Die AfD ist nicht harmlos – und gar nicht «schweizerisch» | Die Wahlerfolge der AfD im Osten Deutschlands erzeugen Schockwellen. In Schweizer Medien gibt es eine irritierende Tendenz, die rechtsextreme Partei zu verharmlosen.

by BezugssystemCH1903

9 comments
  1. Nein Blick und NZZ sind unkritisch gegenüber rechten Parteien. Na wie das wohl passiert ist. Wie man so einen Artikel machen kann ohne die SVP Taktiken der letzten Zwei Jahrzehnte zu nenn ist schon frech. Aber wo anders hinschauen ist und bleibt eben das liebste Hobby vieler Schweizer. Schau schnell dort drüben ist was falsch, während ein Bundesrat wieder ein paar Lobbyisten glücklich macht.

  2. Niemals vergessen: Menschen mit der selben Gesinnung unserer AfD-Politiker haben vor 80 Jahren Millionen Menschen in Öfen verbrannt.

  3. Ich lese gerne die NZZ, aber die Anbiederung an die AfD finde ich auch sehr irritierend. Dass die mehr oder weniger unverhohlen [von Russland unterstützt wird](https://www.spiegel.de/politik/deutschland/russland-warnung-vom-fbi-deutschland-wichtiges-ziel-russischer-desinformation-a-286cc266-03ce-4581-9078-4406bcf05c09), blenden sie geflissentlich aus – obwohl die NZZ eigentlich ansonsten eine klare Anti-Putin-Linie fährt. Das habe ich auch nie verstanden.

    Wobei man aber auch dazu sagen muss, dass die kritisierten Artiel eindeutig gekennzeichnete Meinungen einzelner Redakteure sind und keine Nachrichtenartikel.

  4. >Aber Achtung: Nach dem hitzigen Wahlkampf lohnt sich ein kühler Blick auf das, was die AfD laut ihrem Parteiprogramm vorhat. Blick hat sich das Papier der «Alternative» mit Leuchtstift durchgelesen und stellt fest: Die Schweiz lebt den AfD-Traum. Diese 9 Punkte zeigen: Was sich die AfD für Deutschland wünscht, ist hierzulande längst Realität[…]

    Ach, tatsächlich? Wie sieht es denn mit dem Rest des Programms so aus? Beispielsweise:

    >Die Gender-Ideologie und die damit verbundene Frühsexualisierung, staatliche Ausgaben für pseudowissenschaftliche „Gender-Studies“, Quotenregelungen und eine Verunstaltung der deutschen Sprache sind zu stoppen. Gleichberechtigung muss wieder Chancengleichheit bedeuten.
    Viele der im Bereich des „Gender-Mainstreamings” vertretenen Ansichten widersprechen den Ergebnissen der Naturwissenschaft, der Entwicklungspsychologie und der Lebenserfahrung. Wir wenden uns daher gegen jede staatliche Förderung von „Gender-Studies“.

    >Die AfD wendet sich gegen alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem Menschenrecht zu erklären.

    >Die AfD lehnt den „Doppelpass“, also den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit bei gleichzeitigem Fortbestand oder Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit, grundsätzlich ab, was wohlbegründete Sonderfälle aber nicht ausschließt.

    >Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf hypothetischen Klima-Modellen basierend auf computergestützten Simulationen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens. Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die von Menschen verursachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Seit die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt- und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC-Modelle können diese Klimaänderungen nicht erklären […]Die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff werden wir beenden und alle Alleingänge Deutschlands zum Reduzieren der CO2-Emissionen unterlassen. CO2-Emissionen wollen
    wir nicht finanziell belasten. Klimaschutz-Organisationen werden nicht mehr unterstützt.

    >Die Autofahrer werden auf Deutschlands Straßen durch immer mehr und nicht nachvollziehbare Geschwindigkeitsbeschränkungen behindert. Die Kommunen nutzen dies
    dann vorrangig als zusätzliche Einnahmequelle. Bald droht auch ein allgemeines Tempolimit auf allen Autobahnen. Die AfD fordert „Freie Fahrt für freie Bürger“ und lehnt alle Beschränkungen aus anderen Gründen als der Verkehrssicherheit ab.

    Ja doch, klingt alles sehr schweizerisch, kein Unterschied zu erkennen. Quasi gelebte Realität. Wäre dafür AFD-Wähler und Sympathisanten in die Schweiz ~~umzusiedeln~~ zu remigrieren. Blick und BILD sind da ja auch auf vergleichbaren Niveau, dürfte also auch da wenig Schwierigkeiten bei der Umstellung zu geben.

  5. Ich hab mir Mal den [Kommentar ](https://www.nzz.ch/meinung/hoecke-ist-nicht-hitler-seit-dem-wahlsieg-der-afd-in-thueringen-herrscht-hysterie-ld.1846937) um den es hier geht durchgelesen und sonderlich schlimm finde ich den nicht. Klar, an der ein oder anderen Stelle etwas polemisch aber eine gewisse Grundwahrheit hält er für mich doch.

    Jetzt, ein Jahr vor der Bundestagswahl, ist eigentlich der perfekte Zeitpunkt für eine AFD geführte Regierung. Das ist genug Zeit für die AFD zu zeigen, was sie drauf hat und erreichen kann, wenn sie dann Mal an der Macht ist. Persönlich erwarte ich da nicht besonders viel. Vielleicht lernen manche dann auch Mal wie viel schlechter es eigentlich laufen kann.

    Und ich kann mir gut vorstellen, dass eine Koalition aus CDU und links nicht zu eine Verbesserung der Unmutstimmung beitragen wird.

  6. Russlands Einfluss und Propaganda und Förderung der Rechten und Spaltung der Gesellschaft wird überall sichtbar. 2800 von Russland gekaufte Influencer sind aufgedeckt und es soll nur die Spitze des Eisbergs sein.

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