Wenn man auf YouTube unangemeldet Videos schaut braucht es zwei Klicks bis einem die blaue Hasssoße von der AFD entgegen schwappt.
[removed]
Ganz einfach. Die Parteien der Mitte machen keine Politik mehr für die Jugend
Weil keiner Politik für junge Menschen macht und die afd eben das System, in dem die Interessen und Sorgen dieser Menschen kaum beachtet werden, ablehnt und einen radikalen Umbruch fordert. Ist zwar absolut dumm und gefährlich die zu wählen aber dafür fehlt vielen leider einfach die Weitsicht.
Meine Geschichtslehrerin in der 8. Klasse hat mal gesagt: “Immer wenn es den Deutschen schlicht ging, sind sie rechts geworden.”
Die Frau hatte eigentlich total eine Schraube locker, aber damit lag sie goldrichtig. Nach Corona, Krieg und den ganzen anderen großen und kleinen Krisen geht es in Deutschland vielen Menschen schlecht. Da sind Parteien mit einfachen Lösungen und Antworten natürlich sehr verlockend und das sind oft eben rechte Parteien. Junge Menschen sind besonders leichte Beute, weil bei ihnen die Orientierungslosigkeit natürlich noch größer ist, als bei einem der schon 40 ist und mitten im Leben steht. Und selbst die älteren sind da nicht immun.
Weil immer Geld an Rentner geht, aber Migranten/Ausländer als Schuldige herhalten. Man müsste halt mal tacheless reden. Ehrlichkeit würde helfen.
Rechte Parteien bieten jemanden zum Schuld geben.
Und auch noch ohne Konsequenzen. Keine Einsparungen durch Klimapolitik. Mehr Arbeit/Wohnraum durch Abschiebungen.
Ist natürlich alles Mist, aber niemand liest ein Parteiprogramm wirklich.
Die etablierten Parteien machen ganz offen Politik für Letztwähler und Boomer.
Bei der letzten BTW hat die FDP versprochen, Dinge wie Innovation und Digitalisierung zu treiben und hat dadurch viele Junge Wähler für sich mobilisiert.
Die Grünen sind auf der Klima-Welle geritten und arbeitet nicht aktiv gegen den Narrativ, ihr würden die Wähler weglaufen (aktuelle Umfragen und das BTW-Ergebnis sind ungefähr in der Fehlertoleranz).
Beide haben sich in der Ampel zerrieben.
Jetzt bespielen die rechten Populisten die Kanäle, wo junge Leute sind, und suggerieren ihnen, sie hätten Lösungen.
Also nur so ein bisschen überraschend.
Weil Junge Leute am ehesten mit einer kaputten Asylpolitik konfrontiert sind
Ganz einfach, weil’s Anti ist.
War bei uns damals nicht anders.
Wiederstand gegen irgendwas im der Pupertät?
Musst die Leute nur anständig abholen.
Bei uns war’s das Skater sein und Hiphop “fick die Welt”.
Holst du diese Menschen ab mit “anti Politik” ¯_(ツ)_/¯
Vieles in dem Artikel liest sich wie die 90er im Osten, nur halt jetzt mit Internet und Social Media. Was damals die Verunsicherungen durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch waren, ist heute die unkontrollierte Einwanderung kulturfremder Menschen und die Corona-Pandemie. Das Migrationsproblem müssen die Parteien endlich mal adressieren, nachdem man es ein Jahrzehnt laufen und aufs Beste gehofft hat. Die Traumata der Pandemie (besonders bei jungen Leuten) muss man aufarbeiten und dann ausheilen lassen. Wird Zeit, endlich die Kommission zur Evaluierung der Maßnahmen einzusetzen. Das wäre schon mal ein Anfang.
Wieso fragt man “die Jugend” nicht einfach mal? Wieso kommen in entsprechenden Beitragen immer “Experten” zu Wort, die dann was von TikTok und Perspektivenlosigkeit erzählen?
Weil Deutschland ein Loserland und Europa ein Loserkontinent ist.
Ich meine dies nicht als epischen Roast, sondern wortwörtlich: Deutschland und Europa sind seit ca 15 Jahren am verlieren. Ob wirtschaftlich, an kultureller Relevanz, diplomatischer Relevanz etc. Seit 15 Jahren hängt Amerika ab und steigen andere Länder auf während Europa stagniert oder verliert.
Reaktionäre Politik ist nunmal für Verlierer (auch hier wieder nicht als epischer Roast gemeint sondern als Beschreibung der Sachlage) und als junger Deutscher bzw Europäer erinnert man sich halt gar nicht mehr an eine Zeit an der man nicht am verlieren war.
