Berlin: Zwangsprostitution: Streit um Trostfrauen-Statue spitzt sich international zu

by Rennfan

12 comments
  1. Das beweist nur dass man solche Aktionen gar nicht zulassen sollte. Wir müssen uns nicht auch noch einen weiteren politischen Streit importieren der erstmal nichts mit Deutschland zu tun hat. Diese Verbrechen sollten aufgearbeitet werden, allerdings zwischen Japan und Korea. Das sollte nicht bei uns stattfinden.

  2. Na ja, letztlich hat es schon auch was mit uns zu tun, da brauchen wir uns nichts vormachen, Japan war aufseiten Deutschlands.

    Wir tragen auch eine Mitverantwortung für diese Verbrechen, Randfakt: Japan hat es bis heute nicht geschafft, sich für die Verbrechen an der chinesischen Bevölkerung einfach nur zu entschuldigen.

  3. Dafür dass Japaner den Ruf stoischer Samurai-Krieger haben sind sie aber schrecklich fragil.

  4. Dann vergewaltigt halt keine Frauen. Japan hat keine Ahnung wie man mit Kriegsverbrechen umgeht obwohl sie mit den Deutschen in einer Allianz waren.
    Reißt die Statue ab und baut eine neue Statue der Statue die daran erinnern soll, dass Japan die Statue abreißen lassen wollte, weil es seine Kriegsverbrechen nicht verarbeiten kann.

  5. Mein Gott, wegen ner Statue.

    Lass das Ding stehen, es hat seinen Grund, wieso sie existiert. Und der Japaner möge bitte sich zu Kriegsverbrechen einlesen.

  6. Verstehe noch nicht so ganz warum das Ding in Moabit steht – hier ist weder japanische, koreanische oder Chinesische Bevölkerung sehr präsent. Hat irgendwie gar keinen Bezug – vor allem dass das so aufgeblasen wird. 🤔 übersehe ich was?

  7. > Die japanische Regierung lässt seither kaum eine Gelegenheit aus, von deutschen Entscheidungsträgern auch den Abbau der Statue in Berlin zu fordern. Als der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Mai dieses Jahres nach Japan reiste, ging es im Gespräch mit der Außenministerin nicht nur um die Städtepartnerschaft mit Tokio und eine Investition von Mitsubishi in Tegel, sondern auch um die “Trostfrauen”-Statue in Moabit. Im Anschluss erklärte Wegner per Pressemitteilung, die Darstellung sei “einseitig”. Es müsse Veränderungen bei der Statue geben.

    > Im August hatte rbb24 Recherche berichtet, wie Wegner Einfluss nahm, damit ein Bildungsprojekt des Korea Verbands nicht mit Senatsgeldern gefördert wird. Dagegen will der Korea Verband nun juristisch vorgehen.

    Nur, falls noch irgendjemand glaubte, dass es bei Wegners (in vielen Fällen absolut gerechtfertigter) Kritik an Verharmlosung von Verbrechen der Hamas um Menschenrechte und Überzeugungen ginge, statt um performative Politik.

  8. Das Thema der Trostfrauen wird bis heute kontrovers diskutiert. Japans Haltung ist klar, es gab kein System und es warnen hauptsächlich Koreanerinnen welche sich selbst in diese “Sklaverei” ergaben oder Koreaner die daraus ein Geschäft machten. Im Krieg tat man eben was man tun muss um zu überleben oder um seine Familie abzusichern. Am Ende lag es natürlich an Japan durch ihre Kriege.

    Korea wirft dagegen Japan vor von Oben herab ein System entwickelt zu haben und bezieht sich auf Überlebende oder Tagebücher.

    Wertete man beide Seiten aus so ist Japans Haltung bisher die realistischere. Die Überlebenden haben sich mehrmals widersprochen, das große[ bekannte Tagebuch](https://en.wikipedia.org/wiki/Diary_of_a_Japanese_Military_Comfort_Station_Manager#Reception_and_debate) welche maßgeblich als Beweis aufgeführt wird kann man so oder so lesen. Japan hält bis heute gewisse Schriftstücke zurück welche Licht ins Dunkel bringen könnten aber darauf kann man schlecht ein Argument aufbauen.

