Bis zu 2853 Euro mehr Sozialabgaben

by omgwtfdh

26 comments
  1. Sind dann bei 97K Jahreseinkommen 59 EUR pro Monat netto weniger.

    Gut 1,31% weniger Nettogehalt.

  2. mhh, langsam leidet mein sozialempfinden.

    in der privaten kv würde ich dann nur die hälfte zahlen bei deutlich besserer leistung und könnte die 600flocken jeden monat privat anlegen.

  3. Mehr alte Menschen führt zu mehr Kranke und Pflegebedürftige was zu höheren Kosten führt. Zudem möchte man ja auch das Pflegende ordentlich bezahlt werden. Tja und irgendwie muss irgendwo das Geld dafür herkommen.

  4. Naja, das Problem ist eigentlich ein anderes: dass nicht alle Einkommensarten gleich behandelt werden (also die Beitragsbasis verbreitert wird) und dass die Beitragsbemessungsgrenze quer durch die Mittelschicht verläuft.

    Ersteres ist ein Problem, weil es die Mehrheit der Gesellschaft benachteiligt zugunsten einer potentiell sehr leistungsfähigen Minderheit.
    Zweiteres ist wunderbar nutzbar um einen Keil in die Gesellschaft zu schlagen und von Ersterem abzulenken.

    Edit: Was mich stört ist nicht die Höhe der Beiträge oder deren Existenz, sondern dass so viele sich einfach rausnehmen können aus dem System. Beamte, Freiberufler, Selbstständige, Vermögende – wenn die alle auch in der gesetzlichen KV, AV, RV, PV wären, könnten die Beiträge für alle niedriger sein. Wer dann immer noch Mehrleistung haben will, kann ja noch zusätzlich vorsorgen, aber eine gute Basis sollte für alle gleich sein und von allen im gleichen Maß getragen werden.

  5. Warum sollen ausschließlich gutverdienende Angestellte die vollen Kostensteigerungen bei den Sozialabgaben tragen?

    Gutverdienende Selbstständige (wie Unternehmer, Ärzte, Anwälte, Architekten, Apotheker, Notare, Steuerberater, …) sowie bestimmte Arbeitnehmergruppen (z.B. angestellte Ärzte auf Antrag) und Beamte werden von den Kosten komplett verschont. WTF? Wieso sollen nur Angestellte Menschen die Kosten der alternden Gesellschaft tragen. Es ist eine Sauerei.

    Verteilt die Last endlich auf mehr Schultern! Dann könnten wir die Beiträge für den Einzelnen sogar wieder senken, damit sich Arbeiten wieder mehr lohnt. DAS braucht Deutschland und nicht zum zehnten Mal in Folge auf den Angestellten Steuerzahler draufhauen. Es reicht!

    EDIT: Es gibt in Deutschland anscheinend 89(!) Berufsständische Versorgungswerke

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsst%C3%A4ndische_Versorgung](https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsst%C3%A4ndische_Versorgung)

  6. Ich war ja lange genug aus all den moralischen Gründen freiwillig in der gkv…

    Kann jemand ne gute pkv bzw n Berater empfehlen?

  7. Yeah – noch mehr Abgaben um ein marodes system vor dem Kollaps zu bewahren! Ich würde das Geld lieber in einen Transformationsfond einzahlen der den Zweck hat, das System zu reformieren

  8. Der Artikel ist halt reines Framing. Die Beitragsbemessungsgrenze wird buchstäblich nur wie alle paar Jahre an die nominale Lohnentwicklung angepasst. Das heißt, sie steigt so stark wie die nominalen Löhne im Schnitt gestiegen sind. Die Nominallöhne sind diesmal überdurchschnittlich stark gestiegen, weil es nach der Inflation eben höhere Anpassungen der Nominallöhne brauchte.