In Amerika nutzt die Jugend die gleichen sozialen Media, glotzt den ganzen Tag auf das selbe TikTok, nur ist die Jugend dort halt im großen und ganzen massiv progressiv und die Trump Stammwählerschaft eher Gen X und andere alte Säcke. Wenn überhaupt beschwert sich die Jugend dort darüber, dass die Politik bei weitem nicht links genug ist.
> Bestätigung für ihre Ansichten zu Menschen mit Migrationshintergrund holt sich Franziska im Netz. Hier fühlt sie sich als Teil einer größeren Gruppe. Es ist ein gutes Gefühl. »Wenn ich auf Instagram oder so kommentiere, dann gibt es genug Leute, die zustimmen durch Likes«, sagt sie. Selbst wenn es nur 14 Leute seien. »Dann weißt du schon: Du bist nicht allein mit deiner Meinung.« Sie lächelt. »Wenn ich weiß, ich habe recht, dann freue ich mich.«
Also einfach nur Minderwertigkeitskomplexe.
das bild ist echt gruselig
Die Frage, warum die Ränder generell eine derartige Anziehung auf politisierbare Jugendliche ausüben, wurde schon x-mal von der Forschung beantwortet. Jede etablierte Partei des gemäßigten Spektrums, die jetzt verwundert tut, sollte sich umgehend auflösen.
Weil insbesondere Jungs immer mehr Opfer von Gewalttaten von Ausländischen Mitschülern werden.
Because they are right?
Das traurige ist: ich kann die die jungen Menschen versehen. Die Politik ist einfach perspektivlos. Die Politik buttert jedes Jahr Milliarden in Rentenzuschüsse. Die Sozialabgabe sind so hoch wie noch nie und steigen weiter. Die Boomer können früher in Rente und hatten nie so hohe Sozialabgaben wie die junge Generation und haben nie Rücklagen gebildet. Es wurde alles kaputt gespart oder wird verkauft.
Die etablierte Politik hat sich selbst in eine aussichtslose Lage gebracht. Die rechten Parteien haben zwar auch keine Lösung, haben es aber immerhin nicht so verschissen in den letzten Jahrzehnten. Was wir bräuchten wäre mal eine richtige Initiative, einen Plan eine Perspektive. Da wollen wir in 10 Jahren stehen! Aber das gibt uns niemand. Stattdessen wird kurzfristige Politik gemacht und Probleme werden notdürftig geflickt und aufgeschoben.
Gesellschaftspolitische Verblödung vom feinsten.
Dass Gesellschafts- und Politikunterricht in Qualität und Quantität seit 2-3 Jahrzehnten massiv zu Gunsten anderer Fächer torpediert werden ist zwar nicht die Schuld der Jugend, aber wer meint sich durch algorithmusselektierte 30 sekündige reels/clips die Welt erklären zu lassen, dem ist halt auch nicht mehr zu helfen.
Was allerdings kein Alleinstellungsmerkmal der Jugend ist.
Die Welt laut (sozialen) Medien ist eine durchweg negative, von Kriminalität triefende, überfremdete, korrupte, unsichere, kurz vor dem Untergang stehende.
Ganz einfach. Ein Blick auf die Spritpreise reicht schon aus. In letzter Zeit sind diese runter gegangen, bald werden wir aber wieder bei 2€ den Liter liegen.
Wunderschön 👍
Dabei wird vieles künstlich verteuert und verursacht, zb durch die liebe CO2 Steuer.
Hier werde ich will Hass dafür bekommen, dass ich die Wahrheit sage.
Die Leute wollen kein Geld für irgendeine Ideologie zahlen. Wir wirtschaften uns in den Boden bis es kracht und die USA lacht sich schlapp, bei denen kann man ohne Probleme einen V8 fahren und unterhalten. Warum? Weil bei denen die Ideologie nicht so fortgeschritten ist. Also müssen die an der Tankstelle auch nicht 50 mal mehr bezahlen, nur weil das ja dann der Umwelt so gut tun würde.
Dann geht man Einkaufen und kriegt das Kotzen. Da geht es dann weiter.
Also mir ist es klar warum viele zu den rechten tendieren.
Jetzt werd ich zwar viel Hass kassieren aber ja, so ist es halt nunmal. Hier habt ihr ne ehrliche Antwort. Sorry. 🤷
Generation Z ist in einer Zeit aufgewachsen, in der die Schere zwischen Arm und Reich zunehmend auseinandergeht. Die Mittelschicht gerät zunehmend unter die Räder. Generation Z ist die erste Generation, in der es einer Mehrheit voraussichtlich schlechter gehen wird als ihren Eltern. Besser geht es nur noch dem oberen einen Prozent, das sein Vermögen seit 2010 mehr als verdoppeln konnte. Letztlich ist die Krise der Mittelschicht damit eine Krise des Neoliberalismus.
