Aktualisiert22. Oktober 2024, 11:54

Algerien: Schweizer Touristin wird auf Terrasse Kehle durchgeschnitten

Eine Frau wurde vor zehn Tagen in im Südosten von Algerien getötet. Das EDA hat ihren Tod bestätigt.

Reto Bollmann

von

Eine Schweizer Touristin wurde in Algerien brutal ermordet.

Sie sass am 11. Oktober auf einer Terrasse in der Oase Djanet, als ihr offenbar von einem Angreifer die Kehle durchgeschnitten wurde.

Das EDA hat Kenntnis vom «gewaltsamen Tod einer Schweizer Staatsbürgerin».

Eine Schweizer Touristin soll am 11. Oktober ermordet worden sein, als sie mit vier anderen Personen Ferien in Djanet im Südosten Algeriens machte, wie die französische Zeitung «Libération» berichtet.

Die Frau, deren Identität nicht bekannt gegeben wurde, sass auf der Terrasse eines Cafés in dieser Oasenstadt, die als eines der touristischen Juwelen Algeriens gilt. Laut dem französischen Medium soll sie brutal von einem Mann mit einer Stichwaffe ermordet worden sein.

Algerien: Zwei Männer festgenommen

Zwei Männer wurden angeblich festgenommen. Einer von ihnen soll von Einheimischen ergriffen worden sein. Es soll sich um Personen aus dem Norden des Landes handeln, die in Tuareg-Kleidung gekleidet waren. Ob es sich um einen Einzelfall oder um eine geplante Tat handelt, ist noch unklar.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das von «Libération» kontaktiert wurde, bestätigte, «von dem gewaltsamen Tod einer Schweizer Staatsbürgerin am 11. Oktober im Südosten Algeriens erfahren zu haben». Die Begleitpersonen der Frau sollen ebenfalls Schweizer gewesen sein. Sie wurden betreut und nach Hause repatriiert, wie Bern mitteilte. Das EDA erklärte, dass keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden.

EDA rät von Reisen nach Djanet ab

Auf seiner Website schreibt das EDA allgemein, auf Algerien-Reisen sei «der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken». Von Reisen in einzelne Landesteile wird abgeraten. Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen bestehe das Risiko von Terroranschlägen im ganzen Land. Mögliche Anschlagsziele seien öffentliche Einrichtungen, Sicherheitskräfte, ausländische Firmen und von ausländischen Staatsangehörigen häufig frequentierte Orte.

Das EDA rät von Reisen nach Djanet aktiv ab. (Bild: Örtliche Reiseleiter errichteten ein Lager in der Wüste in der Nähe der Oasenstadt Djanet,Juli 2023)

Das EDA rät von Reisen nach Djanet aktiv ab. (Bild: Örtliche Reiseleiter errichteten ein Lager in der Wüste in der Nähe der Oasenstadt Djanet,Juli 2023)

AFP

Zum Süden des Landes, in welchem sich der Mord an der Schweizer Touristin ereignete, schreibt das EDA, die Sicherheitslage in Libyen, Niger und Mali wirke sich auf die Sicherheitslage aus. Insbesondere erhöhe sich das Risiko, Opfer einer Entführung oder einer anderen Terroraktion zu werden. Das EDA rät von Reisen nach Djanet aktiv ab.

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