
In Deutschlands größter Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Tegel leben 5000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen. Zugleich machen dort viele Firmen gute Geschäfte
by KetchupTubeAble19

In Deutschlands größter Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Tegel leben 5000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen. Zugleich machen dort viele Firmen gute Geschäfte
by KetchupTubeAble19
17 comments
tl;dr schlimmste Zustände (Privatsphäre, Hygiene, Sicherheit/Kontrollen), Leute werden in der Bürokratiemühle zermalmt und leben Monate und Jahre in dem Lager, die Kosten sind absolut unglaublich im Vergleich zum Zustand und viele der beteiligten Firmen ziehen fette Gewinne ein.
> 463 Millionen Euro sind im Haushaltsplan für dieses Jahr veranschlagt, bei einer Auslastung von bis zu 7000 Menschen. Das entspricht einem Tagessatz von 180 bis zu 250 Euro pro Geflüchtetem, dafür könnte man jedes Kleinkind, jedes Baby, jeden Mann und jede Frau aus Tegel in einem feinen Hotel mit Vollpension unterbringen
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> In ihrer Schlafwabe leben Elvira und Radjic mit zwölf anderen, von denen sie nur teilweise die Namen kennen. Es gibt keine Decke und keine Türen, von der nächsten Wabe trennt sie nur eine Stellwand.
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> Sie schämt sich. Sie war Lehrerin in Winnyzja in der Zentralukraine und möchte nicht, dass ihre Schüler sehen, wie sie leben muss. Es gebe im Moment 16 Toiletten für 700 Leute, sagt sie. Viele Duschen sind kaputt, viele Waschbecken abgesperrt, in den Toiletten sind Kotreste. Sie weint. Sie weiß nicht, wie sie sich umziehen soll. Manchmal hängt sie ein Tuch vor ihr Bett für ein Minimum Privatsphäre beim Wäschewechsel. Sie weiß, dass das verboten ist, aus Brandschutzgründen, aber sie macht es trotzdem manchmal.
Sie hatten ein Apartment gefunden in Berlin, 19 Quadratmeter groß, und den Umzug beantragt. »Aber das Jobcenter hat nein gesagt, die Wohnung sei zu klein für zwei Personen.«
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> Es ist vieles nicht erlaubt. Es gibt Taschenkontrollen beim Betreten des Zelts, es gibt Anwesenheitskontrollen, Bettkontrollen. Man darf nicht in ein anderes Bett umziehen, auch wenn es frei ist. Man darf nur auf der rechten Seite des Eingangs das Zelt verlassen. Einander fremde Männer, Frauen und Kinder sind gemischt untergebracht.
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> Sicherheit oder das, was man dafür hält, ist in Tegel eine teure Angelegenheit. Für 2024 sind dafür erst einmal 85 Millionen Euro verplant. Was bei einer bisherigen Belegung von 5000 Menschen im Jahr 2024 bedeutet, dass jedes ukrainische Mütterchen, jedes Kleinkind, jeder tanzende Afghane für rund 1500 Euro im Monat bewacht wurde. Für die geplante Erweiterung der Kapazität sind noch mal 46 Millionen obendrauf genehmigt.
> Mario Czaja zum Beispiel war bis 2016 Sozialsenator des Landes Berlin und damit oberster Chef des Amts für Flüchtlingsangelegenheiten. Jenes Amts, das derzeit so immense Summen verteilt – an das Berliner Rote Kreuz zum Beispiel, dessen ehrenamtlicher Präsident Czaja inzwischen ist. Oder an die Messe Berlin. Die ihrerseits die Aufträge weitergibt an die Gegenbauer/Apleona-Tochter. Mario Czaja war viele Jahre bei Gegenbauer beschäftigt, in leitender Position. Christian Göke wiederum, bis Ende 2020 Chef der Messe Berlin, managt inzwischen die Geschäfte der Familienholding von Gegenbauer.
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> Betreiber anderer Flüchtlingsunterkünfte in Berlin müssen dagegen mit einem Bruchteil der Zahlungen und einem Bruchteil des Personals auskommen. Bei ihnen müssen Männer und Frauen getrennt und Familien zusammen untergebracht werden, in Zimmern mit Decke, mit Tür, mit Schränken. Das Personal muss hohe Qualifikationsanforderungen erfüllen, und Monat für Monat muss passgenau abgerechnet werden. Es lohnt sich trotzdem noch. Sie möchten damit allerdings nicht zitiert werden. Das LAF wird auch in Zukunft ihr Hauptauftraggeber sein.
Der Staat lässt sich da mal wieder krass abziehen. Ich bin sicher, dass eine Unterbringung auf diesem Standard weit günstiger machbar sein muss. Da wird mal wieder Steuergeld verschleudert.