Generation Z ist aber extrem neoliberal geprägt. Gangster-Rap, Privatfernsehen, Influencer und Co. verbreiten letztlich ein extrem neoliberales Narrativ: Extremer Reichtum wird als das erstrebenswerteste Lebensziel dargestellt. Glück, Erfolg und gesellschaftliches Ansehen wird in Rap-Videos, auf RTL und bei den meisten Influencern in Dubai-Urlauben, Luxus-SUVs und Privatjetflügen gemessen. Extremer Reichtum wird kaum noch hinterfragt, denn Reichtum gilt ja als extrem cool. Die Schere zwischen Arm und Reich fällt als Sündenbock somit weg, die Reichen sind ja die coolen Vorbilder und können daher nicht Teil des Problems sein.
Also wird ein anderer Sündenbock gesucht. Die AfD und teils die Union bieten die Ausländer, den Feminismus oder die Woken als Sündenbock an. FDP und Grüne bieten die Alten oder die angeblich Ungebildeten als Sündenbock an. Beide Gruppen wollen natürlich nicht als Sündenbock gesehen werden und somit schaukelt sich dieser gesellschaftliche Konflikt immer weiter hoch.
Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet Spanien mit seiner sehr eigenständigen Popkultur gerade der zumindest im Bezug auf die Immunität gegen Rechtsextremismus stabilste Staat Westeuropas zu sein scheint.
In den USA ist man schon ein Stück weiter, Sanders und Warren haben es da geschafft, den Fokus wieder auf die wirklich relevanten Fragen zu legen.
Eine inkompetente Politikergeneration, klaffende Identitätsfrage, kurzsichtige Reformen, unverantwortslose ältere Vorbilder, keine Zukunftspläne, anspruchslose Wähler.
Meine Tipps.
Der Staat hat über 30 Jahre lang die Fläche verrotten lassen. Für Jugendzentren, Ferienlager, Parkbänke, Skateparks, whatever, für nichts war Geld da. Und in Ostdeutschland hat die Kirche auch nicht die Lücken füllen können.
In die Lücke sind vor allem auf dem Land dann die Rechten gestoßen, klar wenn man Geld aus Russland oder wo auch immer herkriegt über das man niemandem Rechenschaft schuldig ist tut man sich leichter Angebote zu machen, vor allem solche die dann ideologisch gefärbt sind.
“Man darf irgendwann keine neuen Ölheizungen kaufen” wird zu: “Habeck wird persönlich bei dir vorbeikommen, um dir die Heizung aus der Wand zu reißen!!!!”
“Ernährungsempfehlung zu bewussterem Fleischkonsum” wird zu: “Die Grünen zwingen dich vegan zu Leben und wollen dir deine Kultur wegnehmen!!!! Und Rickarda Lang ist fett und hat keinen Schulabschluss!!!!”
Und über meine Mutter, welche mitlerweile unrettbar im Schwurbelsupf ertrunken ist, bekomme ich die FakeNews/RussPropaganda/Trollaktionen quasi Live mit. Einen Teil bekomme ich aber trotz ziemlich links trainiertem Algo trotzdem vorgeschlagen.
“AfD lässt Ampelschafe mit FAKTEN und LOGIK sprachlos” – “Hier ist ein 10 sekündiger Clip von eine Versprecher Baerbocks. Ist sie nicht inkompetent?” – “Beliebiger Amerikanischer Influencer ZERSTÖRT die WOKE Agende, welche unsere Jungen zwangstransitioniert und entmännlicht.”
Und jetzt gab es ja noch die bestätigten Berichte von gefaketen NewsPortalen, welche echte Seiten immitierten und einigen rechten Influenzern welche russische Gelder annahmen. Wir führen seit mindestens vier Jahren einen massiven (Des)Informationskrieg mit dem Ausland und haben es noch nicht mal mitbekommen.
Wie ging dieser Satz noch?
“Wenn Menschen vom System enttäuscht sind, werden sie diejenigen unterstützen, die versprechen, dieses System zu zerstören.”
(Und das scheint zumindest auf eine nennenswerte Anzahl Menschen zuzutreffen)
Ich denke das Problem liegt darin, dass besonders die Jugend mit den problematischen Migranten häufiger in Berührung kommt und mit deren handeln und Taten direkt konfrontiert werden. Sie sehen ihre Zukunft dadurch bedroht
habt ihr mal in die deutschen schulen geguckt?
