Friedrich Merz zeigt, warum Olaf Scholz auf ihn als Gegner hofft – Kanzlerdebatte im Bundestag:

by Easteregg42

12 comments
  1. >Merz läuft sich warm als Kanzlerkandidat der Union. Wenn kein Wunder mehr geschieht, dürfte er CDU und CSU in den nächsten Bundestagswahlkampf führen. Und in dieser Rolle will er im Bundestag zeigen, dass er der bessere Kanzler wäre. Besser als Olaf Scholz.

    >Aber lange hält Merz die Rolle des Staatsmanns nicht durch.

    >Bereits nach vier Minuten wechselt er in den Oppositionssound. »Sie kriegen nichts hin!«, ruft er Richtung Regierungsbank. Die Ampel führe das Land »mehr und mehr in Richtung einer Planwirtschaft«, schimpft er. Und in der Migrationspolitik zieht er mal eben das Angebot der Zusammenarbeit zurück, das er vor zwei Wochen gemacht hat. Seine Partei werde sich »nicht in eine Endlosschleife von Gesprächen begeben«, sagt Merz.

    >[…]

    >Der Kanzler hat einen seiner seltenen emotionalen Auftritte, in seiner zuletzt durchaus mit ihm hadernden Fraktion löst er begeisterten Applaus aus. Vor allem, weil er Merz frontal attackiert.

    >Und der CDU-Chef? Der zeigt mit seinem Auftritt vor allem, wie leicht man ihn aus der Fassung bringen kann. Merz zeigt damit auf offener Bühne, warum Scholz auf ihn als Gegner im Kanzlerduell hofft.

  2. Eventuell unpopuläre Meinung: Wenn man so unangenehm ist, dass man selbst Olaf Scholz zu einer emotionalen Regung bringt, sollte man vielleicht anfangen, sich selbst zu hinterfragen.

  3. Scholz scheint einen Lauf zu haben. Schon gestern über das Platzen der Migrationsgespräche:

    “Führung sieht anders aus. Charakter, Ehrlichkeit und Festigkeit sind für dieses Land gefragt. Und nicht solche kleinen Taschenspielertricks und Provinzbühnenschauspielerei”

    Heute:

    »Sie sind der Typ von Politiker, der glaubt, mit einem Interview in der ›Bild am Sonntag‹ die Migrationsfrage zu lösen.«

    Treffer und versenkt.

  4. Also, ich habe beide Reden (weitestgehend) gesehen und ich sehe die Überschrift vom Artikel nicht. Scholz war (vielleicht unerwartet) gut und Merz hat als Oppositionsführer Oppositionsdinge gesagt. Dass er nicht vollumfänglich den Staatsmann gegeben hat, finde ich jetzt so mittelüberraschend. Warum das jetzt ein Grund sein soll, sich Merz als Gegner zu wünschen, sehe ich nicht.

    Zusätzlich hatte Merz mit dem Esken-Konter (zumindest für mich) den Lacher der Generaldebatte für sich.

  5. Komische Ansicht. Merz ist noch kein Kanzler und muss weiter attackieren. Hier als großer Staatsmann aufzutreten war und ist nie sein Ding gewesen. Btw. genau ist es das Ding von Scholz der eher wie ein maßlos überforderter Manager wirkt. Der Artikel wirkt so als hätte er etwas zu sehr Propaganda übernommen. Wir hatten keinen 11.9 oder ein ähnliches Erlebnis. Hier muss keine Opposition mit der Regierung zusammenkommen weil man nun Einigkeit für Deutschland braucht.

    Beide Seiten wollen hier politisch Kapital draus ziehen. Im Wissen solche Angriffe nie zu 100% abwehren zu können. Wie der junge Mann radikalisiert wurde juckt in politischen und öffentlichen Debatte irgendwie auch niemanden obwohl das die wichtigste Frage ist.

    Und bei alles Kritik über die Personen, gleich neben dem Beitrag ist im Sub ein Beitrag von Netzpolitik welcher zig Stimmen aus der Zivilgesellschaft zitiert die die neuen Sicherheitsmaßnahmen massiv kritisieren. Getragen von einen Olaf Scholz welcher hier absolut rechte Politik macht. Da herrscht dann am Ende auch kein große Unterschied mehr zwischen den beiden, außer in Einzelfragen.

  6. Das fühlt sich von Tag zu Tag immer mehr an wie “Trump gegen Biden” auf Temu bestellt.

  7. die CDU hat ein Bide-Kam-Manöver geplant. Man will die SPD auf Wahlkampf gegen Biden – hier Merz – einzielen lassen damit sie ihre ~~Reso~~ ~~Ressu~~ Energie darauf verwenden um dann nächstes Jahr um diese Zeit *schwups!* Merz durch einen jungen, dynamischen, energischen Kandidaten zu ersetzten, also Kamala – hier Andi Scheuer.

  8. Wir erinnern uns, es waren am Ende Röttgen, Merz und Laschet die zur Wahl als CDU-Vorsitzender standen, und es wurde Laschet gewählt. Gut, das wurde zwar nichts, aber so die kumpelhafte Vaterfigur verkörpert Merz eben nicht, den eher ruhigen Denker auch nicht. Irgendwie die Richtung Jung und erfrischend, wenn es bei der Union überhaupt eine solche Person gibt, auch nicht. Zu allem Überfluss, das ist allerding nicht neu, stolpert man alle paar Tage über einen gewissen Markus. Merz mag zwar durchaus einigen Rückhalt haben, aber reicht das, wenn der Eindruck entsteht, er wäre eine Art Weidel und Wagenknecht, nur im besseren Anzug?

    Das Scholz für so manchen auch nicht der beste Kanzler ist, verbessert die Angelegenheit im Grunde genommen auch nicht so besonders. Wie beide versuchen das nächste Jahr die jeweilige Karre aus dem Dreck zu, könnte noch unterhaltsam werden, beide sollten aber aufpassen, dass beide Karren nicht noch tiefer einsinken.

  9. Ich sag es immer wieder gerne: Günther muss her. Mit ihm wird selbst die CDU wieder Wählbar. Mit ihm kann man eine Vernünftige Koalition schließen und Sachen anpacken statt in der BILD zu hetzten.

  10. „Vielleicht ist er nicht die beste Lösung, aber immer noch besser als Merz.“

    👍🏻

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