ZL;NG, Menschen werden unter Bedingungen gehalten, die fast schon zwangsläufig dazu führen, dass jemand sie Charakterzüge entwickelt, die Rechte Geflüchteten zuschreiben — irgendwo wie Obdachlose lagern (-> “die wollen sich ja gar nicht helfen lassen!!!”), ihren Frust in Alkohol ertränken, Schlägereien wegen Nebensächlichkeiten, komplett resignieren und alle Termine verpassen, oder einfach komplett durchdrehen.
Ein Schelm, wer glauben würde, das wäre Absicht, oder zumindest ein willkommener Nebeneffekt…
Ach, das “Lager” 🫠 Das war eine schöne Zeit. Schon mega Madmax mässig, aber von nichts kommt nichts. Wer erinnert sich an seine Lager Zeit noch? Mein Vater hat mir einen Bogen gebaut, ich hab ihn ewig angefleht dafür. So cool. Aber dann bin ich auf den Garagen geturnt und mein Vater hat mir den Bogen wieder weg genommen 🥺 Einmal haben mich die Jugendlichen auf einem Sofa Sessel auf ihren Armen einmal ums Lager getragen, aber ich bin mir nicht sicher warum genau.
Die Deutschen haben uns immer so komisch angeschaut, wenn wir aus dem Lager gegangen sind und in ihre Stadt rein. Hab mich dann erst wieder wohl gefühlt, wenn ich zurück im Lager war. Ach, das Lager 🫠
Das muss dieses “reduzieren von Pull-Effekten” sein von dem alle reden…
Hut ab, muss man auch erstmal schaffen Menschen wie Tiere einzupferchen und dafür dann trotzdem noch einen Tagessatz von 180-250€ pro Person zu blechen. Naja gut immerhin fördert es die Wirtschaft[TM].
Dass aus solchen Lagern überproportional Straftäter “generiert” werden überrascht aber hoffentlich niemand. Da kannst du auch Torben und Katharina einsperren und nach spätestens einem Jahr denken sie über Bomben nach…
(Ja dieses Post beinhaltet sehr viel Bitterkeit)
Die Flüchtlingspolitik ist ohnehin zu einer riesigen Geldmaschine für findige Unternehmer geworden.
Auch beliebt in den Gemeinden: Da werden alte Häuser angemietet und dann vollgestopft mit Schlafmöglichkeiten (so viel wie rechtlich erlaubt). Anschließend kassiert man pro Person schön die Miete, die bei Bürgergeldempfängern (was Asylbewerber nach 36 Monaten (vor kurzem sogar nur 18 Monaten) im Land werden) ja vom Staat übernommen wird. So erzielt man horrende Gewinne.
Oder es werden Hotels oder Wohnstädten für Senioren umgewandelt. An Flüchtlinge (bzw den Staat) zu vermieten ist sehr lukrativ, denn der Staat zahlt die horrenden Preise einfach.
Und dann wundert man sich, dass die Leute einen Knacks bekommen und straffällig werden.
Boah warum radikalisieren sich Menschen die so leben müssen ? Warum werden Menschen die in diese Perspektivlosigkeit gedrängt werden kriminell ?
Muss daran liegen das Ausländer, insbesondere Flüchtlinge einfach kriminelle Terroristen sind !!11!1!1!1
Sollen ja nicht nur Hühner, Schweine und Kühe in den Genuss der Massentierhaltung kommen dürfen! Auch Menschen kann man schön einpferchen und mies behandeln. <3
Ich denk die bekommen alle ne 4,5 Zimmer Wohnung und nochmal 2500€ auf die Hand /s
Es dürfen für solche Projekte einfach keine privaten Firmen mehr beauftragt werden. Es ist mittlerweile Gang und Gebe, dass im Bereich IT, Sicherheit und Flüchtlingsunterkunft Firmen ganz offen darauf abzielen den deutschen Staat um so viel Steuergelder zu bringen wir nur irgend möglich, für absolut minderwertige Gegenleistungen.
Ich bin nicht überrascht, Flüchtlinge werden wie Dreck behandelt und irgendwelche dubiose Firmen machen Reibach. Gut das sich fast alle Parteien dabei überbieten wie man das Leben der Flüchtlinge noch unangenehmer gestalten kann. Die Menschenfreunde der AfD freuts.
Als Friedrich Merz sowas vor Augen hatte, als er von Missbrauch von Sozialleistungen gefaselt hat?
Diese Zustände sind eine Schande und menschenunwürdig. Es ist schwer erträglich, dass sowas hier geduldet wird.
Wie kann es sein das pro geflüchteten zwischen 5.000 und 7.500€ pro Monat ausgegeben wird, für sowas. Da bin ich auch als links/grüner sauer. Aber eben nicht auf die geflüchteten sondern diejenigen die sich die Taschen voll machen und vor allem diejenigen die diese Taschen füllen.
Das ist durch nichts zu rechtfertigen und eine Gelddruckmaschine für Empathielose Arschlöcher die die Lage ausnutzen und einen Gesellschaftlichen Rechtsruck nur zu gerne hinnehmen. Warum macht der Senat nicht mal einen Ausflug nach Tegel und rechnet mal nach wie das eigentlich sein kann. Für das Geld könnte jeder in Deutschland ausgezeichnet leben.