Die jungen Leute sehen halt, dass es für sie scheiße ist und wird. Werden bis aufs Blut ausgepresst für Rentner. Es ist nahezu unmöglich Vermögen aufzubauen oder für irgendeinen Traum zu sparen. Familie gründen wird vielleicht auch unmöglich. Wenn es also mit den etablierten Parteien scheiße wird, welchen Unterschied macht es dann die AfD zu wählen, mit denen es auch scheiße wird? AfD ist einfach nur ein anderer Geschmack von Scheiße. Vielleicht ist in diesem Land nur Veränderung möglich, wenn alles vorher niedergebrannt wird.
Ich bin ehrlich, ich kann es verstehen (habe aber kein Verständnis dafür). Die Jugend ist unter einer Mitte Regierung (groko) groß geworden und hat jetzt eine linkslastige Regierung die faktisch zwar vieles richtig macht, allerdings medial für alles außeinander genommen wird. Allein da (stillstand oder „die machen alles falsch“) bleibt ja quasi nur der rechte Rand. Wenn man jetzt noch schaut was die letzten Jahre für Leute unter 60 gemacht wird, besonders für Schulen: schlechter kanns nicht laufen. Und durch unser 5% System (welches wichtig ist) sind viele Kleinparteien halt auch keine Alternative. Ich finde es auch seit Jahren schwieriger und schwieriger überhaupt zur Wahl zu gehen, das einzige was mich am Ende dazu bringt ist der Gedanke „eine Stimme gegen die AfD“ 🤷🏻♂️
Ich glaube eher es liegt an überspitzt gesagt:
“Früher konnte man mit einem Einkommen als Arbeiter eine ganze Familie ernähren, samt Eigenheim und Mittelklasseauto”, während man heute studiert hat und es mit zwei Einkommen trotzdem nur für die Miete im Block und das Deutschlandticket reicht.
Die AfD wird daran nichts ändern, aber da sie es noch nicht versucht hat und gegen die aktuelle Politik ist wird die halt gewählt, in der Hoffnung das es so wie “früher” wird.
Weil sie wissen wie die Schule aussehen?
Vielleicht sollte man sich keine “rechte Jungend” heraufbeschwören, die es eigentlich nicht gibt? Klingt nach selbsterfüllender Prophezeiung.
Die AfD hat durch alle Altersschichten hinweg massiv gewonnen, und ist bei jungen Menschen auch nicht signifikant stärker. Das Problem ist nicht die Jugend, und auch nicht der Osten, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Rechtsruck.
Junge Leute sind generell flexibler in ihrer Wahlentscheidung. Wenn man sich das so im europäischen Vergleich anguckt sind die jungen Menschen in Deutschland sogar recht weit links im Vergleich zu Frankreich zum Beispiel.
Es wurde nur vor allem durch die guten Wahlergebnisse der Grünen oder auch den Erfolg von Fridays for Future das Narrativ gepusht dass junge Leute links sind/wählen. Das war auch so aber das sind nur Momentaufnahmen.
Ein Mensch in seinen 20ern wählt mal grün und dann AFD ganz nach Lage. In den letzten Jahren wurde eben das Thema Migration in Verbindung mit Kriminalität durch die Medien gepusht während der Klimawandel in der öffentlichen Debatte keine Rolle mehr spielt.
Das kriegt man mit und im Vergleich zu der Generation 60+ reagiert man darauf und wählt eben die Partei der man die Lösung des Themas zutraut.
Weil die Rechten eine Erzählung anbieten, die attraktiver ist. Nicht besser, logischer, richtiger – aber sie haben überhaupt mal eine Erzählung
Weil das Land voll mit Messerstechern ist. Fertig.
Weil das System dabei ist die gesamte Menschheit auszulöschen und Menschen, dann Parteien wählen die versprechen das System zu ändern.
Die Nachwahlbefragung bei den Landtagswahlen 2024 in Sachsen und Thüringen zeigte KEIN besonders auffallendes Wahlverhalten bei den jungen Wählern.
Angeblich neigen die Menschen dazu, extreme Parteien zu wählen, wenn sie mit den großen Parteien unzufrieden sind und für sich eine gewisse Perspektivlosigkeit in der heutigen Welt sehen.
Aber was weiß ich. Die großen Parteien kümmern sich schließlich um die Jugend und ganz am Rande die Frage: Wann steht die nächste Rentenerhöhung an?