    Die Debatte immer mit “Japan räumt nicht mit ihren Taten auf” zu minimieren trifft den gesamten Kernaspekt nicht wirklich. Japan gibt offen zu dass es solche Dinge gab und deren Soldaten die Frauen in Anspruch nahmen. Auch dass es hin und wieder Japaner gab die damit Geld verdienten. Was Korea jedoch bis heute nicht aufzeigen kann ist die gezielte staatliche oder militärische Lenkung des Ganzen weswegen Japan deswegen so erzürnt ist.

    Gleichzeitig muss man auch die Rolle Nordkoreas und deren Propaganda erwähnen. Chong Dae Hyup (정대협 挺対協) soll maßgeblich unter deren Einfluss ziehen. Diese sind eine gezielte Anti-Japan Gruppe welche kurz nach der Gründung in den 90ern das Thema erst so richtig groß machte indem sie Kim Hak-sun Aussagen öffentlich machten. Durch tapes die ein coaching nahelegen kamen jedoch später Zweifel auf. Gleichzeitig sprang die japanische Zeitung Asahi Shimbun drauf ein und schrieb dutzende Artikel mit Falschaussagen von Militärs über den Fall von Seiji Yoshida. Was den ehemaligen koreanischen Präsidenten Roh Tae-woo zu damals zu folgender Aussage brachte:

    > Asahi Shimbun created the comfort women issue out of nothing, provoked Korean nationalism and infuriated Korean people

    [Erst 2014, nach einer Untersuchung mit externen Experten revidierte die japanische Zeitung dann ihre Berichte.](https://www.japantimes.co.jp/news/2014/08/05/national/politics-diplomacy/asahi-shimbun-admits-errors-in-past-comfort-women-stories/) Das Thema ist nicht nur ein zwischen Japan und Korea, sondern ein zwischen vielen Ländern und unterschiedlichen Gruppen. [Damals wollten südkoreanische Organisationen z.B. Blinken von Obama feuern lassen weil er hinter dem 2015er Abkommen stand.](https://www.change.org/p/john-kerry-barack-obama-fire-deputy-sec-blinken-for-treading-on-our-civic-rights) Die Talking Points übernahm man vom Bruder aus dem Norden welcher das Abkommen immer aufhalten wollte. Ähnliches sieht man heute mit Russland und Europa.

    “Lustigerweise” gab es diesen Zwang direkt vom Militär unter anderem bei Niederländerinnen aus den eroberten Kolonien was Japan auch akzeptiert. Die westlichen Opfer spielen bei dem Thema jedoch fast keine Rolle. Wenn man an die Trostfrauen erinnern möchte könnte man also einfach eine Statue mit westlichen Zügen aufstellen. Das wäre sicherlich ein Kompromiss den die Parteien bis zum 28. September erreichen könnten, vielleicht mit einer Tafel um auch die anderen Opfer zu nennen.

    Wenn man Japan wirklich nerven will stellte man eine japanische Frau auf weil deren eigene Trostfrauen bisher nicht nach vorne gingen. Jedoch wissen wir auch von genügend Fällen der Okinawa oder Buraku Minderheiten die hier auch eine rassistische Dimension einfügen.

    Gleichzeitig sollte man auch etwas über die japanische “Recreation and Amusement Association” für die US Soldaten lesen welche laut einigen Historikern nur eine Weiterführung der Trostfrauen der Japaner waren. Könnte man vielleicht auch mal erinnern was die USA da alles so abzog und wie der Rest der japanischen Regierung versuchte dem Heil zu werden.

    [Oder das Thema der “Yankee princesses” während dem Koreakrieg.](https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_military_and_prostitution_in_South_Korea) Diese Trostfrauen spielen international auch keine Rolle während sich alle immer auf Japan stürzen. Da müssten so einige Länder noch gehörig aufarbeiten jedoch ignorierte man es lieber weil die Personen schon gestorben sind oder zu alt waren bevor eine Debatte über Frauen während Besatzungen/Kriegen überhaupt erlaubt war.

  9. Vergewaltiger:”Ich will nicht mit meinen Taten konfrontiert werden”

    Deutsche Politik:”Natürlich, mein Herr! Sofort, mein Herr!”

    Macht mal ne wöchentliche Blumenaktion in Berlin. Jede Woche Blumen ans Denkmal

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