    Da wird niemandem mehr Geld aus der Tasche gezogen, sondern nur im Nachgang der Entwicklung der Satz auf das bereinigte Niveau gehoben, was er bereits hatte.
    Außerdem wird hier der Arbeitgeberanteil einfach mal drauf gerechnet, um die Zahl besonders groß wirken zu lassen.
    Eben typisch FAZ, man befeuert das Narrativ, dass die Regierung uns angeblich mehr aus der Tasche nehmen will.

    Das Prozedere ist buchstäblich das Gegenstück zur Anpassung der Einkommenssteuer. Bei der Einkommenssteuer fällt man durch die nominale Lohnentwicklung bei inflationsbereinigt gleichwertigem Lohn in einen höheren Steuersatz, weshalb man ohne Anpassung der Sätze jedes Jahr immer mehr Steuern zahlen müsste. Bei der Beitragsbemessungsgrenze würde ohne Anpassung ein immer größerer Anteil des Einkommens über die Grenze rutschen, weshalb die Versicherungsbeiträge inflationsbereinigung konstant sinken würden. Deshalb wird das eben angepasst.

  9. Ich muss sagen: es schmerzt definitiv im Geldbeutel und ich fände es gut wenn die Abgaben auf alle (Angestellte, Beamte und Selbstständige) aufgeteilt werden. Muss aber auch sagen, ich habe bisher noch nie verstanden warum ich mit einem mal „genug“ bezahlt habe. Fände man hätte hier jetzt direkt auch die Obergrenzen ganz abschaffen können.

  10. Mein schlechtes Gewissen 50% angestellt zu sein, den Rest freiberuflich zu arbeiten und dadurch weniger in das Sozialsystem einzuzahlen wird immer geringer.

  11. Meiner Berechnung nach werden also besonders die Leute betroffen sein, die zwischen 66k und 96k brutto verdienen. Die drüber fangen das mit den Steuererleichterungen ab, die drunter zahlen nur KV und Pflegeversicherung mehr, sollte aber auch mit der Steuer sich ausgleichen…

    Richtig schön die Mitte schröpfen. Und natürlich, Beante und Co. Sind wieder fein raus.

  12. Das wird dann wohl Einfluss auf meine Wahlentscheidung haben. Bin gespannt ob das jemand im Wahlkampf anpackt.

    Eine Erhöhung perse finde ich nicht schlimm, insbesondere das Ost und West angeglichen werden. Aber in dem Ausmaß und unter den lächerlichen Reförmchen bei den Sozialausgaben ist es sauer verdientes Geld in ein Fass ohne Boden.

  13. Als maximal Betroffener (Im Osten, daher stärkere Steigerung, und etwas über 8k) sehe ich es zwiegespalten: Gegenüber den weniger Verdienenden finde ich es fair und sinnvoll, dass mehr zahlt wer mehr verdient, und will auch nicht jammern.

    Auf der anderen Seite finde ich schon, dass es unfair ist, dass Kapitalerträge mit 25% flat besteuert sind, und das wars. Leute, die ihr Geld für sich arbeiten lassen, sind meiner Meinung nach übermäßig im Vorteil.

  14. Erster Satz aus dem Artikel: “Wer als Arbeitnehmer ein Gehalt von mehr als 8000 Euro im Monat bezieht, muss im kommenden Jahr deutlich höhere Abzüge für Sozialabgaben hinnehmen.”

    Ab da wollte ich schon aufhören zu lesen.

  15. Warum haben wir in DE 136 GKV? Mit Vorständen und Aufsichtsräten, die richtig Geld verbrennen…
    Warum zahlen nicht alle ein wie in NL oder Österreich?
    Alle Sozialversicherungen wären um etliches günstiger. Stichwort Solidargemeinschaft!

  16. Bin froh nicht in der GKV mehr zu sein, aber es wird langsam immer schwerer was positives zu finden. Ich verdiene sehr gut aber nicht genug für den Aufbau von Vermögen oder Eigentum. Ich habe das alles hart erarbeitet, Studium selbst per KfW Kredit und Arbeit finanziert und auch alles zurückgezahlt mit Wucherzinsen. Jetzt werde ich gemolken wo es geht, während wirklich Reiche ihr Vermögen entweder in Firmen, Stiftungen oder das Ausland packen können.