40 comments
Wenn man auf YouTube unangemeldet Videos schaut braucht es zwei Klicks bis einem die blaue Hasssoße von der AFD entgegen schwappt.
[removed]
Ganz einfach. Die Parteien der Mitte machen keine Politik mehr für die Jugend
Weil keiner Politik für junge Menschen macht und die afd eben das System, in dem die Interessen und Sorgen dieser Menschen kaum beachtet werden, ablehnt und einen radikalen Umbruch fordert. Ist zwar absolut dumm und gefährlich die zu wählen aber dafür fehlt vielen leider einfach die Weitsicht.
Meine Geschichtslehrerin in der 8. Klasse hat mal gesagt: “Immer wenn es den Deutschen schlicht ging, sind sie rechts geworden.”
Die Frau hatte eigentlich total eine Schraube locker, aber damit lag sie goldrichtig. Nach Corona, Krieg und den ganzen anderen großen und kleinen Krisen geht es in Deutschland vielen Menschen schlecht. Da sind Parteien mit einfachen Lösungen und Antworten natürlich sehr verlockend und das sind oft eben rechte Parteien. Junge Menschen sind besonders leichte Beute, weil bei ihnen die Orientierungslosigkeit natürlich noch größer ist, als bei einem der schon 40 ist und mitten im Leben steht. Und selbst die älteren sind da nicht immun.
Weil immer Geld an Rentner geht, aber Migranten/Ausländer als Schuldige herhalten. Man müsste halt mal tacheless reden. Ehrlichkeit würde helfen.
Rechte Parteien bieten jemanden zum Schuld geben.
Und auch noch ohne Konsequenzen. Keine Einsparungen durch Klimapolitik. Mehr Arbeit/Wohnraum durch Abschiebungen.
Ist natürlich alles Mist, aber niemand liest ein Parteiprogramm wirklich.
Die etablierten Parteien machen ganz offen Politik für Letztwähler und Boomer.
Bei der letzten BTW hat die FDP versprochen, Dinge wie Innovation und Digitalisierung zu treiben und hat dadurch viele Junge Wähler für sich mobilisiert.
Die Grünen sind auf der Klima-Welle geritten und arbeitet nicht aktiv gegen den Narrativ, ihr würden die Wähler weglaufen (aktuelle Umfragen und das BTW-Ergebnis sind ungefähr in der Fehlertoleranz).
Beide haben sich in der Ampel zerrieben.
Jetzt bespielen die rechten Populisten die Kanäle, wo junge Leute sind, und suggerieren ihnen, sie hätten Lösungen.
Also nur so ein bisschen überraschend.
Weil Junge Leute am ehesten mit einer kaputten Asylpolitik konfrontiert sind
Ganz einfach, weil’s Anti ist.
War bei uns damals nicht anders.
Wiederstand gegen irgendwas im der Pupertät?
Musst die Leute nur anständig abholen.
Bei uns war’s das Skater sein und Hiphop “fick die Welt”.
Holst du diese Menschen ab mit “anti Politik” ¯_(ツ)_/¯
Vieles in dem Artikel liest sich wie die 90er im Osten, nur halt jetzt mit Internet und Social Media. Was damals die Verunsicherungen durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch waren, ist heute die unkontrollierte Einwanderung kulturfremder Menschen und die Corona-Pandemie. Das Migrationsproblem müssen die Parteien endlich mal adressieren, nachdem man es ein Jahrzehnt laufen und aufs Beste gehofft hat. Die Traumata der Pandemie (besonders bei jungen Leuten) muss man aufarbeiten und dann ausheilen lassen. Wird Zeit, endlich die Kommission zur Evaluierung der Maßnahmen einzusetzen. Das wäre schon mal ein Anfang.
Wieso fragt man “die Jugend” nicht einfach mal? Wieso kommen in entsprechenden Beitragen immer “Experten” zu Wort, die dann was von TikTok und Perspektivenlosigkeit erzählen?
Weil Deutschland ein Loserland und Europa ein Loserkontinent ist.
Ich meine dies nicht als epischen Roast, sondern wortwörtlich: Deutschland und Europa sind seit ca 15 Jahren am verlieren. Ob wirtschaftlich, an kultureller Relevanz, diplomatischer Relevanz etc. Seit 15 Jahren hängt Amerika ab und steigen andere Länder auf während Europa stagniert oder verliert.
Reaktionäre Politik ist nunmal für Verlierer (auch hier wieder nicht als epischer Roast gemeint sondern als Beschreibung der Sachlage) und als junger Deutscher bzw Europäer erinnert man sich halt gar nicht mehr an eine Zeit an der man nicht am verlieren war.
