dann aber diese Woche geschah, macht den Fall möglicherweise auch für den Rest der Republik bedeutsam: Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) hat die Betreibergesellschaft als Konsequenz aus dem Urteil mitgeteilt, dass sie kurz vor der Insolvenz stehe. Die rund eine Milliarde Euro, die der Abriss kosten würde, kann sie nicht aufbringen. Das Land muss jetzt in die Bresche springen und Firmen beauftragen, die statt der Betreibergesellschaft den Abriss der Anlage organisieren. Damit entwickelt sich der abgewrackte Atommeiler zur Altlast für das Land – oder den Bund. Neubaur kündigte in einem Parlamentsausschuss im Düsseldorfer Landtag jedenfalls an, die Milliarden-Rechnung an den Bund weiterzureichen – wo man sich allerdings bedanken wird. 

  3. Hey CDU wo billiger atomstrom.

    Ich finde die frimen die da mit Geld gemacht haben müssen denn rückbau bezahlen punkt.

  4. Wie wäre es mit nein und wenn dann sollen die ehemaligen Betreiber welche die Gewinne Jahrzente lang eingestrichen haben haften?

  5. Ist das dieser billige Atomstrom, von dem alle reden?

  6. R/de: hä, des is kein Ausländerthread, langweilig.

    Im Ernst: wenn Grüne mal wieder richtig liegen, kommt die mediale Aufmerksamkeit nur kurz vorbei – dann kann man wieder lügend bashen. Wenn sich Jahre später rausstellt, man hatte Unrecht … auch egal, der Schaden ist lang angerichtet.

    Es gibt 1000 Bespiele (Klumawandel, Solarzellen usw)… auch zB bei Wärmepumpen wird dann in paarJahren klar sein, wie viel billiger sie sind, dass weder gute Isolierung noch Fußbodenheizung nötig ist, dass der Staat Gas subventionieren muss, dass die ganzen Antigrüben weitet heizen können.

  7. Der Bund unterstütze beim Bau, der Bund bezahlte den größten Teil der Versicherungsprämien für den GAU-Fall, der Bund zahlt einen großen Anteil für die Zwischen- und Endlagerung, und nun springt der Bund auch beim Rückbau ein.

    Der Bund wurde auch an den Gewinnen beteiligt … näh, das dann doch nicht.

  8. Hey, ich hab ne Idee! lasst uns noch ein paar Meiler bauen! /s

    Wer jetzt noch neue Kraftwerke bauen will ist dumm.

  9. Wenn es nicht so traurig wäre, hätte man viel zu lachen.
    Kann mich noch an die ganzen Atomkraftspacken erinnern, die während Diskussionen zum Thema Kosten der Atomenergie immer ganz vehement darauf beharrt haben, dass die Betreiber ja gesetzlich dazu verpflichtet wäre Rücklagen für den Rückbau zu bilde. Das würde uns als Gesellschaft ja nichts kosten. Wenn man sie dann als komplett naiv bezeichnet hat, war das Geheule immer groß. Tja. 😂

  10. Nur fürs Protokoll: Hinter der Betreiberfirma steht RWE. Sollte hier wirklich der Steuerzahler einspringen müssen … ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

  11. Deshalb ist Atomspaltung eine selten dämliche Idee um Wasser zu erhitzen

  12. Wieso holt man nicht das Geld von RWE, welche doch im Grunde dahinter steckt. Es kann doch nicht sein das mit Gründung eines Subsunternehmens, sämtliche Schuld auch bei der Mutter abgegolten sind. Wenn ja, dann sollte man aber schleunigst diesbezüglichen die Gesetze ändern, zum Wohle der Menschen in Deutschland.

  13. Aber wehe man subventioniert solaranlagen und dadurch fallen kosten an.

    Bin da irgendwie geschockt von dem grünen bashing.
    Natürlich kommen mit dem ausbau erneuerbarer energien herausforderungen und kosten rein, das war aber schon jahrzehnte klar, dass die speicherproblematik eine riesen hürde stellt.
    Wenigstens passiert mal was für saubere energie.

    Da heißts natürlich die grünen wirtschaften uns zu grunde. Aber AKW kosten mit Gau gefahr und endlagerproblematik, alles gut.

  14. Gbt es eigentlich einen Gesundheitlichen/Strahlungsgrund für den völligen Rückbau? Strahlendes Material entfernen und das als Mahnmal stehen lassen. Die Rückstellungen an die Gemeinden geben welche den Schandfleck haben. Gesamtgesellschaftlich bringt es doch recht wenig, dass die Gebäude weg kommen zu rießigen Preisen. Mehr Schulen, mehr Lehrer, mehr Kitas, mehr Betreuer. Das wären Investitionen in die Zukunft.

  15. Normal bei Atomkraft. Deshalb machen wir das auch nicht mehr. Atomkraft endet immer damit, dass doch alles viel teurer ist als man erwartet hatte und dann der Staat einspringen muss weil das Projekt jetzt mal fertig werden muss.

    Das es beim Rückbau auch passiert und auch wieder Milliarden kostet zeigt nur was für eine dämliche Art der Energiegewinnung das ist.

  16. Wenn Menschen die Wahl haben A)…, oder B) Bankrott der extra dafür gegründeten GmbH zu erklären und problemlos fröhlich pfeifend wegzugehen, während die Gemeinschaft die Kosten tragen muss, dann werden sie IMMER B) machen.

    Wieso wird das in der Politik so dermaßen wenig berücksichtigt? Es ist immer B). Man könnte das in die Politikerschreib- und Sitzungszimmertische eingravieren.

  17. Socialism for rich corporations, rugged individualism for the poor.

  18. Einer der vielen Gründe warum Nuklearenergie Geldverschwendung ist. Viel zu teuer auf jeder Ebene im Vergleich zu erneuerbaren Energien

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