  17. Es scheint immer nur den einen Weg zu geben. Mehr Abgaben für die Menschen. An die andere Seite traut Sich die Politik nicht ran. Das ganze ist zu einem unbeherrschbaren Bürokratiemonster geworden, dass inzwischen in teilen nicht mehr funktioniert. Es muss hier endlich akut und effektiv Änderungen geben. Beamte mit einzahlen lassen, Bürokratie abbauen (und das nicht nur behaupten), den Abrechnungsbetrug im GKV-System unterbinden, ect.

  18. Bring it on – ab nun eh egal, da alles wichtige schon längst schiefgegangen ist.

  19. Immer wieder interessant, wie viele Leute nur die Überschrift lesen.
    Erster Satz im Artikel: “Wer als Arbeitnehmer ein Gehalt von mehr als 8000 Euro im Monat bezieht,[…]” (Anm: entspricht einem Bruttojahresverdienst von 96.000 €)

    Im zweiten Satz “Für Beschäftigte mit mindestens 8050 Euro Bruttogehalt bedeutet dies, dass sie 2025 bis zu 1426,73 Euro [Anm: Pro Jahr] mehr Sozialbeiträge zahlen als in diesem Jahr […] noch einmal so viel kommt auf den Arbeitgeber zu.”

    Laut Destatis [1] lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst (2023) in Deutschland bei 4.479 €.

    Leider habe ich dazu keine direkte Quelle gefunden (gerne ergäzen), aber so viele Menschen in Deutschland verdienen gar nicht mehr als 96.000 € brutto pro Jahr (5% – 15%).

    ————————-
    [1] https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/Tabellen/liste-bruttomonatsverdienste.html#134694

  20. 8000 im Monat heißt gutverdiner?! Vor Inflation wäre es dann 6400! Deutschland – der Staat nimmt alles, und ohne die Arbeitnehmers zu fragen. Dies ist einfach rauberei

  21. TL:DR:

    Beitragsbemessungsgrenzen steigen. Wenn man über 8k im Monat verdient, muss man 1,4k extra IM JAHR an Sozialabgeben hinblättern, weitere 1,4k fallen für den Arbeitgeber an.

    Macht zusammen: “Bis zu 2853 Euro mehr Sozialabgaben”. Danke FAZ.

  22. Ehrliche Frage, wie kommt es dass die Beiträge steigen der Spitzensteuersatz aber bei 42% gleich bleibt?

  23. Ich hab die Lösung. Krankenhäuser verstaatlichen und Bahn privatisieren und dem offenen Markt aussetzen. ausbildungen und Studien von Migranten direkt akzeptieren und lediglich einen eignungstest durchführen. Mindestlohn auf 16 Euro erhöhen. Gas direkt von Russland beziehen, anstatt über 4 Umwege und dann teurer. Erbschaftssteuer ab 5 Mio Euro, Luxussteuer auf Uhren, Yachten, Helis und Privatflieger, etc. CO2 Steuer und Elektroautos um die Hälfte billiger finanzieren. Militärausgaben auf ein minimum beschränken und endlich Kontakt zu Putin aufnehmen, ausbauen und zu irgendeiner Lösung kommen, damit nicht jährlich 100 Mrd oder mehr ausgegeben werden müssen und damit ein Wettrüsten bis zur Unendlichkeit führen. Ne Atombombe zur Abschreckung in den Keller legen und jedem damit drohen, der uns droht. Lediglich zur Abschreckung natürlich. eine reicht da ja.
    Alles übrige Geld in Modernisierung /digitalisierung ballern und die restlichen Themen dann erstmal schleifen lassen / schön reden, genauso, wie man das seit Jahrzehnten mit jedem thema macht.

    Vote me for President. ich nenn meine Partei DPBARD – Demokratische Partei bezogen auf Reddit-Debatten.

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