In Amerika nutzt die Jugend die gleichen sozialen Media, glotzt den ganzen Tag auf das selbe TikTok, nur ist die Jugend dort halt im großen und ganzen massiv progressiv und die Trump Stammwählerschaft eher Gen X und andere alte Säcke. Wenn überhaupt beschwert sich die Jugend dort darüber, dass die Politik bei weitem nicht links genug ist.
> Bestätigung für ihre Ansichten zu Menschen mit Migrationshintergrund holt sich Franziska im Netz. Hier fühlt sie sich als Teil einer größeren Gruppe. Es ist ein gutes Gefühl. »Wenn ich auf Instagram oder so kommentiere, dann gibt es genug Leute, die zustimmen durch Likes«, sagt sie. Selbst wenn es nur 14 Leute seien. »Dann weißt du schon: Du bist nicht allein mit deiner Meinung.« Sie lächelt. »Wenn ich weiß, ich habe recht, dann freue ich mich.«
Also einfach nur Minderwertigkeitskomplexe.
das bild ist echt gruselig
Die Frage, warum die Ränder generell eine derartige Anziehung auf politisierbare Jugendliche ausüben, wurde schon x-mal von der Forschung beantwortet. Jede etablierte Partei des gemäßigten Spektrums, die jetzt verwundert tut, sollte sich umgehend auflösen.
Weil insbesondere Jungs immer mehr Opfer von Gewalttaten von Ausländischen Mitschülern werden.
Because they are right?
Das traurige ist: ich kann die die jungen Menschen versehen. Die Politik ist einfach perspektivlos. Die Politik buttert jedes Jahr Milliarden in Rentenzuschüsse. Die Sozialabgabe sind so hoch wie noch nie und steigen weiter. Die Boomer können früher in Rente und hatten nie so hohe Sozialabgaben wie die junge Generation und haben nie Rücklagen gebildet. Es wurde alles kaputt gespart oder wird verkauft.
Die etablierte Politik hat sich selbst in eine aussichtslose Lage gebracht. Die rechten Parteien haben zwar auch keine Lösung, haben es aber immerhin nicht so verschissen in den letzten Jahrzehnten. Was wir bräuchten wäre mal eine richtige Initiative, einen Plan eine Perspektive. Da wollen wir in 10 Jahren stehen! Aber das gibt uns niemand. Stattdessen wird kurzfristige Politik gemacht und Probleme werden notdürftig geflickt und aufgeschoben.
Gesellschaftspolitische Verblödung vom feinsten.
Dass Gesellschafts- und Politikunterricht in Qualität und Quantität seit 2-3 Jahrzehnten massiv zu Gunsten anderer Fächer torpediert werden ist zwar nicht die Schuld der Jugend, aber wer meint sich durch algorithmusselektierte 30 sekündige reels/clips die Welt erklären zu lassen, dem ist halt auch nicht mehr zu helfen.
Was allerdings kein Alleinstellungsmerkmal der Jugend ist.
Die Welt laut (sozialen) Medien ist eine durchweg negative, von Kriminalität triefende, überfremdete, korrupte, unsichere, kurz vor dem Untergang stehende.
Ganz einfach. Ein Blick auf die Spritpreise reicht schon aus. In letzter Zeit sind diese runter gegangen, bald werden wir aber wieder bei 2€ den Liter liegen.
Wunderschön 👍
Dabei wird vieles künstlich verteuert und verursacht, zb durch die liebe CO2 Steuer.
Hier werde ich will Hass dafür bekommen, dass ich die Wahrheit sage.
Die Leute wollen kein Geld für irgendeine Ideologie zahlen. Wir wirtschaften uns in den Boden bis es kracht und die USA lacht sich schlapp, bei denen kann man ohne Probleme einen V8 fahren und unterhalten. Warum? Weil bei denen die Ideologie nicht so fortgeschritten ist. Also müssen die an der Tankstelle auch nicht 50 mal mehr bezahlen, nur weil das ja dann der Umwelt so gut tun würde.
Dann geht man Einkaufen und kriegt das Kotzen. Da geht es dann weiter.
Also mir ist es klar warum viele zu den rechten tendieren.
Jetzt werd ich zwar viel Hass kassieren aber ja, so ist es halt nunmal. Hier habt ihr ne ehrliche Antwort. Sorry. 🤷
Generation Z ist in einer Zeit aufgewachsen, in der die Schere zwischen Arm und Reich zunehmend auseinandergeht. Die Mittelschicht gerät zunehmend unter die Räder. Generation Z ist die erste Generation, in der es einer Mehrheit voraussichtlich schlechter gehen wird als ihren Eltern. Besser geht es nur noch dem oberen einen Prozent, das sein Vermögen seit 2010 mehr als verdoppeln konnte. Letztlich ist die Krise der Mittelschicht damit eine Krise des Neoliberalismus.