Ich halte die Autoren [Frauke Hunfeld](https://archive.ph/o/xU7dT/https://www.spiegel.de/impressum/autor-f637adb2-08b1-45b5-965b-9d0f2538194e) und [Alexander Kauschanski](https://archive.ph/o/xU7dT/https://www.spiegel.de/impressum/autor-9c1f2234-d348-4300-a994-d25959c4576a) für die schlechtesten, perfidesten, hetzerischsten und evtl. rassistischen Menschen nach dem lesen. Sie berichten nicht neutral sondern manipulativ und effekthascherisch. Siehe hierfür insbesondere mein Beispiel 6.
Beispiel:
Die Tauben koten alles voll.
Mein Gott eine Taube die in Berlin irgendwo hingeschissen.
Beispiel 1:
Die Frau würde Gebete aufsagen und damit drohen, alle umzubringen. => Aus welchem Grund lassen wir hier Religöse Fanatiker mit Mordfantasie rein? Unser Gesundheitssystem ist nicht dafür ausgelegt mehr als Not Betreuung für eine zusätzliche Masse an Menschen zu gewährleisten. Das sie sich noch dort als Gefahr aufhalten darf finde ich nicht richtig.
Beispiel 2:
Ein Inder aus der Ukraine nimmt als ersten Fluchtweg den Weg nach Deutschland? Ich denke er möchte hier einwandern und versucht das wie viele über das Asylsystem. Verständlich aber dafür gibt es andere Wege. Insbesondere nach einer erfolgreichen Anerkennung seines Studiums. Das er dort lange bleibt wenn er uns und unsere Hilfe ausnutzen möchte halte ich für ok.
Beispiel 3:
Es wird sich darüber beschwert, dass es in Berlin einer der teuersten Städte der Welt, keine kostenlose Wohnung für sie gibt. Ja jede Wohnung in Frankfurt Berlin oder München ist eine Luxuswohnung. Egal wie groß oder klein oder doof ausgestattet. Aufgrund der Lage. Nein eine Luxuswohnung sehe ich nicht als Grundbedürfnis an.
Beispiel 4:
Nicht mal den eigenen Gaskocher dürfen sie betreiben. Es sind schon einige Flüchtlingszentren aufgrund von so einem scheiß abgebrannt. Damit gefährdet er nicht nur sich und seine Familie sondern alle. Da wird dann auch auf die Tränendrüse gedrückt: In dem Lager z.B. im März bei dem leider das Lieblingskuscheltier verbrannt ist das nach Papa roch schniff tärnen.
Beispiel 5:
Wachmänner die erlauben, dass Gäste links wie rechts in das Karaoke Zelt reingehen können, obwohl wenig los war. Zitat: Sie gucken nur. Auch das ist ihr Job. Hell? Was ist den der Job von einem Wachmann bei keiner Gefahr nur zu schauen.
Aber dann kontrollieren sie plötzlich doch die Taschen von Menschen die eine Karaoke besuchen. Der Autor hält sich aber nicht für zu Schade noch das Wort Gast verächtlich zu machen.
Beispiel 6:
Warum ich die Autoren für schlechte Menschen halte die versteckten rassismus verbreiten:
Zudem wird das schlechte Deutsch der Sicherheitsleute betont. <= Ich verachte den Autor dafür. Wie können wir als Gesellschaft offen sein für Flüchtlinge und Ausländer wenn schon ein einfacher Sicherheitsjob perfektes Deutsch von Autoren, deren Job Sprache ist, gefordert wird. Das ablehnen von Ausländern weil sie der Deutschen Sprache nicht mächtig sind.
Das lesen des Artikels habe ich hier abgebrochen.
Solche Geschichten zeigen mir einfach, dass es keine Flüchtlingskrise haben, sondern eine Bürokratiekrise. Dass sich dee Staat so ausnehmen und verarschen lässt und dass so viel schief läuft, daran sind nicht die Geflüchteten schuld sondern unfähige Verwaltung.
Aber genau das möchten “wir” deutschen doch. Bloß keine menschenwürdige, dezentrale Unterbringung. Je seltener wir diese Menschen zu Gesicht bekommen, je besser lässt es sich mit dieser Entmenschlichung u. Entrechtung leben. Am besten in irgendwelche stacheldrahtumzäunten Barracken mitten im Nirgendwo stecken, damit “wir” mit reinem Gewissen abends weiter irgendwelche Polit-Talkshows gucken können, in denen sich kollektiv noch perfidere Methoden der Demütigung für Geflüchtete, Migranten und Ausländer ausgedacht werden.
Lager irgendwo weit weg, wo keinem deutschen dieses Elend aufs Gewissen schlagen kann. Uganda wurde ja schon auf den Tisch gelegt, aber ich frage warum eigentlich nicht Polen, das haben wir doch schon mal ganz gut hinbekommen.