Klimakleben auf A12 kostete Innsbrucker Aktivistin den Führerschein | Tiroler Tageszeitung

by iHockMiAufsHeislOida

17 comments
  1. Erstmals nahmen die Tiroler Behörden einer Aktivistin nach einer Autobahnblockade die Lenkberechtigung ab. Weil das Auslösen eines künstlichen Staus auf der Autobahn als besonders rücksichtslos und gefährlich gewertet wurde.

    Innsbruck – Die Autobahn-Blockade war nach knapp 30 Minuten vorbei, die Konsequenzen wirken wesentlich länger nach. Erstmals muss eine Klimaaktivistin in Tirol ihren Führerschein abgeben. Nicht etwa wegen Trunkenheit am Steuer. Vielmehr sprach die Landespolizeidirektion der Innsbruckerin aufgrund ihres Verhaltens beim Protest die erforderliche Verkehrszuverlässigkeit ab. Das sieht auch das Landesverwaltungsgericht so und bestätigte die Entscheidung der Behörde. Die Folge: Die Aktivistin muss jetzt für ein halbes Jahr auf ihren Führerschein verzichten.

    **Die Vorgeschichte:** Es war am 22. Dezember des Vorjahres, als sich neun Klimaaktivisten auf den Weg nach Kufstein machten. Dort wollten sie die Autobahn blockieren. Kurz vorher schalteten sie die Warnblinkanlagen ein, bremsten ihre zwei nebeneinander fahrenden Autos ab und blieben schließlich bei Kilometer 2,48 stehen. Dann sprangen die Demonstranten aus den Fahrzeugen und klebten sich auf der Autobahn an. Eine halbe Stunde später beendeten die BH Kufstein und die Polizei die nicht angemeldete Demo. Die Teilnehmer wurden angezeigt.

    # Besonders gefährliche Verhältnisse

    Mit besonders unangenehmen Folgen für die Aktivistin aus Innsbruck: Sie hatte eines der beiden Autos gesteuert, mit denen der Verkehr auf der A12 vor der Blockade angehalten wurde. Die Konsequenz: Am 18. Juni erfuhr die Frau aus dem Strafbescheid der Landespolizeidirektion, dass ihr der Führerschein für ein halbes Jahr entzogen wird. Sie habe durch ihr Bremsmanöver „besonders gefährliche Verhältnisse“ herbeigeführt und „besondere Rücksichtslosigkeit“ gezeigt, wertete die Führerscheinbehörde das Verhalten der Lenkerin. Und begründete den Führerschein-Entzug mit „fehlender Verkehrszuverlässigkeit“.

    Die Innsbruckerin wehrte sich gegen den Bescheid mit einer Maßnahmenbeschwerde beim Landesverwaltungsgericht in Innsbruck. Sie rechtfertigte in ihrem Schreiben die Autobahn-Demo mit der „außergewöhnlichen Situation“ (Klimawandel) und berief sich auf das Recht der Versammlungsfreiheit. Außerdem sei der Verkehr nur kurz und geringfügig gestört worden. Weiters beteuerte die Aktivistin, man habe durch das vorsichtige Abbremsen und die Alarmblinkanlage das Risiko von Auffahrunfällen deutlich verringert. Besonders gefährliche Verhältnisse bzw. Rücksichtslosigkeit seien daher nicht gegeben gewesen. Und auch keine fehlende Verkehrszuverlässigkeit.

    # Nachschulung verordnet

    Das Landesverwaltungsgericht sieht das anders. Wie aus der Entscheidung vom 29. August hervorgeht, bleibt es beim Führerscheinentzug für ein halbes Jahr. Außerdem muss die Innsbruckerin eine „Nachschulung für verkehrsauffällige Führerscheinbesitzer“ absolvieren. Das Gericht räumte der Aktivistin eine Frist von zwei Wochen ein, um den Schein abzugeben.

  2. Interessantes Urteil. Ob die Behörden das nun als Grundlage für weitere FS-Entzüge hernehmen werden?

  3. Das passt schon so.

    Wennst dich hinterm Lenkrad fahrlässig verhältst dann kann und sollte dir das blühen 🤷

  4. Aber wenn man das Kind als Schutzschild gegen Wasserwerfer verwendet kann man leider nix machen.

  5. Richtig, gut so. Jeder Verkehrsteilnehmer hat die Verpflichtung sich entsprechend der Regeln zu verhalten.

  6. Führerschein weg und hoffentlich auch a saftige Geldstrafe.

    Aber bei denen wird wahrscheinlich eh nicht viel zu holen sein…

  7. Wofür braucht die einen Führerschein? Autofahren ist eh klimaschädlich.

  8. Ein wichtiges Zeichen! Der Kampf gegen den Klimawandel darf in Österreich auch weiterhin auf keinen Fall ernst genommen werden. Auf zwei, drei, viele Jahrhundert-Fluten!

  9. Aja. Drängeln bei 160+, rechts überholen bei 160+, generell schneller fahren, umdrehen und in der Rettungsgasse zurückfahren, das alles ist aber nicht besonders rücksichtslos und gefährlich. Typisch wieder mal, wer kann das noch ernst nehmen?

  10. Wozu hatte sie überhaupt einen Führerschein? Auto fahren ist doch nicht nachhaltig.

  11. Warum hat man als Klimakleber überhaupt einen Führerschein?! Einerseits will man die Welt retten, andererseits macht man einen recht teuren Kurs um die Erlaubnis zu haben, eine Maschine zu bewegen die den Weltuntergang erst verursacht hat.

    Schizophrenie?

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