Generation Z ist aber extrem neoliberal geprägt. Gangster-Rap, Privatfernsehen, Influencer und Co. verbreiten letztlich ein extrem neoliberales Narrativ: Extremer Reichtum wird als das erstrebenswerteste Lebensziel dargestellt. Glück, Erfolg und gesellschaftliches Ansehen wird in Rap-Videos, auf RTL und bei den meisten Influencern in Dubai-Urlauben, Luxus-SUVs und Privatjetflügen gemessen. Extremer Reichtum wird kaum noch hinterfragt, denn Reichtum gilt ja als extrem cool. Die Schere zwischen Arm und Reich fällt als Sündenbock somit weg, die Reichen sind ja die coolen Vorbilder und können daher nicht Teil des Problems sein.
Also wird ein anderer Sündenbock gesucht. Die AfD und teils die Union bieten die Ausländer, den Feminismus oder die Woken als Sündenbock an. FDP und Grüne bieten die Alten oder die angeblich Ungebildeten als Sündenbock an. Beide Gruppen wollen natürlich nicht als Sündenbock gesehen werden und somit schaukelt sich dieser gesellschaftliche Konflikt immer weiter hoch.
Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet Spanien mit seiner sehr eigenständigen Popkultur gerade der zumindest im Bezug auf die Immunität gegen Rechtsextremismus stabilste Staat Westeuropas zu sein scheint.
In den USA ist man schon ein Stück weiter, Sanders und Warren haben es da geschafft, den Fokus wieder auf die wirklich relevanten Fragen zu legen.
Eine inkompetente Politikergeneration, klaffende Identitätsfrage, kurzsichtige Reformen, unverantwortslose ältere Vorbilder, keine Zukunftspläne, anspruchslose Wähler.
Meine Tipps.
Der Staat hat über 30 Jahre lang die Fläche verrotten lassen. Für Jugendzentren, Ferienlager, Parkbänke, Skateparks, whatever, für nichts war Geld da. Und in Ostdeutschland hat die Kirche auch nicht die Lücken füllen können.
In die Lücke sind vor allem auf dem Land dann die Rechten gestoßen, klar wenn man Geld aus Russland oder wo auch immer herkriegt über das man niemandem Rechenschaft schuldig ist tut man sich leichter Angebote zu machen, vor allem solche die dann ideologisch gefärbt sind.
“Man darf irgendwann keine neuen Ölheizungen kaufen” wird zu: “Habeck wird persönlich bei dir vorbeikommen, um dir die Heizung aus der Wand zu reißen!!!!”
“Ernährungsempfehlung zu bewussterem Fleischkonsum” wird zu: “Die Grünen zwingen dich vegan zu Leben und wollen dir deine Kultur wegnehmen!!!! Und Rickarda Lang ist fett und hat keinen Schulabschluss!!!!”
Und über meine Mutter, welche mitlerweile unrettbar im Schwurbelsupf ertrunken ist, bekomme ich die FakeNews/RussPropaganda/Trollaktionen quasi Live mit. Einen Teil bekomme ich aber trotz ziemlich links trainiertem Algo trotzdem vorgeschlagen.
“AfD lässt Ampelschafe mit FAKTEN und LOGIK sprachlos” – “Hier ist ein 10 sekündiger Clip von eine Versprecher Baerbocks. Ist sie nicht inkompetent?” – “Beliebiger Amerikanischer Influencer ZERSTÖRT die WOKE Agende, welche unsere Jungen zwangstransitioniert und entmännlicht.”
Und jetzt gab es ja noch die bestätigten Berichte von gefaketen NewsPortalen, welche echte Seiten immitierten und einigen rechten Influenzern welche russische Gelder annahmen. Wir führen seit mindestens vier Jahren einen massiven (Des)Informationskrieg mit dem Ausland und haben es noch nicht mal mitbekommen.
Wie ging dieser Satz noch?
“Wenn Menschen vom System enttäuscht sind, werden sie diejenigen unterstützen, die versprechen, dieses System zu zerstören.”
(Und das scheint zumindest auf eine nennenswerte Anzahl Menschen zuzutreffen)
Ich denke das Problem liegt darin, dass besonders die Jugend mit den problematischen Migranten häufiger in Berührung kommt und mit deren handeln und Taten direkt konfrontiert werden. Sie sehen ihre Zukunft dadurch bedroht
habt ihr mal in die deutschen schulen geguckt?
Die jungen Leute sehen halt, dass es für sie scheiße ist und wird. Werden bis aufs Blut ausgepresst für Rentner. Es ist nahezu unmöglich Vermögen aufzubauen oder für irgendeinen Traum zu sparen. Familie gründen wird vielleicht auch unmöglich. Wenn es also mit den etablierten Parteien scheiße wird, welchen Unterschied macht es dann die AfD zu wählen, mit denen es auch scheiße wird? AfD ist einfach nur ein anderer Geschmack von Scheiße. Vielleicht ist in diesem Land nur Veränderung möglich, wenn alles vorher niedergebrannt wird.
Ich bin ehrlich, ich kann es verstehen (habe aber kein Verständnis dafür). Die Jugend ist unter einer Mitte Regierung (groko) groß geworden und hat jetzt eine linkslastige Regierung die faktisch zwar vieles richtig macht, allerdings medial für alles außeinander genommen wird. Allein da (stillstand oder „die machen alles falsch“) bleibt ja quasi nur der rechte Rand. Wenn man jetzt noch schaut was die letzten Jahre für Leute unter 60 gemacht wird, besonders für Schulen: schlechter kanns nicht laufen. Und durch unser 5% System (welches wichtig ist) sind viele Kleinparteien halt auch keine Alternative. Ich finde es auch seit Jahren schwieriger und schwieriger überhaupt zur Wahl zu gehen, das einzige was mich am Ende dazu bringt ist der Gedanke „eine Stimme gegen die AfD“ 🤷🏻♂️
Ich glaube eher es liegt an überspitzt gesagt:
“Früher konnte man mit einem Einkommen als Arbeiter eine ganze Familie ernähren, samt Eigenheim und Mittelklasseauto”, während man heute studiert hat und es mit zwei Einkommen trotzdem nur für die Miete im Block und das Deutschlandticket reicht.
Die AfD wird daran nichts ändern, aber da sie es noch nicht versucht hat und gegen die aktuelle Politik ist wird die halt gewählt, in der Hoffnung das es so wie “früher” wird.
Weil sie wissen wie die Schule aussehen?
Vielleicht sollte man sich keine “rechte Jungend” heraufbeschwören, die es eigentlich nicht gibt? Klingt nach selbsterfüllender Prophezeiung.
Die AfD hat durch alle Altersschichten hinweg massiv gewonnen, und ist bei jungen Menschen auch nicht signifikant stärker. Das Problem ist nicht die Jugend, und auch nicht der Osten, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Rechtsruck.
Junge Leute sind generell flexibler in ihrer Wahlentscheidung. Wenn man sich das so im europäischen Vergleich anguckt sind die jungen Menschen in Deutschland sogar recht weit links im Vergleich zu Frankreich zum Beispiel.
Es wurde nur vor allem durch die guten Wahlergebnisse der Grünen oder auch den Erfolg von Fridays for Future das Narrativ gepusht dass junge Leute links sind/wählen. Das war auch so aber das sind nur Momentaufnahmen.
Ein Mensch in seinen 20ern wählt mal grün und dann AFD ganz nach Lage. In den letzten Jahren wurde eben das Thema Migration in Verbindung mit Kriminalität durch die Medien gepusht während der Klimawandel in der öffentlichen Debatte keine Rolle mehr spielt.
Das kriegt man mit und im Vergleich zu der Generation 60+ reagiert man darauf und wählt eben die Partei der man die Lösung des Themas zutraut.
Weil die Rechten eine Erzählung anbieten, die attraktiver ist. Nicht besser, logischer, richtiger – aber sie haben überhaupt mal eine Erzählung
Weil das Land voll mit Messerstechern ist. Fertig.
Weil das System dabei ist die gesamte Menschheit auszulöschen und Menschen, dann Parteien wählen die versprechen das System zu ändern.
Die Nachwahlbefragung bei den Landtagswahlen 2024 in Sachsen und Thüringen zeigte KEIN besonders auffallendes Wahlverhalten bei den jungen Wählern.
Angeblich neigen die Menschen dazu, extreme Parteien zu wählen, wenn sie mit den großen Parteien unzufrieden sind und für sich eine gewisse Perspektivlosigkeit in der heutigen Welt sehen.
Aber was weiß ich. Die großen Parteien kümmern sich schließlich um die Jugend und ganz am Rande die Frage: Wann steht die nächste Rentenerhöhung an?
Rechts ist wieder in